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Energiesparen im Smart-Home: Das müsst Ihr 2022 beachten

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Das Smart-Home macht unser Leben komfortabler. Aber macht es unser Leben auch günstiger? Und nachhaltiger? Ja, auch das ist absolut machbar. NextPit verschafft Euch einen Überblick, wie es klappen kann mit dem Energiesparen im Smart-Home.

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Reden wir übers Energiesparen im smarten Zuhause, müssen wir zwangsläufig auch über den Elefanten im Raum bzw. im Smart-Home sprechen: Können wir tatsächlich Energie sparen, wenn wir immer mehr Technik ins Haus holen und immer mehr Geräte miteinander vernetzen? Pauschal können wir das nicht mit "Ja" beantworten. Aber wenn Ihr es richtig anstellt, geht es eben schon. Das hat bereits 2019 eine Studie der Verbraucherzentrale NRW belegt.

Vor allem beim Heizen habt Ihr viel Sparpotenzial: In einem Haus können jährlich bis 14 Prozent der Heizkosten eingespart werden, in Wohnungen immerhin noch bis neun Prozent. Nutzt Ihr allerdings im Smart-Home Technik wie Mähroboter oder smarte Video-Türklingeln, schmälert das den Erfolg beim Energiesparen. Solche Technologien steigern hauptsächlich den Komfort und haben kaum positiven Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Das gilt übrigens nicht für smarte Staubsaugerroboter! Auch die sind selbstverständlich komfortabel, verbrauchen aber deutlich weniger Strom als ihre Kollegen, mit denen Ihr noch persönlich durch die Bude flitzen müsst. 

Bedenkt also, dass Ihr Euch fürs Smart-Home Gerätschaften ins Haus holt, die oft kostspielig sind, zusätzlich Strom verbrauchen, teils mit Batterien gefüttert werden müssen und die später recycelt werden müssen. Dennoch gibt es eine Menge Punkte, an denen Ihr ansetzen könnt, um Kosten und Energieverbrauch zu senken. Und dann funktioniert es auch, dass Ihr sowohl den Komfort genießt, als auch Energie und bares Geld spart. Wie das funktionieren kann? Klären wir jetzt!

Inhaltsverzeichnis:

So könnt Ihr im Smart-Home Energie und Geld sparen

Sparen beim Heizen mit smarten Heizkörperthermostaten

Laut der Verbraucherorganisation Stiftung Warentest spart Euch das Herunterdrehen der Heizung um nur ein Grad im Schnitt sechs Prozent der Heizkosten. Das liegt natürlich auch daran, in welchem Zustand Euer Haus oder Eure Wohnung ist. Ein altes Gebäude, welches schnell Wärme verliert, hat mehr Sparpotenzial als ein top-gedämmtes, neues Haus. 

Heizkörper mit smartem Heizkörperthermostat
Mit smarten Heizkörperthermostaten lässt sich richtig Energie sparen. / © Eve

Sparen könnt Ihr aber in beiden Fällen und es gibt dafür beim Heizen verschiedene Ansätze. Entscheidet Ihr Euch dafür, smart heizen zu wollen, müsst Ihr erst einmal die Art der Heizung berücksichtigen. Benötigt Ihr Raumthermostate oder Heizkörperthermostate oder habt Ihr eine Fußbodenheizung? Danach müsst Ihr darauf schauen, welches System Ihr im Smart-Home nutzen möchtet. Habt Ihr bereits ein System installiert und könnt Ihr dieses erweitern? Passt es mit Eurem smarten Assistenten zusammen?

In unserer Kaufberatung für smarte Heizkörperthermostate haben wir Euch jüngst erzählt, worauf Ihr beim Kauf achten müsst. Möglichkeiten zum Energiesparen gibt es beim Heizen gleich mehrere. Ihr könnt die Heizung programmieren, sodass nur dann geheizt wird, wenn Ihr wirklich zuhause seid und auch nur der Raum, der notwendig ist.

Ihr könnt dafür sorgen, dass automatisch zu bestimmten Uhrzeiten die Heizung abgedreht wird. Dank Geofencing kann die Heizung erkennen, ob jemand im Haus ist. Und Sensoren an Türen und Fenstern sorgen dafür, dass die Heizung automatisch runtergeregelt wird, wenn jemand ein Fenster aufreißt. Schließlich könnt Ihr mit Sensoren auch die Luftfeuchtigkeit messen. Auf diese Weise könnt Ihr möglichem Schimmel vorbeugen.

Jede Menge Ansätze also, um Energie und Geld zu sparen. Dazu kommen die Möglichkeiten, Eure Heizung bequem von der Couch, auch per Sprache, zu steuern – oder über die App auch aus der Ferne.

 

Stromfresser erkennen und sparen mit smarten Steckdosen

Auch von steigenden Stromrechnungen ist in diesen Tagen oft die Rede. Wer viel Geld in die Hand nehmen will/kann, schafft sich einfach neue Geräte an. Neue Wasch- und Spülmaschinen sowie Kühlschränke senken durch ihre Energieeffizienz Eure Stromkosten. Aber auch hier könnt hier mit smarter Technik schon deutlich günstiger loslegen. 

Eine Frau steuert eine smarte Steckdose übers Smartphone
Per Smartphone habt Ihr Kontrolle über Eure smarten Steckdosen / © Daisy Daisy/Shutterstock

Smarte Steckdosen und Zwischenstecker sorgen dafür, dass Ihr Eure Geräte per App oder Sprache ausschalten könnt. Ihr könnt die Steckdosen auch so programmieren, dass Eure technischen Geräte abends automatisch abgeschaltet werden. So vermeidet Ihr, dass sie unnötig lange im Standby-Modus Strom verschwenden. Auch hier könnt Ihr allein auf diese Weise schon für eine Win-Win-Situation sorgen: Mehr Komfort, weniger Kosten/Energie!

  • Weiterlesen: Das müsst Ihr beim Kauf von smarten WLAN-Steckdosen beachten [Link ergänzen]

Aber Vorsicht: Es gibt durchaus Sonderfälle, in denen es nicht empfehlenswert ist, sie ständig vom Netz zu nehmen. So können Smart-TVs durch falsches Energiesparen sogar Schaden nehmen. Folgende WLAN-Steckdose ist günstig zu haben, funktioniert ohne Hub und ist zudem per Google Home und Alexa bedienbar:

Es gibt aber nicht nur die smarten WLAN-Steckdosen, die Ihr als Zwischenschalter zwischen Gerät und Steckdose klemmt. Darüber hinaus könnt Ihr Euch nämlich noch smartere Steckdosen anschaffen, die Euch Auskunft darüber geben, wie viel Strom ein spezifisches Gerät verbraucht. Auf diese Weise erfahrt Ihr in Echtzeit auf Eurem Handy-Display, wieviel Strom Eure Monitore, Eure Stereoanlage oder der Ventilator verballern. Und bei allem, was man messen kann, kann man auch einsparen! 

Ihr könnt Euch in diesem Fall also überlegen, zu große Stromfresser durch energieeffizientere Modelle zu ersetzen. Oder es reicht Euch schon, durch die smarte Steckdose einfach den Zeitraum zu kontrollieren, in welchem ein Gerät Strom verbrauchen kann. 

 

Sparen mit smarter Beleuchtung

Vermutlich habt Ihr Euch schon gefragt, ob uns in diesem Artikel auch in Sachen Beleuchtung noch ein Licht aufgehen wird. Gerade Beleuchtung ist für viele von uns der erste Schritt, den wir in Richtung Smart-Home unternehmen. Werft Ihr einen Blick auf unsere Marktübersicht zu Philips-Hue-Lampen, bekommt Ihr eine Idee davon, wie vielseitig Licht im Smart-Home einsetzbar ist. Ihr leuchtet nicht nur Räume aus, sondern erzeugt auch Stimmungen und schafft die richtige Hintergrundkulisse für den Filmabend. 

Gradient Lighstrips von Philips Hue im Einsatz
Gradient Lighstrips von Philips Hue im Einsatz. / © Signify

Aber die smarten LEDs bringen durchaus auch Sparpotenzial mit. Das liegt allein schon an der Technologie der Leuchten. LEDs sind zwar hochpreisiger als herkömmliche Leuchten, verbrauchen aber grundsätzlich nur ein Fünftel des Stroms und halten deutlich länger. Aber Vorsicht! Jede smarte, mit dem WLAN verbundene Lampe  zieht auch ausgeschaltet Strom. Das mag Euch bei einer einzigen Leuchte zwar round about nur einen Euro jährlich kosten. Es läppert sich aber, wenn Euer ganzes Haus komplett auf smarte Beleuchtung umgestellt wurde. 

Sparen geht dennoch und das hängt wieder mit einer Kernkompetenz des Smart-Homes zusammen: Dem Erkennen, ob ein smartes Device genutzt wird. Auch hier könnt Ihr Leuchten wieder so programmieren, dass sie zu bestimmten Zeiten an- oder ausgeschaltet werden. Ein vergessenes Licht könnt Ihr auch aus der Ferne ausschalten. 

Dazu können Sensoren Tageslicht erkennen und Eure Beleuchtung daran ausgerichtet dimmen oder ausschalten. Zusätzlich könnt Ihr Bewegungssensoren verbauen. Dadurch schaltet sich Licht automatisch ein, wenn Ihr den Raum betretet – und es wird auch automatisch wieder ausgeknipst.


Damit haben wir jetzt drei große Themenfelder abgehakt, die Euch neben den Komfort-Vorteilen des Smart-Homes auch noch bares Geld sparen können. Es gibt noch jede Menge, was Ihr im Haus unternehmen könnt und wir bei NextPit sind bestrebt, uns in das Thema weiter reinzuwühlen. Nehmt also diesen Beitrag schon einmal als einen groben Pfad, an dem Ihr Euch entlanghangeln könnt, wenn Ihr im smarten Zuhause durchstarten wollt. 

Aber lasst uns bitte gerne Eure Kommentare da, wenn Ihr schon länger im Smart-Home lebt und weitere Energiespar-Tipps für uns habt. Wo spart Ihr zuhause am meisten ein und was könnt Ihr der NextPit-Community empfehlen? 

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11 Kommentare

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  • rolli.k vor 5 Tagen Link zum Kommentar

    Ein Freund von mir ist geradezu besessen von Smart Home Technik. Was der für einen Aufriss macht; man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.
    Dass er sich andere Probleme damit ins Haus holt, merkt er leider nicht.


    • C. F.
      • Admin
      vor 5 Tagen Link zum Kommentar

      Welche Probleme hat er sich denn damit ins Haus geholt?


      • rolli.k vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Weil die Technik nicht so flüssig läuft wie erhofft. Es gibt Fehlfunktionen, einmal den Totalausfall der Steuerzentrale .
        Dann muss die ganze Chose ja permanent gewartet und gepflegt werden mit entsprechendem Zeitaufwand. Alexa managt das ganze Haus und ist hier und da überfordert, es nervt. Aber ich muss ja nicht da wohnen.

        Das ganze Geld 💰, das im diesen Projekt schon versenkt wurde spottet jeder Beschreibung.


      • C. F.
        • Admin
        vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Also ich warte und pflege da nichts permanent. Außer mal einen Batteriewechsel. Das wars aber auch schon. Liegt aber vielleicht auch da dran, dass ich solchen Mist wie Alexa nicht nutze, sondern das ausschließlich über die Fritz!Box manage.


      • Michael K. vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Da ist vieles denkbar. Eine Vielzahl neuer Sensoren und Aktoren erhöht die Komplexität und macht das gesamte Smarthome dadurch störanfälliger. Da ein Smarthome der Idee nach nicht nur neue Interaktionsmöglichkeiten mit dem Benutzer bietet, wie Sprachsteuerung, oder eine Vielzahl automatisierter Inseln, sondern viele vormals unabhängige zu betätigende Funktionen verknüpft, kann eine Störung viele Funktionen des Hauses auf einmal betreffen.
        Darüber hinaus kann die Logik fehlerhaft oder unvollständige programmiert sein, oder Sondersituationen, wie in meinem anderen Kommentar beispielhaft genannt, nicht berücksichtigen sein.
        Ist die Logik in die Cloud ausgelagert, z.B. in IFTTT-Server, kann eine Störung des Internetzugangs das Smarthome regelrecht gehirnamputieren, und Sprachassistenten damit natürlich als Schnittstelle natürlich auch ausfallen. Funkverbindungen können störanfällig sein, weil das Link-Budget ausgeschöpft ist, und der Nachbar den Rasenmäher oder die Mikrowelle anwirft.
        Ist die Firmware der Komponenten schlecht gepflegt, sind auch Angriffe durch Hacker, z.B. um Botnets damit aufzubauen, auch nicht ausgeschlossen.
        Ein Smartphone das mit Wartung und Nachbesserungen mehr Aufwand erzeugt, als es durch Automatisieren einspart konterkariert die ganze Idee.
        Bei der Planung sollte man daher Wartungsmöglichkeiten vorsehen, wichtige Funktionen auch manuell bedienbar halten, bzw. die Automatik "überschreibbar" halten, und die Verkoppelung von Teilfunktionen trennbar gestalten, damit sie getrennt prüfbar bleiben.


      • Michael K. vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Wenn nur die Heizthermostate durch die Fritzbox gesteuert werden, ist das auch kein richtiges Smarthome, sondern bestenfalls eine automatisierte Insellösung. Ausserdem baut AVM qualitativ gute Produkte und pflegt deren Software vorbildlich, so dass bei diesem Hersteller vermutlich weniger Probleme zu erwarten sind.


  • Jörg W. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Habe 330 Euro zurückbekommen Gasversorger. Mache Heizung an wenn ich sie brauche. Sonst steht sie auf 18 Grad und gut ist es mehr mach ich nicht .


  • C. F.
    • Admin
    vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Heute Mail vom Gasversorger bekommen: trotz enorm gestiegener Gaspreise über 200€ Rückzahlung und gute Reduzierung des monatlichen Abschlages. Bei mir haben sich die Fritz-Thermostate und die Anpassung der Temperaturen in den Räumen also wieder gelohnt.


  • René H. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

    Ich brauche Smart-Home nicht. Heizung kann ich nicht sparen, da Zentralheizung mit Raum-Thermostat (Da entscheidet der Master-Raum, wann die Heizung anspringt).

    <<< [...] Dazu können Sensoren Tageslicht erkennen [...] Zusätzlich könnt Ihr Bewegungssensoren verbauen. [...]>>>
    Dafür braucht es aber kein Smart-Home.

    <<< Auch hier könnt Ihr Leuchten wieder so programmieren, dass sie zu bestimmten Zeiten an- oder ausgeschaltet werden >>>
    Auch dafür braucht es kein Smart-Home.


    Sollte ich irgendwann mal "Smart-Home" brauchen, dann kaufe ich sicher keine "Standard-Geräte" mit Cloud-Zwang. Da würde ich lieber auf RasPi setzen, eventuell mit WireGuard-Anbindung (falls ich mal aus der Ferne etwas kontrollieren muss).


    • Michael K. vor 6 Tagen Link zum Kommentar

      Keine der vorgeschlagenen Energiesparmaßnahmen setzt ein Smarthome voraus. Das liegt auch auf der Hand, denn selbst das schlauste Smarthome ist ein vollkommener Idiot, gemessen an der Schlauheit seiner Bewohner, selbst dann, wenn die nicht besonders hoch ist.
      Allerdings sind die Bewohner nicht selten vergesslich, bequem oder ignorant, und ein Smarthome kann sie darin unterstützt, daran nichts ändern zu müssen.
      Einen Heizkörperthermostat kann man vor dem Stoßlüften oder vor Abwesenheit auch von Hand herunterdrehen, und danach wieder hoch, das war lange Zeit übliche Vorgehensweise.
      Wenn das nicht erfolgt, dann wegen der genannten Attribute seiner Bewohner.
      Um zu sehen, ob ich Licht in einem Raum brauche, brauch ich weder Bewegungs- noch Helligkeitssensoren, dazu reichen mir meine Augen, und Lichtschalter sind in jedem Haus vorhanden, egal ob alt oder neu.
      Wenn ich aber besonders viel Licht brauche, weil z.B. ein kleiner Gegenstand auf den Boden gefallen ist, dann will ich mir von der Steuerung nicht vorschreiben lassen, dass ich das nicht bekomme, weil der Helligkeitssensor meint, es sei hell genug, was in den meisten Alltagssituationaen ja auch zutreffen mag, in solchen besonderen aber nicht.
      Umgekehrt mag es in einem Raum nur schwaches Dämmerlicht geben, was aber reichen mag, um einen großen Gegenstand daraus zu holen.
      Diese Absicht kann aber selbst das schlauste Smarthome nicht kennen, also wird es die Beleuchtung in solchen Fällen auch einschalten, wenn das gar nicht nötig ist, und dann sogar Energie verschwenden.
      Sparsame LED-Beleuchtung ist auch kein Privileg smarter Leuchtmittel. "Dumme" LED-Retrofits haben mittlerweile das Preisniveau erreicht, das früher Glühbirnen hatten, nehmen aber nur 10% von deren Leistung auf, und sparen selbst dann noch 50% der Leistungsaufnahme ein, wenn man eine gleich helle Energiesparlampe damit ersetzt. Im Gegensatz zu smarten Leuchtmitteln ist die Leistungsaufnahme aber tatsächlich null, wenn das Leuchtmittel aus ist. Energiekostenmess-Zwischenstecker mit eigenem Display und unvernetzt sind ein alter Hut, auf dem Preisniveau smarter Zwischenstecker und ein einziger reicht, um nacheinander aktive und Ruhestromaufnahme aller verdächtigen Geräte auszumessen. Diese Spezialisten haben sehr oft viel mehr Messmöglichkeiten als ihre smarten Kollegen, zeigen also auch Maximal- und Minimalwerte und können zwischen Effektiv- und Scheinleistungen unterscheiden usw. Lediglich mit Messreihen über die Zeit dürften sie sich schwerer tun.
      Bei alten Geräten mit hohem Standby-Verbrauch könnten smarte Zwischenstecker dann tatsächlich helfen, Energie einzusparen. Das macht eine Mehrfachsteckdose mit Schalter allerdings auch besser, denn die hat keinen Eigenverbrauch, wenn man die daran angeschlossenen Geräte abschaltet.
      Seit 2015 (oder so) ist die Standby-Leistung von Geräten aber ohnehin durch eine EU-Richtlinie auf 0,5 Watt (ohne weitere Funktion, wie eine Uhrzeitanzeige, dann 1 Watt) begrenzt. Solche Geräte durch einen smarten Zwischenstecker noch abzuschalten, der selber womöglich eine deutlich höhere Leistungsaufnahme hat, ist ein schlechter Witz, zumindest aus energetischer Sicht.

      Man kann also auch ohne Smarthome genauso oder sogar besser Energie sparen wie mit, weil sämtliche Eigenverbräuche des Smarthome entfallen, man darf nur nicht zu bequem dafür sein. Ist man das, oder sind das andere Mitbewohner, kann ein Smarthome schon helfen, Energie zu sparen. Wirklich relevant dürfte das aber nur im Bereich Heizung-Klima-Lüftung sein.


      • René H. vor 5 Tagen Link zum Kommentar

        Sag ich doch.

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