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Realme 11 Pro+ im Test: Totgesagte leben länger!

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© nextpit

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Das Realme 11 Pro (Test) als auch das Realme 11 Pro+ sind entgegen ersten Aussagen nun doch in Deutschland erhältlich. Glück für uns, sodass die nextpit-Redaktion beide Android-Smartphones gleich einmal für Euch testen durfte. Hier erfahrt Ihr jetzt, ob sich der Kauf des 200-MP-Flaggschiff, mit dem außergewöhnlichen Prozessor, für 520 Euro lohnt oder eher nicht.

Realme 11 Pro Plus

Pro

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Überzeugendes Display
  • 100 Watt SuperVOOC
  • Solide Performance
  • Guter Grip

Contra

  • Bloatware
  • Kein LTPO
  • Keine Klinkenbuchse
  • kein kabelloses Laden
  • Keine IP-Zertifizierung
  • Kein microSD-Karten-Support
Realme 11 Pro Plus
Realme 11 Pro Plus
Realme 11 Pro Plus: Alle Angebote

Kurzfazit und Kaufen

Das Realme 11 Pro+ ist nicht wirklich ein Flaggschiff, aber auch kein Standard-Mittelklasse-Smartphone. Es bietet Vorteile in unterschiedlichen Kategorien, wie der 200-MP-Hauptkamera, das Display und natürlich der Batterielaufzeit inklusive 100-W-Schnellladung. Allerdings fehlt dem Trio die passenden Zusatzkameras oder ein schneller Prozessor. Dennoch verbaut der chinesische Konzern 12 GB RAM und 512 GB internen Programmspeicher für unschlagbare 520 Euro.

Bloatware einerseits und viel nützliche Funktionen andererseits. Es scheint fast, als wäre das 11 Pro+ einst ein echtes Flaggschiff gewesen, dass man stellenweise künstlich beschnitten hat, um den Preis möglichst niedrig zu halten. Aber darf man das wirklich kritisieren? Schließlich verlangt das Volk preiswerte Smartphones! Man muss sich nur mit den Verlusten arrangieren können.

Realme 11 Pro+
Optisch wirkt das Realme 11 Pro+ wie ein Flaggschiff – technisch stellenweise auch! / © nextpit

Realme 11 Pro Plus: Kaufen

Wer bei nextpit regelmäßig liest, wird die wilde Vorgeschichte zu dem 11 Pro und dem Realme 11 Pro Plus bereits gelesen haben (zum Beitrag). Eigentlich hat sich das Unternehmen wie der Mutterkonzern Oppo und die Schwester OnePlus bereits vom deutschen Markt verabschiedet. Doch Totgesagte leben bekanntlich länger und so sind die beiden neuesten Android-Boliden, zumindest auf Amazon in den Farben Astral Black und in Sunrise Beige (unsere Teststellung) für 519, 99 Euro erhältlich. 

Die Farbe Oasis Green, welche ich beispielsweise in Frankreich entdeckt habe, gibt es hierzulande nicht. Ebenfalls keine unterschiedlichen Speicherkonfigurationen, wie 8 oder 12 GB Arbeits- und 128, 256 oder 512 GB internen Programmspeicher. In Deutschland muss man sich bis auf Weiteres mit der "vollen Hütte" – sprich 12 GB RAM und 512 GB Speicher zufriedengeben.

Realme 11 Pro Plus: Design und Verarbeitung

Das 161,6 mm große Realme 11 Pro+ kommt in einer beigefarbenen Kunstleder-Rückseite in die nextpit-Redaktion und suggeriert uns, mit einem Gewicht von 189 g, dem großen und im oberen Drittel mittig positionierten kreisrunden Kamera-Array, Flaggschiff-Niveau. Das 6,7 Zoll große AMOLED-Display ist seitlich abgerundet und trägt bei einer Dicke von nur 8,7 mm (Astral Black 8,2 mm / 183 g) ebenfalls dazu bei, das Gefühl zu haben, hier ein knapp 1.000 Euro teures Smartphone in der Hand zu halten – aber weit gefehlt, wie wir ja bereits wissen.

Gefällt mir:

  • Curved Display
  • Wertige Verarbeitung
  • Griffige Kunstleder-Rückseite

Gefällt mir nicht:

  • Keine Klinkenbuchse
  • Keine IP-Zertifizierung
Realme 11 Pro+
Das Realme 11 Pro+ liegt sehr gut in der Hand und die Tasten sind ebenfalls sehr gut zu erreichen. / © nextpit

Doch, ebendiese optisch so dominante Triple-Cam ist es, die einerseits eine 200-MP-Hauptkamera bietet, dann aber andererseits nur eine 8-MP-Ultra-Weitwinkelkamera, gemeinsam mit einer eher überflüssigen 2-MP-Makro-Kamera. Doch dazu später mehr im entsprechenden Themenbereich. Das Android-Smartphone liegt nicht zuletzt durch das Leder-Imitat und der schlanken Taille von 73,9 mm sicher in der Hand und hinterlässt einen sehr wertigen Eindruck. Der Power- und Standby-Button als auch die darüber auf der rechten Seite untergebrachte Lautstärkewippe sind sehr gut erreichbar und bieten einen guten Druckpunkt. Kunststück – hält man doch im Grunde ein leicht modifiziertes Oppo-Smartphone in der Hand.

Das Realme 11 Pro+ bietet Stereo-Sound (24-bit /192 kHz) mit Dolby Atmos, den ich mangels Bass nicht zwingend lobend erwähnen möchte. Es gibt ihn und mehr auch nicht – eine Audio-Klinkenbuchse gibt es nicht. Wir müssen wohl auch so langsam der Tatsache ins Auge sehen, dass ein analoge Audio-Ein- und -Ausgang immer seltener bei einem Smartphone in Erscheinung tritt.

Realme 11 Pro+
Der USB-Type-C ist leider nur 2.0 und eine Klinkenbuchse gibt es ebenso wenig wie den microSD-Karten-Support. / © nextpit

Erwartet hätte ich allerdings einen schnelleren Type-C-Anschluss, als die verbaute Version 2.0. Das deklassiert das Realme-Pro-Plus-Smartphone wieder zurück in die Mittelklasse. Ebenfalls vermisse ich eine IP-Zertifizierung gegen das Eindringen von Staub und Wasser. Von der Schwester OnePlus wissen wir aus vielen Gesprächen, dass das Smartphone so gebaut ist, dass es einen Regenschauer unbeschadet überlebt. Realme spart aber an dem teuren Gutachten und scheut auch eventuelle Garantieansprüche, die dadurch vermutlich einhergehen würden. Das ist aber reine Spekulation meinerseits.

Realme 11 Pro Plus: Display

Das Realme 11 Pro Plus kommt mit einem 6,7 Zoll großem AMOLED-Display, welches rechts und links abgerundet ist und dadurch ein Screen-to-body-Ratio von 93,65 Prozent aufweist. Die Auflösung beträgt 2.412 x 1.080 Pixel (FHD+) bei maximalen 120 Bildern pro Sekunde. Die Touch-Abtastrate beträgt 360 Hz und erfüllt mit einer Farbtiefe von 1,07 Milliarden Farben zu 100 Prozent den DCI-P3-Farbraum und den HDR 10+ Videostandard.

Gefällt mir:

  • HDR10+ und DCI-P3-Farbraum
  • Sehr gute Darstellung
  • Maximale 120 Hz
  • Ausreichend hell

Gefällt mir nicht:

  • Manch einer mag kein Curved-Display
  • Keine LTPO-Technologie
Realme 11 Pro+
Das 6,7 Zoll große Display überzeugt auf ganzer Linie – es sei denn, Ihr seid Curved-Gegner. / © nextpit

Wer einen Blick auf den Bildschirm des Realme 11 Pro+ riskiert, wird schnell von dem hochwertigen Display begeister sein, das mit einer maximalen Helligkeit von 800 Nits und unter direktem Sonnenlicht auch mit 950 Nits daher kommt. Blickwickelstabilität, Kontrast und Dynamik überzeugen auf ganzer Linie. Manch einer ist das seitlich abgerundete Display überdrüssig. Es soll dünnere Ränder suggerieren und verhindert nicht zuletzt durch die vierte Generation des sogenannten "X-touch anti-mistouch"-Algorithmus Fehleingaben. Diese kann nach eigenen Angaben bis zu elf Arten von Grifftechniken erkennen.

Realme 11 Pro+
Keine LTPO-Technologie, aber eine automatische Bildwiederholrate. / © nextpit

In Sachen Bildwiederholrate verzichtet Realme auf die bekannte LTPO-Technologie, kann aber die Aktualisierungsrate automatisch an den entsprechenden Bedarf anpassen. Es ist aber auch ein Fix-Modus auf 120 oder 60 Hertz möglich. Es gibt sogar einen speziellen "Bedtime"-Mode der das Display entsprechend dimmt und alles in Schwarz-Weiß darstellt. Auch ein Always-on-Display bietet das Realme 11 Pro Plus, welches einige Themes zur Auswahl stellt und auch eine zeitliche Begrenzung ermöglicht.

Realme 11 Pro+
Natürlich bietet Realme auch ein Always-on-Display! / © nextpit

Beim Schutz des Displayglases verbaut Realme nicht den Schutz des bekannten Herstellers Corning, sondern setzt auf ein 0,65 mm dünnes und unbekanntes "Double-Reinforced"-Glas.

Realme 11 Pro Plus: Software

Das Realme 11 Pro+ kommt mit ColorOS 13 zum Kunden, welches auf Android 13 basiert. Die hauseigene Benutzeroberfläche RealmeUI in der Version 4.0 besitzt starke Anleihen aus dem BBK-Electronic-Kontinuum. Realme bestätigte uns auf Nachfragen zwei System- und drei Jahre lang Google-Sicherheits-Updates.

Gefällt mir:

  • Sehr gute Benutzeroberfläche 
  • Double-Tap to lock/unlock

Gefällt mir nicht:

  • Bloatware ohne Ende
  • Update-Politik 
Realme 11 Pro+
Updates kommen nicht lang, aber schnell. / © nextpit

Keine Frage, die Realme-Update-Politik ist alles andere als vorbildlich. Gerade die OnePlus-Schwester hat jüngst bewiesen, dass langfristige Updates auch beim Endverbraucher ein Kaufkriterium sind. Mit einem gesicherten Android 15 ist man gewiss nicht Schlusslicht, aber das geht definitiv noch besser.

Dafür überzeugt die Benutzeroberfläche mit vielen nützlichen Extras wie das seitliche App-Menü, die Installation von Drittanbieter-Icons, viele Fenster-Optionen und das Display ein- und ausschalten durch einen Double-Tap.

Realme 11 Pro+
Die RealmeUI erinnert natürlich an OnePlus und Oppo. / © nextpit

Auch das Thema Bloatware lebt Realme geradewegs ekstatisch aus. Stolze 94 vorinstallierte Apps sind eben der Tribut, den man zahlen muss, wenn der Kaufpreis günstig sein soll und ein Unternehmen sich diesen so subventioniert. Doch alle Anwendungen lassen sich am Ende deinstallieren. Es ist also verkraftbar, wenngleich unschön.

Realme 11 Pro Plus: Performance

Im Realme 11 Pro und dem Pro+ ist ein Dimensity 7050 von MediaTek verbaut, welcher im 6-nm-Verfahren gefertigt wird. Der mit der Modellbezeichnung MT6877V versehene Octa-Core-Prozessor hat eine Mali-G68-MC4-GPU verbaut, welche ihm die Eigenschaft verleiht, auch grafisch aufwendige Spiele, flüssig zu spielen.

Gefällt:

  • Prozessor komplett ausreichend
  • Keine ungewöhnliche Hitzeentwicklung

Gefällt nicht:

  • Kein microSD-Card-Support
Realme 11 Pro+
Endlich mal wieder ein Smartphone, was auch unter Extremlast nicht in Schwitzen gerät. / © nextpit

Während die sechs Cortex-A55-Kerne mit einer maximalen Taktrate von immerhin 2 GHz für die Energie effizienten Anwendungen verantwortlich sind, gibt es im Perfomance-Bereich eine maximale Taktrate von 2,6 GHz durch zwei Cortex-A78-Kerne. Die Kühlung des MediaTek-SoCs hat Realme trotz der dünnen Bauweise sehr gut in den Griff bekommen. Auch ist uns kein softwareseitiges Eingreifen aufgefallen, welches zur Drosselung der Leistung führen würde. 

Auch im Geekbench-5- und 3D-Mark-Benchmark-Test überzeugt der Chipsatz des Realme 11 Pro Plus. Man muss allerdings der Fairness halber zugeben, dass wir den Prozessor hier lediglich in der Mittelklasse vergleichen. Um einen Flaggschiff-Prozessor handelt es sich also bei dem Dimensity 7050 auf keinen Fall.

  Realme 11 Pro+  Motorola Razr 40 Nothing Phone (1) Samsung Galaxy A53 Google Pixel 7
  MediaTek Dimensity 7050 Snapdragon 7 Gen 1 Snapdragon 778G+ Exynos 1280 Tensor G2
3D Mark Wild Life 2293 2042 2809 2319 6656
3D Mark Wild Life Stress Test

Bester Loop: 2301

Schlechtester Loop: 2291

Bester Loop: 2078

Schlechtester Loop: 2038

Bester Loop: 2832

Schlechtester Loop: 2816

Bester Loop: 2324
Schlechtester Loop: 2312
Bester Loop: 6651
Schlechtester Loop: 4902
Geekbench 5 Einfach: 837
Mehrere: 2360
Einfach: 793
Mehrere: 2807
Einfach: 796
Mehrere: 2889
Einfach: 958
Mehrere: 2014
Einfach: 1454
Mehrere: 3794

An Speicher bietet die Oppo-Tochter je nach Region 8/128 GB, 8/256 GB oder wie in Deutschland 12/512 GB. Eine optionale Erweiterung mithilfe einer microSD-Speicherkarte sieht der chinesische Hersteller nicht vor. Doch gerade mit der großen Variante dürften im Alltag kaum Probleme auftauchen.

Realme 11 Pro+
Der MediaTek Dimensity 7050 ist eher in der Mittelklasse zu verorten. / © nextpit

 

Realme 11 Pro Plus: Kamera

Mit seinem sehr großen und kreisrunden Kamera-Array wirkt die Triple-Kamera rein optisch schon einmal sehr hochwertig. Und zumindest die 200-MP-Hauptkamera mit ihrem ISOCELL-HP3-Image-Sensor von Samsung erfüllt diesen Eindruck auch. Die 8-MP-Ultra-Weitwinkel- und 2-MP-Makro-Kamera eher nicht.

Gefällt mir:

  • Sehr gute Hauptkamera
  • Tagesaufnahmen gelingen so gut wie immer
  • Nachtaufnahmen sind okay

Gefällt mir nicht:

  • Ultra-Weitwinkel-Kamera nur 8 MP
  • Unnötige Makro-Kamera
Realme 11 Pro+
Optisch beeindruckt die Triple-Kamera schon einmal. / © nextpit

Es war bereits auf Basis der Faktenlage abzusehen, dass die Foto-Ergebnisse des 200-MP-ISOCELL-HP3-Image-Sensors gefallen werden. Hervorragend scharfe Tagesaufnahmen, welche aber generell in unseren Tests selten versagen. Der 200-MP-Samsung-Sensor erstellt standardmäßig seine Bilder im Pixel-Binning-Verfahren mit 12,5 MP und einer äquivalenten Pixelgröße von 2.24 µm. Lediglich im Hi-Res-Mode kann der 1/1.4 Zoll große Bildsensor mit einer Pixelgröße von 0.56 µm Fotos mit den vollen 200 MP, beziehungsweise 50 MP bei 1.12 µm, erstellen. 

Nachtaufnahmen gelingen für die Ansprüche ebenfalls recht gut. Natürlich kann der HP3 hier keine Wunder leisten – ein Zoom in die Aufnahme lässt erkennen, dass gerade die Blätter recht grob dargestellt werden. Ich kann mich aber nicht wirklich an Testaufnahmen erinnern, wo mir die Nacht-Fotos ohne Wenn und Aber gefallen haben.

Etwas skurril erscheint mir im Gegensatz zu der 200-MP-Hauptkamera, die 8-MP-Ultra-Weitwinkelkamera mit einem dürftigen Sichtfeld von nur 112 Grad, anstelle der typischen 120 Grad. Wie an dem Foto von dem Roten Rathaus sehr gut zu erkennen, sind die Farben nicht die gleichen, wie bei einer Standardaufnahme. Noch dazu farblich unverhältnismäßig aufgepeppt.

Den Vogel schießt Realme aber meiner Meinung nach mit der 2-MP-Makro-Kamera ab. Ein Verzicht auf diesen und dafür eine bessere Weitwinkel-Kamera, wäre meiner Meinung nach die bessere Wahl gewesen. Und obwohl die Nahaufnahmen auf dem Smartphone-Display noch gefallen, fällt spätestens bei dem Bokeh auf, dass hier MP fehlen.

Zu guter Letzt haben wir noch die 32-MP-Frontkamera, welche oben mittig im Display (Punch-Hole-Design) positioniert ist und seine Bilder durch einen Sony-IMX615-Bildsensor realisiert. Sie leistet die allgemein bekannten Dienste und dürfte so wohl auch in dem einen oder anderen Oppo- und OnePlus-Smartphone wiederzufinden sein.

Realme 11 Pro+
Hinter der 32-MP-Frontkamera arbeitet ein Sony-IMX615-Bildsensor. / © nextpit

Erfreulich: Das Realme 11 Pro+ kann Slow-Motion-Video-Aufnahmen bis zu 960 fps. Auch sonst packt Realme ein umfangreiches Angebot an Filtern und Modi on top, welche sich in der jüngsten Vergangenheit auch bei anderen Herstellern immer mehr erfreuen. Prominent zu erwähnen, wäre hier der Street-Mode, welcher mit äquivalenten Brennweiten von 16, 25, 46 und 92 mm für einen speziellen Look sorgen möchte.

Im Großen und Ganzen würde ich trotz enttäuschenden Zusatzkameras die Aufnahmen des Realme 11 Pro Plus in der oberen Mittelklasse bewerten. Zumindest nicht so enttäuschend wie im Test des Realme 11 Pro.

Realme 11 Pro Plus: Akku

Das Realme 11 Pro+ hat einen 5.000 mAh starken Akku verbaut. Das allein ist bei seiner schlanken Bauweise schon einmal beeindruckend. Doch richtigen Spaß bereitet das Android-Device erst beim Aufladen der besagten Energiezelle mit dem in der Verpackung befindlichen 100-Watt-SuperVOOC-Netzteil, wenn auch nur von kurzer Dauer. 

Gefällt mir:

  • In 30 Minuten aufgeladen
  • 100-Watt-Netzteil im Lieferumfang
  • Der Akku ist ausreichend dimensioniert

Gefällt mir nicht:

  • Kabelloses Laden ist nicht möglich
Realme 11 Pro+
Das Realme 11 Pro+ hat ein 100-W-SuperVOOC-Netzteil mit dabei. / © nextpit

Korrekt, SuperVOOC ist ein Oppo-Schnellladestandard, was einmal mehr die gemeinsame Verwandtschaft dokumentiert. Wenngleich man das nicht so gern an die große Glocke hängen möchte – ja sogar je nachdem wen man fragt – das abgestritten wird. Sei es drum: Mir persönlich treibt das schnelle Laden regelmäßig wahre Freudentränen in die Augen. Bereits nach 5 Minuten, allein mit dem 100-Watt-Ladegerät an der Steckdose, zeigt das Realme 11 Pro+ 24 Prozent Akku-Kapazität an. Nach 20 Minuten sind es bereits 76 Prozent und die halbe Stunde ist noch gar nicht herum, da ist der Akku auch schon zu 100 Prozent geladen!

Realme 11 Pro+
Keine halbe Stunde und der Akku ist von 0 auf 100 Prozent. / © nextpit

Werte vom kabellosen Laden kann ich Euch nicht liefern, weil das Realme-Smartphone das schlichtweg nicht kann. Kein Beinbruch, wenngleich es ein nettes Extra-Feature gewesen wäre, aber echte Abzüge möchte ich für diesen Mangel nicht vergeben. Wenn Ihr anderer Meinung seid, schreibt es gern in die Kommentare.

Und was leisten die 5.000 mAh in dem fest verbauten Akku so, wollt Ihr sicher wissen? Nun, der "PC Mark Work 3.0"-Batterietest bescheinigt bei einer Display-Helligkeit von 200 Nits, eingeschaltetem Flugmodus und einer automatischen Bildwiederholrate von maximalen 120 Hz, satte 14 Stunden und 17 Minuten. Bändigt Ihr die Anzahl der darzustellenden Bilder pro Sekunde auf 60, so hält der Akku sogar 16 Stunden und 30 Minuten. Das reicht locker, um auch mal zwei Tage ohne eine Steckdose auszukommen.

Realme 11 Pro+
Im Automatikmodus hält der Akku mehr als 14 Stunden – mit fixen 60 Hz gehen noch einmal 2 Stunden Laufzeit on top. / © nextpit

Realme 11 Pro Plus: Technische Daten

  Technische Daten
Name des Geräts
Bild Realme 11 Pro+
Bildschirm innen 6,7 Zoll AMOLED, FHD+
2.412 × 1.080 px (394 ppi)
120 Hz Bildwiederholrate 
360 Hz Touch Abtastrate
2.160 Hz PWM-Ultrahochfrequenz-Dimmung
max. 800 Nits | 950 Nits (Peak)
HDR10+
Maße  161,6 x 73,9 x 8,2 (8,7) mm (H x B x T)
Gewicht 183 g (Astral Black)
189 g (Sunrise Beige)
Farben Astral Black, Sunrise Beige
SoC MediaTek Dimensity 7050 (MT6877V)
6-nm-Prozess
Speicher
(in Deutschland)
12 GB RAM
512 GB ROM
Software Android 13 | Realme UI 4.0
Erweiterbarer Speicher Keiner
Hauptkamera 200 MP | f1.69 Blende | 1/1.4 Zoll | 0.56 µm Pixel Size | OIS
Pixel-Binning 50 MP 1.12 µm Pixel Size
Pixel-Binning 12,5 MP 2.24 µm Pixel Size
Samsung ISOCELL HP3
Ultra-Weitwinkel-Kamera 8 MP | f/2.2 Blende | äquivalente Brennweite 16 mm | 112° Blickwinkel | 
Makro-Kamera 2 MP | f/2,4 Blende | 
Selfie 32 MP | f/2.5 | äquivalente Brennweite 22 mm | 90° Blickwinkel |
Sony IMX615
Video 4K bei 30 fps | 1080p 30 / 60 / 120 / 480 fps | 720p 960 fps
Audio Stereo-Speaker | Dolby Atmos
Akku 5.000 mAh
Aufladen per Kabel Max. 100 W SuperVOOC
Kabelloses Laden (Qi) Nein
UWB Nein
Sonstiges USB Type C (2.0)
NFC 360, BT 5.2, Dual-SIM (5G),
WLAN 2,4, 5 und 6 GHz
Rückseite Kunstleder (Beige und Grün)

Abschließendes Urteil

Realme 11 Pro+
Ist das Realme ein Mittelklasse- oder Flaggschiff-Smartphone? / © nextpit

Das Realme 11 Pro+ für sich betrachtet ist ein durchaus interessantes Android-Smartphone mit einer für den Preis von 520 Euro überragenden Ausstattung. Dazu zählen wir die 200-MP-Samsung-Kamera, welche bei Tag und Nacht recht überzeugende Aufnahmen liefert. Dafür patzt das restliche Triple-Kamera-Setup.

Auch der Prozessor ist nicht auf Flaggschiff-Niveau, kann aber dennoch alle Alltagsprozesse und auch durchaus aufwendige Spiele meistern. Dem gegenüber stehen satte 12 GB Arbeits- und 512 GB Programm-Speicher. Mit dem 5.000 mAh starken Akku kommt Ihr auch mal zwei Tage über die Runden und könnt ihn sogar binnen 30 Minuten komplett aufladen.

Realme 11 Pro+
Mittelklasse-Prozessor und Flaggschiff-Speicher. / © nextpit

Die massenhaft vorrätige Bloatware, lässt sich zwar deinstallieren, ist aber eben allen Anschein nach für den günstigen Preis von 520 Euro notwendig. Gleiches gilt für die eher mäßige Update-Politik und der fehlenden IP-Zertifizierung. Schlussendlich ist das Realme 11 Pro+ mit seinem überragendem Display ein guter Deal, wenn Ihr mit den Mankos leben könnt.

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Zu den Kommentaren (1)
Matthias Zellmer

Matthias Zellmer
Senior Editor

Mit dem Palm groß geworden und mit Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an Android OS bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (später GO2mobile), 2022 bei NextPit eine neue Heimat gefunden und freut sich nun auf Bestenlisten, News, Tests und Videos. Spezialagent für alles Kreative.

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1 Kommentar
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  • Olaf 45
    Olaf vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Man kann ja durchaus anderer Auffassung sein, was die Specs betrifft (wo ich die verpasste Chance bei der besseren UWW-Kamera und zeitgleichem Verzicht auf die 2 MP-Schrottlinse sehe, bedauert ein/e andere/r den für mich persönlich völlig unerheblichen Klinkenanschluss oder den ebenso alten Speicherkartensupport, der bei 512 GB wohl nicht zu sehr ins Gewicht fallen dürfte), gleiches gilt natürlich fürs Design (mir gefällt es, auch das gewählte Beige, und Curved Displays sind mir Wurst) aber irgendwie finde ich, dass rund 520 Glocken schon eine Hausnummer sind, die es erst einmal zu stemmen gilt. Möglicherweise haben wir uns auch nur alle an die stetigen Preissteigerungen bei unseren liebsten Technikspielzeugen gewöhnt?

    Das Poco F2 Pro, welches meine Frau nach wie vor nutzt, hatte im Frühjahr 2020 mit einer UVP von 499 Euro eine ganz ähnliche Preiskategorie, wurde aber noch mit einer ausfahrbaren Selfie-Cam, einer brauchbaren 5 MP Makrolinse als dritter Cam (wobei ich jetzt mal davon ausgehe, dass die 200 MP-Hauptlinse des Realme mehr bringt als die im Poco verbaute 64 MP-Knipse, die seinerzeit der Standard war), einem Snapdragon 860, der auch heute noch flink ist, sowie Micro-SD-Slot samt Klinke bestückt. Das alles ist in diesem Preissegment mittlerweile einem in der Herstellung meist weitaus günstigeren Einheitsbrei gewichen, so dass man für denselben Kostenfaktor im Grunde genommen weniger Gegenwert erhält. Und das macht heutige Midranger in meinen Augen (und Portemonnaie) im direkten Vergleich teurer.

    Matthias Zellmer

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