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Sony LinkBuds im Test: Die aktuell spannendsten Kopfhörer

NextPit Sony LinkBuds Test Ben
© NextPit

Warum sehen Sonys LinkBuds aus wie recycelte Fidget-Spinner? Na, weil es die ersten offenen In-Ear-Kopfhörer sind. Bedeutet, Ihr könnt Umgebungsgeräusche beim Hören von Musik und Podcasts ganz ohne elektronische Transparenzmodi hören. Wie gut das im Alltag ist, lest Ihr im Testbericht!

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Bewertung

Pro

  • Neuartiges Treiberdesign
  • Kaum spürbar im Ohr
  • Sehr kompaktes Lade-Etui
  • Spannende Bedienung per Gesichts-Tipper

Contra

  • Weniger flexibel als ANC-Earbuds mit Transparenzmodus
  • Wenig Leistung im Bassbereich
  • Akkulaufzeit eher mittelmäßig
  • Hohes Audio-Bleeding

Kurzfazit

In meiner Überschrift nenne ich die LinkBuds die derzeit spannendsten Kopfhörer auf dem Markt. Denn Sony wagt mit den WF-809 etwas wirklich Neues. Sonys Idee, Earbuds auf den Markt zu bringen, die Umgebungsgeräusche durchlassen, funktioniert echt prima. Es ist ein ganz neues Hörerlebnis, gleichzeitig aber auch in vielen Situationen echt unpraktisch. Auch wenn sie im Transparenzmodus vielleicht ein wenig schlechter und künstlicher klingen, sind ANC-Kopfhörer mit Transparenzmodus insgesamt deutlich flexibler.

Obwohl der Klang schwer mit Alternativen vergleichbar ist, klingen die LinkBuds solide. Auf HiFi-Genuss oder konzentriertes Musikhören außerhalb der Wohnung dürft Ihr dabei nicht hoffen. Bässe gehen ziemlich verloren, dafür ist der Klang der anderen Frequenzen überraschend klar und selbst im Straßenverkehr laut genug.

NextPit Sony LinkBuds Case Open
Das Design der LinkBuds sieht vollkommen anders aus als bei der Konkurrenz. / © NextPit

Zu bemängeln gibt es neben dem sehr spezifischen Einsatzzweck den nicht immer optimalen Halt, die mit 5,5 Stunden doch recht kurze Akkulaufzeit sowie das winzige, pummelige Ladecase. Ganz nach dem Motto "Lieber haben als nicht haben" würde ich ANC-Kopfhörer mit gutem Transparenzmodus im Straßenverkehr persönlich vorziehen. Als Kaufberatung muss ich daher bei einer Note von 3,5 Sternen landen – nicht wegen mangelnder Qualität, sondern wegen zu eingeschränkten Nutzungsszenarien.

Sony LinkBuds: Design und Verarbeitung

Designtechnisch sind die Kopfhörer äußerst gewöhnungsbedürftig und das wirkt sich auch auf den Tragekomfort aus. Die LinkBuds sitzen anders als alle anderen In-Ear-Kopfhörer, denn sie halten sich im Prinzip an den Innenwänden Eurer Ohren fest. Dafür ist das Gewicht ultragering und insgesamt sind die Sony WF-809 erstaunlich kompakt.

Gefällt

  • Kaum spürbar im Ohr
  • Ultraleicht
  • Trotz neuen Designs ohne Anleitung nutzbar

Gefällt nicht:

  • Halt bei Bewegungen nicht ganz sicher
  • Zurechtrücken führt ständig zum Betätigen der Touch-Oberflächen
  • Winziges Ladecase fiel mir im Test ständig herunter

Dass die LinkBuds zum Release vollkommen einzigartige In-Ear-Kopfhörer sind, muss ich glaube ich nicht erklären. Der Einsatz offener Treiber zwingt Sony dazu, beim Design umzudenken und so bestehen die LinkBuds aus zwei Kreisen. Festgehalten werden sie von einer kleinen Finne, die in verschiedenen Größen kommt und dem Treiber, der dabei auf auf der kleinen Ebene vor Eurem Hörkanal liegt.

NextPit Sony LinkBuds Test
So liegen die LinkBuds im Ohr. / © NextPit

Der Tragekomfort der LinkBuds ist sehr hoch, denn dank des geringen Gewichts spürt man die Buds im Ohr kaum. Während der Halt beim Spazieren und beim Sitzen super ist, saßen die LinkBuds für meinen Geschmack beim Sport zu locker. Ich musste sie häufig neu arretieren, um zu vermeiden, dass sie beim Rennen herausfielen.

Bemerkenswert ist das Ladecase der LinkBuds, das mit Maßen von 41,4 x 48,5 x 30,9 Millimetern echt winzig ist. Geöffnet wird es, anders als bei den meisten Konkurrenten, über einen kleinen Knopf und nicht magnetisch. Das Öffnen ist simpel und auch das Einlegen der Earbuds kinderleicht.

NextPit Sony LinkBuds Case Light
Das Lade-Etui ist äußerst kompakt und kommt mit Knopf und Benachrichtigungs-LED. / © NextPit

Die Größe des Cases sorgte bei mir im Test aber dafür, dass mir die Earbuds ständig herunterfielen. Eventuell ist das der Grund, warum Sony sich gegen einen magnetischen Schutz entschied – diese springen in der Regel auf, wenn Earbuds auf den Boden fallen. Trotz dem Mehr an Sicherheit ist mir die Bedienung der Ladeschale zusammenfassend ein wenig zu fummelig.

Bedienung und Komfort-Features

Auch bei der Bedienung hat Sonys Innovationsabteilung eine gute Arbeit geleistet. Denn neben Touch-sensitiven Flächen auf den Earbuds selbst, könnt Ihr Euch auch einfach an die Schläfen oder die Wangen tippen. Als App kommt Sonys Standard-Anwendung für Kopfhörer zum Einsatz, dazu gibt's eine Trageerkennung und eine adaptive Lautstärkensteuerung.

Gefällt:

  • Clevere Steuerung per Gesichts-Tipper
  • Adaptive Lautstärkensteuerung
  • Trageerkennung immer cool

Gefällt nicht:

  • Erweiterte Touch-Steuerung recht fehleranfällig

Ein paar Dinge möchte ich bei den LinkBuds bezüglich der Steuerung und der Komfort-Features hervorheben. Denn als wäre das neuartige Kopfhörerdesign nicht spannend genug, bieten die LinkBuds noch eine neue Art der Steuerung. Denn statt nur auf die Kopfhörer zu tippen, um beispielsweise ein Lied weiterzuspringen, könnt Ihr Euch nach Aktivieren des "Weitbereich-Antippens" auch auf die Schläfe oder auf die Wange tippen.

NextPit Sony LinkBuds Side
Die "Knubbel" der Earbuds sind berührungsempfindlich. / © NextPit

Das sieht im Test zwar relativ dämlich aus, funktioniert aber erstaunlich gut. Leider lässt Euch Sony aber die Empfindlichkeit dieses Features nicht einstellen, was in manchen Situationen nervig sein kann. So kam es im Test häufig mal vor, dass die Kopfhörer beim Gehen oder beim Joggen ein Lied weiter schalteten. Ein wenig nervig, vor allem, wenn man beim Joggen gerne Podcasts hört und dabei die Position im Track verliert.

Ganz automatisch können die Sony LinkBuds zudem die Lautstärke anpassen, wenn Ihr Euch durch die Welt bewegt. Das "adaptive Lautstärke" genannte Feature reguliert dabei anhand Eurer Umgebungsgeräusche und stellt so sicher, dass Ihr Eure Umgebung immer gut wahrnehmen könnt. Die Automatik funktioniert sehr zuverlässig, was mein Test mit Over-Ear-Kopfhörern über den Earbuds mit ansteigendem Lärm zeigte.

NextPit Sony LinkBuds Sizes Accesories
Verschiedene Gummiringe lassen die LinkBuds im Ohr sicher sitzen. / © NextPit

Klangqualität

Der Klang der Sony LinkBuds ist aufgrund des offenen Treiberdesigns unvergleichlich. Denn die Treiber sind mit einem Loch versehen worden, um mehr Umgebungsgeräusche ans Ohr zu lassen. Rein technisch decken die Kopfhörer einen Frequenzbereich von 20 Hertz bis 20 Kilohertz ab und bieten Unterstützung für DSEE sowie Sonys 360 Grad Audio.

Gefällt:

  • Solider Klang in ruhigen Umgebungen
  • Sound schön klar und definiert
  • Anpassungsmöglichkeiten in der App

Gefällt nicht:

  • Starkes Audio-Bleeding
  • Bässe gehen stark verloren
  • Gesundheitliche Bedenken (Meinung)

Der Klang der Sony LinkBuds ist schwer mit herkömmlichen In-Ear-Kopfhörern zu vergleichen. Mich haben sie ein wenig an Produkte wie die Bose Frames oder die Fauna Audio Glasses erinnert. Audioprodukte also, die Eure Ohren eher passiv mit Musik versorgen und die Umgebungsgeräusche dabei ohne elektronische Hilfen durchlassen.

Im Vergleich zu Audiobrillen, die den Sound über kleine, gerichtete Lautsprecher ans Ohr übertragen, ist der Klang aber deutlich klarer und definierter. Denn schließlich sitzt der Treiber bei den LinkBuds noch immer vor dem Gehörgang. In ruhigen Umgebungen klingen die Earbuds daher sehr ordentlich, wobei es der Musik deutlich an Bässen fehlt. Selbst bei aktiviertem Bass-Boost können die LinkBuds im Tieftonbereich keinen wirklichen Druck aufbauen.

NextPit Sony LinkBuds Inside Side
Die Treiber der LinkBuds sind kreisrund und kommen mit Loch. / © NextPit

Nicht weiter schlimm, denn für den Straßenverkehr sind die LinkBuds wirklich genial. Gefühlt lauft Ihr dabei in Eurem eigenen Film mit passendem Soundtrack durch die Gegend, da die Musik aus dem Nichts an Euer Ohr dringt. In lauten Umgebungen neigt man aber dazu, die Lautstärke der Kopfhörer zu erhöhen, um Podcasts oder Musik noch verstehen zu können. Hier wäre ich auf Dauer vorsichtig, da die Neigung zum voll Aufdrehen auf Dauer schädlich für die Ohren sein kann. Zumal die Kopfhörer dabei Umgebungsgeräusche nicht filtern und deren Belastung noch hinzukommt.

Akkulaufzeit: Recht kurz mit Mini-Ladecase

Sony gibt für die LinkBuds eine Laufzeit von 5,5 Stunden bei aktiver Musikwiedergabe an. Über das mitgelieferte Lade-Etui könnt Ihr weitere 12 Stunden erreichen. 

Gefällt:

  • Kompaktes Ladecase bringt 12 Stunden weitere Laufzeit
  • Quick-Charging
  • Laufzeit bei kompakter Größe solide

Gefällt nicht:

  • Laufzeit im Vergleich zu anderen Modellen eher mittelmäßig
  • Kein Wireless-Charging

Nach meinem Praxis-Test konnte ich Sonys Angaben zur Akkulaufzeit bestätigen. Somit halten die Kopfhörer 5,5 Stunden durch, wenn Ihr sie ununterbrochen tragt und dabei Musik hört. ANC unterstützen die Kopfhörer nicht, wodurch es keine großartigen Auswirkungen auf die Akkulaufzeit gibt. Über das mitgelieferte Lade-Etui könnt Ihr 12 weitere Stunden erreichen.

NextPit Sony LinkBuds Test Review
Über das Lade-Etui bekommt Ihr 12 Stunden weiteren Musikgenuss. / © NextPit

Eine Gesamtlaufzeit von 17,5 Stunden ist ordentlich. Allerdings ist die Laufzeit mit 5,5 Stunden im Vergleich zu anderen In-Ear-Bluetooth-Kopfhörern recht mittelmäßig. Beim dauerhaften Tragen könnt Ihr keinen vollen Arbeitstag lang Musikhören. Angesichts der kompakten Größe der Earbuds bin ich aber zufrieden mit der Akkulaufzeit der LinkBuds.

Sind die LinkBuds einmal komplett leer, lassen sie sich innerhalb von 10 Minuten so weit aufladen, dass Ihr 90 Minuten lang Musik hören könnt. Perfekt also, wenn Ihr vor dem Joggen noch Strom für Musik braucht. Was fehlt, ist allerdings Wireless-Charging. Ihr müsst also immer den USB-C-Anschluss an der Rückseite bemühen, um die Kopfhörer aufzuladen.

Persönliches Fazit

Mein persönliches Fazit der Sony LinkBuds ist ein bisschen negativer als die Reviews meiner Kollegen im Netz. Denn obwohl ich die LinkBuds technisch genial finde, würde ich den meisten Menschen von einem Kauf abraten. Denn auch wenn die Umgebungsgeräusche über offene Treiber klarer und natürlicher klingen, fehlt mir bei den Kopfhörern eine Art Stöpsel, mit dem ich die Geräusche bei Bedarf auch mal ausschalten kann.

Denn es ist nicht immer praktisch, die Umgebung beim Tragen von Kopfhörern wahrzunehmen. Sei es im Flugzeug, bei dem die Geräuschkulisse ohnehin schon hoch ist oder in der Bahn, wenn im Ruheabteil wieder einmal jemand telefoniert. Die Umgebung ausblenden zu können, ist eine der praktischsten Entwicklungen moderner Kopfhörer.

Persönlich nutze ich seit einigen Monaten die OnePlus Buds Pro – mit ANC und einem Transparenzmodus, der super einfach zu erreichen und qualitativ in Ordnung ist. So kann ich je nach Bedarf hören, was in meiner Umgebung passiert oder eben weghören. Ich glaube, mein Punkt ist inzwischen klar: Die LinkBuds sind saucool, aber im Alltag eben zu unflexibel, um der ANC-Konkurrenz wirklich gefährlich zu werden.

Das ist aber auch irgendwie die Faszination bei Sony. Wo gibt es sonst noch regelmäßig Produkte, wo wirklich etwas neues, etwas anderes ausprobiert wird? Wo Smartphones zwar 1.800 Euro kosten, dafür aber über 5G Videos mit 4K-Auflösung ins Netz streamen können. Oder wo ein 1-Zoll-Sensor mit variabler Blende zum Einsatz kommt. Sony kämpft gegen den Einheitsbrei und schon deshalb sind die LinkBuds sehr wichtig! 

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
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9 Kommentare

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  • Ratloser99 vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Beim Radfahren ist es toll, dass man die Umgebungsgeräusche hört, aber telefonieren und Musik hören kann man dabei nicht. Die Windgeräusche sind so heftig, dass man kaum etwas hört und der andere am Telefon versteht auch nichts und hört nur seltsame Geräusche.
    Tolle Idee, aber wenig alltagstauglich.


  • Ratloser99 vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Also entweder habe ich was verpasst, aber bei den Dingern kann man die Lautstärke nicht am Kopfhörer einstellen. Hab ich jedenfalls nicht gefunden und auf der Supportseite von Sony steht das auch so. Wenn das also so ist, wieso wird das hier nicht erwähnt?


  • Jens Vaupe vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ernshaft? Die Dinger richten sich gezielt an die Menschen die beim Audiogenuss NICHT von der Aussenwelt isoliert sein wollen.
    Ich sehe da z.B. das Büro, wo jeder einen eigenen Musikgeschmack hat, die Kollegen nicht nerven möchte aber trotzdem nicht auf Musik verzichten mag. Oder alle Menschen die draußen Sport machen.
    Transparenzmodus draußen? Ist nur bei völliger Windstille erträglich.
    Overear & In-Gehörgang: toll wenn man mit seiner Musik allein sein will/kann.

    Aber jetzt mal ernsthaft: Mit der Begründung für den Punktabzug, muss bei den Bewertungen anderer Kopfhöhrer ebenfalls was abgezogen werden, weil sie nicht für alle Situationen nutzbar sind ...


    • Kai Henker vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ich sehe hier jeden Tag Fußgänger und Radfahrer mit den entsprechenden Stöpseln im Ohr. Die kriegen nix mit, selbst, wenn die Straßenbahn mit lautstarken Gebimmel darauf hinweist, das der Entsprechende sich derzeit mitten auf den Gleisen befindet. Meiner Meinung nach gehören solche Systeme NICHT in den öffentlichen Straßenverkehr. Letzte Woche ist so ein Depp (Entschuldigung für den Ausdruck !) vor die Feuerwehr gerannt. Die waren selbst hier im Büro mit geschlossenem Fenster schon von weitem zu hören, da im Einsatz und mit Sondersignal unterwegs. Da das direkt vor uns passiert ist, und unser Parkplatz für die Bastelarbeiten genutzt wurde, bekam man mit - er hat sie nicht kommen hören. Gesehen schon mal gar nicht - wer schaut denn auf die Fahrbahn, ob da was kommt...
      Das Beste ist jetzt so ein Fahrradtransportdienst hier, fetzen mit E-Bikes kreuz und quer über die Straße - Autos, Ampel, Fußgänger ? Egal ... Mit dem Lastenfahrrad über die rote Ampel und ab auf die Straßenbahnschienen und dann irgendwann illegal auf die Fahrbahn trotz Absperrung und dann entgegen dem Verkehr in die nächste Seitenstraße. Der hat gleich die fetten Kopfhörer auf - der bekommt garantiert nix mit - maximal, wenn er mit irgendwas kollidiert. Aber dann waren das bestimmt die Anderen, die Schuld waren.


      • HEB vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Genau das ist das allgemeine Problem in der Gesellschaft, zu erst komme ich und dann die anderen. Ein solches System wie dieses hat schon seine Vorteile, und wenn ich Musik genießen möchte, kann ich das auch gerne in der Bahn oder auch zu Hause machen, gerne dann auch mit KH mit ANC. Aber das man ein solches wirklich geniales System einfach schlecht redet weil man es falsch nutzt und ihm deshalb noch Punkte abzieht, das entzieht sich komplett meinem Verständnis. Eventuell sollten sich die Schreiber solcher Artikel als ersten mal Gedanken machen, was will der Hersteller, wofür ist dieses oder jenes Produkt entwickelt worden, und dann kann man die Test genau so machen ob es für diesen Einsatzweck geeignet ist oder eben auch nicht. Nur weil es mal was anderes ist wird es gleich wieder mit Produkten verglichen die einen ganz anderen Ansatz haben.


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Aber genau das lobe ich doch in meinem Testbericht.

        Ich sage auch nur jedem, der überlegt, sich Earbuds zu kaufen, dass es mit diesen Kopfhörern eben nicht möglich ist, unterwegs auch mal die Umgebung auszuschalten. Was ja für viele Menschen ein Vorteil ist, wenn sie sich an lauten Orten konzentrieren wollen.

        Stellen wir uns Earbuds mit dem Maximum an Funktionen vor – 100% also.

        Dann lässt Sony bewusst 30 Prozent weg, indem es keinen ANC-Modus und keine Abschirmung von Außengeräuschen gibt, den die anderen Modelle bieten.

        Das ist keineswegs "schlecht" und sicher auch Geschmacksache, in einem Test muss ich es aber transparent als Nachteil nennen. Da es eben dem aktuellen Standard, der sich auf dem Markt etabliert hat, nicht ganz entspricht.

        Die LinkBuds sind spannend, toll und machen das, was sie sollen, ziemlich gut. Aber sie sind eben mit einer großen Einschränkung zu empfehlen – und genau das wollte ich mit diesem Artikel zum Ausdruck bringen.


      • Oleole vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Die Nachteile dieser Kopfhörer waren doch fast alle vorhersehbar. Bauartbedingt gibt es weniger Bass, dafür viele (natürliche) Umgebungsgeräusche mit entsprechend eingeschränktem Einsatzbereich. Klar sind ANC-Stöpsel flexibler, aber in machen Situationen oder für einige Nutzer auch grundsätzlich sind abdichtende Stopfen im Ohr eben keine gute Option.

        Den Punktabzug kann ich deshalb nur bedingt nachvollziehen. Würde man beispielsweise einen Sportwagen schlecht bewerten, nur weil die Platzverhältnisse im Vergleich zu einem normalen PKW beengter sind oder er weniger praktisch ist?


      • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Wenn man etwas bewertet kommt es immer auf die Kriterien an. In einem Familienmagazin würde man den Sportwagen sicher anders bewerten als in einem Rennsportmagazin zum Beispiel. Von daher sind Abwertungen also völlig in Ordnung, solange man die Kriterien, die als Maßstab dienen, auch erklärt.


      • Oleole vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Das ist hier aber kein Familienmagazin oder auch keine Frauenzeitschrift, wo ich ein bestimmtes Wissen nicht voraussetzen kann. Insofern würde ein Hinweis ausreichen in welche Kategorie der Kopfhörer fällt und welche Vor- oder Nachteile damit grundsätzlich verbunden sind. Danach kann man ihn mit bauartgleichen Modellen ins Verhältnis setzen und die Bewertung entsprechend vornehmen. Ansonsten vergleicht man die berühmten Äpfel mit Birnen.

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