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Corona-App: Mehr als sechs Millionen Downloads in nur einem Tag

Corona-App: Mehr als sechs Millionen Downloads in nur einem Tag

Die Corona-App des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist seit gestern auf dem Markt. Die Anlaufschwierigkeiten bei der Entwicklung macht die App mit ihrem Erfolg bei den Downloads also offenbar direkt wieder wett. Wie erfolgreich die Corona-App bei den Unterbrechungen der Infektionsketten funktionieren wird, muss sich noch zeigen – vor allem, wenn man die Kosten für Wartung und Pflege entgegensetzt.

Der SAP-Chef, Christian Klein, sagte, es seien bereits mehr als 6,5 Millionen Downloads für die Corona-App zusammengekommen. Das Walldorfer Unternehmen SAP war unter anderem an der Entwicklung der App beteiligt. Für das erfolgreiche frühzeitige Aufspüren von Infektionsketten wäre das zumindest ein wichtiger Meilenstein. Nur wenn die Applikation auf vielen deutschen Smartphones läuft, können auch die Kontakte zu Infizierten nachvollzogen werden. Oder anders gesagt: Die Corona-App lebt vom Mitmachen.

Experten sind sich uneins über den Nutzen einer Corona-App

Während der Virologe Christian Drosten sich einen „guten Effekt“ verspricht, befürchtet der Epidemiologe Alexander Kekulé viele Fehlalarme. Das Smartphone könne beispielsweise keine schützenden Plexiglasscheiben erkennen oder feststellen, ob eine Kontaktperson einen Mundschutz getragen hätte.

Drosten hält dagegen, dass die App ein „entscheidend wichtiges Werkzeug“ sei, um die Zahlen niedrig zu halten. Es komme schließlich auf die Geschwindigkeit an, um die Kontakte eines Infizierten zu erreichen. Müssten da erst Telefonketten losgehen, gehe wichtige Zeit verloren.

Hohe Kosten für Wartung und Pflege

Die App gibt es für die Betriebssysteme Android und iOS. Die Kosten hierfür sind durchaus stolz. Alleine die Entwicklung hat rund 20 Millionen Euro verschlungen. Für den Betrieb inklusive zweier Telefon-Hotlines geht die Bundesregierung monatlich von rund 2,5 Millionen bis 3,5 Millionen Euro aus.

In anderen Ländern waren die Erfolge einer App bisher durchaus überschaubar. Allerdings hat dies auch technische Hintergründe. Während die Corona-App des RKI auf extra bereitgestellte Schnittstellen von Android und Apple setzt, nutzen die Apps aus Frankreich und Australien eigene Technologien. Dies kann eine deutlich unzuverlässigere Erkennung zur Folge haben.

Probleme und Lösungen bei der Corona-Warn-App

Wie bei jeder neuen App gibt es auch bei der Corona-Warn-App diverse Bugs und Fehler. Nutzer von Huawei- und Xiaomi-Smartphones beispielsweise kämpfen damit, dass die Risiko-Ermittlung nicht mehr aktualisiert. Wir fassen für Euch in einem anderen Artikel die Probleme und Lösungen zusammen:

Wo kann man die App downloaden?

Die App lebt vom Mitmachen. Nur wer sie nutzt, kann dabei helfen, Infektionsketten frühzeitig aufzuspüren.

Hier könnt Ihr Euch die App für Euer Smartphone herunterladen:

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Top-Kommentare der Community

  • Holger B. vor 1 Monat

    Leider stelle sicher nicht nur ich fest, dass die Disziplin bei der Umsetzung der Corona Regeln von Tag zu Tag mehr abnimmt. Immer mehr Leute sind in Bahnen, Einkaufszentren etc. ohne Maske anzutreffen. Immer mehr Geschäfte verzichten auf Kontrollen der Kundenbegrenzung. Unglaublich viele Gastro Betriebe verzichten auf die Erfassung der Kundendaten und/oder bedienen ohne Maske. Ich befürchte, diese App steigert lediglich den Irrglauben der gefühlten Sicherheit.

  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat

    Es ist nicht die Politik, die das macht. Es sind die Menschen, die sich an gewissen Regeln und Verhaltensweisen nicht halten wollen. Die machen den Rest noch platt.

  • K. Lauer vor 1 Monat

    "wenn man die Kosten für Wartung und Pflege entgegensetzt"

    Wieviel darf es denn Kosten, wenn eine App 10, 100 oder 1000 Leben rettet. Wieviel ist denn ein Leben wert? Das eines Fremden oder das der eigenen (Groß-)Eltern.

107 Kommentare

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  • Mich interessiert, warum die Entwicklung der App 20 Millionen gekostet hat?! Weil SAP mit von der Partie war und die nunmal sehr teuer sind?


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
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      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Das, zum Beispiel, ist eine wirklich sehr gute Frage! Ich hatte sie schon viel früher erwartet und mir erhofft.

      Vielleicht bekommen wir eine Antwort.


      • Wenn man ein normales Gehalt von ca. 3.000 Euro nimmt, dann ergeben sich bei 20.000.000 Euro daraus 6666,6666666666666 Arbeitsstunden, die für die Programmierung dieser App notwendig waren.
        Ziehen wir noch Steuern und Nebenkosten, ab sind es immer noch locker 5000 Arbeitsstunden.
        Das sind 625 Achtstundentage bzw. fast 3 Jahre Arbeit.

        Man sieht, dass der Auftraggeber das nicht selbst, sondern aus Steuern bezahlt. Da sind wohl welche gut befreundet?

        Corona lohnt sich.


      • 20 Millionen sind doch angesichts der enormen Kosten, die generell durch Corona entstehen, ein absolutes Taschengeld. Mich wundert eher, dass das nicht teurer wurde. Aber wer weiß schon, was außerhalb der kommunizierten 20 Millionen noch angefallen ist.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Liebe Sabrina, Du hast da einen Denkfehler. Es wären nicht 6666 Arbeitsstunden, sondern -monate.

        Macht 555 Mannjahre nach dieser Rechnung.

        Allerdings ist das alles so einfach nicht. Wir kennen die Kalkulation nicht und wissen beispielsweise nichts über die Aufwände bei der Infrastruktur etc.

        Man kann nur spekulieren. Und das führt zu nichts.


      • So sehe ich das auch. Kosten allein auf Personalstunden runterzubrechen ist in etwa genauso realistisch, wie Smartphonepreise allein am Materialwert festzumachen.


      • Dabei wurde weiter nicht berücksichtigt, dass 3000 € als "normales Gehalt" für hoch qualifizierte Kräfte nicht nur zu niedrig angesetzt ist, bei Ingenieuren kann man eher von 5000 bis 6000 € Brutto (pro Monat, üblich ist die Angabe pro Jahr) ausgehen, und das dann auch nur die reinen Lohnkosten sind, die keine Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers enthalten und auch nicht die Kosten des Arbeitsplatzes wie Abschreibungen auf die Liegenschaften, Computer und andere Gerätschaften.
        Für einen Ingenieursarbeitsplatz kann man locker 100000 € Kosten im Jahr ansetzen, wobei man dann nur noch bei 200 Mannjahren wäre. Die beinhalten aber nicht nur Entwickler, sondern auch viele Tester, Technologieberater usw., bis hin zu Kaufleuten, Personalern, Kantinenpersonal und Reinemachepersonal.
        Letztlich ist es auch legitim, dass die vielen beteiligten Firmen einen Gewinn erzielen wollen.
        Kosten von 20 Millionen Euro sind für eine App schon ein stolzer Preis, der für hiesige Verhältnisse und die hohen Ansprüche an die App aber nicht unrealistisch erscheint.
        Angesichts der anderen durch Corona schon verursachten Kosten ist es dennoch wenig, insbesondere wenn die App in der erhofften Weise funktioniert, und zukünftige Pandemien damit besser bekämpft werden können.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
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        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Word!


      • Wir bei uns in der Firma setzen pro Mitarbeiter rund 12.000 € pro Monat an. Das ist ein Durchschnittswert, über alle gerechnet. So hoch ist der, weil zum Beispiel Mieten in Großstädten wie München extrem hoch sind.


      • Fabien Roehlinger
        • Admin
        • Staff
        vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Das ergibt ja auch Sinn. Denn Mitarbeiter sind auch oft krank oder haben Urlaub, aber das Gehalt läuft weiter. Es gibt einen Haufen an Kosten, die man gar nicht auf dem Schirm hat.


      • Hände schütteln ist untersagt und ein Abstand von 1,5 m vorgeschrieben? Dann kommt der Vulkaniergruß gerade recht. 😊🖖🖖😎



        spiegel.de/panorama/leute/george-takei-raumschiff-enterprise-star-zeigt-vulkanier-gruss-statt-haende-zu-schuetteln-a-9f644fc3-feee-48b2-b571-e246cfbb0fa2-amp


  • Und schon wieder eine Meldung über diese App. Ich meide derzeit viele andere Normale Nachrichtenseiten wegen der ganzen übermäßigen Coronanachrichten, die leider nur teilweise der Wahrheit entsprechen und leider auch viel Falsches beinhalten einschließlich unnötiger Panikmache. Bitte macht nicht den gleichen Fehler. Ein Bericht pro Woche über diese App reicht vollkommen.


  • Scheiß Corona!!! Diese abolut unnötige App braucht doch so und so keine Sau!!!


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Stimmt! Corona braucht niemand. Ich glaube, da sind wir uns alle einig.

      Bei der App, da sieht es schon anders aus. Wir wollen, dass Corona bald der Vergangenheit angehört. Und vielleicht ist die App dafür geeignet, Infektionsketten schneller durchbrechen zu können.

      Deswegen: Wir brauchen sie nicht zwingend, sollten sie aber dennoch alle nutzen.


  • Ich kann es auf mein Samsung note 10 nicht laden. Kann das sein? Wer weiss Rat? Danke. Connie


  • Was ist das für eine App die Google Dienste benötigt, auf einem P40 kann man diese nicht installieren, sch... Google

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