Macht Euer eigenes WLAN, wann und wo Ihr wollt. Ihr könnt das Highspeed-Volumen Eures Smartphone-Tarifes mit anderen Smartphones, Tablets und Laptops in Eurer Umgebung teilen. So bringt Ihr auch Geräte ohne eigene Internetverbindung schnell unterwegs ans Netz. Auch auf Reisen kann das praktisch sein, wenn Ihr nur eine Reise-SIM-Karte verwenden wollt.

So richtet man einen WLAN-Hotspot in Android ein

  1. Öffnet Einstellungen
  2. Verbindungen
  3. Mobile Hotspot und Tethering.
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In den Hotspot-Einstellungen sichert Ihr Euer Netzwerk. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Dort entnehmt Ihr Namen (SSID) und WPA-Schlüssel Eures WLAN-Hotspots oder passt ihn an. Manche Smartphones bieten auch Funktionen zur MAC-Beschränkung der Geräte, die sich mit dem Netzwerk überhaupt verbinden dürfen. Und natürlich könnt Ihr die SSID verstecken. All dies verhindert den Missbrauch Eures Hotspots.

Mit Schnelleinstellungen den Hotspot griffbereit halten

Wird der WLAN-Hotspot nach Verwendung nicht mehr gebraucht, solltet Ihr ihn wieder deaktivieren. Viele Android-Smartphones legen automatisch eine Kachel in den Schnelleinstellungen an, über die Ihr Euren Hotspot künftig mit derselben Konfiguration aus- und einschalten könnt (Abbildung unten). Andere heften eine Benachrichtigung an, die Euch schnell in die oben abgebildete Konfiguration führt.

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Nutzt Ihr den Hotspot viel, solltet Ihr ihn in die Schnelleinstellungen hieven. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Mit dem Hotspot verbinden

Nach der Einrichtung des Android-Hotspots könnt Ihr bis zu acht (manchmal zehn) Geräte mit ihm verbinden. Bedenkt dabei, dass Akku- und logischerweise auch der Datenverbrauch beim Hotspot-Gerät stark ansteigen. Am besten verbindet Ihr das Hotspot-Smartphone gleich mit einem Ladegerät oder einer Powerbank.

Verbundene Geräte sollten von selbst erkennen, dass es sich um einen mobilen Hotspot handelt. Sie wenden dann die Regeln zum Datensparen an, die auch für die mobile Datenverbindung gelten. Große Downloads, Updates und Backups werden dann verzögert. Apps laden Bilder nur in niedriger Auflösung herunter.

Windows 10 bietet ebenfalls eine solche Option für so genannte getaktete Verbindungen. Leider konnten wir in unserem Windows-Testgerät die Option nicht aktivieren, da sie ausgegraut war. Beim letzten Versuch war die Option auf das Administrator-Konto beschränkt. Viele Nutzer beschweren sich über Probleme mit dem Windows-Feature.

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So geht Tethering auch: Per USB-Kabel zwischen PC und Android-Gerät. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Android-Gerät als USB-Modem oder WLAN-Adapter

Es gibt auch noch USB- und Bluetooth-Tethering. USB-Tethering verwandelt Euer Smartphone in ein USB-Modem, das von Computern meistens automatisch erkannt und sofort verwendet wird. Diese nutzen dann die Internetverbindung Eures Smartphones. Dabei wird entweder die mobile oder die WLAN-Datenverbindung per USB an den Computer weitergereicht. Das heißt: Ihr könnt Euer Smartphone als WLAN-Adapter für Euren Computer verwenden, falls Ihr kein LAN-Kabel zur Hand habt.

Das Smartphone kann ein WLAN-Adapter für Euren PC sein.

Unter Windows 10 lässt sich diese Verbindung nicht als „getaktete Verbindung“ definieren, sodass darüber ungehemmt Updates heruntergeladen werden. somit kann es passieren, dass der angeschlossene Windows-Computer aufgrund eines Updates Euer Datenvolumen binnen weniger Minuten verbraucht.

Bluetooth Tethering war in unserem Schnelltest zu langsam. Die Schnittstelle ist nur zu empfehlen, wenn es für sie keine Alternative gibt. Wie Ihr sie einrichtet, erklärt Google einfach verständlich auf der Hilfeseite.

Hardware statt Android-Hotspot

Falls Ihr Euren Hotspot oft einschaltet, lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines eigenen Gerätes für diese Aufgabe. Reine Datentarife sind meist preiswerter als Smartphone-Tarife mit großzügigem High-Speed-Volumen und Hardware-Hotspots sind erfreulich günstig.

Fazit

Als Notnagel oder auf Reisen taugt der Android-Hotspot, um schnell ein zweites Gerät ans Netz zu bringen. Natürlich ist das System von den in Deutschland noch immer zu knappen Datenvolumina arg begrenzt. Windows-Computer als Tethering-Client sind gefährlich, da sie wegen des Update-Zwangs binnen weniger Sekunden Euer Highspeed-Volumen aufsaugen können. Android-Clients hingegen sind verantwortungsvolle Abnehmer Eurer geteilten Datenverbindung. Scheut Euch also nicht: sharing is caring!