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NFC-Anwendungen ohne eigene Tags

Per NFC in Deutschland bezahlen

Bezahlen mit dem Smartphone gewinnt an Fahrt. Google Pay ist endlich offiziell in Deutschland verfügbar, wird aber nur von wenigen Banken unterstützt. boon. ist ein Option, wenn Ihr keine Kreditkarte von einer der wenigen teilnehmenden Banken habt.

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Boon ist eine der wenigen NFC-Lösungen zum Bezahlen via Smartphone. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Ein Nachteil beim Bezahlen mit dem Smartphone geht mit Einschränkungen einher, die die Anbieter vorgeben. Euer Smartphone darf nicht gerootet sein und auch Nutzer einer Custom-ROM bleiben außen vor.

INSTALLIEREN (de.wirecard.boon)

Den Standard zum Bezahlen via NFC haben Visa und Mastercard gemeinsam ausgehandelt. Da die Kreditkarten-Unternehmen beschlossen haben, ab 2019 kein Geld mehr von nicht-NFC-fähigen Terminals anzunehmen, werden wir bis 2018 überall mit NFC bezahlen können. Mehr dazu lernt Ihr in unserem Feature-Artikel zum Thema:

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Aldi Nord hat sich bereits mit NFC-fähigen Terminals ausgerüstet. / © Aldi Nord Bildquelle: Aldi Nord

Kontakte per NFC übertragen

Mit Googles Kontakte-App könnt Ihr problemlos einen Adressbuch-Kontakt an ein anderes Android-Gerät senden. Ruft dazu einfach den Kontakt auf und haltet die Smartphones mit den NFC-Kontaktflächen aneinander. Wenn Ihr das Absendergerät in den Händen haltet, müsst Ihr den Vorgang zusätzlich durch Tippen auf den Bildschirm bestätigen.

Bilder und Dateien dank NFC besonders einfach austauschen

Wie Kontakte lassen sich auch Dateien und Fotos ganz praktisch mittels NFC austauschen. Die Funktion dafür heißt Android Beam und befindet sich im ganz normalen Teilen-Menü. Ihr müsst die Option aber zunächst in den Einstellungen aktivieren. Geht dazu in den Einstellungen im Abschnitt Drahtlos & Netzwerke unter Mehr auf Android Beam und aktiviert die Funktion.

Der Dateiaustausch an sich erfolgt bei Android Beam nicht über NFC, da dies viel zu langsam wäre und seine Reichweite nicht ausreichen würde. Stattdessen erfolgt er via Bluetooth oder Ad-hoc-WLAN, also recht zügig. Ruft einfach in Eurer Galerie-App oder dem Datei-Manager eine Datei auf, drückt den Teilen-Button und wählt Android Beam aus. Haltet dann das Sender-Gerät an das Empfänger-Gerät und tippt auf dem Sender-Gerät auf den Bildschirm. Sobald der Kopiervorgang startet, dürft Ihr die Geräte wieder auf einen Abstand von wenigen Metern bringen.

  • Google Pay startet in Deutschland

Bluetooth-Lautsprecher und Kopfhörer via NFC koppeln

Bei Bluetooth-Lautsprechern wird mittlerweile NFC-unterstützte Kopplung angeboten. Das erspart Euch das mühselige Drücken einer Tastenkombination an den Lautsprechern und der Nutzer muss nicht extra in das Smartphone-Menü wechseln. Inzwischen gibt es ein großes Angebot an NFC-fähigen Bluetooth-Lautsprechern.

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Der Ort des NFC-Chips ist immer markiert. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Haltet für die Kopplung Eures NFC-fähigen Smartphones mit dem Speaker die jeweiligen NFC-Chips nahe aneinander. Anschließend wird Euch das Smartphone fragen, ob Ihr wirklich koppeln wollt. Bejaht, und schon ist der Vorgang abgeschlossen. Das gleiche funktioniert auch mit vielen Bluetooth-Kopfhörern.

NFC-Anwendungen mit eigenen Tags

Woher bekomme ich NFC-Tags?

Damit Ihr NFC-Apps sinnvoll einsetzen könnt, braucht Ihr einen NFC-Chip mit mindestens 137 Byte Speicherplatz – es gibt auch Tags mit mehr Speicher. NFC-Chips bekommt Ihr in unterschiedlichen Shops und Formaten. Es gibt NFC-Tags, die man an Möbel und andere Gegenstände befestigt. Und es gibt welche, die als Schlüsselanhänger verwendet werden können. Es gibt auch NFC-Armbänder und NFC-Visitenkarten, jedoch empfiehlt sich hier eher die Verwendung von QR-Codes, da diese auch von iPhones ausgelesen werden können.

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NFC-Anwendungen werden immer häufiger. / © nextpit Bildquelle: NextPit

WLAN-Verbindung herstellen via NFC

Mit Bordmitteln von Android gibt es die Möglichkeit, die Details eines WLAN-Netzwerks in einen NFC-Tag zu schreiben. Erreichbar ist dieses Feature ab Android 5.0 Lollipop, indem Ihr in der Übersicht der aktuellen Netzwerke lange auf das gewünschte Netz tippt. Wählt jetzt die Option „Schreibe auf NFC-Tag“. Nun müsst Ihr nur noch das WLAN-Passwort eingeben und schon landen alle nötigen Informationen auf Eurem NFC-Tag. Jetzt könnt Ihr die WLAN-Verbindung herstellen, indem Ihr den Tag an den NFC-Chip eines Android-Smartphones haltet. Das funktioniert sogar im Einrichtungsassistenten von Android – nach der erfolgreichen Verbindung müsst Ihr dort allerdings ein zweites Mal auf das gewünschte Netz tippen, sonst fährt der Assistent ohne Online-Funktionen fort.

Aber Achtung: Auf dem NFC-Tag ist das Passwort im Klartext gespeichert. Wer ein NFC-fähiges Smartphone mit entsprechender Lese-App wie NFC-Tools besitzt, kann den Inhalt ohne Probleme auslesen.

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NFC für die Verbindung mit einem WLAN-Netzwerk verwenden. / © Screenshots: nextpit Bildquelle: Screenshots: NextPit

NFC-Tags im Alltag einsetzen: Automatisierung von Aufgaben

NFC-Tags sind kleine Aufkleber oder auch Plastikmünzen, die einen Chip enthalten. Der lässt sich mithilfe von Apps programmieren und sorgt dafür, dass Euer Smartphone bei Berührung bestimmte Aktionen auslöst. Eine beliebte App zum Nutzen von NFC-Tags ist Trigger, und so funktioniert sie:

  • Startet die App NFC Aufgaben-Launcher.
  • Drückt auf das Plus-Symbol und wählt NFC aus.
  • Vergebt einen Tag-Namen und wählt anschließend eine oder mehrere Aktionen aus.
  • Wenn Ihr fertig seid, drückt oben rechts auf Speichern & Schreiben.
  • Berührt nun mit Eurem Smartphone den Tag, um diesen zu schreiben.
  • Drückt jetzt noch auf Fertig, um den Vorgang abzuschließen.
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NFC-Tags lassen sich schnell und einfach programmieren. / © nextpit Bildquelle: NextPit

Das war es. Wenn Ihr jetzt den NFC-Tag mit dem Smartphone berührt, werden die zuvor gespeicherten Aktionen automatisch ausgeführt.

Die Einsatzmöglichkeiten sind grenzenlos: Ihr könnt beispielsweise einen NFC-Tag für zu Hause so programmieren, dass sich Euer Smartphone automatisch mit dem heimischen WLAN-Netzwerk verbindet und Eure Klingeltöne auf laut stellt. Oder ein NFC-Tag im Schlafzimmer sorgt dafür, dass sich Euer Smartphone lautlos schaltet und den Wecker stellt.

Verlasst Ihr das Haus, schaltet Ihr mit dem Tag an der Wohnungstür WLAN ab, aktiviert die automatische Bildschirmsperre wieder, und dreht die Lautstärke auf Maximum. Kommt Ihr ins Büro, schaltet das dortige NFC-Tag Euer Smartphone stumm, aktiviert WLAN wieder und löst die automatische Sperre.

Für mobile Arbeiter wiederum kann es praktisch sein, einen NFC-Sticker am Notebook zu platzieren, der den WLAN-Hotspot des Smartphones aktiviert bzw. deaktiviert. 

Neben Trigger gibt es auch die App-Kombination NFC-Tools und NFC-Tasks, mit der Ihr NFC-Tags mit Aufgaben versehen könnt. Der Funktionsumfang ist ähnlich groß. In beiden Fällen gilt: Auf dem Smartphone muss die App installiert sein, die die Aufgaben dann tatsächlich ausführt. 

INSTALLIEREN (com.wakdev.nfctasks)

INSTALLIEREN (com.jwsoft.nfcactionlauncher)


Wir haben den Artikel im März 2019 auf den aktuellen Stand gebracht. Ältere Kommentare können daher aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen.

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