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Na endlich: Projekt "ToS;DR" fasst AGB von Facebook, Apple und Co. zusammen

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© nextpit

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Das Browser-Plugin "ToS;DR" sagt unverständlichen, absichtlich zu klein geschriebenen und ellenlangen Geschäftsbedingungen den Kampf an. Denn die AGBs von Facebook, Amazon fasst der Dienst automatisch zusammen und bewertet die Bestimmungen nach Cookies, Tracking-Pixeln und weiteren datenschutzrelevanten Abschnitten.

Der Name "ToS;DR" steht dabei für "Terms-of-Service; didn't read" und ist eine Anspielung auf den im Internet gebräuchlichen Ausdrucks "tl;dr", der für "too long, didn't read" steht. Wie die Entwickler auf ihrer Homepage schreiben, ist genau das nämlich bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von den meisten Internet-Diensten das Problem. Die Bedingungen, die man vor der Nutzung des Services zwangsweise akzeptieren muss, sind einfach zu lang und zu kompliziert. Dabei enthalten sie gerade im Bezug auf den Datenschutz und die Rechte der Nutzer wichtige Informationen.

Wie die Entwickler in einem Reddit-Post ergänzen, gebe es inzwischen über 17.500 Freiwillige, die am Projekt mitarbeiten. Das System zur Bewertung der AGBs basiere dabei auf Punkten, die sich wiederum in vier Unterpunkte aufteilen. Ein Guter Punkt ist dabei positiv, ein neutraler Punkt logischerweise neutral, ein schlechter Punkt schlecht und ein sogenannter Blocker-Punkt sehr schlecht. Diese Punkte zählt die ToS;DR-Community zusammen und kategorisiert die Dienste in Klassen.

Als grobe Orientierung könnt Ihr also schauen, in welche Klasse ein Dienst fällt. Genauer gewährt die Plattform auch Einblick in die einzelnen Punkte, stets mit ausführlichen Informationen per Mouse-Hover. Die Suchmaschine DuckDuckGo beispielsweise wird der Klasse A zugeordnet und gehört also zu Diensten, die Nutzerdaten nicht tracken, keine Registrierung verlangen und auch die IP-Adressen der Besucher nicht speichern. YouTube hingegen fällt für die freiwilligen Prüfer in die Klasse E, da die Videoplattform unter anderem verlangt, auf Euren Browserverlauf zuzugreifen.

Mobil leider ohne Auto-Erkennung per Plug-In

Steuert Ihr die Homepage von ToS;DR (siehe oben) an, könnt Ihr auf dem Smartphone und am Desktop-PC durch alle Dienste scrollen und Euch über die Klassen und die einzelnen Punkte der Betriebsbedingungen informieren. Da die Analysen allerdings von Nutzern durchgeführt werden, sind noch nicht bei jedem Dienst alle Informationen vorhanden. Allerdings könnt Ihr dafür selbst am Projekt mitarbeiten oder ausführlich einsehen, wer welche Informationen zu welchen Zeitpunkt hinzugefügt hat.

apple tosdr
Apple fällt in die Klasse D – Ben fällt in die Klasse F, da er die Apple-Sticheleien nicht sein kann und aktuell ein iPhone nutzt! / © ToS;DR / Screenshot: NextPit

Nutzt Ihr am Notebook oder am PC die Browser Google Chrome, Firefox, Safari, Opera oder Edge, könnt Ihr Euch auch das kostenfreie Plug-In installieren. Leider unterstützen die mobilen Versionen der genannten Browser Plug-Ins aktuell nicht und so habt Ihr den Vorteil, dass die AGBs bei einer Anmeldung automatisch zusammengefasst werden, hier nicht. Am Handy müsst Ihr also zurück auf die Hauptseite und manuell nach dem Dienst suchen. 

Das Problem besteht dennoch, dass Ihr Dienste beim Ablehnen der AGBs nicht nutzen könnt. Aber zumindest habt Ihr so zumindest ein Verständnis davon, welche Rechte sich der jeweilige Service in Eurem Gerät und in Eurem Leben einräumt und könnt dementsprechend vorsichtig sein.

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Zu den Kommentaren (6)
Benjamin Lucks

Benjamin Lucks
Produkt-Tester

Benjamin arbeitet als freiberuflicher Journalist und ist dabei stets auf der Suche nach Besonderheiten, die neue Handys, Kopfhörer und Gadgets für den Leser interessant machen. Gelingt das nicht, tröstet er sich mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und seiner Digitalkamera.

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6 Kommentare
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  • 13
    Tupperware 06.01.2021 Link zum Kommentar

    wer schreibt da "AGBs"? junge junge


  • 61
    René H. 06.01.2021 Link zum Kommentar

    Ich sehe/höre schon wie die Anbieter gegen diesen Dienst vorgehen. Es ist vorstellbar, dass sie das tun werden.

    Leider ist dieser Dienst nur auf englisch, und somit für einen sehr großen Teil der Bürger iim deutschsprachigen Raum nicht nutzbar.


    • Roberto 23
      Roberto 06.01.2021 Link zum Kommentar

      Den letzten Satz halte ich für falsch. Aber die erste Aussage kann gut zutreffen.


      • 61
        René H. 06.01.2021 Link zum Kommentar

        Falsch? Dann sage mir doch bitte wo man die Homepage auf deutsch umstellen kann.


      • symbian 26
        symbian 06.01.2021 Link zum Kommentar

        Du kannst doch im Chrome-Browser die Webseiten übersetzen lassen.

        lolo


    • lolo 17
      lolo 07.01.2021 Link zum Kommentar

      Was wollen die Anbieter denn tun? Ich sehe jetzt nichts, das rechtlich Probleme machen könnte und ihnen angelastet werden könnte.

      Aber ein tolles Projekt, dass bestimmt bald auch auf anderen Sprachen verfügbar ist, wenn da so viele Leute mitmachen.
      Außerdem sind das immer wiederkehrende Sätze, die man im Zweifel einmal durch einen Übersetzer jagen kann und dann weiß, was sie bedeuten.
      Und mal ganz ehrlich, auch Englisch sollte doch kein großes Problem sein, das lernt man doch in der Schule...

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