Die Meta Quest Pro im Passthrough-Test

Erst gestern haben wir Euch den Test der Meta Quest 2, einer Standalone-VR-Brille vorgestellt. Einer unserer Kritikpunkte ist die schlechte Passthrough-Funktion, welche nur in Schwarzweiß und stark „verschneit“ daher kommt. Die Meta Quest Pro, welche wir erst im kommenden Monat testen werden, bietet ein RGB-Passthrough – also den Blick in die wahre Realität in Farbe. Meta, als auch HTC mit der vergangenen Woche vorgestellten Vive XR Elite, werben mit einer Mixed-Reality-Brille (MR). Das wir auf diesem Level längst noch nicht sind, hat nun der Brachen-Insider Karl Guttag in einem Test mit der Meta Quest Pro dokumentiert.

Der an der kalifornischen Küste lebende Experte Karl Guttag ist in dem Geschäft seit knapp 40 Jahren unterwegs und wird vor Gericht als technischer Sachverständiger zu Rate gezogen. In seinem ersten Teil zum Tests der Passthrough-Funktion der Meta Quest Pro, kommt er leider zu einem niederschmetternden Ergebnis. Der Experte hat zur Visualisierung mit einer Canon-R5-Kamera und einem 16-Millimeter-Objektiv durch die linke Linse der Meta Quest Pro gearbeitet. Seinen Aussagen zufolge, würde das Objektiv mit einem Sichtfeld von ungefähr 106 Grad horizontal und 81 Grad vertikal, das menschliche Auge und dessen Sehkraft am besten simulieren.

In seinem ersten Bildern erkennen wir schon auf Anhieb, dass sich sehr wohl eine Verbesserung zur Meta Quest 2 eingestellt hat. Ein Blick auf das Smartphone-Display oder dem Sehtest rechts neben dem Laptop zeigen jedoch, dass Nutzer:innen einer Meta Quest Pro nahezu blind sind was das Lesen von Buchstaben anbelangt. Details sind wie auf der Karte nicht zu realisieren. Doch – im Verglich zur Quest 2 (rechtes Bild) sehen wir auch entsprechende Fortschritte. Denn die Quest 2 bietet nur noch Matsch.

Vergleichsaufnahmen der Passthrough-Funktion der Meta Quest Pro.
Die Vergleichsaufnahmen durch die linke Linse der Meta Quest Pro zeigen, wie schlecht die Mixed Reality bei der VR-Brille noch ist. / © Karl Guttag / edit by NextPit Bildquelle: Karl Guttag / edit by NextPit

Guttag fragt sich in seinem Fazit, warum Meta mit dem Namen Mixed Reality Werbung betreibt. Meta habe mehr als 30 Milliarden US-Dollar in diesem Bereich investiert, und das ist es was sie für ein „Pro“-Device im Wert von 1.800 Euro liefern können. Da kann man nur hoffen, das es Apple mit seiner Reality One, beziehungsweise Apple Reality Pro bedeutend besser macht.

Was haltet Ihr von der nach knapp 10 Jahren aufkeimenden Begeisterung für VR- und MR-Technologie? Hat sich euch auch infiziert, habt Ihr eine Standalone-VR-Brille oder wartet Ihr noch auf die kabelgebundene PlayStation VR2? Schreibt uns in die Kommentare.

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