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E-Scooter: So kauft Ihr den richtigen Roller

Best E Scooters
© Xiaomi

E-Scooter bevölkern längst zahlreich unsere Straßen. Zumeist handelt es sich dabei um Leih-Roller. Wollt Ihr Euch selbst einen zulegen, gilt es, eine Menge Dinge zu beachten. Wir wollen Euch ein paar tolle Modelle empfehlen – und erklären Euch alles, was Ihr beim Kauf im Blick behalten müsst!

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  Eine Auswahl in Deutschland erhältlicher E-Scooter mit Straßenzulassung
Produkt Xiaomi Mi Electric Scooter 1S Ninebot KickScooter MAX G30D II Xiaomi Mi Scooter Pro 2 Streetbooster One Bluewheel 10"
Abbildung Xiaomi Mi Electric Scooter 1S von der Seite Ninebot KickScooter MAX G30D II von der Seite Xiaomi Mi Scooter Pro 2 von der Seite Streetbooster One von der Seite Bluewheel 10 von der Seite
Preis 424,99 Euro 779,99 Euro 756,39 Euro 699,00 Euro 539,00 Euro
Gewicht 12,5 kg 19,5 kg 14,2 kg 13,5 kg 13,5 kg
Traglast 100 kg 100 kg 100 kg 106,5 kg 120 kg
Maße 113 x 43 x 118 cm 119,5 x 60 x 21 cm ‎113 x 49 x 118 cm 110 cm x 43 cm x 117 cm Ungefaltet: 108,6 x 44 x 117,2 cm  Gefaltet: 108,6 x 44 x 45,9 cm
Motor 300 Watt 350 Watt 300 Watt 350 Watt 350 Watt
Bremsentyp Hinterradbremse, Vorderradbremse Vorderradbremse Vorderradbremse Scheibenbremse hinten, elektrisch vorne Triple-Bremssystem
Ladezeit 5 Stunden 6 Stunden 8 Stunden 5 Stunden 3-4 Stunden
Max. Reichweite 30 km 65 km 45 km 30 km 25 km
Geschwindigkeit 20 km/h 20 km/h 20 km/h 20 km/h 20 km/h
Reifen 8,5 Zoll Luftreifen 10 Zoll Luftreifen 8,5 Zoll Luftreifen 8,5 Zoll Luftreifen 10 Zoll Luftreifen
Display Ja Ja Ja Ja Ja
Smartphone-Halterung nur im teureren Bundle Ja
Zum Angebot*

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E-Scooter kaufen ist einfach. Weniger einfach ist es, durchzublicken, ob so ein Gefährt technisch auf der Höhe ist und ob Ihr es überhaupt im Straßenverkehr nutzen dürft. Damit Ihr da den vollen Durchblick habt, nehmen wir Euch hier heute an die Hand und klären alles, was Ihr vor dem E-Scooter-Kauf wissen müsst.

Die E-Scooter in unserer Tabelle haben wir allesamt nicht selbst getestet. Wir haben Übersichten und Testberichte der Kollegen gewälzt und auf dieser Basis einige Modelle ausgewählt, die allesamt empfehlenswert sind und auf hiesigen Straßen genutzt werden dürfen. Lasst uns in den Kommentaren gerne wissen, ob wir uns künftig auch an eigene Testberichte von E-Scootern heranwagen sollen. 

Inhalt:

Der untere Teil des Navee-E-Scooters
Der Navee N65 E-Scooter gehört ebenfalls in den Xiaomi-Fuhrpark. / © geekbuying

Merkmale, auf die Ihr beim Kauf eines E-Scooters achten müsst

Wer darf einen E-Scooter fahren?

Grundsätzlich darf in Deutschland jede Person ab 14 Jahren einen E-Scooter fahren. Bedenkt dabei, dass die Regelungen in jedem Land voneinander abweichen. In Frankreich beispielsweise ist das Fahren schon ab 12 Jahren erlaubt. Einen Führerschein benötigt Ihr nicht, allerdings eine Versicherung. Die Plakette bekommt Ihr flott beim Versicherer (das geht schnell, oft könnt Ihr sie direkt mitnehmen). Mit etwas Glück gibt es sie aber auch schon am Scooter direkt beim Händler. Denn viele Modelle werden bereits mit aktiver Versicherung an den Mann und an die Frau gebracht.

Mann fährt den E-Scooter auf einer Brücke
Achtet darauf, E-Scooter wie den Ninebot MAX G30D II mit Helm zu fahren. / © Nintebot

 

Denkt bitte daran, dass Ihr den E-Scooter nur mit einer Person nutzen dürft. Eine Helmpflicht gibt es nicht, aber im eigenen Interesse solltet Ihr unbedingt dennoch einen tragen. Jugendliche sollten zudem zu Knie- und Ellenbogenschonern greifen.

Wo dürft Ihr mit dem E-Scooter fahren?

Ganz wichtig beim E-Scooter-Kauf: Achtet darauf, ob der smarte Roller eine Straßenzulassung für Euer Land hat. Lest dazu unbedingt auch den nächsten Punkt. Das gilt zumindest dann, wenn Ihr auf den öffentlichen Straßen herumdüsen wollt. Solange Ihr nur auf privatem Gelände Eure Runden dreht, ist diese Zulassung nicht notwendig. 

Wenn Ihr einen E-Scooter mit Straßenzulassung besitzt, dürft Ihr auf Radwegen mit bis zu 20 km/h fahren. Ist kein Radweg vorhanden, dürft Ihr auch auf die Straße ausweichen. Auf dem Gehweg ist das Fahren nur in dem Fall erlaubt, dass Ihr maximal 12 km/h schnell fahrt!

Was bedeutet überhaupt "Straßenzulassung"?

Wie bereits erwähnt benötigt Ihr einen E-Scooter mit Straßenzulassung, damit Ihr am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen dürft. Wir bröseln jetzt auf, was es damit auf sich hat. Zunächst einmal müssen die Fahrzeuge erst einmal ein paar Anforderungen erfüllen, damit sie unter die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung fallen. Dabei handelt es sich um folgende fünf Punkte:

  • Maximales Gewicht des Fahrzeugs (ohne Fahrer:in) von 55 kg
  • Maximale Leistung von 500 Watt
  • Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h
  • Eine Lenk- oder Haltestange
  • Maximalmaße von 700 mm Breite, 1400 mm Höhe und 2000 mm Länge

Für die Straßenzulassung müssen dann auch mehrere Dinge gegeben sein. 

  • Ihr benötigt eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) und eine Versicherungsplakette
  • Ihr braucht eine Kennzeichnung mit Fabrikschild und Fahrzeug-Identifizierungsnummer
  • Licht und Rückstrahler
  • Zwei voneinander unabhängige Bremsen
  • Glocke oder Klingel
Lenker des Ninebot KickScooter MAX G30D II
Am Lenker findet Ihr stets ein Display vor. / © Ninebot

Wichtige technische Merkmale

Bevor Ihr ein paar hundert Euro in die Hand nehmt, gibt es gleich mehrere technische Daten, die Ihr auf dem Schirm haben solltet. Dazu gehören:

  • Gewicht: In der Regel wiegen E-Scooter etwa zwischen 12 und 15 Kilogramm. Es gibt aber auch massivere, schwerere Modelle um die 20 kg sowie leichte Alternativen, die bei nur 8 kg liegen. Berücksichtigt das Gewicht vor allem dann, wenn Ihr den Roller zum Beispiel jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit in die Bahn wuchten müsst. Apropos Bahn: In dem Fall wäre es auch praktisch, wenn es ein faltbarer Roller wäre. 
  • Traglast: Der Autor dieser Zeilen wird so schnell ganz sicher keinen E-Scooter testen, weil er die Traglast eines solchen Rollers deutlich überbietet. Meistens beträgt diese Traglast 100 Kilogramm, aber es gibt auch Geräte, bei denen Ihr mit 120 Kilogramm noch aufsteigen dürft. Ganz wichtig: Vergesst dabei nicht, dass das Gesamtgewicht ausschlaggebend ist. Hilft Euch also nichts, wenn Ihr 90 Kilo wiegt, aber 15 Kilo Einkäufe im Rucksack dabeihabt. 
  • Akku / Reichweite: Auch ein sehr wichtiges Kriterium bei der Anschaffung. Es wird Euch immer eine maximale Reichweite genannt. In der Praxis werdet Ihr diese aber erfahrungsgemäß nicht erreichen. Höhe der Traglast, eventuelle Steigungen und die gefahrene Geschwindigkeit knabbern gehörig an der Akkuleistung, so dass sie oft deutlich unter der angegebenen Reichweite liegen kann. Berücksichtigt das also vorher, am besten absolviert Ihr entsprechende Testfahrten. Es gibt auch Modelle mit abnehmbarem Akku. Der macht Euch das Leben bei Reparaturen leichter, außerdem könnt Ihr ihn unkomplizierter mit in die Wohnung nehmen zum Laden.
  • Leistung: Bis 500 Watt sind in Deutschland zulässig für E-Scooter. Je mehr Leistung der Roller mitbringt, desto einfacher kommt er auch mit schwereren Personen sowie mit Steigungen zurecht. 
  • Geschwindigkeit: Auf der Straße erlaubt sind in Deutschland 20 km/h, die auch in der Regel von allen Modellen erreicht werden. Es gibt eine Toleranz von zehn Prozent, sodass Ihr theoretisch 22 km/h fahren dürft. Viele E-Scooter können auch schneller fahren. Wichtig dabei: Selbst, wenn Ihr penibel darauf achtet, mit so einem schnelleren Roller nur die erlaubten 20 km/h zu fahren, könntet Ihr bei einer Kontrolle Ärger und sogar einen Punkt in Flensburg bekommen.
  • Reifen: Auf Luftreifen fährt es sich sanfter, Stöße werden abgefedert, aber sie sind auch empfindlicher, wenn Ihr über einen Nagel fahrt etc. Vollgummireifen hingegen fahren sich deutlich ruppiger, sind aber nicht so anfällig. Diese Variante findet Ihr bei den meisten Leih-Scootern in größeren Städten. Achtet auch auf die Größe der Räder: Je größer die Räder sind, desto problemloser könnt Ihr Hindernisse wie Bordsteinkanten bewältigen.
  • Bremsen: Selbstverständlich sind auch die Bremsen eine wichtige Komponente Eures E-Scooters. Zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen sind vorgeschrieben. Dabei habt Ihr die Wahl zwischen mehreren Techniken wie Scheiben- oder Trommelbremsen, oder aber auch elektrisch funktionierende Bremsen.
  • Beleuchtung: Licht ist ohnehin vorgeschrieben, aber Ihr könntet darauf achten, dass das System an den Akku angeschlossen ist und nicht unabhängig davon funktioniert. Auf diese Weise riskiert Ihr nicht, dass Euch zwischendurch das Licht flöten geht. Blinker sind nicht vorgeschrieben, minimieren aber signifikant die Unfallgefahr.

Auf was könnt Ihr noch achten? Ja, es gibt noch weitere Punkte, die in Eure Kaufentscheidung mit einfließen können und auf die Ihr achten solltet. Dazu gehört natürlich auch der Preis. Der bewegt sich zumindest bei den hier vorgeschlagenen Modellen zwischen 400 und 800 Euro. Denkt auch bitte daran, Euch um einen Diebstahlschutz zu bemühen. Hier gibt es auch Software-seitige Lösungen per PIN. 

Alle hier gezeigten E-Scooter besitzen ein eigenes Display. Eine dazugehörige App kann Euch das Leben leichter machen. Außerdem bieten Euch manche Modelle eine Halterung fürs Handy. Da wir schon über den Lenker sprechen: Achtet hier auch bitte darauf, dass er höhenverstellbar ist. Besonders große oder besonders kleine Menschen werden es mir danken!


Ich glaube, damit sind wir durch. Berücksichtigt Ihr alles, was wir Euch an Tipps an die Hand gegeben haben, solltet Ihr in der Lage sein, den richtigen E-Scooter zu kaufen. Jetzt müsst Ihr mir nur noch den Gefallen tun und uns versichern, dass Ihr Euch an die Verkehrsregeln haltet und vorsichtig fahrt. Schließlich wollen wir, dass Ihr auch unsere nächsten Artikel noch bei bester Gesundheit lest!

Besitzt Ihr schon einen E-Scooter oder geht gerade erst auf die Suche? Und habt Ihr schon Erfahrungen mit Leihmodellen? Schreibt es uns in die Kommentare!

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6 Kommentare

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  • Costy Preda vor 1 Tag Link zum Kommentar

    Kennt sich jemand mit dem Reparaturservice für Roller aus? Bitte helfen Sie mir. Ich warte darauf, dass Sie mich auf fb costy Preda oder per E-Mail an [email protected] kontaktieren. Vielen Dank


  • Chris vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Ich hab den Telefunken Synergie S950 mit zehn Zoll Luftreifen und Scheibenbremsen vorne und hinten plus Federung vorne und hinten das vermisse ich bei den meisten die hier gezeigt werden und der fährt sich einfach Klasse ist zwar etwas schwer mit 20kg aber das stört nicht. Den kann ich nur empfehlen die anderen überzeugen mich leider nicht so


  • Deichkind321 vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Also den NinebotMax GD30-2 kann ich absolut empfehlen. Habe nun seit knapp einem Jahr circa 1800km damit gefahren. Er ist sehr hochwertig verarbeitet; man hat nie das Gefühl unsicher unterwegs zu sein. Per App geht es bei Lust und Laune auch mal 30kmh schnell...


  • Ralf Zrenner vor 2 Tagen Link zum Kommentar

    Gibt es eigentlich keine E-Scooter, die eine Traglast größer als 100kg, z.B. bis 120 oder 150 kg haben - oder werden die nur nie getestet?


    • Ulli Drechsel vor 2 Tagen Link zum Kommentar

      Doch, die gibt es, der Velix E- Kick 20 V.2021 ist z.Bsp. so einer. Hab selbst einen seit kurzen. Nicht schlecht, nur er müsste etwas mehr Leistung haben. Am Berg muss man hin und wieder mit nachschreiben helfen.


    • Alice I. vor 2 Tagen Link zum Kommentar

      Doch, die gibt, bis 150 kg ist möglich. VMAX2 und Trittbrett Paul haben z.b. 130 kg Zuladung. Beides richtig gute Fahrzeuge! Verstehe nicht, das ständig der Elektroschrott von Xiaomi beworben wird...

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