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Mit dem Xiaomi 14 Ultra zum perfekten Selfie: Portrait-Feature in 1 Minute

nextpit xiaomi 14 ultra ai portrait hero
© nextpit

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Das Xiaomi 14 Ultra bringt ein bislang wenig beachtetes Feature mit. Mit der "AI Portrait"-Funktion könnt Ihr das Smartphone mit Fotos aus Eurer Bildergalerie auf Euer Gesicht trainieren und anschließend mit künstlicher Intelligenz nahezu beliebige Selfie-Bilder generieren. nextpit hat das Feature bereits ausprobiert und ist zu gleichen Teilen begeistert und erschreckt. 

Inmitten der ganzen Superlative rund um die neue Kamera im Xiaomi 14 Ultra (Kurz-Test) und seiner kleinen Schwester Xiaomi 14 (Test) ist ein Feature beinahe untergegangen: Ihr könnt über das Smartphone ein KI-Modell auf Euer Gesicht trainieren und anschließend per Text-Eingabe weitere Selfies "fotografieren". Ein Selfie am Strand, im Urwald oder auf dem Mond? Kein Problem.

So generiert Ihr KI-Portraits mit dem Xiaomi 14 Ultra

Der erste Schritt besteht darin, ein KI-Modell auf Euer Gesicht zu trainieren. Dazu benötigt Ihr 25 bis 35 Fotos von Euch – mindestens. Denn von meinen im Messetrubel geknipsten Selfies hat das Xiaomi 14 Ultra rund zwei Drittel wegen mangelnder Qualität aussortiert. Nach einer Selfie-Orgie hat es dann aber irgendwann geklappt, und der "Ok"-Button, dass mein KI-Modell berechnet werden könne, leuchtete Grün.

Xiaomi 14 Ultra: Training des KI-Modells mit Selfies
Für das Training des KI-Modells braucht Ihr einen Haufen Selfies – und etwas Geduld. / © nextpit

Dann allerdings erst einmal eine Ernüchterung: Es dauere nun rund zwei Stunden, bis das KI-Modell einsatzbereit sei, rechnet mir das Smartphone vor. Was hier exakt so viel Zeit frisst und ob das zur breiten Verfügbarkeit auch so sein wird, ist leider nicht bekannt. Jedenfalls wird das KI-Modell in der Cloud trainiert, und auch die Berechnung der finalen Bilder findet nicht lokal statt. Womöglich sind die Xiaomi-Server hier schlicht noch nicht ausgebaut.

KI-generierte Selfies auf dem Xiaomi 14 Ultra
Ein Hauch von Spaceballs: Mit dem Xiaomi 14 Ultra könnt Ihr nahezu beliebige Selfies von Euch generieren, habt Ihr das KI-Modell einmal trainiert. / © nextpit

Jetzt die gute Nachricht: Habt Ihr das KI-Modell einmal auf Euer Gesicht trainiert, dann klappt das Generieren der Fotos ziemlich schnell. Nach der Eingabe eines Prompts in die entsprechende Eingabemaske dauert es etwa 30 bis 40 Sekunden, bis das Xiaomi 14 Ultra vier Fotos für Eure Eingabe generiert hat. Gefällt Euch ein Bild besonders gut, könnt Ihr in 10 bis 15 Sekunden auch noch eine hochauflösendere Version generieren lassen. Die Standardauflösung beträgt 576 x 768 Pixel, die hochauflösende Version hat 1.152 x 1.536 Pixel. Der letzte Schritt ist einfach: Klickt auf den Download-Button, um das Bild in Eurer Fotogalerie zu speichern.

KI-Portraits: Möglichkeiten und Bedenken

Die Qualität der resultierenden Fotos ist beachtlich gut – auch angesichts der Tatsache, dass alle Trainingsbilder mit der gleichen Kleidung und unter identischen Lichtverhältnissen entstanden sind. Klar, man erkennt zumindest auf den zweiten Blick noch, dass die Fotos nicht echt sind – auch weil ich nachgewiesenermaßen noch nie auf dem Mond war.

Die Möglichkeiten sind zudem, zumindest derzeit, noch relativ eingeschränkt. Fotos mit anderen Personen – beispielsweise Berühmtheiten – lassen sich nicht generieren. Aus meinem Wunsch nach einem Tennismatch gegen Leonard Cohen wurde ein alter Stefan beim Tennisspielen. Auch gibt es noch keine Option, Fotos mit mehreren Personen zu generieren, auf die die KI trainiert wurde. Denn ja, Ihr könnt das Xiaomi 14 (Ultra) auf mehrere Personen trainieren und anschließend immer wieder neue Bilder generieren.

Das wirft gleichzeitig auch Privatsphäre-Bedenken auf. Schließlich lassen sich so auch einfach KI-Bilder ohne Zustimmung der abgebildeten Personen generieren. Klar, Xiaomi hat ein paar Filter integriert, was die möglichen Prompts angeht. Und klar, das Feature ist nicht neu und seit gut einem Jahr per Stablediffusion & Co. umsetzbar. Aber die Möglichkeit, von x-beliebigen Personen – ob's nun der Kollege oder ein Politiker ist – mal eben auf dem Smartphone nahezu x-beliebige Fotos zu "knipsen", ist neu und sehr mächtig.

Dessen ist sich auch Daniel Desjarlais bewusst: "KI wird weitreichende Folgen haben", so der Director of PR and Communications von Xiaomi International im Gespräch mit nextpit. "Aber es ist auch etwas, mit dem Firmen, die es verantwortungsbewusst einsetzen, großartige Ergebnisse erzielen werden". Einen klaren Standpunkt hat Daniel aber auch bei der Bildqualität der Kamera selbst, was KI angeht: "Echte Fotografie ist immer noch am besten."

Mit welchen Smartphones klappt das "AI Portrait"-Feature – und wann?

Das KI-Portrait-Feature wird in den kommenden Wochen per OTA-Update auf das Xiaomi 14 und Xiaomi 14 Ultra ausgerollt werden. Ob die Funktion auf weitere Xiaomi-Smartphones kommen wird – und auf welche –, ist derzeit noch nicht bestätigt.

Was sagt Ihr denn zu dem KI-Portrait-Feature auf den Xiaomi-Smartphones? Spielerei, genial – oder gefährlich? Und was denkt Ihr, wohin all das noch führt? Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

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Zu den Kommentaren (4)
Stefan Möllenhoff

Stefan Möllenhoff
Head of Content Production

Schreibt seit 2004 über Technik und brennt seither für Smartphones, Fotografie, IoT besonders im Smart Home und AI. Ist außerdem ein Koch-Nerd und backt dreimal wöchentlich Pizza im Ooni Koda 16 – macht zum Ausgleich täglich Sport mit mindestens zwei Fitness-Trackern am Körper und ist überzeugt, dass man fast alles selber bauen kann, inklusive Photovoltaik-Anlage und Powerstation.

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4 Kommentare
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  • Olaf 44
    Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ach je. Die ganzen Kiddies und verhinderten Influencer rennen einem ja jetzt schon ständig vor die Motorhaube, weil Ihr Duckface für die aktuelle Insta-Reihe die volle Aufmerksamkeit erfordert. Wie soll das erst werden, wenn Sie sich das Selfie künftig noch vom Smartphone schön rechnen lassen?


    • Stefan Möllenhoff 39
      Stefan Möllenhoff
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Dann rennen sie niemandem mehr vor die Motorhaube, die Selfies kann man dann ja im Keller machen :D


  • Olaf Gutrun 56
    Olaf Gutrun vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Haha ohne scheiss das ging mot dem Nokia 3650 auch, sicher nicht in der Qualität, aber im Ansatz gab es auch so etwas.


    • Stefan Möllenhoff 39
      Stefan Möllenhoff
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ach Gott, ja, diese digitale Version von den Kirmes-Holzwänden mit Loch zum Kopf-durch-Stecken :D :D

      Olaf

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