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Sport&outdo Mifo S Sport im Test: Mini-Earbuds für Sport und ... Schlaf?!

NextPit mifo S Sport ANC TWC Earbuds Case Open
© NextPit

Die Mifo S Sport sind ANC-Earbuds, die vor allem für den Sport und zum Schlafen konzipiert wurden. Dabei wiegen die einzelnen Earbuds gerade einmal 3,5 Gramm und verschwinden fast komplett in Eurem Ohr. Da die In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer bei Aliexpress mit einer Top-Bewertung von 4,8 Sternen gelistet sind, ist es höchste Zeit für ein NextPit-Review!

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Bewertung

Pro

  • Super bequem im Ohr
  • Guter Halt beim Sport
  • Brauchbares ANC
  • IPX7-Zertifizierung

Contra

  • Klangqualität nix für Enthusiasten
  • Keine Equalizer
  • Keine Companion-App
  • Kein kabelloses Laden

Preis und Verfügbarkeit

Die Mifo S gibt es regulär für knapp 150 Euro bei Amazon zu kaufen. Hersteller Sport&outdo hat uns für diesen Testbericht allerdings einen Rabattcode zur Verfügung gestellt. Gebt Ihr bis zum 31. Juli 2022 beim Shoppen den Code "mifoSSSS" ein, profitiert Ihr von 20 % Rabatt. Dabei müsst Ihr zwischen zwei Farbvarianten wählen.

Hier kommt Ihr direkt zum Onlineshop von Sport&outdo

Hinweis: Hersteller Mifo hat uns für diesen Artikel eine Aufwandsentschädigung zukommen lassen. Auf den Inhalt und die Bewertung hat das keinen Einfluss.

Design & Komfort: Einfach unauffällig

Die Mifo S sind als Sport- und Schlafkopfhörer konzipiert worden. Aus diesem Grund sind die Earbuds besonders dezent und mit nur 3,5 Gramm ultraleicht. Anders die Ladeschale, denn diese ist robust und schwer. Sport&outdo fertigt sie aus Metall und integriert einen cleveren Aufklappmechanismus – Warum? Weil's mehr Spaß macht!

Gefällt:

  • Hoher Tragekomfort
  • Auch beim Schwimmen nutzbar
  • Hochwertige Ladeschale aus Metall

Gefällt nicht:

  • Sehr eigensinniges Design

Ich gebe offen und ehrlich zu: Das Design der Mifo S gefiel mir beim ersten Auspacken nicht besonders. Rein funktional sind die winzigen Earbuds beim Sport aber echt genial. Denn sie setzen sich bequem und fast bündig ins Ohr – bei starken Bewegungen neigen sie zudem nicht dazu, herauszufallen. Dabei sind sie auch bei längerem Tragen nicht unangenehm. Das soll laut Hersteller sogar so bequem sein, dass Ihr die Earbuds beim Schlafen tragen könnt.

Ein Foto der Mifo-S-Earbuds im Detail.
Die Mifo S sind besonders kleine Earbuds. / © NextPit

Das stimmt soweit auch, wenn Ihr auf dem Rücken oder mit der Nase nach unten schlaft. Denn Seitenschläfer müssen trotz des schmalen Profils mit einem unangenehmen Ansaug-Effekt leben, der eher unbequem ist. Als weiterer Einsatzzweck könnt Ihr die Headphones auch beim Schwimmen tragen. Dafür sind sie nach IPX7 gegen Wasser geschützt und sollten dauerhaftes Untertauchen aushalten. Leider werden die berührungsempfindlichen Oberflächen bei Kontakt mit Wasser aktiviert – ein typisches Problem wasserdichter Kopfhörer.

Während die Earbuds mit 3,5 Gramm ultraleicht sind, ist die Ladeschale mit 71 Gramm auffallend schwer. Das liegt am Metall-Finnish, das selbst bei starkem Druck meiner Hände kaum nachgibt. Die Kopfhörer wirken dadurch zwar besonders hochwertig, in der Jogginghosentasche beim Sport ist das hohe Gewicht aber störend. Die Ladeschale wackelt beim Laufen hin und her – ich habe sie nach dem ersten Jog lieber daheim gelassen.

Mifo S Ohrstöpsel auf einem Bild
Die Ohrstöpsel der Mifo S könnt Ihr bequem austauschen. / © NextPit

Wie eine Schmuckschatulle springt die Ladeschale auf, wenn Ihr den Knopf auf der Vorderseite betätigt. So könnt Ihr die Earbuds entnehmen und die Schale wieder zuschnacken lassen. Macht Spaß, auch wenn die Klappe gerne mal in der Mitte hängen bleibt.

App & Komfortfunktionen

Die Mifo S kommen ohne eine Smartphone-App zur Steuerung von Features oder Equalizer. Somit müsst Ihr sie über die berührungsempfindlichen Oberflächen an den Seiten steuern.

Gefällt:

  • Schlafmodus

Gefällt nicht:

  • Keine Companion-App
  • Kaum Komfortfunktionen

Über die Features der Mifo S gibt es nicht allzu viel zu erzählen. Neben typischen Kopfhörerfunktionen wie leiser, lauter, Lied weiter und Lied zurück gibt es eine dreifstufige Steuerung der aktiven Geräuschunterdrückung. Verbindet Ihr die Mifo S zudem nicht mit einem Gerät und tippt dreimal auf einen Earbud, aktiviert Ihr den Schlafmodus. Hier ist das ANC aktiviert und alle weiteren Features werden gestört.

Außenflächen der Mifo S auf einem Bild.
Die Außenflächen der Mifo S sind berührungsempfindlich. / © NextPit

Eine Trageerkennung oder smarte Features wie eine ortsgebundene ANC-Steuerung oder 3D-Klang sucht Ihr bei den Mifo S vergebens. Hier konzentriert sich der Hersteller ein wenig zu sehr auf die Basisfunktionen. Leider ist die App-gestützte Steuerung von Features und das Hinzuschalten von Equalizern meiner Meinung nach ebenfalls zu den Basis-Funktionen moderner Kopfhörer zu zählen.

Wollt Ihr bei den Mifo S zuschlagen, habe ich aber gute Nachrichten: der Hersteller teilte uns mit, dass man aktuell an einer App arbeite. Diese soll in einigen Monaten zur Verfügung stehen. Sobald wir sie ausprobieren können, werden wir diesen Testbericht aktualisieren.

Was die Mifo S schon jetzt bieten, sind ein Schlafmodus und ein Low-Latency-Mode – ersterer aktiviert das ANC und sorgt dafür, dass die Kopfhörer ohne verbundenes Bluetooth-Gerät nicht ausgehen. Der Low-Latency-Mode soll die Latenz bei der Bluetooth-Übertragung verringern. Im Test konnte ich aber keinen Unterscheid zum normalen Modus feststellen.

Klang & ANC

Laut Herstellerangaben decken die Treiber de Mifo S einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hertz ab – das ist aktuell Standard bei günstigeren In-Ear-Bluetooth-Kopfhörern. Obwohl der Hersteller einen Low-Latency-Modus zur Verfügung stellt, vertrauen die Kopfhörer allein auf SBC als Codec zur Bluetooth-Verbindung. Ein Widerspruch, da der Codec für seine hohe Latenz bekannt ist. Hören wir also mal rein.

Gefällt:

  • Gute ANC-Leistung

Gefällt nicht:

  • Unsauberes Klangbild
  • Zu basslastig
  • Keine HD-Codecs
  • Zum Teil ruckelige Audiowiedergabe

Bis hier hin waren die Mifo S zwar keine hübschen, aber sehr komfortable In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer für Sport und Erholung. Leider haben mich der Klang und die aktive Geräuschunterdrückung aber weniger überzeugt.

Das ANC basiert auf sechs Mikrofonen und schafft es durchaus, Umgebungsgeräusche zu unterdrücken. Ein Rauschen oder Störgeräusche, wie wir es von vielen günstigen Modellen kennen, konnte ich nicht feststellen. Die Modi "Starkes / Wenig ANC / Transparenzmodus" bieten Euch beim Tragen recht wenig Kontrolle. Andere Modelle reichen Euch diesbezüglich mehrere Stufen, mit denen Ihr das ANC und den Transparenzmodus mischen könnt. Das ist gerade beim Sport in der Stadt ein praktisches und wichtiges Feature.

Die geöffnete Ladeschale der Mifo S.
Die Ladeschale öffnet sich über den Knopf am Gehäuse. / © NextPit

Während das ANC noch in Ordnung geht, liegen die Kopfhörer klanglich unter dem Niveau, das andere Kopfhörer für weniger als 150 Euro etablieren. Er ist zu basslastig, schwammig und lässt sich ab Werk nicht per Equalizer anpassen. Hi-Fi-Genuss kommt also nicht auf – Hersteller Sport&outdo wies auf Nachfrage darauf hin, dass man sich bei der Konzeption der Earbuds auf das leichte Gewicht, die IPX7-Zertifizierung und die geringe Größe konzentriert habe. Für den Einsatz beim Sport also – und tatsächlich reichen die Klangqualitäten für Radfahren und Joggen vollkommen aus.  

Eventuell hätten höherwertige Bluetooth-Codecs den Kopfhörern aber gut getan – denn sie unterstützen lediglich SBC und AAC. Damit seid Ihr zumindest unter Android an einen technisch sehr limitierten Codec gebunden. Dass der Hersteller dennoch einen Low-Latency-Modus integriert, ist überraschend. Im Test mit einem YouTube-Video, an dem sich die Latenz von Kopfhörern testen lässt, konnte ich aber keinen Unterschied erkennen.

Akku & Aufladen

Die Mifo S halten mit aktivierten ANC sechs Stunden lang durch. Anschließend lassen sich die Kopfhörer in der Ladeschale fast fünfeinhalb Mal wieder aufladen. Somit bleibt Ihr insgesamt 40 Stunden lang unabhängig von Steckdosen. Auf eine Schnellladefunktion oder kabelloses Laden müsst Ihr allerdings verzichten.

Gefällt:

  • Sehr gute Gesamtlaufzeit in Kombination mit Ladeschale und Earbuds
  • Solide Earbud-Laufzeit von sechs Stunden (vergesst die winzige Größe nicht)
  • Akku-LEDs in der Ladeschale

Gefällt nicht:

  • Kein kabelloses Laden
  • Keine Schnellladefunktion

Die Herstellerangaben von sechs Stunden Musikwiedergabe konnte ich in meinem Test bestätigen. Im Vergleich zu anderen Modellen ist das nichts besonderes, allerdings sind die Mifo S besonders klein. Dementsprechend beeindruckend ist die Akkulaufzeit – vor allem, wenn Ihr sie in der Ladeschale wieder aufladet. Denn eine Gesamtlaufzeit von 40 Stunden ist spitze und sollte selbst für lange Wochenendausflüge reichen.

Das geschlossene Lade-Case der Mifo S
Das Design der Mifo S ist auffällig und mutig. / © NextPit

Wieder mangelt es ein wenig an Komfortfunktionen. So bieten die meisten In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer im Jahr 2022 eine Schnellladefunktion, womit sich geringe Laufzeiten mit sehr kurzer Aufladung realisieren lassen. Kabelloses Laden fehlt ebenfalls, wodurch Ihr zum Aufladen immer auf ein USB-C-Kabel vertrauen müsst. Diese beiden Funktionen auszuschließen, war laut Hersteller Sport&outdo aber eine bewusste Entscheidung. Denn Quick-Charging würde die Langlebigkeit der kleinen Kopfhörer gefährden, kabelloses Laden wiederum sei bei einer Ladeschale aus Metall nicht möglich.

Abschließendes Urteil

Zusammenfassend kauft Ihr Euch mit den Mifo S sehr spannende In-Ear-Bluetooth-Kopfhörer. Obwohl es viele In-Ear-Kopfhörer für unter 150 Euro gibt, die einen besseren Klang bieten, sind sie meist auch auffälliger und schwerer. Dadurch fallen diese im Alltag und vor allen beim Sport deutlich mehr auf.

Denn mit einem Gewicht von nur 3,5 Gramm und wirklich winzigen Ausmaßen verschwinden die Mifo S beim Joggen und Radfahren im Ohr. Und das ist auch die Idee hinter den Mifo S – eine unauffällige und zuverlässige Möglichkeit, beim Sport Musik und Podcasts zu hören. Allerdings gibt es auch in diesem speziellen Szenario Kritikpunkte, die Ihr vor dem Kauf kennen solltet.

Die Ladekontakte der Mifo S
Die Ladekontakte der Mifo S sind offenliegend. / © NextPit

So könnte Mifo die Klangqualität ohne technische Änderungen mit einer Companion-App inklusive Equalizer deutlich verbessern. Gleichzeitig wäre die App für die Steuerung der ANC-Funktionen praktisch. Während Mifo die Earbuds zudem ultraleicht gestaltet, ist die metallene Ladeschale auffällig schwer. Es beim Joggen in der Hosentasche zu tragen, ist daher nervig, da es in luftigen Hosentaschen stark herumbaumelt.

Den Mifo S fehlt es im Jahr 2022 zudem ein wenig an Komfort-Features. Ähnlich teure Modelle bieten hier deutlich mehr, beispielsweise eine Trageerkennung, standortgesteuertes ANC oder eben Klangprofile mit Equalizern.

Kurz gesagt: Sucht Ihr Earbuds ausschließlich für den Einsatz beim Sport, könnt Ihr mit den Mifo S nicht viel falsch machen – für alle anderen Zwecke gibt es zu diesem Preis aber bessere Modelle.

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