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Samsung Galaxy Z Fold 6 im Kurztest: Mehr KI als jemals zuvor

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© Artem Sandler / nextpit

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Zu den besten Foldables gehören zweifellos die beiden Samsung-Reihen Galaxy Z Flip und Galaxy Z Fold. Beide wurden jetzt in der sechsten Generation präsentiert und sollen schon in Kürze in die Läden kommen. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen bieten die neuen Geräte jedoch einen anderen, wenngleich nicht unerwarteten Fokus. Ich habe mir das Samsung Galaxy Z Fold 6 im Rahmen eines Hands-On-Events vorab genauer angesehen.

Samsung Galaxy Z Fold 6
Samsung Galaxy Z Fold 6: Alle Angebote

Preis und Verfügbarkeit

Das Samsung Galaxy Z Fold 6 gehört traditionell zum Teuersten, was der südkoreanische Hersteller im Smartphone-Segment zu bieten hat. Und auch der Neuankömmling stellt da keine Ausnahme dar. Wer das Falt-Handy sein Eigen nennen möchte, muss selbst in der günstigsten Speicher-Variante mit 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB internem Speicher stolze 1.999 Euro auf den Tisch legen. Möchtet Ihr hingegen zur Variante mit 12 + 512 GB greifen, steigt der Kaufpreis auf 2.119 Euro an. Und das absolute Flaggschiff-Modell mit 12 GB + 1 TB legt gar 2.359 Euro auf die Preiswaage.

Auch wer über das nötige Kleingeld verfügt, muss sich noch in Geduld üben. Zwar ist das Samsung-Foldable bereits ab heute vorbestellbar, in den Läden landet das Galaxy Z Fold 6 jedoch erst Ende Juli. Die Vorbestellung kann sich dennoch lohnen, denn im Rahmen dieser erhalten Käufer nicht nur ein Slim-Clear-Case kostenlos zum Smartphone dazu, sondern können auch von einem optimierten Trade-In sowie einem einjährigen Samsung-Care+-Abo profitieren.

Design und Display

Optisch unterscheidet sich das Samsung Galaxy Z Fold6 nicht sonderlich stark von seinem direkten Vorgänger. Es wirkt zwar etwas kantiger und ist mit einem Gesamtgewicht von 239 Gramm rund 14 Gramm leichter als das Galaxy Z Fold 5, im Alltag dürfte jedoch beides keine allzu große Rolle spielen. Viel interessanter ist da, ob Samsung das Hauptkamera-Modul möglicherweise spürbar verkleinert oder die sichtbare Falte inmitten des Bildschirms deutlich verringern konnte. Das muss ich nach meiner Begutachtung jedoch verneinen. Wobei beides zugegebenermaßen Meckern auf einem hohen Niveau ist. Im Gegensatz dazu stellt die nicht vorhandene IP-Zertifizierung gegen Staub ein größeres Problem dar. Dafür ist das Handy nach IPX8 wasserdicht.


Stärken des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Bis zu 2.600 Nits hell
  • Faltbar und groß
  • 120 Hz Bildwiederholrate

Schwächen des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Sichtbare Falte im Display
  • Nutzen des Falt-Displays hält sich weiterhin in Grenzen
  • Lediglich nach IPX8 zertifiziert

Samsung-Foldable
Auch beim Samsung Galaxy Z Fold 6 sehen wir die berüchtigte Display-Falte. / © Artem Sandler / nextpit

Aus technischer Sicht betrachtet bietet das AMOLED-Display des Galaxy Z Fold 6 im zugeklappten Zustand eine Diagonale von 6,3 Zoll und im aufgeklappten Zustand satte 7,6 Zoll. Beide Bildschirme lieferuns eine adaptive Bildwiederholrate zwischen 1 und 120 Hz, was dem absoluten Gros aller Smartphone-Nutzer vollkommen genügen dürfte.

Noch spannender ist allerdings, dass das Display mit einer Leuchtdichte von bis zu 2.600 Nits zu überzeugen vermag. Heißt im Alltag: Der Bildschirm sollte auch bei Sonneneinstrahlung gut lesbar sein. Und noch eine Kleinigkeit zum Schluss für diejenigen unter euch, denen eine S-Pen-Unterstützung wichtig ist: Ja, das Galaxy Z Fold 6 unterstützt auch den markanten Samsung-Zeichenstift.

Software

Die Software inklusive Galaxy AI soll beim Galaxy Z Fold 6 das große Highlight des Smartphones darstellen und es von früheren Modellen abgrenzen. Zwar basiert auch das diesjährige Foldable aus dem Hause Samsung nach wie vor auf Android, diesmal vermag es das Gerät jedoch mit zahlreichen KI-Funktionen zu überzeugen. Zumindest in der Theorie.

Stärken des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Viele praktische KI-Funktionen
  • Sieben Jahre Updates

Schwächen des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • KI-Features teilweise nicht ausgereift
  • Einige KI-Funktionen benötigen Zugang zum Internet

Die im Galaxy Z Fold 6 verborgene künstliche Intelligenz stammt nicht nur von Samsung, sondern und speziell aus Kooperationen mit KI-Riesen wie Google – Stichwort: ‎Gemini. Laut einem Samsung-Sprecher kann man unterm Strich behaupten, dass die auf dem Smartphone durchgeführten Rechenoperationen von Samsungs KI profitieren, während in die Cloud ausgelagerte Rechenprozesse eingekauft sind. Und was kann das Galaxy Z Fold 6 nun genau in Sachen künstliche Intelligenz? So einiges.

Notizen-Assistenten, Browsing-Assistenten, Transkriptions-Assistenten – in all diesen Bereichen wird dem Nutzer unter die Arme gegriffen. Ferner sind KI-Zeichnungen möglich. Heißt: Ihr krakelt eine Brille auf ein Bild, und schon trägt der Hund auf dem Foto ebenjene. Obwohl unser Selbstversuch gezeigt hat, dass die Technik noch nicht ganz ausgereift ist. Praktischer ist derweil die Funktion „Circle to Search“, die klar an Google Lens angelehnt ist. Ähnliche Funktionen ermöglichen auch das Lösen komplizierter mathematischer Formeln. Und Live-Übersetzungen sowie Dolmetscher-Qualitäten bietet das Samsung Galaxy Z Fold 6 natürlich auch.

Zum Schluss noch ein wahres Highlight: Wer das Galaxy Z Fold 6 erwirbt, kann nicht nur mit sieben Jahren Sicherheits-Updates, sondern auch mit sieben Jahren Software-Aktualisierungen rechnen. Ob das Display-Scharnier einen solchen Zeitraum mitmacht, ist eine andere Frage.

Leistung und SoC

Das Herzstück des Samsung Galaxy Z Fold 6 stellt das SoC namens Snapdragon 8 Gen 3 dar. Dabei handelt es sich um den aktuellen Flaggschiff-Chipsatz von Qualcomm, was im Umkehrschluss bedeutet, dass das neue Samsung-Foldable in Sachen Leistung zur aktuellen Crème de la Crème gehört. Selbiges gilt auch für den Bereich Konnektivität, welcher ebenfalls mit dem SoC verknüpft ist.

Stärken des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Flaggschiff-SoC von Qualcomm

Schwächen des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Keine / muss erst ein Benchmark-Test offenbaren

Wie hoch die Rechenleistung des Samsung Galaxy Z Fold 6 tatsächlich ist, muss jedoch erst ein Benchmark-Test zeigen. Diesen konnte ich im Rahmen des Vorstellungsevents allerdings nicht auf den Testgeräten laufen lassen. Daher bleibt die Rechenkapazität des Galaxy Z Fold 6 noch eine Zeit lang ein Geheimnis.

Was sich jedoch bereits jetzt einwandfrei sagen lässt: Nur ein winziger Bruchteil von Euch dürfte mit der Leistung des neuen Foldables unzufrieden sein – wenn überhaupt. Wer nicht gerade Videos mit dem Smartphone rendern möchte, kann getrost zugreifen. Zumal 12 GB Arbeitsspeicher dem Chip den Rücken freihalten.

Foto- und Videoqualität

Die Foto- sowie Videoqualität eines Smartphones lässt sich nur bedingt anhand der technischen Daten herauslesen. Viel eher müssen Testfotos geschossen werden – bei guten und schlechten Lichtverhältnissen, mit den einzelnen Objektiven, in unterschiedlichen Modi. Doch genau das konnte ich im Rahmen des Events abermals nicht machen. Zumindest nicht in angemessenem Umfang. Bevor ein umfangreicher Testbericht folgt, müsst Ihr Euch also wohl oder übel mit dem Datenblatt begnügen.

Stärken des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Frontkamera unterhalb des Displays

Schwächen des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Frontkamera unterhalb des Displays

Die Hauptkamera des Samsung Galaxy Z Fold 6 besteht aus drei Objektiven: einem Weitwinkel-Sensor mit einer Auflösung von 50 MP, einem neuen Ultra-Weitwinkel-Sensor mit 12 MP sowie einem Tele-Sensor mit 10 Mp. Ferner bietet das Foldable noch zwei Frontkameras – auf dem zugeklappten und dem aufgeklappten Display. Spannend ist in diesem Kontext, dass sich der in den großen Bildschirm eingelassene Sensor unterhalb des Displays befindet. Dadurch sollte die Frontkamera unsichtbar werden. Sollte, wohlgemerkt. In Wahrheit lässt sich besagte Stelle jedoch nach wie vor problemlos mit dem bloßen Auge ausfindig machen. Wirklich marktreif ist diese Technologie noch lange nicht.

Samsung-Foldable
Im Bild seht Ihr deutlich die vermeintlich unsichtbare Selfie-Knipse unter dem Display. / © Artem Sandler / nextpit

Akku

Anderes Thema, gleiches Spiel: Wer die Akkulaufzeit und die Ladedauer eines Smartphones wissen möchte, muss dies testen. Das benötigt jedoch seine Zeit. Folglich kann ich auch hier lediglich vom Datenblatt ablesen. Und dieses ist wenig überzeugend. So liegt die Akkukapazität des Galaxy Z Fold 6 bei „lediglich“ 4.400 mAh. Während die meisten normalen Flaggschiffen mindestens 5.000 mAh vorweisen können. Rekorde dürfte das neue Foldable bei der Akkulaufzeit folglich keine brechen können.

Stärken des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Muss ein Benchmark-Test offenbaren

Schwächen des Samsung Galaxy Z Fold 6:

  • Überschaubare Akkukapazität

Samsung Galaxy Z Fold 6: Technische Daten

  Samsung Galaxy Z Fold 6
Display
  • Innen: 7.6" LTPO OLED
    2160 x 1850 px
    1~120 Hz Bildwiederholrate
  • Außen: 6.3" LTPO OLED
    2376 x 968 px
    1~120 Hz Bildwiederholrate
SoC
  • Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3
Speicher
  • 12 GB RAM
    256 / 512 / 1024 GB
    Speicher nicht erweiterbar
OS
  • One UI 6.1.1, auf Basis von Android 14
  • Sieben Android-Updates
  • Sieben Jahre Sicherheitsupdates
Kamera
  • Haupt: 50 MP, f/1.8, OIS
  • Ultraweitwinkel: 12 MP, f/2.2
  • 3xTele: 10 MP, f/2.4
Selfie
  • External: 10 MP, f/2.2
  • Internal: 4 MP, f/1.8
Akku
  • 4,400 mAh
  • 25 W kabelgebunden
  • 10 W Wireless Charging
Konnektivität
  • 5G | eSIM | Wi-Fi 6E | Bluetooth 5.3 | NFC
IP-Zertifizierung
  • IP48
Maße und Gewicht
  • Geschlossen: 68,1 x 153,5 x 12,1 mm
  • Offen: 132,6 x 153,5 x 5,6 mm
  • 239 g

Vorläufiges Fazit

Das Samsung Galaxy Z Fold 6 ist ein Smartphone, das zur absoluten Oberklasse gehören soll. Leider sorgt das faltbare Display für einige Einschränkungen bei der Hardware. So ist die Akkukapazität überschaubar und Schutz gegen Staub nicht vorhanden. Dafür ist das Gerät äußerst leistungsstark und bietet seit Neuestem viele spannende KI-Funktionen.

Wer über das nötige Kleingeld verfügt und viel Freude mit neuer Technik hat, kann mit dem Galaxy Z Fold 6 nichts falsch machen. Praktisch orientierte Zeitgenossen sollten jedoch lieber zu einem normalen Smartphone oder aber dem nicht viel schwächeren Vorgängermodell greifen.

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Zu den Kommentaren (5)
Artem Sandler

Artem Sandler
Redakteur

Artem interessiert sich für alle möglichen Wunderwerke der Technik – von E-Autos, über Smartphones, bis hin zu smarten Ringen. Daher studierte er Technikjournalismus und Innovationskommunikation. Außerdem gehen ihm die Themen Cyberkriminalität und Datenschutz besonders nahe. Ursprünglich, weil er einige verstörende Sci-Fi-Filme sah. Mittlerweile jedoch, weil er nicht minder verstörende Studien kennt.

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5 Kommentare
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  • Torsten 36
    Torsten vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Das Fold 6 ist glaub nicht nur IPx8 zertifiziert, sondern sogar IP48. Also gegen Eindringen von "Staub" ab 1mm Körnung. Also halbe Kieselsteine, aber immerhin.


  • M.E.0815 39
    M.E.0815 vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Meine Meinung:

    * Design: Das Design ist nicht schlecht. Es gibt aber ältere, jedoch schönere Modelle. Da hätte man mehr raus holen können.
    -Farben: Das Navy sieht echt nice aus!
    * Leistung: Auch wenn da jetzt ein SD Gen 1000 drin werkeln würde, es kommt gegen einen M3/M4 Apple Chip nicht an.
    * Akku: Es schlechter Witz
    * Preis/Leistung: 1999 Euro für 256 und nur weil man es falten kann? Das mittlere kostet über 2k.. Die Terabyte Variante...oh mann...

    Ich finde es einerseits schön, dass es solche Technik gibt. Andererseits finde ich es schade, dass man für vergleichsweise leistungsschwachen Mist so viel Geld möchte.
    Ist ja auch nur meine Meinung. Jede/r wie er/sie möchte. Es werden sicherlich wieder viele Leute eine Niere verkaufen um so ein Teil zu kaufen.
    Ich würde es bei dem Preis nicht kaufen.
    Gerade bei solchen Geräten weint man wenn man dann beim nächsten Modell, den TradeIn Preis bei Samsung sieht oder der Wiederverkaufspreis an sich massiv fällt.

    Dennoch vielen Dank für den Artikel!!


    • 70
      Michael K. vor 1 Woche Link zum Kommentar

      "Auch wenn da jetzt ein SD Gen 1000 drin werkeln würde, es kommt gegen einen M3/M4 Apple Chip nicht an."

      Das sind ja auch keine SoCs, die für mobile Anwendungen gedacht sind, sondern für Laptop- und Desktoprechner, vielleicht noch für Tablets. Für Smartphones ist deren Leistungsaufnahme zu groß.

      Nobody


    • 24
      Franz Hartmann vor 1 Woche Link zum Kommentar

      @E.M.0815
      "1999 für 256 Euro", es sind 1999€ für 256 GB.

      M.E.0815


      • M.E.0815 39
        M.E.0815 vor 1 Woche Link zum Kommentar

        Danke! Richtig!

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