Find X3 Pro im Test: Oppo, das ist Dein Magnum Oppus

Find X3 Pro im Test: Oppo, das ist Dein Magnum Oppus

Wie schlägt sich das Oppo Find X3 Pro als Alternative zu Flaggschiffen wie Galaxy S21 Ultra, Xiaomi Mi 11 oder OnePlus 9 Pro? In meinem Test fasse ich Euch meine Eindrücke aus knapp zwei Wochen der Nutzung als "Daily-Driver" zusammen. 

Bewertung

Pro

  • Hohes Leistungsniveau
  • Brillante Kamera mit coolen Features
  • 120-Hertz-AMOLED-Display
  • 65-Watt-Quick-Charging

Contra

  • Etwas grobschlächtig
  • Curved-Screen nicht für Jedermann
  • Kein Micro-SD-Support
  • HEIF-Codec außerhalb des Handys nervig

Kurzfazit: High-End und trotzdem nicht langweilig

Mit dem Find X3 Pro schafft es Oppo, das Innovationsloch des Jahres 2021 mit einem spannenden Kamera-Setup und einer interessanten Rückseite zu durchbrechen. Dabei schafft der Hersteller den Spagat zwischen Ausprobieren und hohem Qualitätsstandard sehr gut. Denn auch wenn Ihr den Spaß an der Mikroskopkamera verliert und das 3D-Glas unter einer Hülle versteckt, bleibt das Find X3 Pro ein sehr gutes High-End-Flaggschiff.

Die UVP von stolzen 1.149 Euro und das generelle Handling des Smartphones sind mir persönlich ein wenig zu grob. Das liegt vor allem am großen 6,7-Zoll-Display mit runden Außenseiten – ein Umstand, über den sich aber sehr gut mit dem Schauen von YouTube-Video hinwegtrösten lässt.

Bevor es richtig losgeht mit dem Test: In der nachfolgenden Übersicht findet Ihr noch einmal die aktuell besten Smartphones auf Empfehlung der NextPit-Redaktion:

 

Display & Handling: Ein brillantes Display macht sich breit

Was man beim Find X3 Pro auf den ersten Blick sieht: Oppo setzt ein 6,7 Zoll großes Display mit abgerundeten Seiten ein. Beim genaueren Hinsehen, und zwar direkt nach dem Anschalten, fallen dann auch Eigenschaften wie die HDR10+-Zertifizierung, die 10-Bit-Farbabdeckun und die Bildwiederholrate von 120 Hertz auf. Darüber hinaus glänzt das Panel mit LTPO-Technologie und einer maximalen Helligkeit von 1.300 Nits.

Finde ich klasse:

  • Knackscharf und superflüssig dank 525ppi und 120 Hertz
  • Stellt über 1 Milliarde Farben dar
  • Dank 6,7 Zoll perfekt für Netflix, YouTube und Co.
Oppo Find X3 Pro Hand
Auch mit großen Flossen bleibt das Find X3 Pro in einer Hand unhandlich. / © NextPit

Finde ich nicht gut:

  • Kein Fan von Curved-Screens (Sehr subjektiv)
  • In-Display-Fingerabdrucksensor recht weit unten
  • Selbst mit großen Händen zu groß

Handydisplays haben mit LTPO, 120 Hertz und AMOLED in diesem Jahr einen sehr angenehmen Nenner gefunden. Wie Samsung beim Galaxy S21 Ultra, Xiaomi beim Mi 11 und OnePlus beim 9 Pro setzt Oppo auf ein super hochwertiges Panel, das einen oft dazu verleitet, sich gemütlich ins nächste "Rabbit Hole" auf YouTube fallen zu lassen.

NextPit Oppo Find X3 Pro display
Im Find X3 Pro steckt ein brillantes OLED-Panel, das dank 120 Hertz mit der Konkurrenz mithalten kann. / © NextPit

Während die 6,7 Zoll beim Videoschauen von Vorteil sind, ist das Handy mit Abmessungen von 163,6 x 74 x 8,3 Millimetern aber ein ziemlicher Klopper. Gerade nachdem ich mich über die kompakte Größe des Galaxy S21 gefreut habe, war die Bedienung des Find X3 Pro im Vergleich mit einer Hand umständlich. Meine Vorliebe geht eher wieder in Richtung 6 Zoll – bei Euch kann das natürlich ganz anders sein.

Steht Ihr auf große Bildschirme, wird Euch das Find X3 Pro ganz sicher von den Netflix-kompatiblen Wollsocken hauen. Das 120-HZ-HDR-10-+-AMOLED-Display ist nicht nur ein langes Bindewort, sondern auch ziemlich brillant. Mir persönlich sind 6,7 Zoll allerdings zu unhandlich.

Leistung & Gaming-Performance: SD 888 bringt PUBG in Ultra-HD

Auch mit dem Einsatz von Qualcomms neuem Snapdragon 888 zieht Oppo mit den bereits erwähnten Konkurrenten gleich. Das leistungsstarke 5G-SoC sorgt für Top-Ergebnisse in Benchmarks und, viel wichtiger, für eine superflüssige Systemperformance. Zwei kurze Videoschnitt-Projekte mit Kinemaster und Mobile Games wie PUGB liefen im Test ohne lange Ladezeiten, ohne Ruckler und sehr sehr flüssig.

Find X3 Pro im Benchmark-Test

So schneidet der Snapdragon 888 im Benchmark ab.
Benchmark Oppo Find X3 Pro Samsung Galaxy S21 Ultra Xiaomi Mi 11 OnePlus 9 Pro
Geekbench 5 932 / 3153 942 / 3.407 1.085 / 3.490 1.112 / 3.633
3D Mark WildLife 5.659 bei Ø33,90 FPS 5.375 bei Ø 32,40 FPS 5.704 bei 34,10 FPS 5.670 

Doch vor allem die Option, die Grafikeinstellungen im Mobile Game PUGB Mobile auf Anschlag zu drehen, haben dem Tech-Nerd in meinem Herzen Freude bereitet. Wer hätte gedacht, dass ich auf dem Find X3 Pro noch eher Gaming in 4K genießen kann, als auf Sonys neuer PlayStation 5? Der Stress Test im Benchmark 3D Mark zeigt dann auch, wie gut das Handy unter Volllast mit Wärme umgehen kann.

Find X3 Pro Benchmark
Das Thermal Throttling beim Find X3 Pro ist für ein Nicht-Gaming-Smartphone normal.  / © NextPit

Im Stresstest wiederholt die Software eine Leistungsprüfung über einen Zeitraum von 20 Minuten, um zu schauen, ob es Probleme durch thermale Drosslung gibt. Die Ergebnisse sind für ein High-End-Handy im grünen Bereich, auch wenn Gaming-Smartphones wie das ROG Phone 5 diese Disziplin durch eine bessere Wärmeableitung besser meistern.

Was insgesamt zählt ist, dass Ihr mit dem Find X3 Pro ein Handy kauft, das auch in einigen Jahren noch genug Leistungsreserven für Apps und Mobile Games mitbringt. Genau hier liegt die Stärke von Handys der Oberklasse und darauf hat auch Oppo bei der Konzeption des Handys geachtet.

Kamera: Ich habe selten so gerne Handyfotos gemacht

Kommen wir zu meinem Lieblingsteil eines jeden Handy-Testberichts: Dem Kamerateil. Lasst uns auch hier erst einmal auf die groben Fakten schauen, bevor es um meine subjektive Meinung geht. Falls Ihr schon meinen Liebesbrief an das Find X3 Pro vor einigen Tagen gelesen habt, braucht Ihr Euch um eine schlechte Kamera-Performance aber nicht mehr zu sorgen:

Kamera-Specs im Blick

Das kann die Quad-Cam des Find X3 Pro auf dem Papier.
Modul Eigenschaften
Hauptkamera  Sony-IMX766-Sensor | 50 MP | f/1.8 | 1/1.56" | PDAF | OIS 
Ultraweitwinkel Sony-IMX766-Sensor | 50 MP | f/2.4 | 1/1.56" |PDAF | 110° Sichtfeld
Telekamera 50MP | f/2.2 | 2x optischer Zoom mit 52mm
Mikroskopkamera 3MP | f/3.0 | 30-fache Vergrößerung (60-fach digital)
Selfies 32 MP | f/2.4 | 26mm
Videos Max: 4K bei 60 fps / 10-Bit-Video, DOL-HDR, LOG

Das gefällt:

  • Gleicher Sensor bei Weitwinkel und Ultraweitwinkel
  • Tolle Farbwiedergabe mit 10-Bit-Farbtiefe
  • Mikroskopkamera hat was drauf!
NextPit Oppo Find X3 Pro camera
Die Quad-Kamera auf der Rückseite erinnert an ein bestimmtes Apple-Handy ... / © NextPit

Das gefällt nicht:

  • Telekamera bietet nur 2-fach-Zoom
  • 10-Bit-Bilder im HEIC-Format schwer nachzubearbeiten

Die Quad-Kamera auf der Rückseite des Oppo Find X3 Pro ist aus drei Gründen ziemlich interessant. Zum einen setzt Oppo bei der Ultraweitwinkelkamera denselben Sensor ein, wie bei der Hauptkamera. Somit braucht Ihr Euch nicht mehr um gravierende Qualitätsunterschiede zu fürchten, wenn Ihr aus einem Motiv herauszoomen müsst. Während die Auflösung gleich bleibt, ist das Objektiv mit f/2.4 nur ein wenig lichtschwächer. Hinzu kommen die bekannten Nachteile einer Ultraweitwinkelkamera wie gekrümmte Linien und die Schwierigkeit, Motive gerade zu bekommen.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 30
Schöne Ultraweitwinkelaufnahmen mit 50 Megapixeln, die endlich keinen signifikanten Qualitätsunterschied haben. / © NextPit

Eine zweite Besonderheit ist natürlich die Mikroskopkamera, die es in dieser Form bisher in keinem Smartphone gab. Auch wenn ich nicht glaube, dass das Feature derart besonders ist, dass Apple es in fünf Jahren auch erfinden wird, befeuerte die Kamera meine Lust am Fotografieren. Die Ergebnisse sind trotz der Auflösung von 3 Megapixeln dabei gut genug, um auch mal auf Instagram oder in einer WhatsApp-Gruppe geteilt zu werden. Aber seht selbst, ich habe Euch da was vorbereitet.

Die dritte Besonderheit bezieht sich auf das, was Oppo schon ganz früh über das Find X3 Pro verraten hat. Denn das Handy ermöglicht einen 10-Bit-Workflow, der beim Sensor beginnt und auf dem Display endet. Das Ergebnis sind Bilder, die statt 16,8 Millionen Farben rein theoretisch bis zu über eine Milliarde Farben enthalten können. Erfreulicherweise ist das nicht nur in der Theorie beeindruckend, denn gerade mit den Farben hat mich die Kamera des Find X3 Pro überzeugen können.

Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 40
Die Stimmung der berühmten blauen Stunde konnte das Oppo-Phone sehr gut einfangen.  / © NextPit

Während Oppos neuste und wohl auch beste Smartphone-Kamera diese drei Punkte sehr gut macht, gab es beim Testen auch Dinge, die mich enttäuscht haben. Da wäre die im Vergleich zur Konkurrenz eher minderwertige Telekamera, die lediglich eine zweifache optische Vergrößerung bietet. Hier ist Samsung deutlich großzügiger und installiert im S21 Ultra einen optischen 10-fach-Zoom. Die Ergebnisse des Find X3 Pro gehen aber noch in Ordnung.

Auch wenn mich Oppo mit seinem Farbenspiel fasziniert hat, bleibt für mich die Frage von vor einigen Monaten: Wer braucht das eigentlich? Wollt Ihr die Bilder von den Limitationen des 6,7-Zoll-Displays befreien, könnt Ihr Bilder im HEIC-Format per USB vom Handyspeicher ziehen. Und vertraut mir, diesen Stress will sich unter Windows niemand antun.

Oppo Find X3 Pro NextPit diversity
Zwar deckt das Find X3 Pro einen großen Brennweitenbereich ab, die Konkurrenz hängt die Telekamera allerdings ab. / © NextPit

Das Bildformat ist noch ziemlich neu und nach ungefähr einer Stunde habe ich aufgegeben, nach Verarbeitungsmöglichkeiten unter Windows 10 zu suchen. Die Software des Find X3 Pro hat mir die Bilder dann in 8-Bit-JPG konvertiert und da bleibt von der Magie natürlich nix übrig. Doch auch wenn Windows sich gegenüber HEIC kompatibel zeigen würde: Nur recht wenige Computermonitore und noch weniger Fernseher können 10 Bit darstellen. Der Foto-Workflow endet eben leider nicht auf dem kleinen Handybildschirm und eventuell wäre eine Akzentuierung der Telekamera oder ein anderes Feature hier klüger gewesen.

Doch das sind recht milde Kritikpunkte – die Kamera des Find X3 Pro überzeugte mich insgesamt sehr. Häufig bin ich irgendwo stehen geblieben oder angehalten, um Bilder aufzunehmen und war zu 95 Prozent von den Ergebnissen begeistert. Alle Testfotos in voller Auflösung gibt's übrigens in meinem Google Drive.

Akkulaufzeit: Was war noch dieses "Ladezeit"?

Mitten im Find X3 Pro versteckt sich irgendwo ein Akku mit 4.500 mAh. Das wäre nix besonderes, wäre er nicht zweigeteilt und ließe sich die Batterie auch nicht mit 65 Watt kabelgebunden wieder aufladen. Oppo bietet in allen Geräten seiner Find X3-Serie seine Schnellladetechnologie SuperVOOC an und die überzeugt im Test voll und ganz.

Gefällt mir:

  • 4.500 Milliamperestunden reichen locker für einen Tag
  • SuperVOOC lässt Euch Ladezeiten endgültig vergessen

Gefällt mir nicht:

  • Nix zu meckern, Sorry

Auch mit dem 4.500-mAh-Akku des Find X3 Pro reiht sich Oppo in die Riege der 2021'er Flaggschiffe ein. Und auch hier versucht der Akku gegen ein superhelles und superschnelles 120-Hertz-AMOLED-Display anzukämpfen. Subjektiv schafft es der Snapdragon 888 aber ein wenig besser, die Energiespar-Rechenkerne seiner Tri-Cluster-Architektur zum energiesparenden Rechnen zu motivieren, als Samsung bei seinem Exynos 2100. 

Schadet Quick-Charging dem Akku?

Die Akkulaufzeit war in meinem Praxistest daher ziemlich gut und brachte mich an einem besonders stressigen Bürotag sogar auch durch den zweiten Tag. Das hätte aber gar nicht sein müssen, denn die Bereitstellung des 65 Watt starken SuperVOOC konnte meinen Blick auf Ladezeiten in den letzten zwei Wochen ohnehin ein wenig revolutionieren.

NextPit Oppo Find X3 Pro usb
Ultramegaspannend und daher ein Foto wert: Der USB-C-Port. Aaah! / © NextPit

Denn warum sollte ich mir Sorgen über eine kurze Akkulaufzeit machen, wenn das Vollladen nur knapp 20 Minuten dauert? Jeff Bezos schläft ja auch nicht schlecht, wenn er sich Häuser kauft, da ja am nächsten Tag eh wieder genug Amazon-Milliarden reinkommen. Das moderne Quick-Charging führt zu einer neuen Form der Sorglosigkeit, mit der ich das Panel stressfrei auf 120 Hertz festgestellt und die adaptive Helligkeit ausgeschaltet habe.

Wenn's dann doch mal zwei Tage halten muss, bietet Oppo ja noch einen Energiesparmodus, der im Test auch gut funktioniert. Zu den weiteren Funktionen gehört Wireless Charging mit 30 Watt und sogar Reverse-Wireless-Charging. Uuh.

Die Fässer, die Oppo mit einem 120-Hertz-Stromfresser-Display öffnet, schließt der Hersteller mit seiner Schnellladetechnologie SuperVOOC auch wieder. Das Ergebnis ist eine neue Art der Sorglosigkeit, die Euch alle 1-2 Tage für 20 MInuten an die Steckdose zwingt. Ist keine in der Nähe, lässt sich die Akkulaufzeit durch Software-Kniffe ausweiten.

Was Ich Euch noch auf den Weg zum Technikmarkt geben will

Da ich diesen Test nach dem Motto "In der Kürze liegt die Würze" gestaltet habe, will ich Euch noch ein paar Anmerkungen frei Haus auf die Hand geben. Hier also das textliche Äquivalent der Extra-Dönerstücke, die Ihr bei Eurem Stamm-Dönerladen aufs Haus bekommt:

  • Das Find X3 Pro läuft mit ColorOS 11, für das Oppo zwei weitere Android-Versionen garantiert
  • Begleitend zum Multimedia-Screen gibt's leistungsstarke Dual-Speaker mit Dolby Atmos-Zertifikat
  • Mit im Karton: Eine farblich passende Gummihülle und natürlich ein Ladegerät (Unboxing gibt's ganz oben)
  • Ja, man kann telefonieren – die Qualität ist überdurchschnittlich gut
Oppo Find X3 Pro Testphotos NextPit 32
Mit diesen Zusatz-Infos hätten wir die wichtigsten Infos abgegrast ... Abgegrast, versteht Ihr. Hier übrigens noch ein Nachtfoto vom Find X3 Pro. / © NextPit

 

Oppo Find X3 Pro: Technische Daten

Oppo Find X3 – Specs

Die technischen Daten des Find X3 PRo.
Modell Oppo Find X3 Pro
Prozessor Snapdragon 888
Speicher (RAM / Intern) 12 GB RAM LPDDR5 / 256 GB UFS 3.1
Erweiterbar? Nein
Konnektivität Dual-SIM, 5G, LTE, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2, NFC
Display 6,7 Zoll, 120 Hz, AMOLED, QHD+ mit 525 ppi, 10 Bit mit 1,07 Milliarden Farben, Gorilla Glas 5
Größe 163,6 x 74 x 8,26 mm
Gewicht 193 g
IP-Zertifizierung IP68
Kamera 50 MP Weitwinkel (f/1.8 | eigener IMX766-Sensor) 50MP Ultraweitwinkel (f/2.2 | IMX766), 13 MP Tele (f/2.4) 3 MP Mikroskopkamera (f/3.0)
Video Max: 4K bei 60 fps
Akkukapazität 4.500 mAh
Ladetechnologie 65 W Super VOOC 2.0 / 30 W AirVOOC
Materialien Gebogenes 3D-Glas
Authentifizierung In-Display-Fingerabdrucksensor
Betriebssystem Android 11 mit ColorOS 11.2
Preis 1.149€
Release Vorbestellbar ab 18. März / Release ab 1. April

Fazit: Stand März das kreativste Flaggschiff des Jahres

Nach zwei Wochen der Nutzung wird es Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Und ja, ich habe im Team-Chat schon gequengelt, da ich das Find X3 Pro tatsächlich wieder abgeben muss. Dabei bin ich weder von Oppo gekauft, noch habe ich außer zu Garniers fantastischen "Wahre Schätze"-Shampoo-Produkten irgendeine Markentreue in mir.

Wie bewertet Ihr das Find X3 Pro?
Ergebnisse anzeigen

Stattdessen hat das Find X3 Pro im Test endlich mal wieder richtig Spaß gemacht. Denn es bietet alle Eigenschaften, die laut Mi 11, Galaxy und Co. in ein aktuelles Flaggschiff gehören. Zusätzlich besitzt es mit seiner 3D-Rückseite und der unkonventionellen Kamera aber auch einen frischen Hauch Erfindergeist, der sicher einigen Tech-Enthusiasten ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

IMG20210316110629 5
Finden sich in meinem Teppich noch 1.149€ für das Find X3 Pro? / © NextPit

Lediglich die nicht ganz so leistungsstarke Telekamera, die fehlende Möglichkeit zur Speichererweiterung sowie die displaygrößenbedingte Unhandlichkeit würde ich Euch als Kritikpunkte mit auf den Weg geben. ColorOS gefällt mir persönlich auch nicht allzu gut. Somit müsst Ihr nur noch entscheiden, ob Ihr zum Gebrauchtwagenpreis ein Handy kaufen wollt. Und? Und? Macht Ihr das wirklich?

 

Neueste Artikel

24 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Leider sind die Speaker wohl nicht so der Brüller. Sehr schade, denn gerade da erwarte ich für so einen Preis etwas besonderes. In allen anderen Bereichen sind sich alle Hersteller mittlerweile eh so ziemlich ebenbürtig.


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Hey Gianluca!

      Ich fand die Speaker ehrlich gesagt ganz gut. Leistungsstarke Dual-Speaker, bei denen ich sogar einen Podcast unter der Dusche hören konnte. Für YouTube & Netflix auf dem Bett also sehr gut geeignet.


      • Ich hab gelesen dass sie wohl nicht schlecht aber eben auch nicht überragend sind. Ich bin da aber auch etwas anspruchsvoll, ich hab die Speaker vom Mi 10 gehört, bisher kam da leider nix so wirklich ran. Die waren doch verdammt beeindruckend im Vergleich zum Rest


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ah, die hab ich leider nicht mehr ganz im Kopf. Ich bin mal gespannt, was Antoine über das ROG Phone 5 schreibt. Er nutzt das gerade und das soll sehr sehr gute Speaker haben.

        Falls er mir nicht den Kopf abreißt, da ich Handylautsprecher als durchaus valides Audio-Gerät für den Notfall sehe, frage ich mal nach! :P


      • Das ist tatsächlich auch ein ganz interessantes Gerät. Findet man nur leider mal wieder nirgends. Daran müssen Asus dringend arbeiten. Ich bin ja mal gespannt ob/ was als nächstes von Sony kommt. Die letzte Generation war ja wieder recht gut, generell haben die sich mit den letzten Geräten immer wieder gesteigert. Soundmäßig war da immer alles top ^^


  • Nicht nur die 120Hz sind ein Akkufresser, auch und vor allem das QHD + Display mit der sinnlos übertrieben hohen Auflösung ist für eine schlechtere Akkulaufzeit verantwortlich. Diesen Trend bei Highend Smartphones finde ich noch schlimmer als die hohen Megapixel bei den Kameras. Mir ist auch kein Smartphone mit einer so hohen Auflösung bekannt was eine gute Akkulaufzeit hat. Selbst das S21 Ultra braucht 5000 mAh beim Akku um eine zumindest ordentliche Akkulaufzeit zu erreichen.


    • Dass das S21 Ultra 5000 mAh braucht, liegt nicht an der Auflösung, sondern an einfach schlechter Optimierung. Die Auflösung per se frisst gar nicht so viel Akku, wie man vielleicht denkt.
      Sieh dir bspw. das iPhone 12 Pro Max an. Das Ding hat 2778 x 1284 Pixel. Und 3687 mAh. Ein S21+ hat klassisch 1080p mit 4800 mAh. Das iPhone hält länger. Trotz kleinerem Akku und höherer Auflösung. Klar, da hat man auch 120 vs. 60 Hz aber dennoch. Optimierung ist wichtig und die bleibt bei einigen Android-Herstellern gern auf der Strecke, während man sich mit Specs brüstet.
      Dass Samsung auch Optimieren kann, haben sie vor einigen Jahren bewiesen. Das S7 edge war - trotz 1440p - ein Akkumonster. Und das obwohl 3600 mAh schon damals nicht SO riesig waren.


      • Das 7 edge war kein Akkuwunder sondern es hatte von den schlechten Samsung Akkulaufzeiten eine etwas bessere. Aber sehr gut war noch weit entfernt. Tatsache ist das eine hohe Auflösung mehr Akku verbraucht. Das ist rein Physikalisch nicht anders möglich. Mehr Pixel welche berechnet werden müssen = mehr Akkuverbrauch. Huawei hatte mit dem Mate 20 Pro auch einen Versuch gewagt und eine hohe Auflösung genommen. Plötzlich war die Akkulaufzeit auch gar nicht Huaweitypisch so gut wie gewohnt und wurde teilweise sogar als Kritikpunkt gewertet.


      • "Die Auflösung per se frisst gar nicht so viel Akku, wie man vielleicht denkt."
        Dann liegt es also nicht an der Bildwiederholrate von 120 Hertz? Es liegt nur an der Optimierung?

        Beim iPhone (mit 60Hz) ist das aber dann auch so mit der Optimierung und/oder Bildwiederholfrequenz - sagt Tim:
        "...die meisten würden nicht einmal merken, wenn ein Display 120 oder 60Hz hat. Sehr viele würden es aber merken, wenn dadurch die Laufzeit viel schlechter wäre..."
        "Also mir ist es ehrlich gesagt lieber, dass Apple bei 60Hz bleibt und eine grandiose Akkulaufzeit garantiert, statt 120Hz zu verbauen und die Laufzeit in den Keller zu drücken."

        Optimierung beim iPhone - Fehlanzeige? Da gibt es also KEINE 120Hz, weil sie nicht optimieren können?

        Oder liegt dieser (scheinbare?) Widerspruch einfach nur daran, dass Apple keine Akkus bauen kann, die bei 120 Hz UND hoher Auflösung gar nicht so viel fressen, wie man vielleicht denkt? Dann wäre das (nicht sofort für jeden offensichtlich) ein grandioses Lob für solche Androiden - und eine Schmach für Apple. Und DAS von Tim!

        ODER wird einfach nur mal schlecht geredet, weil es grad passt - und wo anders aber schön geredet, weil es dann dort gut passt?


      • @die Crisa: "Oder liegt dieser (scheinbare?) Widerspruch einfach nur daran, dass Apple keine Akkus bauen kann..!`"

        Ich glaube, dass Apple ein reiner Softwareriese ist und daher gar nichts selber "bauen" kann (schon gar nicht Akkus), höchstens am Zeichenbrett konstruieren. Hardwareseitig wird das meiste (oder alles) ausgelagert. Das werden so manche andere Smatphone"hersteller" genauso machen, denke ich.


      • Das ist mir durchaus geläufig - war nicht wirklich ernst gemeint.


  • Vorweg: Mir gefallen eure Berichte, die Sternebewertung halte ich in dieser Form leider für nutzlos.

    Ich finde, ihr solltet vielleicht andenken, fixe Kategorien festzulegen (Akkulaufzeit, Preis/Leistung, Bildschirm, Meinung des Verfassers, Sound, Performance.....) und diese einzeln mit Sternen oder Punkten zu bewerten (siehe zB mobilegeeks). Der Durchschnitt daraus ergibt wiederum eine Gesamt-Sterne(Punkte)bewertung.

    Vorteil für den Leser: Man kann die Geräte objektiver miteinander vergleichen.
    Nachteil für die Redaktion: etwas mehr Vergleichsarbeit mit bereits vorhandenen Tests


  • "Denn warum sollte ich mir Sorgen über eine kurze Akkulaufzeit machen, wenn das Vollladen nur knapp 20 Minuten dauert?"
    Vielleicht, weil es ein Teufelskreis ist? Wenn die Laufzeit kurz ist, muss man öfter laden, was wiederum den Akku altern lässt, was die Laufzeit noch mehr verkürzt und ich noch öfter laden muss.

    Ich für meinen Teil glaube auch nicht wirklich das ganze Blabla von wegen die Akkus halten das Schnelle Laden aus, weil man den Akku geteilt hat. Wenn es SO einfach wäre, wäre das längst seit vielen Jahren Standard. Ist's aber nicht. Zudem haben Tablets, das iPhone X und XS Max sowie einige Laptops auch geteilte Akkus. Altern sie deshalb langsamer? Das wäre mir neu. Und wenn es doch helfen würde, wieso haben das dann nicht eben längst alle? Schließlich scheint es ja auch nicht wirklich mehr Platz einzunehmen, es gäbe also angeblich keine wirklichen Kompromisse.
    Trotzdem machen es nur eine Hand voll chinesische Hersteller, die ohnehin nichts auf die Langlebigkeit oder Nachhaltigkeit ihrer Geräte geben,


    • Ich würde immer eine längere Akkulaufzeit bevorzugen statt schnellen Laden.


      • Eben. Von mir aus kann ein Smartphone gern nur mit 5W über Nacht laden, wenn es mich ohne jegliche Probleme, egal was ich mache, durch den Tag bringt. Über Nacht laden machen so oder so die meisten, weil "man" in der Regel am Morgen ein aufgeladenes Smartphone haben will.
        Man hat nun mal nicht immer und überall Steckdosen und wenn man nicht gerade zuhause ist auch höchstwahrscheinlich nicht das (meist proprietäre) Netzteil dabei und dann bringt einem das ach so tolle schnelle Laden gar nichts mehr.


  • 1149€ und ich kann noch nichtmals selbst entscheiden mit welcher Galerie App ich meine Fotos verwalte, Klasse 😂👍


  • Benjamin Lucks
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Mit diesem Testbericht versuchen wir Mal ein leicht geändertes Format für Tests! Das ganze soll ein bisschen knackiger und auf den Punkt sein - wie findet ihr's? :)


    • Ich finde es genauso in Ordnung wie hier getestet wurde. Einen "Daumen-Hoch" von mir.
      Übrigens: erster. ;-)


    • @Benjamin
      Danke für den Test aber (leider wie immer) kaum ein brauchbarer Test zum Akku, das hier reicht eher kaum

      „ Die Akkulaufzeit war in meinem Praxistest daher ziemlich gut und brachte mich an einem besonders stressigen Bürotag sogar auch durch den zweiten Tag“

      Wieso keine Screen On Angaben und einen Screenshot vom Nutzungsverhalten (Akkuverbrauch?)

      Dazu wäre es vielleicht mal an der Zeit eurer „Sterne-Bewertungssytem“ zu überdenken denn 5 Sterne sagen mit eine absolut perfektes Gerät ohne irgendein Makel.
      Könntet ihr nicht auch noch Punkte vergeben wie es mit den Updates aussieht?


      • @paganini
        Das mit den Sternen kam mir auch direkt so in den Sinn, als ich es gesehen habe. 5/5* würde bedeuten, es wäre einfach das perfekte Smartphone...
        Und das könnte ich angesichts von Oppos alles andere als gutem Update-Support und Co. nicht unterschreiben. Es ist ein gutes Smartphone, keine Frage, aber sicherlich keine 5/5*, also 100%.

Zeige alle Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!