Pros des Niu XQI3

  • Sehr hoher Fahrspaß dank bis zu 10,8 KW
  • Bequemes Aufladen des Akkus
  • Effiziente Bremsanlage
  • App-Anbindung mit Wireless-Key-Sharing

Contras des Niu XQI3

  • Nur ein Sitzplatz, kein Stauraum oder Helmfach
  • Sitz ohne Polsterung auf Dauer unbequem
  • Street-Version kann im Gelände nicht entsperrt werden
  • Kein Diebstahlschutz via GPS

Niu XQI3: Preis und Verfügbarkeit

Ziehen wir das Pflaster direkt zu Beginn ab: Für das Niu XQI3 zahlt Ihr hierzulande 4.499 Euro. Zusätzlich müsst Ihr das E-Dirtbike versichern, wenn Ihr damit am Straßenverkehr teilnehmen müsst. Erhältlich ist das E-Dirtbike dabei in drei Farben bei verschiedenen Händlern in Deutschland. Alternativ könnt Ihr es Euch auch liefern lassen und selbst zusammenbauen.

XQI3 bereit fürs Gelände

  Design and Build Quality
Größe
  • Gesamt: 1,99m x 0,8 m x 1,04 m Sitzhöhe: 87,5 cm Bodenfreiheit: 23,7 cm Radstand: 127 cm
Gewicht
  • Gesamt: 76 kg Akku: 15,4 kg
Reifen
  • Vorne: 70/100-19 Offroad-Reifen Hinten: 70/100-20 Offroad-Reifen

Mit dem XQI3 scheint Niu wirklich den Geschmack vieler Menschen getroffen zu haben! Im Testzeitraum wurde ich teilweise mehrmals am Tag auf das E-Dirtbike angesprochen, das uns der Hersteller in der schwarzen Farbvariante zugeschickt hat. Alternativ gibt’s noch eine lilane und eine gelbe Variante. Immer handelt es sich beim XQI3 aber um ein vergleichsweise schlankes und kleines Motorrad, das mit seinen großen Reifen agiler daherkommt als die meisten E-Roller. Ziehen wir zu denen nochmal einen Vergleich.

Denn das Fahrgefühl beim XQI3 ist noch einmal anders als bei einem E-Roller. Da es diese in Großstädten zuhauf zur Miete gibt, kann es gut sein, dass Ihr schonmal eine E-Schwalbe oder sogar ein Modell von Niu gefahren seid. Beim XQI3 setzt Ihr Eure Füße allerdings nicht auf ein Trittbrett vor Euch, sondern platziert sie auf einklappbaren Stützen rechts und link an der Seite des Motorrads. So entsteht ein echtes Motorrad-Feeling, das mir persönlich deutlich besser gefällt als die Stuhl-Sitzhaltung beim Roller.

Ein modernes schwarzes Elektromotorrad, das auf einer Straße mit Bauarbeiten im Hintergrund geparkt ist.
Zieht viel Aufmerksamkeit auf sich: Das Niu XQI3!
Quelle: nextpit
Nahaufnahme des Lenkers und Scheinwerfers eines Motorrads, in einer natürlichen grünen Umgebung.
Hier nochmal die Lenkereinheit im Gesamten.
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Nahaufnahme eines Motorradscheinwerfers mit Sonnenlicht, das durch Bäume im Hintergrund scheint.
Die Lichtanlage kombiniert einen LED-Ring als Tagfahrlicht und einen Scheinwerfer mit Fernlicht.
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Vogelperspektive auf einen Fahrradlenker mit Spiegeln und einem Armaturenbrett.
Der Lenker ist angenehm breit und bequem. Die Spiegel sind allerdings ein wenig klein.
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Nahaufnahme eines Fahrradlenkers mit Steuerungsschaltern für Lichter und Hupe.
Die linken Bedienelemente lassen sich mit Handschuhe nicht immer gut bedienen.
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Nahaufnahme eines Fahrradlenkers mit Steuerknöpfen und Griffen.
Der Schutzmechanismus schaltet das Dirtbike ab, wenn Ihr runterfliegt.
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Nahaufnahme eines Motorradlenkercontrols mit einem roten und einem grünen Knopf.
Die rote LED wird grün, wenn das XQI3 fahrbereit ist.
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Eine Person hält einen schwarzen NFC-Tag in der Nähe eines Geräts mit einem grünen Kabel und einem NFC-Leser.
Besonders praktisch: Die NFC-Fläche vorne am Sitz.
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Nahaufnahme eines Motorradblinkers mit Sonnenlichtreflexion.
Praktisch: Die Blinker seht Ihr auch vom Fahrersitze aus.
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Nahaufnahme eines Schlüssellochs und Bedienfelds an einem Fahrzeug.
Einen herkömmlichen Schlüssel liefert Niu mit. Ihr braucht ihn etwa, um den Sitz ohne Akku zu entnehmen.
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Nahaufnahme eines schwarzen Metallpanels mit drei beleuchteten Indikatoren.
Die Elemente an der Seite des E-Dirtbikes können Leuchten – leider haben wir nicht herausgefunden, wann sie das tun.
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Nahaufnahme eines Fahrraddisplays, das Geschwindigkeit, Batteriestand und Navigationsoptionen anzeigt.
Besonders überzeugte im Test das Display mit seinen vielen Informationen und der guten Ablesbarkeit auch bei Sonnenschein.
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Rückansicht eines Motorrads mit dem Kennzeichen u0027699 AAAu0027.
Muss bei der Street-Version dabei sein: Ein Nummernschild.
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Nahaufnahme eines Motorradmotorverkleidung mit sichtbarem Kabel und Komponenten.
Der E-Motor ist leistungsstark, riegelt aber bei etwa 48 km/h ab.
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Nahaufnahme eines Motorradmotors und einer Fußraste, die mechanische Details zeigt.
Niu vertraut auf eine Kette statt einen Keilriehmen.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme einer Fahrradscheibenbremse und Kette, die metallische Komponenten und Speichen zeigt.
Die Bremsanlage verzögert sehr zuverlässig. Im Straßenverkehr bewegten wir uns daher gefühlt sehr sicher.
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Nahaufnahme eines hinteren Federungssystems an einem Elektrofahrrad mit einer gelben Schraubenfeder und elegantem Design.
Sowohl das Vorder- als auch das Hinterrad sind gefedert.
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Nahaufnahme eines Fahrzeugabzeichens mit der Aufschrift u0027XQ13u0027 auf einer dunklen Oberfläche mit Sonnenlichtreflexionen.
Niu platziert kleine Details am E-Dirtbike.
Quelle: nextpit

Ein großer Nachteil ist dabei allerdings, dass es weder ein Helmfach noch zusätzliche Trittstützen für eine zweite Person gibt. Das Niu XQI3 ist daher nur für eine Person geeignet, die laut Datenblatt auch nur maximal 100 kg wiegen darf. Zusammen mit dem leichten Gewicht von 75 kg des E-Bikes selbst ergibt sich ein vergleichsweise leichtes Gesamtpaket. Das wird später noch einmal relevant, wenn wir über das Fahrgefühl sprechen.

Erstmal geht es um die Startmöglichkeiten, die vielfältiger kaum sein könnten. Der Niu-Lieferant übergab mir zwei Airtag-große NFC-Chips, eine Schlüsselkarte im Kreditkartenformat sowie zwei Schlüssel für das E-Bike. Hinzu kommt ein magnetischer Schlüsselanhänger, den ich erst einmal nicht zuordnen konnte. Eine etwa einstündige Recherche verriet mir dann, dass dieser Magnetanhänger am rechten Griff des XQI3 platziert werden muss – sonst bewegt sich das E-Dirtbike keinen Meter. Kauft Ihr das Bike, bekommt Ihr eine Schnellstartanleitung dazu, die mir erst fehlte.

Der Magnet ist eine Art Killswitch, den man sich beim Fahren um das Handgelenk binden soll. Das ist gerade im Gelände relevant, da das XQI3 so kein „Gas“ mehr annimmt, wenn der Fahrer vom Motorrad fliegt. Im Straßenverkehr ist das ein wenig nervig, da man immer an den Magneten denken muss. Praktisch daher, dass Niu noch einen Ersatzmagneten unter dem Sitz verstaut. So stellt der Hersteller sicher, dass immer gefahren werden kann.

Anschalten lässt sich das XQI3 also sowohl kontaktlos als auch über einen Schlüssel. Die Zündung befindet sich rechts seitlich am E-Bike und öffnet beim Linksdrehen auch das Schloss, das den Sitz mit dem Rahmen verbindet. So können wir es auch dann öffnen, wenn der Akku entnommen oder komplett leer ist.

Stichwort Akku entnommen: Hier ist das XQI3 wirklich komfortabel. Denn wir können den rund 15 kg schweren Akku entnehmen, um ihn in der Wohnung zu laden. Bei Mehrfamilienhäusern wie bei mir ist das äußerst praktisch. Einziges Manko an dieser Idee ist, dass Niu recht wenig Platz für das Kabel des Akkus lässt. Nach nur 120 km und einigen Vorbesitzern ist das Kabel schon deutlich zerkratzt, da man beim Entnehmen des Akkus nie so genau weiß, wo man es hinbiegen soll. Das Ladegerät stecken wir dann in eine handelsübliche Steckdose. Da gehen wir später nochmal drauf ein.

An dieser Stelle möchte ich auf zwei Nachteile eingehen. Zum Einen waren die Bedienelemente am Lenker mit Handschuhen nur schwer zu bedienen. Damit meine ich vor allem den Blinkerschalter, dazu aber gleich nochmal mehr. Zum Anderen ist der Sitz des XQI3 ungepolstert, was bei längeren Fahrten unangenehm wird. Kurz gesagt: Nach einem Tag mit 50 km durch Berlin tat mir ziemlich der Hintern weh. Hier sind E-Roller deutlich bequemer.

Niu-App bringt weitere Funktionen

  Software
Diebstahlschutz
  • Alarmanlage bei Bewegung
Smarte Features
  • Key-Sharing via Smartphone Stoppuhr für Rundenzeigen Ultra-Boost-Modus GPS-Fahrtaufzeichnung via Smartphone

Das XQI3 kommt mit einer App-Anbindung und verbindet sich via Bluetooth mit Eurem Smartphone. Dieses übernimmt dann entweder die Rolle als GPS-Sender, um Fahrten aufzuzeichnen. Es kann aber auch Eigenschaften so wie die Alarmanlage oder den „Wild-Modus“ aktivieren und fungiert als Schlüssel, da es bei Niu wohl nie genug Schlüsselmöglichkeiten geben kann.

Smartphone-Anzeige der XQi3 Street-App mit einem schwarzen Elektromotorrad und Fahrdaten.
Die Niu-App führt das XQI3 bereits.
Quelle: nextpit
Mobile-App-Oberfläche zeigt XQi3 Street-Motorrad mit Batterielebensdauer: 50KM und Batteriestand: 72%.
In Eurer Garage wird die Restreichweite angezeigt.
Quelle: nextpit
Smartphone-Bildschirm zeigt die NIU-App-Oberfläche mit Fahrtdetails und Funktionen.
Scrollt Ihr auf der Startseite nach unten, könnt Ihr auch den Support erreichen.
Quelle: nextpit
Smartphone-Bildschirm zeigt Fahrzeugeinstellungen für das Modell XQi3 Street.
Über OTA-Updates kommen neue Funktionen auf das XQI3.
Quelle: nextpit
Smartphone-Bildschirm, der Optionen für u0027Schlüssel und Freigabeu0027 zur Verwaltung von Fahrzeugmitgliedern und NFC-Schlüsseln anzeigt.
NFC-Keys und andere Niu-Apps könnt Ihr in der App verwalten.
Quelle: nextpit
Handy-Bildschirm zeigt Einstellungen zur Empfindlichkeit des Vibrationalarmes mit Optionen für Nah, Mittel und Hoch.
Praktisch: Ihr könnt die Empfindlichkeit des Alarmsystems anpassen.
Quelle: nextpit
Smartphone-Bildschirm mit Einstellungen für u0027Wild Modeu0027 und u0027Seitenständer-Sensor-Parkfunktionu0027.
Als Einstellungsmöglichkeiten könnt Ihr den Wild-Modus aktivieren. Er macht das Dirtbike allerdings nicht schneller.
Quelle: nextpit

Sehr cool finde ich dabei die Idee, dass wir das Gerät an andere Niu-Apps freigeben können. So ließe sich etwa ein Ridesharing realisieren, bei denen andere Zugang zum Motorrad bekommen, wenn sie ihn brauchen.

Ein Versäumnis finde ich, dass Niu keinen GPS-Chip im XQI3 integriert. Zwar lassen sich Fahrten aufzeichnen, das Smartphone fungiert dabei aber als drahtloses GPS-Dongle. Eine Ortungsfunktion am Bike selbst würde auch einen zusätzlichen Diebstahlschutz bedeuten. So bleibt nur ein eher unsicherer und leiser Alarmton sowie das Lenkerschloss zur Sicherung des Bikes.

Leistung: XQI3 bietet fast 15 PS

  Performance
Motorleistung
  • Standard: 8.000 W Ultra-Boost: 10.800 W
Geschwindigkeit
  • Sportmodus: 45 km/h Eco-Modus: 25 km/h
Bauteile
  • Bremsanlage: 220mm Scheibenbremsen KKE-Federung, vorne und hinten anpassbar

Dass das XQI3 ohne Stauraum und mit einem einzelnen Sitzplatz nicht unbedingt praktisch ist, haben wir bereits geklärt. Und somit muss das E-Dirtbike zumindest sehr viel Spaß bringen, um seinen Preis von knapp 4.500 Euro zu rechtfertigen. Und Fahrspaß gibt es tatsächlich zu genüge.

Ganz grundlegend gibt es zwei Fahrmodi, die sich als „Sport“ und „Eco“ schon ganz gut selbst erklären. Der Eco-Modus drosselt die Beschleunigung und leider auch die maximale Geschwindigkeit auf 25 km/h. Im Stadtverkehr ist das recht unpraktisch, daher habe ich das E-Dirtbike zu 95 Prozent im Sportmodus betrieben. Mit diesem fährt das XQI3 maximal 48 km/h und kommt da dank des kraftvollen Elektromotors auch recht schnell hin.

Standardmäßig liefert dieser 8.000 W, was ungefähr 11 PS entspricht. Da Elektromotoren das Drehmoment aber direkt verfügbar machen, ist die Beschleunigung nicht mit herkömmlichen Rollern zu vergleichen. Die maximale Geschwindigkeit erreicht das XQI3 im Sportmodus in etwa vier Sekunden und so ist man in der Regel der Schnellste im Ampelrennen. Wem das nicht reicht, der hat noch zwei Optionen:

Einmal lässt sich über die Tasten am Lenkrad ein „Ultra Boost“ aktivieren, der dem Motor kurzzeitig 10,8 KW also etwa 15 PS entlockt. Einen kompletten Launch aus dem Stand konnte ich dabei kaum durchführen, da der Vorderreifen den Kontakt zum Boden (siehe Titelbild) verliert. Schwerere oder geübtere Fahrer  – ich wiege so knapp 70 kg – kriegen das aber vielleicht hin.

In der Niu-App gibt es dann noch einen „Wild“-Mode, der das Beschleunigungsverhalten noch einmal verändert. Dadurch nimmt der Gashebel Eingaben direkter an und die Beschleunigung liegt irgendwo zwischen Sport und Boost. Dieser Modus kann allerdings schnell gefährlich werden. Niu selbst gibt beim Aktivieren eine Warnung aus. Im Test fiel in diesem Modus vor allem mit Handschuhen auf, dass Vorsicht geboten ist.

Denn der „Gashebel“ am rechten Lenkergriff ist sehr leichtgängig. Auf Kopfsteinpflaster kam es so dazu, dass der unebene Untergrund zu ungewollten Beschleunigungen führt, was durchaus gefährlich werden kann. Durch das schwammigere Gefühl beim Gasgeben durch die Handschuhe kam es zudem einige Male vor, dass ich beim Bremsen Gas gegeben habe. Im regulären Sportmodus kam das nicht vor.

Generell finde ich die Bedienelemente am Niu XQI3 verbesserungswürdig. Neben dem zu leichtängigen Gashebel ist es vor allem der Blinkerschalter, der im Test frustrierte. Mit Handschuhen muss man sehr drauf achten, den Blinker auch tatsächlich zu aktivieren. So kam es im Testzeitraum einmal dazu, dass ich beim Abbiegen noch mit der Aktivierung des Blinkers beschäftigt war und fast einen E-Scooter-Fahrer rechts neben mir übersah. Schulterblick sei Dank ist nichts passiert, aber Bedienelemente bei einem Motorrad sollten zu 100% zuverlässig sein.

Fürs Gelände gibt es das Niu XQI3 auch noch in einer reinen Wild-Version. Diese erreicht Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h und bietet mehr Leistung. Leider kann man das getestete Street-Modell hierzulande nicht entsperren. Das wäre praktisch und ist laut YouTube-Videos in anderen Ländern möglich.

Ein mir unerklärliches Verhalten will ich Euch im Rahmen dieses Tests noch schildern: Am längsten Testfahrten-Tag kam es auf den letzten fünf Kilometern dazu, dass sich das E-Dirtbike immer mal wieder in den Parkmodus schaltete. Im Straßenverkehr ist das sehr kritisch, da man zum Stillstand kommen und beide Bremsen drücken muss, um den Gang wieder einzulegen. Einen Bedienfehler kann ich dabei soweit ausschließen – ich vermute, dass unser Testmodell hier irgendein Fehlverhalten gezeigt hat. Nach dieser Fahrt kamen die Fehler nicht mehr vor.

Reichweite und Ladezeiten des XQI3

  Akku
Reichweite
  • Maximal 80 – 90 km
Aufladen
  • 5,3 Stunden

Hersteller Niu gibt die Reichweite des XQI3 mit 80 bis 90 km an. Dabei bezieht sich der Hersteller vermutlich auf die Nutzung des Eco-Modus, der die Geschwindigkeit auf 25 km/h beschränkt. Der fahrintensivste Tag in unserem Testzeitraum betrug etwa 50 km und zog den Akku von 100% auf 18 Prozent herunter. Bis ich mit dem Motorrad stehen geblieben wäre, hätte ich also ungefähr eine Strecke von 60 km zurücklegen können.

Nahaufnahme des E-Bike-Batteriefachs mit sichtbarem Akku.
Wollt Ihr den Akku rausnehmen, könnt Ihr den Sitz abnehmen. Er ist dann nochmal gesichert.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme eines schwarzen Geräts mit orangefarbener Strap und strukturiertem Sockel.
Da wenig Platz am Akku ist, verkratzt das Kabel relativ schnell.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme eines schwarzen Steckers mit Schutzkappe an einem Gerät.
Der Ladeanschluss ist genau derselbe wie beim Motorrad selbst.
Quelle: nextpit
Eine Draufsicht auf eine Batterie und ein Ladegerät, die durch ein Kabel auf einer braunen Oberfläche verbunden sind.
Das Ladegerät könnt Ihr bequem in der Wohnung lagern. Oder natürlich in der Garage und müsst den Akku dann nicht entnehmen.
Quelle: nextpit
Ein 72V Li-Ionen-Batterieladegerät mit schwarzem Gehäuse und Stromkabel, auf einer Holzoberfläche platziert.
Das Ladegerät verfügt über Lüfter, da es bei langen Ladezeiten recht heiß wird.
Quelle: nextpit

Das ist geringer als die vom Hersteller angegeben Reichweite. Allerdings ist zu erwähnen, dass ich das XQI3 hauptsächlich im Sportmodus und einige Zeit sogar im Wild-Modus bewegt habe. In Berlin fährt man zudem ständig neu an, da man an Ampeln steht. Somit finde ich die Reichweite des XQI3 von mindestens 60 km bei voller Ladung wirklich zufriedenstellend.

Eine vollständige Aufladung des Akkus mit 2304 Wh nimmt ein wenig über fünf Stunden in Anspruch. Bei meiner Fahrweise würden 60 km folglich etwa 80 Cent kosten. Das XQI3 ist also ein besonders günstiges Stadtgefährt. Wer über ein Balkonkraftwerk oder sonstige Solarlösungen lädt, fährt natürlich umsonst.

Für wen lohnt sich das Niu XQI3?

Das XQI3 ist als elektrisches Dirtbike mit Straßenzulassung ein absolutes Nischenprodukt. Sowohl Funktionsumfang, Verarbeitung, die Nutzungserfahrung als auch der Spaßfaktor konnten mich im Test überzeugen. Ohne Motorradführerschein und ohne Zusatzstunden zum Fahren von 125ern ist das XQI3 die „motorradigste“ Erfahrung, die ich im Straßenverkehr bislang machen konnte. Und das macht wirklich Lust auf mehr!

Gerade deshalb ist es aber auch schwer, einen Kauf im Vergleich zu anderen E-Rollern oder E-Motorrädern zu rechtefertigen. Michael Büttner hat für Inside Digital auch noch ein leistungsstärkeres E-Motorrad von Niu getestet. Sobald sein Artikel online ist, verlinke ich ihn an dieser Stelle noch einmal. Ich will ihn aber trotzdem schonmal für die Einschätzung erwähnen.

Denn so spaßig die Testtage mit dem Niu XQI3 auch waren, ein wirklicher „Sinn“ wollte sich mir dabei nie so richtig erschließen. Anders als bei einem E-Roller kann ich hier niemanden mitnehmen. Im Vergleich fehlt es an einem Helmfach und Modelle wie der Unu Scooter Move, den ich vor einigen Jahren mal testen konnte, bieten Reichweiten von bis zu 120 km und sind mit Preisen um 3.000 Euro noch einmal günstiger.

Als Spaßgefährt ist das XQI3 mit seiner Begrenzung auf 45 km/h vielen dann womöglich doch zu langsam. Ein Argument für das XQI3 wären die Offroad-Möglichkeiten, wenn wir das Dirtbike auf Privatgelände in das Wild-Modell umwandeln könnten. Das geht aber leider nicht und so bleiben Leistung und Geschwindigkeit im Offroad-Einsatz begrenzt.

Wer aber genau danach sucht: Nach einem E-Motorrad, das sich mit Führerscheinklasse B ohne Zusatzstunden als Roller-Ersatz fahren lässt, dem kann ich das XQI3 absolut empfehlen!

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