Jya Fjord Pro Air Purifier: Preis und Verfügbarkeit

Wer oder was ist Jya überhaupt? Jya ist eine Marke von Smartmi und damit Teil des Xiaomi-Ökosystems. Die 2014 gegründete Firma Smartmi spezialisiert sich aufs Heimklima und umfasst Ventilatoren, Elektroheizungen, Luftbefeuchter und eben auch Luftreiniger im Consumerbereich. Jya wiederum kümmert sich ausschließlich um Luftfilter im gehobenen Preisbereich. Neben dem hier ausprobierten Fjord Pro Air Purifier gibt es von Jya auch den „normalen“ Fjord Air Purifier, der mit 399 Euro ein ganzes Eck günstiger ist.

Wenn Euch jetzt schon die Augen brennen, dann könnt Ihr bis zum 14. März um 9:00 Uhr CET bei Jya sparen – sowohl den Jya Fjord Pro als auch den „kleinen“ Jya Fjord bekommt Ihr aktuell im Early-Bird-Angebot 40 Euro günstiger. Jya verschickt die Luftfilter übrigens aus einem Warenhaus aus Europa. Der Versand dürfte daher auch nicht allzu lange dauern, und bezüglich Zollgebühren seid Ihr auf der sicheren Seite.

Disclaimer: Dieses Hands-on ist Teil einer Kooperation zwischen Nextpit und Jya. Auf die redaktionelle Meinung in diesem Testbericht hatte der Hersteller keinerlei Einfluss.

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Der Jya Fjord Pro Air Purifier ist ein ganz schöner Klotz. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Unboxing des Jya Fjord Pro Air Purifier

Bereits vor dem Unboxing fällt auf: „Boah ist das Ding riesig!“ Mit einer Grundfläche von 31 mal 30 Zentimetern und einer Höhe von 72 Zentimetern ist der Jya Fjord Pro Air Purifier schon ein richtiges Möbelstück. Das Design in Schwarz-Silber ist schlicht und passt sich problemlos in moderne Wohnräume ein. Und wer’s individuell mag, kann die silbernen Plastikelemente ja mit Möbelfolie bekleben. Der Einschalter befindet sich unten auf der Rückseite des Geräts – und los geht’s!

Rechts oben in der Front verbaut Jya einen kreisrunden OLED-Touchscreen. In der Standardansicht zeigt der Luftfilter hier stets den Feinstaubmesswert (PM2.5) in µg/m3 an. Darunter seht Ihr farbig hinterlegt die Wörter „Pollen“ und „TVOC“, also für Allergene sowie „total volatile organic compounds“, also flüchtige (gasförmige) organische Verbindungen. Die Farbe verrät jeweils, wie gut oder schlecht die Messwerte gerade sind. Mit einem Wisch nach links seht Ihr noch in vier Abstufungen den Status bei den PM10-Feinstaubpartikeln. Unter PM2.5 und PM10 fallen beispielsweise Pollen, Staub, Haustierschuppen oder Bakterien.

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Das runde OLED-Display zeigt Euch die wichtigsten Messdaten auf einen Blick. Hier ist alles im grünen Bereich. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Wischt Ihr vom Homescreen nach rechts, gelangt Ihr zur Einstellung des Lüftungsgitters auf der Oberseite. Hier könnt Ihr den Winkel auf 30, 60 oder 90 Grad einstellen. Weiter rechts folgen Einstellungen zu Displayhelligkeit und WLAN-Verbindung sowie zum Zustand des Filters. Zu guter Letzt könnt Ihr noch durch ein Antippen des Homescreens den Betriebsmodus zwischen „Aktiv“, „Nacht“ und „Automatisch“ wechseln. Je aktiver, desto effektiver die Filterwirkung, aber desto lauter ist auch das Gerät – wobei der Geräuschpegel selbst auf maximaler Stufe noch erträglich ist (Herstellerangabe: maximal 64 dB(A), im Schlafmodus 18,8 dB(A)).

Eine breite LED unterhalb des großen Lüftungsgitters auf der Vorderseite zeigt Euch eine Zusammenfassung der aktuellen Messwerte an, von Grün für „super“ bis Dunkelrot für „schlecht“. Beim folgenden Bild leuchtet sie rot, weil der Luftfilter fehlt.

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Der Luftfilter ist riesig – und leider kein billiges Vergnügen. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Auf der Rückseite des Gehäuses befinden sich eine große und eine kleine Klappe. Hinter der großen Klappe versteckt sich der riesige Luftfilter – da ist auch sofort klar, wieso Jya den den Luftreiniger so groß baut. Der Luftfilter hält ca. 300 Tage lang durch, die App informiert Euch über den Verschleiß. Mit 79 Euro ist ein Ersatzfilter nicht gerade günstig, andererseits ist eine bessere Atemluft eben auch ihr Geld wert. Hinter der kleinen Klappe verbergen sich die Sensoren des Fjord Pro Air Purifiers – aber dazu später mehr.

Setup des Jya Fjord Pro Air Purifiers

Zum Verbinden des Fjord Pro Air Purifier mit dem Smartphone benötigt Ihr als erstes die Smartmi-Link-App (Apple App Store / Google Play Store). Nach dem Start klickt Ihr einfach auf das Plus-Symbol in der App und folgt den Anweisungen auf dem Smartphone, um den Luftfilter mit Eurem WLAN zu verbinden. Im Test mit der iOS-App hat das nicht einmal drei Minuten gedauert. 

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Der Luftreiniger arbeitet nicht nur mit der herstellereigenen App, sondern auch mit Apple Homekit (links, mitte) und über einen entsprechenden Skill mit Amazon Alexa zusammen (rechts). / © NextPit Bildquelle: NextPit

Einziger Wermutstropfen an dieser Stelle: Leider könnt Ihr die Jya-Luftfilter aktuell nicht mit der Xiaomi-Home-App nutzen, dafür aber immerhin mit Apple HomeKit, Alexa und dem Google Assistant. Das Verbinden mit Apple Homekit war im Test kein Problem. Mit dem iPhone im gleichen WLAN wurde der Fjord Pro Air Purifier automatisch erkannt. Nur nach dem achtstelligen Code unter der Luftfilter-Klappe musste ich etwas suchen. Nach erfolgter Verbindung seht Ihr die wichtigsten Eckdaten des Luftfilters dann auch in Eurer Apple-Home-Übersicht.

Jetzt aber zur Hersteller-App:

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So sieht die App Smartmi Link des Herstellers aus. Ein Klick auf die drei Icons oberhalb des Gerätebilds (mitte) führt Euch zu einem zeitlichen Verlauf der Messwerte, siehe nächstes Bild. / © NextPit Bildquelle: NextPit

In der App Smartmi Link findet Ihr die wichtigsten Daten auf einen Blick. Oberhalb des Produktbilds seht Ihr den Status der PM10- sowie TVOC-Messwerte in jeweils vier Abstufungen (super, gut, mittel, schlecht) sowie den PM2.5-Messwert in µg/m3. Am unteren Bildschirmrand zeigt Euch die App noch die Raumtemperatur sowie die Luftfeuchtigkeit. Während es für Feinstaub und TVOC einen zeitlichen Verlauf der Messwerte gibt, fehlt dieser leider für Temperatur und Feuchtigkeit.

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Leider hat die Y-Achse beim zeitlichen Verlauf der verschiedenen Messwerte keine Beschriftung. Hier wären weitere Details spannend gewesen. Im Screenshot rechts seht Ihr, wie der Luftreiniger nach Inbetriebnahme die Staubbelastung reduziert hat. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Außerdem könnt Ihr in der App auch den Fjord Pro Air Purifier ein- und ausschalten sowie zwischen den verschiedenen Lüftermodi wechseln. Wie auf dem OLED-Touchscreen gibt es hier weiterhin Einstellungen für den Winkel des Lüftungsgrills und die Displayhelligkeit – für’s Schlafzimmer lässt sich das Display übrigens auch ganz abschalten. Außerdem findet Ihr in der App auch wieder eine Verschleißanzeige für den Filter.

Zwei Optionen gibt’s exklusiv in der App: Erstens könnt Ihr hier die Soundeffekte für den Luftreiniger ein- und ausschalten. Und zweitens gibt es eine Timer-Funktion, sodass der Jya Fjord Pro Air Purifier nur zu bestimmten Tageszeiten oder an bestimmten Tagen läuft. 

Praxis: Filterleistung im Check

Die technischen Eckdaten des Jya Fjord Pro Air Purifiers lesen sich eindrucksvoll. Der Luftreiniger eignet sich laut Hersteller für bis zu 66 m2 große Räume, die „Clean Air Delivery Rate“ (CADR) soll für Feinstaub-verpestete Luft 550 Kubikmeter pro Stunde betragen. Das Binden von flüchtigen Kohlenwasserstoffen läuft etwas langsamer; hier kommt der Luftreiniger auf 250 Kubikmeter saubere Luft pro Stunde. Außerdem verspricht der Hersteller, dass der NanoGuard-Filter auf HEPA-H13-Niveau liegt – und damit 99,99% der 0,1 Mikron großen Partikel aus der Luft filtert – also Keime, Viren, Bakterien & Co.

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Hinter einer kleinen Klappe auf der Rückseite verstecken sich die Sensoren des Jya-Luftreinigers. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Zugegeben: Mangels Spektrometer fällt es uns schwer, die tatsächliche Filterleistung des Jya Fjord Pro Air Purifiers zu beurteilen. Ich bin allerdings auf Frühblüher allergisch und habe seit dem Einsatz des Luftreinigers im Home Office eine spürbare Verbesserung meiner Allergiesymptome bemerkt – und auch die Luftqualität im benachbarten Schlafzimmer hat offenbar profiert. Das Fexofenadin bleibt zumindest vorerst in der Schublade.

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Der Winkel des Lüftungsgitters lässt sich in drei Stufen einstellen: auf 30, 60 und – wie hier – 90 Grad. / © NextPit Bildquelle: NextPit

Erster Eindruck: Zusammenfassung

Auch wenn Jya noch eine neue Marke ist, so macht sich die Erfahrung der Konzernmutter bemerkbar: In puncto smarte Features funktioniert das Gerät einwandfrei und arbeitet mit Apple HomeKit, Google Assistant und Amazon Alexa zusammen. Schade ist nur, dass trotz der Verwandtschaft aktuelle keine Nutzung in der Xiaomi-Home-App möglich ist. 

Die Filterfähigkeiten sind auf dem Papier beeindruckend – und zumindest hinsichtlich meiner Frühblüher-Allergie konnte ich nach kurzer Zeit eine Besserung bemerken. Was die Fähigkeiten bezüglich des Herausfilters von TVOCs und nicht-allergenem Feinstaub angeht, können wir mangels Spektrometer leider keine Aussagen treffen.

Was ich im Test aber durchaus interessant fand, waren die Messwerte aus dem Luftreiniger gerade über den zeitlichen Verlauf. Das ist eine gute Chance, etwas über die Pollen-, Staub- oder Chemiebelastung der Luft zu lernen, beispielsweise nach dem Lüften oder nach dem Einsatz von Reinigungsmitteln. Allerdings würde ich mir hier detailliertere Statistiken wünschen. 

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