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Xiaomi 13 im Hands-on: kantig, kernig, gut!

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Bereits am 11. Dezember wurde in China das Xiaomi 13 samt Pro-Modell offiziell vorgestellt. Hierzulande werden wir wohl noch bis in den Frühling warten müssen. Zu lang für die NextPit-Redaktion, sodass kurzerhand aus China beide Modelle geordert wurden, von dem ich das Basis-Modell bereits antesten durfte. Hier nun mein Hands-on – und wir klären, warum von den beiden Xiaomi-Flaggschiffen das Xiaomi 13 vermutlich die bessere Wahl für Euch ist.

Pro

  • Vertrautes Design aus Cupertino
  • Brillantes E6-AMOLED-Display
  • Überragende Kamera-Ergebnisse
  • Snapdragon 8 Gen 2 rennt was das Zeug hält
  • Stereo-Lautsprecher bieten guten Sound
  • MIUI 14 gefällt

Contra

  • Glatt wie ein Aal
  • Akku-Laufzeit okay

Xiaomi 13: Preis und Verfügbarkeit

Das Xiaomi 13 ist im Heimatland China gleich in vier unterschiedlichen Speicherkonfigurationen vorgestellt worden: 8/128, 8/256, 12/256 und 12/512 GB. Die Preise belaufen sich auf 3.999, 4.299, 4.599 und 4.999 Yuan. Das sind umgerechnet Preise zwischen 540 und 670 Euro – je nachdem, wie der Kurs steht. Wir haben uns für die Variante mit 8/256 GB entschieden und sind auch davon überzeugt, dass dies eine der Varianten sein wird, die global erhältlich sein wird. Aus der Vergangenheit wissen wir bereits, dass nicht alle Varianten global vertrieben werden.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
In China ist man mit der Speicherauswahl flexibel. / © NextPit

Ein aktueller Bezug ist nur über Importhändler wie TradingShenzhen möglich, der uns auch freundlicherweise die Teststellung zur Verfügung gestellt hat. 

Noch hat Xiaomi keinen globalen Launch-Termin genannt. Doch es ist anzunehmen, dass der Konzern den Mobile World Congress in Barcelona vom 27. Februar bis zum 2. März 2023 nutzen wird. Dann werden wir vermutlich auch das Xiaomi 13 Ultra vorgestellt bekommen, das laut Xiaomi-Gründer Lei Jun wieder global erhältlich sein wird. Ganz im Gegensatz zum Vorgänger, dem Xiaomi 12S Ultra (zum Test).

Preislich wird man auf keinen Fall unter dem des Xiaomi 12 liegen, welches mit 8/128 GB 849 Euro und mit 8/256 GB 899 Euro am 29. März 2022 in den internationalen Verkauf einstieg. Wenn es der gleiche Preis bleibt, dürfen wir uns glücklich schätzen. Wie gesagt: reine Mutmaßung und keine Fakten.

Display & Design

Drei Dinge fallen beim Erstkontakt mit dem Xiaomi 13 direkt ins Auge: das flache Display, das quadratische Kamera-Array oben links auf der Rückseite und die kantigen Flanken. Dieses Design lässt im Grunde nur eine Assoziation zu: die zum Apple iPhone 14 Pro. Das ist keine persönliche Provokation, sondern vermutlich gar nicht mal soweit von der Wahrheit entfernt, wie einige vermuten werden. Eine gewisse Affinität zu Cupertino lässt sich aufgrund der Vergangenheit von Xiaomi einfach nicht leugnen. Dessen Smartphones hatten zu Beginn deutlich mehr optische Überschneidungen, bis hin zu System-Icons, welche im Grunde eine 1:1-Kopie von Apples iOS waren.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Scharfe Kante mit IP-Zertifizierung. / © NextPit

Doch zurück zum hier und jetzt: Ich hätte es im Vorfeld nie gedacht, aber das flache Display, gemeinsam mit dem Chrom polierten Aluminium-Rahmen wissen auf ganzer Linie zu gefallen. Auch das "kantige" Design bietet zu meiner Überraschung eine sehr gute Haptik in der Hand. Wehe Ihr erzählt das weiter. Im richtigen Licht offenbart die Glasrückseite Eure Fingerabdrücke.

Doch schlimmer ist der Fakt, dass das Xiaomi 13 auf der Rückseite liegend abgeht wie ein Zäpfchen auf Durchreise. Soll heißen, trotz deutlich herausstehendem, quadratischen (mit abgerundeten Ecken) Kamera-Array gleitet das IP68-zertifizierte Android-Smartphone bei jeglicher Art von Gefälle davon.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Entweder Oder – Xiaomi bietet nur im Pro LTPO. Maximale 1.900 NIts sind verdammt nah am Apple iPhone 14 Pro (2.000 Nits). / © NextPit

Auf der Front bieten uns 2.400 x 1.080 Pixel verteilt auf 6,36 Zoll ein kontrastreiches und knackiges AMOLED-Display. Und wenngleich Xiaomi bei dem Basismodell entgegen dem Xiaomi 13 Pro auf die Energie sparenden LTPO-Funktion verzichtet hat (1 bis 120 Hz), kann man sich am Ende des Tages auf das E6-Panel von Samsung verlassen. Die maximale Helligkeit wird mit 1.200 Nits angegeben, was an sich schon ausreichend ist, im "Sunlight Mode" gibt es sogar 1.900 Nits. Fun Fact: Trotz größerem Display, ist das Xiaomi 13 mit 152,8 x 71,5 x 8 Millimeter kleiner als sein Vorgänger.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Das flache E6-AMOLED-Display von Samsung, zeigt Premiumqualitäten. / © NextPit

Xiaomi 13: Software

Das Xiaomi 13 kommt mit neuester MIUI 14 zum Endverbraucher, welche natürlich auf Android 13 basiert. Ich muss gestehen, dass mir ad hoc gar keine großen Unterschiede zur MIUI 13 aufgefallen sind, doch es gibt sie! Zum Beispiel die sogenannten "Super icons", welche individuell und nach Wunsch des Nutzers unterschiedliche Größen bieten. Gleiches gilt für die Ordner, welche nun in zwei Größen dargestellt werden können. Die sogenannten animierten Tiere auf dem Homescreen unterschlage ich einfach mal, da das am Ende für mich doch einen Tick zu kitschig ist.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Xiaomi war in Sachen Individualisierung schon immer sehr innovativ. Google unterstützt diese Intentionen mit Android 13.  / © NextPit

Der Android-Sicherheitspatch ist vom 1. November 2022. Xiaomi liefert neuerdings drei Android-Versionen und vier Jahre Sicherheitsupdates. Mal sehen, ob sich bis zum Frühjahr 2023 daran etwas ändert. Zu vorinstallierter Bloatware lässt sich nur wenig sagen. TradingShenzhen befreit zum großen Teil das Xiaomi 13 von chinesischer Software und installiert direkt die Google Mobile Services samt Google Play Store vor. Also alles sehr übersichtlich. Doch die MIUI 14 lässt es ohnehin zu, alle vorinstallierten Anwendungen – bis auf acht systemabhängige – zu deinstallieren.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Alles neu, alles frisch: In China jedoch nur Englisch als Sprachalternative. / © NextPit

In unserem speziellen Fall (China-ROM) noch der Hinweis, sowohl der SafetyNet-Status wurde bestanden und es wird uns der Widevine Level 1 dokumentiert. Bedeutet auf Deutsch: Kontaktloses Bezahlen und hochauflösender Konsum von Amazon Prime und Netflix sollten kein Problem darstellen. Bei wem es aktuell ein wenig mit der chinesischen Aussprache hapert, Englisch steht ebenfalls zur Sprachauswahl.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Alle wichtigen Tests bestanden und Dank MIUI 14 lässt sich fast alles deinstallieren. / © NextPit

CPU & Speicher

Zur Freude der NextPit-Redaktion, ist das Xiaomi 13 (Pro) das erste Android-Smartphone in unseren heiligen Hallen, welches mit einem verbauten Snapdragon 8 Gen 2 im Test-Labor landet. Und soviel sei gleich im zweiten Satz verraten:  Der neueste und stärkste Qualcomm-Prozessor läuft schnell, verdammt schnell.

Zu der außergewöhnlichen 1+2+2+3-Kernstruktur, bestehend aus 

  • 1x Cortex-X3 @ 3,2 GHz, 
  • 2x Cortex-A715 @ 2,8 GHz, 
  • 2x Cortex-A710 @ 2,8 GHz und den
  • 3x Cortex-A510 @ 2 GHz

will ich gar keine vielen Worte verlieren. Das heben wir uns mal schön für den ausführlichen Testbericht auf. Es sei lediglich noch die verbaute Adreno 740 GPU genannt, da sonst  in den hier getätigten Informationen etwas wichtiges fehlen würde.

Doch für uns ist eigentlich nur ein Fakt wichtig: Wird das zum Vorgänger um bis zu 35 Prozent schnellere SoC gerade bei der leitfähigen Glasrückseite unverschämt heiß und gibt es harte softwareseitige Drosselungen, so wie bei dem Snapdragon 8 der 1. Generation? Und ich kann Euch versichern, bis dato gibt es nicht die typischen Hitzewallungen, die das geschmeidige Halten des Xiaomi 13 bei einer Runde Genshin Impact unmöglich machen.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Auch das Xiaomi 13 wird dank Glasrückseite warm (Temperatur ist nur ein Richtwert). / © NextPit

Doch es wäre gelogen, wenn ich Euch vorenthalten würde, dass auch der Snapdragon 8 Gen 2 unter Volllast die Glas-Rückseite spürbar erwärmt. Eine Alternative wäre vermutlich die hellblaue "Nano-Tech" Rückseite, welche in meinen Augen Kunstleder darstellen soll. Dennoch zeigt der CPU -Stresstest nicht das typische Throttling älterer Qualcomm-Prozessoren. 

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Durchgängige Prozessorauslastung ohne auffälliges Throttling und der Benchmark-Test spielt alles an die Wand, was es bisher gab. / © NextPit

Natürlich habe ich mir, trotz einem ersten Hands-on, noch einen Geekbench-5-Durchlauf gegönnt. Und siehe da: stolze 1.481 Punkte im Single- und 5.034 Punkte im Multi-Score. Aktueller Bestwert in der NextPit-Redaktion. Am nächsten dran ist das Motorola Edge 30 Ultra mit 1.325, beziehungsweise 4.310 Punkten.

  Xiaomi 13 Motorola Edge 30 Ultra Asus Zenfone 9 Samsung Galaxy S22 Ultra Samsung Galaxy Z Fold 3
3D Mark Wild Life Zu leistungsstark 8108 Zu leistungsstark 5682 5683
3D Mark Wild Life Stress Test

Bester Loop: 12.914

Schlechtester Loop: 10.432

Bester Loop: 10.524

Schlechtester Loop5.617

Bester Loop: 5782
Schlechtester Loop: 3267
Bester Loop: 5741
Schlechtester Loop: 3351
Bester Loop: 5579
Schlechtester Loop: 3435
Geekbench 5 Einfach: 1481
Mehrere: 4310
Einfach: 1325
Mehrere: 4310
Einfach: 1263
Mehrere: 3899
Einfach: 1155
Mehrere: 3356
Einfach: 1095
Mehrere: 3239

Wir haben uns wie eingangs erwähnt für die 8 GB LPDDR5X RAM und 256 GB interner UFS-4.0-Programmspeicher entschieden. Also zusätzlich zu dem schnellsten Prozessor auch den schnellsten Speicher. Auch im Feinschliff hat Xiaomi ganze Arbeit geleistet. Eine optionale Erweiterung via microSD-Karte gibt es nicht. Ihr müsst Euch also beim Kauf final entscheiden. Es gibt zwar noch 12 GB Arbeitsspeicher zur Wahl, doch ich persönlich glaube nicht, dass ich diese wirklich brauchen werde, solang ich meinen Videoschnitt noch am PC erledige.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Ein Snapdragon 8 Gen 2 und 8 GB LPDDR5X RAM lassen einen wohl mit der Welt von Genshin Impact verschmelzen.  / © NextPit

Xiaomi 13: Kamera

Es handelt sich hier zwar nur um ein erstes Hands-on, aber soweit lehne ich mich schon einmal direkt im ersten Satz des Kapitels "Kamera" aus dem Fenster: Der Sony IMX800 ist vom Stand weg mein neuer Lieblings-Bildsensor. Vermutlich auch nur so lang, bis ich den Sony IMX890 im OnePlus 11 getestet habe, aber immerhin. Nach entsprechender Selbstreflektion muss ich einfach festhalten, dass meine Erwartungen deutlich niedriger waren.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Quadratisch, praktisch, gut! Aber mit abgerundeten Ecken von Leica. / © NextPit

Zugegeben, Ihr habt die erste Leica-Kamera im Xiaomi 12S Ultra im Blindtest auf Platz Eins gewählt, aber hier handelt es sich ja nicht um dem 1-Zoll großen Sony-IMX989-Image-Sensor. Nein, die 50-MP-Hauptkamera ist mit dem 1/1.49 Zoll großem IMX800 ausgestattet. Die Optik bietet eine äquivalente Brennweite von 23 Millimetern und eine Blende von f/1.8.

Dazu kommt eine 12-MP-Ultraweitwinkel-Kamera mit einem 1/3.1 Zoll großem OV13B10 von OmniVision, dessen vorgesetzte Optik ein Sichtfeld von 120 Grad bei einer Blende von f/2.2 besitzt. Und um das bunte Potpourri komplett zu machen, gibt es noch eine 10-MP-Telezoom-Kamera, welche eine 3,2-fache verlustfreie Vergrößerung bietet. Als Bild-Sensor findet der ISOCELL S5K3K1 von Samsung seine Verwendung. Der 1/3.9 Zoll große Sensor ist uns schon von einigen Samsung-Flaggschiffen bekannt und bietet eine äquivalente Brennweite von 70 Millimetern und eine Blende von f/2.0. Endlich wieder eine Telezoom-Kamera in einem Xiaomi-Flaggschiff!

Haupt- und Telefoto-Kamera besitzen eine optische Bildstabilisierung. Die Triple-Kamera des Xiaomi 13 ist die erste global erhältliche Smartphone-Kamera von Xiaomi, welche mit dem Leica-Logo wirbt und über die beiden Modi – Leica Authentic und Leica Vibrant – verfügt. Ersterer soll Euren Aufnahmen den typischen Leica-Look vermitteln, der Vibrant-Mode hingegen brezelt etwas mehr Farbe und Dynamik in Eure Fotografien.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Mit 32 Megapixel auch kein Kind von Traurigkeit. / © NextPit

Bevor ich auch "schon" auf die tatsächlichen Foto-Ergebnisse komme, sei der Vollständigkeit halber noch die oben mittig platzierte 32-MP-Frontkamera genannt, deren Sensor ein 1/3.2 Zoll großer Omnivision OV32C ist. Die äquivalente Brennweite beträgt hier 22 Millimeter, bei einer Blende von f/2.0.

So Freunde, jetzt lassen wir aber der Euphorie freien Lauf: Es gibt nach drei Jahren Abstinenz eine Telezoom-Kamera. Und die auch noch von Samsung. Okay, dass habe ich schon gesagt – aber bitte schaut euch doch mal die Testfotos des Roten Rathauses in der 30-fachen Vergrößerung an. Das ist digital, da "nur" bis zu einer 3,2-fachen Vergrößerung alles verlustfrei ist. Also eine optische Vergrößerung samt optischer Stabilisierung.

Weit- und Normal-Fotos zeigen keine farblichen Unterschiede oder mögliches Verzerren oder Ausfransen an den Seiten. Nachtaufnahmen sind ein Gedicht! Und die Tagesaufnahmen gelingen sowieso, wenngleich es eine Schande ist, Fotos unter diesen winterlichen Lichtbedingungen zu machen. Ich mach es kurz und knapp: Ich bin schlichtweg begeistert von den ersten Fotos. Egal ob Tag oder Nacht und ebenso egal ob nah, fern oder im weiten Winkel, diese Kamera hat vom Stand weg überzeugt. Ich freue mich schon auf dem MWC 2023, wo wir hoffentlich unser globales Xiaomi 13 überreicht bekommen und sich meine ersten Eindrücke unter der Sonne Barcelonas bestätigen werden.

Xiaomi 13: Akku

Im Xiaomi 13 ist zur allgemeinen Enttäuschung ein 4.500 mAh starker Akku verbaut.  Das klingt ein wenig undankbar, da vor wenigen Monaten das noch eine recht beachtliche Kapazität war. Doch inzwischen gehört bei einem Flaggschiff – sofern es sich nicht um ein Foldable handelt – meiner Meinung nach mindestens ein 5.000 mAh Akku verbaut. Es sei denn, man hat den Energieverbrauch sehr gut im Griff. Das scheint aber bei meinem ersten Test von nur wenigen Tagen nicht der Fall zu sein. Und das trotz speziellen Surge-Chip, der bei dem Energiemanagement hilfreich sein soll.

Okay, das ist hier gerade Meckern auf ganz hohem Niveau. Daher erst einmal die harten Fakten unseres "PC Mark Work 3.0"-Batterietests. Der hat bei unserem Xiaomi 13 mit Flugmodus und einer Display-Helligkeit von 200 Nits, bei 14 Stunden und 38 Minuten noch 20 Prozent Akku-Kapazität übrig gelassen. Das ist jetzt keine wirkliche Enttäuschung. Nur wenn man bisher nur positiv überrascht wurde und so halt hart angefixed war, will man auch hier Bestmarken ernten. Zumal das Xiaomi 13 Pro einen 4.820 mAh starken Akku verbaut hat. Gut – da hat das Curved-Panel auch eine höhere Auflösung.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
So schlecht ist der Batterietest nun auch nicht – aber eben keine Spitzenwerte. / © NextPit

Mitgeliefert wird ein 67-Watt-HyperCharge-Netzteil, das auch mit weniger Leistung lädt, als das 120-Watt-SuperCharge-Ladegerät des Pro-Modells. 50 Watt Wireless Charging und 10 Watt Reverse Charging haben sie dann aber gemein. Einen solchen kompletten Ladezyklus (0 bis 100 %) habe ich dann auch mal für Euch getrackt. Heraus kamen 48 Minuten für eine Total-Ladung, und nach 20 Minuten bereits halb voll. Flüchtiges Zähneputzen von 5 Minuten ergeben 12 Prozent Energie in der wiederaufladbaren Batterie.

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Beim Xiaomi 13 hat es nur für 67 Watt HyperCharge gereicht. / © NextPit

Was das Ganze am Ende des Tages mit allen installierten typischen Anwendungen bedeutet, wird der ausführliche Testbericht zeigen. Schade das Xiaomi absichtlich Unterschiede (Netzteil und Gesamtkapazität) einbaut, um eine Differenzierung zum Pro-Modell zu erhalten.

Vorläufiges Urteil

Das Xiaomi 13 hat mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann gezogen. Und wehe es behauptet jemand, es läge an dem kantigen Apple-iPhone-Design. Niemals! Ich muss gestehen, dass ich in meinem ersten Hands-on nicht von Xiaomi enttäuscht wurde. Wirklich jegliche Kritik wurde eliminiert. Es gibt nun eine IP68-Zertifizierung, ein gnadenlos knackiges AMOLED-Display von Samsung, welches zur Freude der Kundschaft so plan wie die Rückseite ist. 

MaTT hält das Xiaomi 13 in seiner Hand.
Die Rückseite ist aus Glas, bietet aber eine geniale Triple-Kamera. / © NextPit

Xiaomi bietet nach knapp drei Jahren wieder eine Telezoom-Kamera, welche ebenso beeindruckt wie die 50 Megapixel des IMX800-Haupt-Bildsensors von Sony. Egal ob Standard-, Zoom-, Weitwinkel-, Portrait-, Tag- oder Nacht-Aufnahmen. Die Fotos gelingen durch die Reihe weg. Sollte die Leica-Kooperation am Ende des Tages doch nicht nur Marketing-Bla-bla sein? Das Xiaomi 12S Ultra hatte Euch ja auch schon überzeugt. Das Xiaomi 13 (Pro) wird nun das erste Xiaomi-Smartphone hierzulande sein, welches von der deutschen Leica-Kooperation profitiert.

Einen Kritikpunkt hätte ich am Ende aber dennoch: der 4.500 mAh starke Akku. Dessen Performance ist für ein so vollkommendes Flaggschiff leider nur Mittelklasse. Tut das weh? Nein, schafft doch das mitgelieferte 67-Watt-HyperCharge-Netzteil das Xiaomi 13 von 0 auf 100 Prozent unter einer Stunde aufzupumpen.

Das waren meine ersten Eindrücke, von denen ich hoffe, dass sie sich auch im ausführlichen Test des EU-Modells im Frühjahr 2023 bestätigen. Was meint Ihr zu dem Xiaomi 13? Schreibt es uns gern in den Kommentarbereich.

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Matthias "MaTT" Zellmer

Matthias "MaTT" Zellmer

Mit dem Palm groß geworden und mit Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an Android OS bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (später GO2mobile), 2022 bei NextPit eine neue Heimat gefunden und freut sich nun auf Bestenlisten, News, Tests und Videos. Spezialagent für alles Kreative.

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6 Kommentare

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  • Marcus Hoeck vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Wenn die Specs und Preis so stimmen sollten , wäre das mein nächstes Smartphone. Ein anderer Hersteller hatte in einer Umfrage wissen wollen , was der user im nächsten gerne haben wolle ; ich persönlich warte auf eine "eierlegende Wollmilchsau" im Kamerabereich ; nun könnte es endlich soweit sein. Eigentlich habe ich mich schon für das Ei-fon 13 pro max entschieden, aber jetzt warte ich die MWC ab :-)


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 4 Wochen Link zum Kommentar

      Tatsächlich habe ich fast schon ein wenig Sorge, dass Xiaomi für das globale Modell noch einmal an der Softwareschraube drehen wird.
      Gerade der Snapdragon 8 Gen 2 läuft mir ein wenig zur rund für europäische Verhältnisse. Aber es war auch Erstkontakt zum neuestem Qualcomm-Flaggschiff.

      Bei der Kamera sehe ich aber keine Gründe für Veränderungen. Lediglich noch die fehlenden LTE-Bänder, EU-ROM und ab geht Schmidts Katze.


      • Marcus Hoeck vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Genau so sehe ich das aktuell auch ; EU-LTE-Bänder und ich kann es kaum erwarten :-)


  • Matthias "MaTT" Zellmer
    • Staff
    vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ich bin da ja relativ leidenschaftslos ran gegangen, vielleicht daher auch die Euphorie des Hands-on. Gut das noch ein wenig Zeit ist, bis wir das globale Device in der Hand halten.
    Und mal sehen wer sich das Xiaomi 13 Pro aus China vorknöpft.
    Neben der Telezoom-Kamera gibt es ja auch IP68.
    Haben wir auch lange nach gefragt. Xiaomi hat also schon reagiert!
    Hoffen wir, dass derartige Zertifizierungen nicht den Preis hochschrauben.


  • Olaf vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ein Xiaomi abseits der Ultra-Modelle mit einem Zoom! Dass ich das seit meinem seligen Note 10 Pro noch erleben darf! Insgesamt scheint mir das doch tatsächlich ein rundes (bzw. eckiges) Gesamtpaket zu sein. Sollte Xiaomi jetzt auch nicht an der Preisschraube drehen , dann wäre das 13er ein ordentliches Smartphone, welches tatsächlich einen zweiten Blick wert ist.


    • Seba Stian vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Freut mich, dass auch noch andere auf das Mi note 10 pro setzen. Gerade mit gcam Mod für Fotos extrem stark, aber leider für den Alltag etwas zu langsam. Bin auch gespannt auf die 13er Serie, aber nach den Tests des Honor 70 mit dem imx800 noch nicht so ganz überzeugt ob das normale 13er ausreicht, auch wenn mir das Design sehr gut gefällt. Hoffentlich kommen außer dem k60 noch weitere Handys mit diesem Sensor, damit die Community für gcams steigt.

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