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Die besten kostenlosen RSS-Reader für Android und iOS

Update: komplett überarbeitet
RSS Readers For Android
© Kite_rin / Shutterstock.com

Auch 2022 sind RSS-Reader immer noch ein probates Mittel, die Nachrichtenflut auf unseren Smartphones zu bewältigen. In diesen Apps werden Eure gewünschten RSS-Feeds angezeigt, sodass Ihr auch tatsächlich die Newsquellen nutzt, die Ihr sehen wollt. Die unserer Meinung nach fünf interessantesten RSS-Reader stellen wir Euch in dieser Übersicht vor.

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Es gibt verschiedene Ansätze, Nachrichten auf dem Android-Smartphone oder dem iPhone zu konsumieren. Das unmotivierte Scrollen durch Twitter-, Facebook- oder Instagram-Feeds ist zwar weit verbreitet, sicher aber nicht der sinnvollste Weg. Das Organisieren des eigenen Nachrichten-Überblicks mittels RSS-Feeds ist da deutlich zielführender. Die Technologie ist alles andere als eine neue, tut aber eben ziemlich exakt das, was sie soll: Euch mit Nachrichten aus den gewünschten Newsquellen versorgen. 

NextPit hat Euch hier fünf Anwendungen herausgesucht und auf Android-Smartphones angetestet, die allesamt empfehlenswert sind. In den Fällen, in denen es auch eine iOS-Version gibt, haben wir die Links zum AppStore selbstverständlich ebenfalls berücksichtigt. 

Inhaltsverzeichnis:

Feedly

Screenshots des RSS-Readers Feedly für Android
Feedly ist eines der RSS-Urgesteine / © NextPit

Feedly hat sich über viele Jahre als erste RSS-Reader-Alternative für Android bewährt. Ich nutze ihn persönlich, seit damals der Google Reader (Gott hab ihn selig) eingestellt wurde. Wie bei jedem RSS-Feedreader könnt Ihr mit Feedly sehr einfach die gewünschten Seiten Eurem persönlichen Feed hinzufügen und auch in Kategorien einteilen. 

Ihr habt die Möglichkeit, Euch Euren Feed auf unterschiedliche Art anzeigen zu lassen: Als Karten, im Magazin-Style oder einfach nur als Liste. Diese Ansicht könnt Ihr auch für jede Kategorie spezifisch festlegen. Es gibt darüber hinaus die Möglichkeit, auch Twitter-Feeds, Hashtags oder Keywords als Feed zu integrieren und eine starke Suchfunktion.

Diese Features sind allerdings ebenso wie die Integration von Services wie IFTTT, Buffer und Pocket zahlenden Kunden vorbehalten. Kostenlos können aktuell 100 Feeds abonniert werden. Darüber hinaus müsst Ihr Euch für mehr Feeds und die zusätzlichen Features für die Pro- oder die Pro+-Tarife entscheiden. Dort werden dann die Feeds auch deutlich schneller ausgeliefert.

Der Pro-Tarif kostet Euch 6 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, für Pro+ werden im ersten Jahr 8,25 US-Dollar fertig, nach dem ersten Jahr geht es sogar rauf auf 12 US-Dollar. Ich komme mit der kostenlosen Version bestens klar und nutze sie sowohl im Web als auch auf dem Smartphone. Hier sind die Download-Links der iOS- und Android-Apps:

Übrigens könnt Ihr Euren Feedly-Feed auch exportieren. Einfach das OPML-File erstellen und dieses dann von einem anderen geeigneten Reader aus aufrufen und importieren. 

Inoreader

Screenshots des RSS-Readers Inoreader für Android
Ähnlich wie Feedly ist der Inoreader eine sehr schöne Lösung zum Lesen Eurer RSS-Feeds. / © NextPit

Inoreader habe ich erstmals jetzt für diesen Artikel entdeckt und fühlte mich als Feedly-Nutzer direkt zuhause. Per OPML könnt Ihr auch hier eure alte Feed-Sammlung importieren. Alternativ könnt Ihr natürlich auch von vorne anfangen und Euch Euren ganz eigenen Feed zusammenbauen. Ob Ihr dabei auf News-Seiten setzt, Twitter-Feeds einbinden wollt, oder gar automatisch nach Schlagworten suchen lasst, bleibt Euch überlassen. 

Aber auch hier gibt es einen Haken, was den Funktionsumfang angeht: Das komplette Programm gibt es auch hier nur als Gegenleistung für Eure klingenden Münzen. Immerhin werden in der kostenlosen Ausführung bis 150 Feeds unterstützt und Ihr könnt Artikel in Pocket, Evernote, OneNote, Google Drive oder der Dropbox speichern.

Für 1,67 Euro pro Monat (jährliche Zahlung) werdet Ihr Unterstützer und erhöht die Zahl der Feeds dadurch auf 500 und werdet die Werbung los. Wollt Ihr aber zusätzliche Features zum Automatisieren, Offline-Nutzung, Social-Media, OPML-Backups und vieles mehr genießen, müsst Ihr zum Pro-Account greifen. Der ist mit 6,67 Euro (jährliche Zahlung, 8,99 Euro bei monatlicher Zahlung) natürlich auch entsprechend kostspieliger. 

Für jemanden wie mich, der aber lediglich seine zusammengeklickten Newsquellen im Blick haben möchte, ist Inoreader auch in der kostenlosen Ausführung definitiv einen Blick wert. Natürlich könnt Ihr Euch auch hier für ein dunkles Theme entscheiden und generell gefällt es mir sogar besser als Feedly.

Flym

Screenshots des RSS-Readers Flym für Android
Flym ist ein ziemlich schlichter und zweckmäßiger RSS-Reader / © NextPit

Wenn Ihr auf der Suche nach einem sehr schlichten RSS-Reader seid, der möglichst ohne Werbung auskommt und auch noch Open Source ist, dann solltet Ihr Flym einen Blick gönnen. Einzige Haken, die mir aufgefallen sind: Ihr könnt sie nicht mit anderen Online-Readern synchron halten und die App ist 2020 zuletzt aktualisiert worden.

Die Funktionalität ist dafür ebenso simpel wie ausreichend: Ihr könnt Feed-Listen beispielsweise von Feedly per OPML-File importieren. Ihr könnt Artikel mit Sternen favorisieren und Ihr könnt auch mit Stichworten in Eurer Feed-Liste suchen. Artikel können auch offline gelesen werden, das Hinzufügen von RSS-Feeds ist unkompliziert und ein Dark Theme gibt es auch. 

Solltet Ihr also auf der Suche nach einem schlichten RSS-Reader ohne viel Schnickschnack und vor allem ohne Werbung und In-App-Käufen sein: Probiert Flym einfach mal aus!

Palabre

Screenshots des RSS-Readers Palabre für Android
Palabre lässt Euch auch Inhalten von Twitter folgen. / © NextPit

Palabre hat auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel, was Euch aber zunächst nicht abschrecken sollte. Auch hier habt Ihr natürlich wieder die Möglichkeit, Euch Eure eigene RSS-Feed-Liste anzufertigen. Alternativ könnt Ihr auch andere Feeds wie den von Feedly einfach übernehmen. Praktischerweise könnt Ihr Euch auch Content von Twitter ranholen. Das ist aber meines Erachtens weniger praktisch, als einen ordentlichen Twitter-Client auf dem Handy zu nutzen. 

Ihr könnt zwischen verschiedenen Ansichten wählen, wobei neben der Listenansicht auch noch die Optionen Magazin und Karten zur Verfügung stehen. Ein dunkles Theme gibt es auch hier, wer aber ein besonderes schwarzes Theme für AMOLED-Panels nutzen möchte, braucht die kostenpflichtige Version des Readers. Palabre Premium kostet einmalig 2,37 Euro und bietet neben dem neuen Theme auch die Entfernung der Werbung, Schnellzugriffe und benutzerdefinierte Farben. Somit also absolut ein fairer Kurs. 

Was hingegen nicht so schön ist: Manche Features klingen erst einmal super, funktionieren dann aber nicht oder nicht einwandfrei. Das liegt daran, dass diese App zuletzt 2018 aktualisiert wurde. Dass in der App-Beschreibung noch ein Link zu Google+ führt, dient da vermutlich auch eher nicht als vertrauensbildende Maßnahme. Tüftler freuen sich aber sicher darüber, dass über Github das SDK abrufbar ist. So könntet Ihr dann auch noch weitere Services wie Reddit einbinden.

Flipboard

Screenshots der Android-App Flipboard
Flipboard lässt Euch eigene Magazine erstellen / © NextPit

Bei Flipboard habe ich überlegt, ob ich Euch diese App an dieser Stelle empfehlen soll. Ihr könnt zwar auch RSS-Feeds anzeigen lassen, grundsätzlich ist Flipboard aber eine News-App. Aus Tausenden von News-Quellen könnt Ihr Euch dort quasi Euer ganz eigenes Magazin zusammenklicken. Dabei bestimmt Ihr natürlich auch die Themen, die Euch jeweils angezeigt werden sollen. 

Ihr könnt Zeitungen und Magazinen folgen, könnt verschiedene eigene Magazine zusammenstellen und natürlich könnt Ihr Artikel auch liken und weiter teilen. Es ist alles in allem eine tolle App, um neue Inhalte zu kuratieren, es ist aber nicht meine erste Empfehlung, wenn es um RSS-Feeds geht.

Wenn Ihr Euch aber Eure relevanten News optisch ansprechend aufbereiten lassen wollt, könntet Ihr Flipboard sowohl für iOS als auch Android mal antesten. Eine Warnung allerdings auch hier noch zum Schluss: Ich habe mehrere Rezensionen bei Google Play gelesen, in denen von Video-Werbung die Rede ist, die Euch mit Sound auf die Nerven geht. 


Damit sind wir durch mit meinen fünf Empfehlungen für RSS-Reader. Gerade bei der unendlichen Flut an Quellen sind selbst gepflegte Listen mit RSS-Feeds für meinen Geschmack nach wie vor ein absolut sinniger Ansatz, um strukturiert News zu lesen.

Dennoch würde ich gerne von Euch wissen, wie Ihr an Eure News gelangt. Nutzt Ihr ebenfalls noch RSS-Reader, setzt Ihr auf Plattformen wie Google News oder auf Nachrichten-Apps? Schreibt es uns in die Kommentare. 

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38 Kommentare

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  • WegWolv vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Der mit Abstand beste Reader ist Focus Reader. Er hat mich vor dem Wechsel zu iOS aufgrund von Reeder bewährt.


  • Andy vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Naja, Palabre wird schon länger nicht mehr weiterentwickelt.

    Und der bessere, bessere bewertete und werbefreie "Feedme" (Android) wird leider ignoriert. Bei diversen Plattformen seit einigen Jahren eigentlich der häufigste Tipp: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.seazon.feedme


    • Cris_ vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ja FeedMe is wirklich gut. Lässt kaum Wünsche offen.

      Andy


  • woffu22 vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Palabre funktioniert hervorragend. Feedly wäre gut, wenn man die Schriftgröße anpassen könnte. Inforeader wäre gut, wenn er nicht so teuer wäre. Aber die Feeds von Ino und Feedly lassen sich mit Palabre lesen.
    iOS - Newsflash, Nachrichtenleser, es lassen sich aber manuell diverse Feeds einfügen, dann ist das Teil superschnell .


  • Dirk H. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    NetNewsWire ist seit langer Zeit mein Favorit für iOS. Kostenlos und sehr gut!


  •   54
    Gelöschter Account 24.12.2019 Link zum Kommentar

    RSS-Reader, hm, deren Sinn habe ich für mich noch nicht entdecken können .... dass es die heute (und für Handys) noch gibt überrascht mich aber schon.... finde ich spannend.


    • UbIx 24.12.2019 Link zum Kommentar

      Warum? Ist eigentlich super praktisch und habe noch keinen vergleichbaren Ersatz gefunden um Internetpräsenzen auf Änderungen zu Monitoren. Im Gegensatz zu allen anderen Lösungen können fast alle Webserver RSS Daten automatisch generieren. So überwache ich schon seit Jahrzehnten meine Webseite und auch z.B. den Heise Newsticker usw..
      Also nur eine Simpler Dienst (wie eMail) und ich kann damit alles machen.
      Das beste ist allerdings - ich brauche mich weder anzumelden noch bekommt der Anbieter mehr als unbedingt benötigte Daten von mir (nur meine IP die ich für den Abruf benutze).


    • woffu22 vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Schneller lässt sich kein Nachrichtenüberblick aus diversen Quellen darstellen. Wenn noch der komplette Artikel ladbar ist, zu.b. Palabre, perfekt.


  •   77
    Gelöschter Account 22.12.2019 Link zum Kommentar

    Ich nutze Newsblur 👍. Einfach und verständlich.

    Zum Thema Feedly: "...Grundsätzlich ist Feedly kostenlos,....Wer mehr will...muss ein Abo abschließen. Das kostet derzeit 6 US-Dollar pro Monat." 🤔

    😮 Hab ich einen Währungswechsel nicht Nacht verschlafen? Dachte wir haben Euro oder ist Merkel zurück getreten und Deutschland gehört jetzt zur USA und Trump ist auch unser Präsident.....
    (Obwohl ich Dollar besser find als Euro.)


  • Julian M. 16.01.2015 Link zum Kommentar

    Ich nutze das Simple RSS widget.


  • Micky 15.01.2015 Link zum Kommentar

    Der gReader nutzt auch schon lange Material Design


  •   10
    Gelöschter Account 15.01.2015 Link zum Kommentar

    Der beste RSS-Reader - für mich - ist und bleibt noch immer "Tiny Tiny RSS".
    "Einfach" auf einem Server selbst installiert hat man seine Feeds in eigener Hand und dabei seine Feeds in jedem Browser oder in der entsprechenden Android-App "Tiny Tiny RSS - Android Client"


  • Shalimar 15.11.2014 Link zum Kommentar

    Top Seite Izzy. Weiter so ;-)


    • Izzy
      • Blogger
      16.11.2014 Link zum Kommentar

      Danke, Shalimar! Wer wie Ubix Anregungen hat: Gern an mich :) Ich schaue, was sich machen lässt – soweit es meine Zeit zulässt.


  • Rexxar 12.11.2014 Link zum Kommentar

    Guter Artikel. Ihr könntet noch Google Play Kiosk erwähnen, zwar kein RSS Reader aber auch für Nachrichten zu gebrauchen.


    • Siniox 15.01.2015 Link zum Kommentar

      Ich hab im Kiosk auch RSS Links mit bei... Giga Android zb


  • Un Gern 12.11.2014 Link zum Kommentar

    Flym News Reader: einfach schlicht, lädt die Artikel über WLAN vor - spart also Volumen. Einfach gut!


  • Izzy
    • Blogger
    12.11.2014 Link zum Kommentar

    Und wem noch Alternativen fehlen, der wirft einfach einen Blick in die passende Übersicht: http://android.izzysoft.de/applists/category/named/reading_rss – es gibt in der Tat anscheinend ein paar mehr als die zwei vorgestellten plus die zwei "durchgefallenen" ;) Wie gewohnt, mit Links zu Reviews (sofern vorhanden).

    Anmerkung: Dass dieser Blogbeitrag mit nur zwei Readern startet, sollte Euch nicht verwirren. Wer in letzter Zeit ein wenig "aufgepasst" hat weiß: Diese themenspezifischen App-Beiträge tauchen nach wenigen Tagen wieder als "neue Blog-Posts" auf, nachdem sie erweitert wurden.

    @Eric: Das solltet Ihr vielleicht auch *durchgehend* kenntlich machen, am besten im Titel selbst. Vor einer Weile habt Ihr das ja mit dem Zusatz "[Evergreen]" bereits begonnen. Ein wenig "Konsequenz" wäre da keineswegs schädlich ;)


    • UbIx 13.11.2014 Link zum Kommentar

      Hi Izzy - Deine Übersicht sieht aber nicht sehr übersichtlich aus ?!

      Wichtig für mich ist immer, ob ein RSS Reader über das Internet aufsynchronisieren läßt und wie zuverlässig er dabei ist. Deshalb bin ich bisher mit gReader (in der Pro Version mit Synchronisierung über Feedly) bisher ganz gut gefahren.


      • Izzy
        • Blogger
        14.11.2014 Link zum Kommentar

        Ist sie Dir zu lang – oder hat sie zu wenig Details? Es sind halt, wie die Links auf der Site auch sagen, "App Listen" – und keine "App Vorstellungen". Letzteres kann ich in dem Umfang als One-Man-Show einfach nicht leisten: über 10.000 Apps vorstellen ist ein wenig viel. Ich mache das alles schließlich in meiner Freizeit ;)

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