Die besten Kamera-Smartphones 2021: Die perfekte Knipse für die Hosentasche

Update: Galaxy S21 Ultra, Galaxy A72, OnePlus 9 Pro und Xiaomi Redmi Note 10 Pro ergänzt
Die besten Kamera-Smartphones 2021: Die perfekte Knipse für die Hosentasche

Die Fotoqualität ist zweifelsohne das Hauptkriterium für den Kauf eines neuen Smartphones. 100-facher Zoom, optischer und Hybrid-Zoom, Nachtmodus und mehr – Die Hersteller legen den Schwerpunkt auf Innovation, aber auch auf Elemente der Marketing-Sprache. NextPit zeigt Euch, welche Kamera-Smartphones Ihr im Jahr 2021 ohne Bedenken kaufen könnt.

iPhone13

Zusammenfassung:

Wahl der Redaktion: Samsung Galaxy S21 Ultra, das beste Kamera-Smartphone auf dem Markt

Stand jetzt – exakt nach dem ersten Halbjahr 2021 – ist das Samsung Galaxy S21 Ultra die Krone der Smartphone-Schöpfung, zumindest aus unserem subjektiven Blickwinkel. Wir Redakteur:innen haben uns für diese Liste abgestimmt und sind uns einig: Das Samsung Galaxy S21 Ultra ist nicht nur generell das stärkste verfügbare Smartphone auf dem Markt, sondern zudem auch das mit der besten Kamera. Logisch also, dass wir es hier als unseren Redaktions-Tipp anpreisen:

NextPIT Samsung Galaxy S21 Ultra
Edel, schick und kraftvoll – das Samsung Galaxy S21 Ultra! / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Schickes Design
  • AMOLED-Display mit WQHD+ & 120 Hz
  • Exynos 2100
  • Leistungsstarkes Kameramodul
  • Optischer 10fach-Zoom
  • Gute Akkulaufzeit
  • OneUI 3.1
 

Contra

  • Exynos 2100 nicht leistungsfähiger als Snapdragon 888
  • Ohne Ladegerät
  • Ohne microSD-Anschluss
  • Schnellladung nur mit 25 Watt
  • Der überflüssige S-Pen

Kameramodul des Samsung Galaxy S21 Ultra:

  • Hauptkamera: 108 Megapixel auf 1/1.33” bei f/1.8
  • Ultraweitwinkel: 12 Megapixel auf 1/ 2,55” bei f/2.2
  • Tele: 3-fach mit 10 Megapixel auf 1/ 3,24” bei f/2.4
  • Tele (2): 10-fach mit 10 Megapixel auf 1/ 3,24” bei f/2.9
  • Frontkamera: 40 Megapixel auf 1/ 2,8” bei f/2.2
  • 100-fach-Space-Zoom, Hybrid-Optical-Zoom, 8K Video Snap, Motion View, Regie-Ansicht
  • max. 8K-Video bei 24fps

Im Testbericht sprach ich von einem fast perfekten Frühstart, als das Galaxy S21 Ultra uns früh im Jahr präsentiert wurde. Ob es ein Startzielsieg wird, muss das zweite Halbjahr zeigen, aber aktuell bekommt Ihr auf dem Markt nirgendwo ein Smartphone mit einem vielseitigeren Kamera-Setup.

Die supermoderne Kamera des Galaxy S21 Ultra ist absolut eines der Highlights dieses Spitzen-Smartphones. Neben einem verbesserten 108-Megapixel-Sensor gibt's hier eine Ultraweitwinkelkamera sowie gleich zwei (!) Telekameras. 

So funktioniert das Zoomen mit 10-facher Vergrößerung endlich ohne signifikante Qualitätsverluste und Ihr könnt auf Wunsch auch noch ziemlich brauchbare Ergebnisse mit Samsungs 100-fach-Spacezoom erzielen. Die Kamera ist vielseitig und profitiert zudem logischerweise von allen Kamerafunktionen, die Samsung mit der S21-Serie eingeführt hat.

samsung galaxy s21 ultra review photo zoom day 1
Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten besitzt das Galaxy S21 Ultra einen richtig starken Zoom / © NextPit

Die Kamera würde aber von uns nicht so über den grünen Klee gelobt, wenn lediglich die Teleobjektive so herausragend performen würden und der Rest dagegen deutlich abfiele. Daher wollen wir hier auch noch auf die Hauptkamera und den Sensor für den Ultraweitwinkel hinweisen. 

Bei Tageslicht macht die Hauptkamera exakt das, was wir uns von einem Samsung-Flaggschiff erwarten: Exzellenter Detailgrad, gut verwalteter Dynamikbereich und eine Farbgebung, die den Augen schmeichelt. Die Fokussierung ist zudem viel schneller als bei den Vorgängermodellen. 

Beim Ultraweitwinkel-Objektiv bleibt Samsung bei der Technologie des Vorjahres: Es basiert auf einem 1/2,55"-12-MP-Sensor mit 1,4-µmm-Pixeln und verwendet ein äquivalentes 13-mm-Objektiv mit f/2,2-Blende, das ein 120-Grad-Sichtfeld bietet. Neu ist allerdings, dass Samsung hier im Gegensatz zu den Vorjahresmodellen einen Autofokus aufbietet. 

Die Nachtaufnahmen müssen sich nur denkbar knapp denen des Huawei Mate 40 Pro geschlagen geben und so bleibt unterm Strich ein Gesamteindruck bei den verschiedenen Kameras, den aktuell kein anderes Handset bieten kann. Vielseitiger als beim Galaxy S21 Ultra geht es derzeit nicht, wenn Ihr wert auf eine richtig gute Kamera legt. Für unsere ausführliche Einschätzung dazu und natürlich allem anderen Wissenswerten zu diesem Modell schaut unbedingt in unseren Testbericht rein.

Hier geht's zum Test des Galaxy S21 Ultra

Die besten Alternativen, die NextPit empfiehlt

Nach der redaktionellen Auswahl, die notwendigerweise subjektiv ist und wahrscheinlich nicht allen gefallen wird, gehen wir nun zum Rest der Auswahl über. Es geht nicht darum, hier alle fotoeffizienten Modelle einzubeziehen, sondern sich auf die unserer Meinung nach besten Foto-Smartphones zu konzentrieren.

Huawei Mate 40 Pro: Die Top-Alternative zum besten Kamera-Smartphone

NextPIT Mate 40 Pro
Das Huawei Mate 40 Pro ist nach wie vor ein herausragendes Foto-Smartphone / © NextPit

Rating

Bewertung Design und Handling

Pro

  • 5-facher periskopischer Zoom ohne Detailverlust
  • 50 MP-Hauptlinse, die viel Licht einfängt
  • Ultra-Weitwinkelobjektiv, das Verzerrungen begrenzt
  • Sehr gute Nachtaufnahmen auch ohne Nachtmodus
  • Sehr vielseitiges Kameramodul
 

Kontra

  • Warmer Gesamt-Weißabgleich
  • Fehlende Google-Dienste

 

 

 

Kameramodul des Huawei Mate 40 Pro:

  • Weitwinkel-Hauptlinse 50 MP, f/1,9, 23 mm, 1/1,28", 1,22 µm, PDAF omnidirektional, AF-Laser
  • periskopisches Teleobjektiv 12 MP, f/3,4, 125 mm, PDAF, OIS, 5-facher optischer Zoom
  • Ultra-Weitwinkelobjektiv 20 MP, f/1,8, 18 mm, PDAF
  • Video: 4K bei 30/60 fps, 1080p bei 30/60/120/240/480 fps, 720p bei 960 fps, 720p bei 3840 fps,
  • 13 MP, f/2,4, 18 mm Ultra-Weitwinkel-Selfie-Objektiv
  • 3D ToF-Sensor
  • Video: 4K bei 30/60 fps, 1080p bei 30/60/240 fps

Das Huawei Mate 40 Pro ist meiner Meinung nach immer noch mit das leistungsstärkste Kamera-Smartphone auf dem Markt.

Es bietet das gleiche Kameramodul wie das hervorragende Huawei P40 Pro, mit einer geringeren Auflösung im Ultraweitwinkelbereich (20 MP statt 40 MP). Tatsächlich war ich überrascht, dass ich oft Fotos, die im Ultraweitwinkel aufgenommen wurden, denen im Weitwinkel mit dem 50 MP-Hauptsensor vorgezogen habe.

Das periskopische Teleobjektiv übertrifft nahezu die Konkurrenz und verursacht bei 2-, 5- und 10-facher Vergrößerung fast keinen Qualitätsverlust. Darüber hinaus ist der Rückgang im Detail spürbar, bleibt aber wesentlich besser eingedämmt als bei den Wettbewerbern.

Der Alltag mit einem durch den US-Bann eingeschränkten Huawei-Smartphone ist durchaus machbar, wie ich in meinem EMUI 11-Test erklären konnte. Trotzdem stellt das Fehlen von Google-Diensten für viele Nutzer nach wie vor ein Kaufhindernis dar, dessen bin ich mir bewusst. 

Während es mehr oder weniger die gleiche Leistung wie das P40 Pro aufweist, hat das Huawei Mate 40 Pro den Vorzug, mit dem neuesten, leistungsstärkeren SoC Kirin 9000 sowie einem 90 Hz OLED-Wasserfall-Display ausgestattet zu sein. Deshalb habe ich das Smartphone in diese Liste aufgenommen und nicht das billigere Huawei P40 Pro, das auch einen ToF-Sensor auf der Rückseite hat.

Hier geht's zum Test des Huawei Mate 40 Pro

 

Samsung Galaxy S20 Ultra: Samsungs beste eigene Alternative 

NextPIT Mate 40 Pro
Das Samsung Galaxy S20 Ultra ist die beste Alternative zum Galaxy S21 Ultra aus eigenen Reihen/ © NextPit

Rating

Bewertung Design und Handling

Pro

  • 5x und 10x effektiver Zoom
  • Hauptsensor mit 108 MP
  • 48 MP-Teleobjektiv mit gutem optischen Zoom
  • Effektiver Nachtmodus
  • Vielseitiges Kameramodul
 

Kontra

  • Etwas zu gesättigte Farben
  • Der Hybrid-Zoom x100 ist eine Spielerei

 

 

 

Das Kameramodul des Samsung Galaxy S20 Ultra:

  • 108 MP, f/1,8, 26 mm, 1/1,33", 0,8µm, PDAF, OIS-Weitwinkel-Hauptobjektiv
  • 48 MP, f/3,5, 103mm (Tele-Periskop), 1/2,0", 0,8µm, PDAF, OIS, 4-fach optischer Zoom, 10-fach Hybrid-Zoom
  • 12 MP, f/2,2, 13mm (ultraweit), 1,4µm, superstabiles Video
  • 0,3 MP, TOF 3D, f/1,0, (Tiefe)
  • Video: 8K bis 24fps, 4K bis 30/60fps, 1080p bis 30/60/240fps, 720p bis 960fps
  • 40 MP, f/2,2, 26 mm, 0,7µm, PDAF-Weitwinkelobjektiv mit Selbstauslöser
  • Video: 4K bei 30/60fps, 1080p bei 30fps

Eine Auflösung von 108 Megapixeln auf einem Sensor, wie man ihn noch nie zuvor in einem Smartphone gesehen hatte: Das Samsung Isocell Bright HMX hat eine neue Grundlage geschaffen, zumindest auf dem Papier.

Das Herzstück der Kamera ist der Nachfolger, Samsung Isocell Bright HM1. Anders als der Bright HMX des Mi Note 10 kombiniert dieser Sensor nicht vier, sondern neun Pixel zu einem "Superpixel". Wir sprechen also nicht mehr von Tertracell, sondern von Nonacell in der Marketingabteilung des koreanischen Riesen. Infolgedessen beträgt die Standardauflösung der Galaxy S20 Ultra nicht 27, sondern nur 12 MP.

Oberhalb des 108-Megapixel-Hauptsensors verfügt Samsung über ein Ultra-Weitwinkel-Modul. Die native Auflösung beträgt 12 MP und das Sichtfeld ist mit mehr als 120 Grad eines der größten unter den heutigen Smartphones. Es eignet sich wirklich großartig für Panoramafotos oder kurze Entfernungen vom Motiv.

Das unterste der drei Module ist der berühmte Sony IMX586 48 MP-Sensor mit einem periskopischen Zoom, der eine optische Vergrößerung von 5 x 5 ermöglicht. Dies ist eine weitaus bessere als die durchschnittliche Konfiguration für ein Teleobjektiv. Auf dem Papier ist das Samsung Galaxy S20 Ultra mit den wahrscheinlich beeindruckendsten Daten auf dem heutigen Markt ausgestattet.

Es handelt sich aber auch um ein herkömmliches Weitwinkelobjektiv, das durch Beschneiden des Bildes heranzoomt, um einen optischen Zoom zu simulieren, im Gegensatz beispielsweise zu einem periskopischen Teleobjektiv. Konkreter ausgedrückt: Beim Zoomen erfasst das Teleobjektiv nur ein Viertel des 48 MP-Bildes, das vergrößert werden soll, so dass Ihr am Ende das Äquivalent eines 12 MP-Bildes (48/4=12) erhaltet, das mit einem optischen Zoom aufgenommen wurde.

Solange Ihr nicht über die 5-fache Vergrößerung hinausgeht, ist der Zoom des Samsung Galaxy S20 Plus effektiv und behält eine gute Detailgenauigkeit bei, aber wenn das Smartphone im Grundbild zuschneidet, um Vergrößerungsstufen anzubieten, verliert Ihr Details bei 10-facher Vergrößerung. Der "100-fache" Zoom ist also nichts weiter als ein überflüssiges Verkaufsargument.

Hier geht's zum Test des Samsung Galaxy S20 Ultra

 

iPhone 12 Pro Max: Der Champion der NextPit-Community

NextPIT iPhone 12 Pro
Das iPhone 12 Pro ist das beste Foto-Smartphone von Apple / © NextPit

Hinweis

Bewertung Design und Handling

Pro

- Kameratest ausstehend

 

Kontra

- Kameratest ausstehend

Das Kameramodul des iPhone 12 Pro Max:

  • 12 MP-Weitwinkel-Hauptobjektiv, f/1,6, 26 mm, 1,7µm, Dual-Pixel-PDAF, IBIS-Stabilisierung
  • Teleobjektiv 12 MP, f/2,2, 65 mm, 1/3,4", 1,0µm, PDAF, OIS, 2,5-facher optischer Zoom
  • 12 MP, f/2,4, 120˚, 13 mm, 1/3,6"-Ultraweitwinkelobjektiv
  • ToF 3D-LiDAR-Sensor
  • Video: 4K bei 24/30/60 fps, 1080p bei 30/60/120/240 fps
  • Selfie-Weitwinkelobjektiv 12 MP, f/2,2, 23 mm, 1/3,6" Selfie-Objektiv
  • 3D-Tiefensensor
  • Video: Video: 4K bei 24/30/60 fps, 1080p bei 30/60/120/240 fps

Der Hauptunterschied zwischen dem iPhone 12 Pro und dem iPhone 12 Pro Max liegt in der Größe des Hauptsensors, der beim Pro Max 47 Prozent größer ist. Dieser größere Sensor bietet logischerweise einen besseren Dynamikbereich, eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und eine insgesamt bessere Bildqualität.

Doch das große Highlight des iPhone 12 Pro Max ist nach Meinung meiner Kollegin Julia, dass das iPhone erstmals einen 2,5-fachen optischen Zoom (Apple nennt es einen "5-fachen optischen Zoombereich") und HDR 3 bietet und dank des LiDAR-Scanners auch bei schlechten Lichtverhältnissen beeindruckende Fotos macht.

Ein Unterschied zum 11 Pro Max ist der im Ultraweitwinkel verfügbare Nachtmodus. Mit iOS 14.3 hat Apple auch das neue Apple ProRAW-Fotoformat integriert, das eine gründlichere Nachbearbeitung von iPhone-Bildern mit Depp Fusion usw. ermöglicht.

Tatsächlich behauptet Apple, dass die Leistung des Pro Max bei schlechten Lichtverhältnissen 87 Prozent besser ist als bei älteren Geräten. Die größere physische Größe des iPhone 12 Pro Max hat es auch ermöglicht, den Telezoom auf 65 mm zu erhöhen. Das bedeutet, dass das 12 Pro Max einen sehr großen Zoombereich hat, von 13 mm Ultraweitwinkel bis 65 mm Zoom.

Darüber hinaus verwendet es eine Sensorstabilisierung mittels IBIS oder "In-body image stabilization"-Technologie, die bei herkömmlichen Hybridkameras zu finden ist. Der Sensor kann 5000 Mikroeinstellungen pro Sekunde vornehmen, und diese Stabilisierung bedeutet, dass Ihr bei schwachem Licht bis zu zwei Sekunden freihändig belichten können.

Kürzlich haben wir die NextPit-Community zu einem Blind-Test eingeladen, um Fotos von Smartphone-Kameras zu vergleichen und zu bewerten. Und, was sollen wir sagen: Das iPhone 12 Pro Max hat die komplette Android-Konkurrenz versägt. Grund genug, das iOS-Smartphone hier als High-End-Alternative in die Liste aufzunehmen.

Hier geht's zum Test des iPhone 12 Pro

OnePlus 9 Pro: OnePlus kann endlich Kamera!

NextPIT OnePlus 9
Das OnePlus 9 Pro profitiert von der Zusammenarbeit mit Hasselblad / © NextPit

Rating

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Das Fluid Amoled 120 Hz-Display
  • Snapdragon 888
  • 65 W kabelgebundenes und 50 W kabelloses Laden
  • Das vielseitige Kameramodul
  • Deutliche Fortschritte bei der Bildverarbeitung
  • IP68-Zertifikat
  • Inklusive 65W-Ladegerät
 

Kontra

  • Edles Design, aber zu konventionell
    Der Zoom ist noch zu limitiert
    Der "Gaming Pro"-Modus ist zu "gadgety"

 

 

Das Kameramodul des OnePlus 9:

  • Hauptweitwinkel 48 MP: Sony IMX789, 1/1,43" (Sensorgröße), 2,24μm (Pixelgröße mit 4-in-1-Binning), EIS/OIS, Blende f/1,8, 23 mm äquivalent
  • 50 MP Ultraweitwinkel: Sony IMX766, 1/1,56" (Sensorgröße), Freiformobjektiv, Blende f/2,2, 14 mm äquivalent
  • Teleobjektiv 8 MP: Blende f/2,4, 1,0μm (Pixelgröße)
  • 2 MP monochrom
  • Dual-LED-Blitz
  • Frontkamera: Sony IMX471, 16 MP, f/2.4, 1.0 µm, fixer Fokus
  • Multi-Autofokus: PDAF+CAF für alle Pixel, omnidirektional
  • 8K-Video bei 30 FPS, 4K-Video bei 30/60 FPS
  • Super Slow Motion: 720p bei 480 FPS, 1080p bei 240 FPS
  • Zeitraffer: 1080p 30 FPS, 4K bei 30 FPS

Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass OnePlus hervorragende Smartphones bauen kann. Meistens war es dann aber die Kamera, die nicht ganz mit den Spitzenmodellen der Konkurrenz mithalten konnte. OnePlus hat das erkannt und sich auf die Fahnen geschrieben, jetzt ganz bewusst den Fokus auf die Verbesserung der Kamerasensoren zu legen.

Dafür hat sich der chinesische Hersteller mit Hasselblad eine wahre Kamera-Legende für eine gemeinsame Partnerschaft angelacht. Davon profitiert auch bereits das OnePlus 9 Pro, wobei sich die Zusammenarbeit der Unternehmen in diesem Fall noch auf die Software-Seite beschränkt. 

Das Highlight des 48-MP-Hauptsensors ist die Unterstützung von nativem Dual-ISO, 12-Bit-RAW und DOL-HDR. DOL steht für "Digital Overlay" und bedeutet, dass mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungswerten gemacht und dann kombiniert werden, um den Dynamikbereich zu optimieren. Was Tageslichtaufnahmen angeht, muss ich sagen, dass ich davon begeistert bin, wie souverän die komplexen Dynamikbereiche bewältigt wurden.

Normalerweise kannten wir von früheren OnePlus-Flaggschiffen diese lästige Tendenz, einen Schleier über Aufnahmen zu ziehen, meist aufgrund einer zu aggressiven Glättung. Die KI versuchte unbeholfen, das digitale Rauschen zu reduzieren und eine der entscheidenden Verbesserungen im OnePlus 9 Pro ist das fast völlige Fehlen dieses Schleiers.

Schauen wir uns Nacht- und Weitwinkelaufnahmen an, werden wir feststellen, dass die OnePlus-Kameras eben noch nicht da sind, wo beispielsweise Huawei und Samsung stehen. Auch fällt der Zoom gegenüber den restlichen Kamerafunktionen ab. Aber wir haben es hier auch immerhin mit einem Smartphone zu tun, welches mit einer UVP von 899 Euro teils deutlich unterhalb der stärkeren Konkurrenz liegt. 

Hier geht es zum Test des OnePlus 9 Pro

 

Google Pixel 4a 5G: Die Top-Empfehlung für die Mittelklasse

NextPIT Pixel 4a 5G
Das Google Pixel 4a 5G ist das preiswerteste Fotophone des letzten Jahres / © NextPit

Rating

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Unübertroffene Bildqualität in dieser Preisklasse
  • Spektakulärer NightSight-Modus
  • Doppelbelichtung und Kontrastmanagement
  • Großer Dynamikbereich
 

Kontra

  • Alternder Hauptsensor
  • Begrenzter digitaler Zoom
  • Nicht das vielseitigste Kameramodul

 

 

Das Kameramodul des Google Pixel 4a 5G:

  • Weitwinkelobjektiv 12,2 MP, f/1,7, 27 mm, 1/2,55", 1,4µm, Doppelpixel-PDAF, OIS
  • 16 MP-Ultraweitwinkelobjektiv, f/2,2, 107˚, 1,0µm
  • Video: 4K bei 30/60 fps, 1080p bei 30/60/120/240 fps
  • 8 MP, f/2,0, 24 mm, 1/4,0", 1,12µm Weitwinkel-Selbstauslöser
  • Video: 1080p bei 30 fps

Das Google Pixel 4a 5G ist ein Smartphone, das die Hauptqualitäten des Pixel-Flaggschiffs bietet, jedoch zu einem günstigeren Preis. Google hat der berühmten 12,2-Megapixel-Hauptkamera einen Weitwinkelsensor hinzugefügt, statt eines Teleobjektivs wie beim Pixel 4.

Bei seinem Test des Smartphones stellte mein Kollege Ben fest, dass das Kamera-Duo auf der Rückseite sehr gute bis ausgezeichnete Ergebnisse liefert und Google es schafft, das Leistungsniveau seiner Vorgänger zu halten. Besonders mit dem billigeren Pixel 4a 5G ist es eine wahre Freude, denn für wenig Geld bekommt man viele schöne und gestochen scharfe Erinnerungen.

Die Helligkeit und der Kontrast der Bilder werden separat mit Dual Exposure Management und Weißabgleich gesteuert, wodurch Ihr sowohl die Helligkeit der Bilder als auch die Intensität des HDR-Effekts kontrollieren könnt. Anstatt dem Smartphone einfach zu sagen, dass es den Dynamikbereich optimieren soll, steuert Ihr die Effizienz des Dynamikbereichs, was die dunklen Bereiche mehr oder weniger zum Vorschein bringt. Es ist ein nützliches Werkzeug zum Erstellen von Bildern, das fast vergessen lässt, dass es keinen Pro-Modus gibt, einschließlich der Kontrolle der Belichtungszeit.

Hier geht's zum Test des Pixel 4a 5G

 

Samsung Galaxy A72: Samsungs Mittelklasse-Alternative

NextPIT Samsung Galaxy A72
Das Galaxy A72 bietet auf der Rückseite eine zusätzliche Telekamera. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Langlebigkeit dank 4 Jahren Updates
  • IP67-Zertifizierung
  • Gute Akkulaufzeit
  • Vielseitige Kamera
  • Kopfhöreranschluss
 

Contra

  • Keine adaptive Bildwiederholrate
  • Schnellladung mit 25 Watt

Das Kameramodul des Samsung Galaxy A72:

  • Hauptobjektiv: 64MP mit f/1.8 und OIS
  • Ultraweitwinkel: 12MP mit f/2.2
  • Teleobjektiv (3x): 8MP mit f/2.4
  • Makro: 5MP mit f/2.4
  • Selfie: 32MP ohne AF
  • UHD 4K (3.840 x 2.160 Pixel) @30fps
  • Slow-Motion: 240fps @HD

Das Galaxy A72 überzeugte Camila im Testbericht vor allem in Bezug auf den Medienkonsum. Das liegt nicht zuletzt am 6,7 Zoll großen Super-AMOLED-Display mit seiner Bildwiederholrate von 90 Hertz. Auch die Akkukapazität ist im Vergleich zum A52 5G größer. Samsung setzt im A72 einen Akku mit 5.000 Milliamperestunden ein.

Das macht es schon einmal interessant für Samsung-Fans, die nicht vierstellige Summen für ein Smartphone abdrücken wollen. Das A72 könnt Ihr nämlich bereits ab 449 Euro erstehen. 

Aber das Gerät ist auch für unsere Übersicht der empfehlenswertesten Kamera-Smartphones interessant. Die 64-MP-Hauptcam mit optischer Bildstabilisierung ist ein wirklich schöner Allrounder, der nicht nur bei guten Lichtbedingungen überzeugt, sondern beispielsweise auch bei Nachtaufnahmen. 

Zusätzlich möchte man Samsung zu der Entscheidung gratulieren, einen tendenziell sinnlosen Tiefensenor wegzulassen und dafür einen Tele-Sensor anzubieten. Die optische Vergrößerung ist gerade in dieser Preisklasse eine schöne Überraschung und so schnürt uns Samsung hier ein wirklich schönes Gesamtpaket für die Mittelklasse.

Hier geht es zum Test des Samsung Galaxy A72

 

Xiaomi Redmi Note 10 Pro: Das beste Kamera-Smartphone für den kleineren Geldbeutel

NextPIT Redmi Note 10 Pro
Mit dem Redmi Note 10 Pro kauft Ihr ein Mittelklasse-Handy mit Oberklasse-Ausstattung. / © NextPit

Bewertung

Bewertung Design und Handling

Pro

  • Tolle Verarbeitung
  • Großartiges AMOLED-Display mit 120 Hz
  • Solide Performance
  • Gute Hauptkamera
  • Lange Akkulaufzeit
  • Triple-Slot für Dual-SIM + microSD
  • NFC
  • ordentlicher, lauter Stereosound
 

Contra

  • Etwas wuchtiger Kamera-Buckel
  • Kamera schwächelt bei schlechten Lichtbedingungen
  • kein 5G
  • kein Wireless Charging

Das Kameramodul des Xiaomi Redmi Note 10 Pro:

  • 108 MP Weitwinkelkamera, 0,7 μm-Pixel, 9-in-1 bis 2.1 μm-Super Pixel, 1/1,52 Zoll Sensorgröße, f/1.9
  • 8 MP Ultra-Weitwinkelkamera, FOV 118°, f/2.2
  • Telemakro-Kamera mit 5 MP, f/2.4, AF
  • Tiefensensor mit 2 MP, f/2.4
  • 4K 3.840 x 2.160 bei 30 Bildern/s
  • 1080P 1.920 x 1.080 bei 30 Bildern/s/60 Bildern/s
  • 16 MP Frontkamera, f/2.45

Wie Ihr seht, bewegen wir uns hier preislich nach unten. Das bedeutet, dass die Kamera-Specs und -Funktionen zwar nachlassen, aber Ihr nichtsdestotrotz für den gezahlten Preis wirklich tolle Shooter geboten beommt. Im Test haben wir das Xiaomi Redmi Note 10 Pro recht offensiv mit "Kniet nieder vor dem Mittelklasse-König" betitelt und wir haben das Gerät trotz seines geringen Preises von 279,99 Euro auch bereits als Empfehlung in unsere Bestenliste der Smartphones unter 400 Euro einsortiert, wo es reihenweise teurere Hardware ausgestochen hat. 

Daran könnt Ihr sehen, dass wir tatsächlich sehr angetan sind von diesem Smartphone. AMOLED-Display mit 120 Hz und ein Snapdragon 720G reichen schon fast, dass man zu diesem Preis bedenkenlos zuschlagen kann. Xiaomi packt aber auch noch seine 108-MP-Hauptkamera als Teil eines Quad-Cam-Arrays dazu und spätestens dann wird aus dem Deal auch für Foto-Freunde eine runde Sache. 

Mit an Bord neben der Hauptkamera sind eine Ultraweitwinkellinse (118 Grad Aufnahmewinkel; f/2.2) mit 8 MP, eine Telemakrokamera (f/2.4) mit 5 MP und zweifacher Vergrößerung und schließlich noch ein Tiefensensor (2 MP). Letzteren können wir im Grunde getrost in die Tonne treten, aber für unter 300 Euro müssen wir logischerweise auch Abstriche machen. 

Schwächen gibt es vor allem dann, wenn die Lichtbedingungen unterdurchschnittlich sind, aber auch das ist keine Überraschung. Dafür gefallen die Bilder der Hauptkamera bei Tageslicht ausgesprochen gut, sind sehr detailliert und definitiv besser als das, was wir üblicherweise in diesem Preissektor geboten bekommen. 

Abschließend sei noch erwähnt, dass ihr weder den Akku kabellos aufladen könnt, noch im 5G-Netz funkt. Sollten diese Punkte für Euch elementar sein, ist es hiermit erwähnt worden. Wer aber keine 300 Euro ausgeben will/kann und dennoch Lust auf schöne Fotos hat, der soll sich definitiv nochmal unseren Test des Xiaomi Redmi Note 10 Pro reinziehen.

Das Redmi Note 10 Pro gibt's sei März 2021 zur unverbindlichen Preisempfehlung von 279,90 Euro im Handel. Dabei bietet Euch Xiaomi 6 Gigabyte RAM und 64 Gigabyte internen Speicher. Wer ein paar Euro drauflegt, kann die Specs ein wenig aufstocken und gönnt sich das Redmi Note 10 Pro mit 8 GB RAM / 128 GB ROM für 300 Euro.

Den vollständigen Test zum Redmi Note 10 Pro auf NextPit findet Ihr hier

 

Hintergrundwissen

HDR und Nachtmodus: Die Bedeutung der Software-Verarbeitung

All Eure Smartphone-Fotos unterliegen der Software-Bildbearbeitung durch die KI des Geräts. Diese Verarbeitung kann mehr oder weniger aggressiv sein und sich auf die Bildqualität auswirken, die sich von dem unterscheiden kann, was Ihr zum Zeitpunkt der Aufnahme mit dem bloßen Auge gesehen habt.

HDR

Der Dynamikbereich ist das Verhältnis zwischen den dunkelsten und hellsten Bereichen einer Szene. Je geringer der Dynamikbereich eines Fotosensors ist, desto schwieriger wird es, gleichzeitig Elemente an den gegenüberliegenden Enden des Bereichs korrekt zu sehen.

Konkret äußert sich dies durch einen zu weißen, von Licht verbrannten Himmel oder durch zu dunkle, im Schatten ertrunkene Gebäude, was die Belichtung und/oder den Kontrast stark beeinträchtigt. Ihr werdet also nie alle Elemente einer Szene mit perfekter Belichtung zur gleichen Zeit in einer Aufnahme haben können.

Bei HDR macht das Smartphone mehrere aufeinanderfolgende Aufnahmen, jede mit einer anderen Belichtung, um sie zu kombinieren und eine "ausgewogene" Wiedergabe zu erhalten. Diese Funktion kann aber auch problematisch sein, wenn Ihr Euch während der Belichtungszeit zu stark bewegt – die Aufnahme wird dann unscharf.

Es ist mehr oder weniger das gleiche Verfahren, das Smartphones für ihren berühmten Nachtmodus verwenden.

Automatische Szenenerkennung

Die erste Form, die die Softwareverarbeitung annehmen kann, ist auch die grundlegendste: die Szenenerkennung. Das Smartphone erkennt automatisch Elemente (Himmel, Gras, Gesicht) in der Aufnahme und passt die Bildverarbeitung entsprechend den identifizierten Elementen an.

So kann das Blau des Himmels oder das Grün der Vegetation bei einem Landschaftsfoto noch stärker, das Gesicht bei einem Porträtfoto noch schärfer betont werden.

KI: "Deep Learning"

Die KI eines Google-Pixels oder ein Deep-Fusion-Modus auf dem iPhone sind sogar noch weiter fortgeschritten, da sie den Begriff des Depp Learnings in die Bildbearbeitung integrieren. Konkret: Um Euer Bild zu verschönern, vergleicht das Smartphone es mit einer riesigen Datenbank ähnlicher Aufnahmen, um die Einstellungen anzupassen und die geeignete Wiedergabe für diese Art von Aufnahme vorzuschlagen.

Obwohl diese Funktion bei Neulingen, die auf den Automatikmodus schwören, sehr beliebt ist, kann es frustrierend sein, wenn die Verarbeitung zu aggressiv ist und für den Fotografen entscheidet, was auf einem Foto schön ist oder nicht.

Samsung zum Beispiel hat seit langem eine unglückliche Tendenz zur Übersättigung der Farben, was zu Bildern führt, die alles andere als natürlich sind. Durch den Nachtmodus im Google-Pixel verlieren Nachtaufnahmen ihr natürliches Aussehen, wodurch der Eindruck entsteht, dass die Fotos am Tag aufgenommen wurden (z.B. ein zu heller Himmel).

Die Blende erklärt

Die Begriffe Blende (auch Blendenzahl genannt) und Blendenverhältnis werden streng genommen im Allgemeinen falsch verwendet. Der korrekte Begriff wäre "Öffnungsverhältnis", was die Brennweite des Systems im Verhältnis zum Durchmesser der Eintrittspupille des Objektivs beschreibt.

Dieses Verhältnis wird gewöhnlich als Bruch in der Notation "f/1,8" oder "1:1,8" ausgedrückt. Es ist ziemlich kontra-intuitiv, aber je größer die Öffnung, desto kleiner wird die Zahl hinter dem f. So ist f/16 eine kleine Öffnung, während f/1.4 eine größere Öffnung bietet.

Die Blende ist in Verbindung mit der Sensorgröße besonders nützlich, um mit der Hintergrundunschärfe und der Leistung bei schwachem Licht zu spielen. Je größer die Blende - und damit die aufgenommene Lichtmenge - desto unschärfer wird der Hintergrund hinter dem fotografierten Objekt. Dies ist ein Parameter, der bei Porträts interessant sein kann, um ihn hervorzuheben, ist aber auch ein guter Indikator für die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen.

Die Betonung liegt eher auf der Lichtintensität. Eine Verbesserung von F2,4 auf F1,7 bedeutet zum Beispiel, dass dem Smartphone doppelt so viel Licht zum Fotografieren zur Verfügung steht. Dies wiederum ebnet den Weg für eine optionale Beleuchtung:

  • Ein Foto, das mit halber ISO-Empfindlichkeit aufgenommen wurde. Halbe Empfindlichkeit bedeutet weniger Verstärkung des Bildsignals und damit weniger Bildrauschen.
  • Ein Foto, das mit halber Verschlusszeit aufgenommen wurde. Dadurch wird das Risiko von Verwacklungen bei schnellen Bewegungen oder bei schlechten Lichtverhältnissen verringert.

Optischer Zoom und Brennweite

Um zu verstehen, was optischer Zoom in einem Smartphone wirklich bedeutet, schaut Euch zunächst die Brennweiten an. Die Brennweite einer Linse gibt den Abstand zwischen der Linse und ihrem Brennpunkt an, in dem alle Lichtstrahlen zusammenlaufen.

Ein optisches System mit einer sehr hohen Brennweite bündelt daher das Licht sehr weit hinter der Linse. Eine lange Brennweite bedeutet also einen kleinen Bildwinkel - oder umgangssprachlicher ausgedrückt, einen "starken Zoom".

Wenn Ihr wirklich wissen wollt, wie weit ein Smartphone zoomen kann, ohne dass die Bildqualität darunter leidet, sind drei Werte wichtig:

  • Die Brennweite des Teleobjektivs in 35-mm-Äquivalent
  • Der Bildsensor unter dem gleichen Teleobjektiv
  • Blende des Teleobjektivs

Die Telebrennweite im 35-mm-Äquivalent zeigt die Fähigkeit des Smartphones an, entfernte Motive durch optische Vergrößerung heranzuzoomen. Wenn das Verhältnis zwischen der Phantasievergrößerung und der tatsächlichen optischen Vergrößerung zu weit geht, muss das Telefon digital hineinzoomen - und die Bildqualität leidet.

Hier kommt der Bildsensor unter dem Teleobjektiv ins Spiel: Je größer der Sensor, desto mehr Licht fängt er ein - und desto besser die Bildqualität. Ein sehr großer Bildsensor liefert nicht nur bessere Bilder, wenn er durch das Objektiv optisch vergrößert wird, sondern bietet auch mehr Raum für den digitalen Zoom.

Schließlich spielt auch die Blende des Teleobjektivs eine Rolle. Die Blende beschreibt die Lichtmenge, die dem Sensor für das Bild zur Verfügung steht. Im Allgemeinen gilt: Je mehr Licht, desto weniger Rauschen und desto geringer die Gefahr von Verwacklungen. Vor allem Teleobjektive in Smartphones sind in diesen Punkten notorisch schwach.

Was ist der optische Zoom?

Eine Brennweite im Kleinbild-Äquivalent definiert genau die Größe eines bestimmten Objekts, das auf dem Sensor in einer bestimmten Entfernung von der Kamera abgebildet wird. Ein optischer Zoom bedeutet nun, dass die Kamera in der Lage ist, durch Variation der Brennweite verschiedene Bildwinkel oder Bildgrößen zu erreichen.

Frühe Foto-Smartphones mit zwei Linsen waren in der Regel mit einem zweifachen optischen Zoom ausgestattet - die Brennweiten der beiden Linsen betrugen etwa 25 und 50 Millimeter. Dann kamen die immer leistungsstärkeren Teleobjektive, und aus dem Doppelzoom wurde schließlich ein "x5" in der Kameraanwendung.

Als sich das Ultraweitwinkelobjektiv dann in der großen Masse der LG-Smartphones durchsetzte, wurde der gigantische Blickwinkel überall lautlos als "x0,5" oder "x0,6" bezeichnet - also als 0,5-facher Zoom zur Hauptkamera, also halbiert.

Das Samsung Galaxy S20 Ultra beispielsweise gibt optisch Brennweiten wieder, die 13 bis 103 Millimetern entsprechen - und verfügt daher über einen optischen Zoom von etwa x8. Es ist interessant, dass diese Zahl nicht auf dem Datenblatt zu finden ist.

Kurz gesagt: Ein 3-fach optischer Zoom bedeutet zum Beispiel, dass die längste Brennweite des Kamerasystems geteilt durch die kürzeste Brennweite genau drei beträgt. Das Samsung Galaxy S20 Ultra verfügt über einen achtmal stärkeren optischen Zoom.

Warum ist der 100-fache Zoom eine Spielerei?

Woher kommt also der "x100", den eine Galaxy S20 Ultra so stolz trägt? Für einen 100-fachen optischen Zoom sollte ein Smartphone logischerweise einen Brennweitenbereich von 13 bis 1300 Millimeter im Kleinbild-Äquivalent abdecken.

Die Antwort auf die Frage "Woher kommt das 100-fache" ist einfach: aus der Phantasie der Produktmanager von Samsung. Im Gegensatz zu den optischen Zooms "echter" Kameras hat dieses "x100" absolut nichts mit den optischen Fähigkeiten des Kamerasystems zu tun. Stattdessen hat Samsung einen Phantasiewert als Obergrenze für die Kamera gewählt.

Konkret sind Smartphones technisch durch ihre Größe und vor allem durch die Größe ihrer Kameramodule begrenzt und können daher keinen Zoom bieten, der mit dem einer Spiegelreflexkamera vergleichbar ist, mit einem Satz von Gleitsichtgläsern innerhalb desselben Objektivs, kurz gesagt, einen echten "optischen" Zoom.

In Wirklichkeit zoomen Smartphones nicht, sondern spielen mit ihren Mehrfachlinsen. Die meisten Modelle sind derzeit mit einem Weitwinkel-Hauptobjektiv und einem Teleobjektiv mit einer anderen Brennweite ausgestattet.

Wie hat NextPit die besten Foto-Smartphones ausgewählt?

Wie in der Einleitung erläutert, ist diese Liste willkürlich, da sie auf den Präferenzen des Autors (in diesem Fall mir) und der übrigen Redaktion beruht (die Liste wird unter allen Testern diskutiert).

Wir haben beschlossen, die besten Foto-Smartphones, die 2021 auf dem Markt sind, nach mehreren Kategorien auszuwählen: die Wahl der Redaktion oder das beste überhaupt, das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, das erschwinglichste, mit möglicherweise den besten Alternativen.

Aber das Ziel ist es nicht, die Auswahl zu sehr zu sequenzieren. Der Kauf eines Smartphones ist das Produkt mehrerer Kaufkriterien. Selten wählt man sein Smartphone nach einem einzigen Kriterium wie Akku oder Bildschirm aus.

Was einen Test anbelangt, so ist diese Liste das Produkt mehrerer Subjektivitäten, wird aber immer teilweise durch objektive und überprüfbare Elemente gestützt. Wir bleiben auch weiterhin aufmerksam gegenüber der Community, indem wir die Empfehlungen der Leser in den Kommentaren berücksichtigen, die in die Auswahl einfließen.

Konkret werden nur Modelle ausgewählt, die bereits getestet wurden. Das Smartphone wird in den Kontext der aktuellen Marktlage gestellt, wobei mögliche Preissenkungen, die Freigabe neuer Konkurrenzmodelle, die Verfügbarkeit zum Kauf usw. berücksichtigt werden. Wenn ein Modell nicht verfügbar ist, wird es durch ein neues ersetzt. 

Was haltet Ihr von dieser Auswahl? Welche Modelle haben wir Eurer Meinung nach vergessen und sollten aufgenommen werden? Findet die Abschnitte Ratschläge und Methodik nützlich? Gebt uns Euer Feedback in den Kommentaren!

NextPit erhält bei Einkäufen über die markierten Links eine Kommission. Dies hat keinen Einfluss auf die redaktionellen Inhalte, und für Euch entstehen dabei keine Kosten. Mehr darüber, wie wir Geld verdienen, erfahrt Ihr auf unserer Transparenzseite.
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Top-Kommentare der Community

  •   29
    Gelöschter Account 20.04.2019

    Lumia 950, aber diese Zeiten sind vorbei.

  •   75
    Gelöschter Account 25.06.2019

    Und richtig Autofahren kann man dann auch nur mit einem Formel 1 Wagen...

115 Kommentare

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  • Ludwig vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Die Besten Kamera Smartphones für die Hosentasche"
    Diese Überschrift ist doch wohl nicht ernsthaft gemeint, die passen zwar in die Hosentasche aber auch nur wenn man verdammt große Taschen hat. Ich hatte das S20 und außer, daß es ein nettes Spielzeug ist, war es mir einfach zu groß und große Unterschiede bei den Fotos habe ich auch nicht bemerkt. Das S20 habe ich wieder verkauft und ich kaufe mir erst wieder ein neues Smartphone wenn mein S8 überhaupt nicht mehr funktioniert.


  • Jörg W. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Bei Dxomark kommt das S21ultra erst an 18.Stelle und das Xiaomi mi 11Ultra ist mit Abstand das Beste .
    Klar man sollte nicht immer nach diesen Tests beurteilen aber denke ist schon was dran .


    • Olaf Gutrun vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Da ist nichts dran real macht es so ziemlich alles besser als das s20ultra und dieses steht dort auch besser da.


  • Carolin Niemann vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Zur Info an die Staff: euer Link, den ihr per Telegram versendet habt, bringt einen nur auf das Titelbild, aber nicht auf diesen Artikel! Der sollte vielleicht einmal korrigiert werden. Ich hatte ihn dann gegoogelt, um es lesen zu können. 😅


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Vielen Dank für die Info!! Ich checke das direkt.


  • dieCrisa vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Profis wissen, was gut ist:

    Das Samsung Galaxy S21 Ultra filmt als erstes Smartphone eine Unterwasser-Expedition von National Geographic

    notebookcheck.com/Das-Samsung-Galaxy-S21-Ultra-filmt-als-erstes-Smartphone-eine-Unterwasser-Expedition-von-National-Geographic.548392.0.html


  • Maximilian HE vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Ein schöner Testbericht.
    Wenn man nicht auf ALLE Google Dienste angewiesen ist, rate ich besonders Technik Affinen Menschen: wagt den Test.

    Ich bin super glücklich mit dem Mate 40 Pro

    Gelöschter AccountMr. N


  • Mirko W. vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Ich hatte das P20 dann das P30 und hätte sicher jetzt das P40 wenn es Googledienste hätte. Hab jetzt das IPhone 12 Mini und bin mehr als begeistert. So richtig mies ist wahrscheinlich kein neueres Smartphone mehr. Am Ende ist es auch ein wenig Geschmackssache.


    • Bernhard Feder vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Ich habe ein P40 Pro+ sehr günstig angeboten bekommen und gedacht, komm versuche es mal. Ich habe es nicht bereut. Kalender und Kontakte wollte ich eh nicht mehr bei Google abgleichen. Habe einen kostenpflichtigen E- Mail Anbieter. Der ist sicherer als die kostenlosen. Und Sicherheit ist ja bei E-Mail extrem wichtig. Da ich eh schon monatlich 'nen Euro zahle, kann ich ja auch da Termine und Kontakte abgleichen. Apps habe ich alle bekommen. Mittlerweile völlig problemlos. Anfangs fehlten zwei, drei. Nun sind alle da. Außer YouTube, aber da habe ich eine Alternative gefunden, die sogar besser als die Original-App ist.
      Das schöne an der Huawei Kamera sind die zwei optischen Zoom-Stufen. Beim Vorgängermodell mit seinem 5-fach Zoom fehlte mir oft was. Eine Zoom-Stufe darunter. Nun habe ich 3- und 5-fach Zoom. Ich denke mal, dieses Handy wird mich länger begleiten.


  • Frank Hauffe vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Warum wird nirgendwo das Note 20 Ultra erwähnt ?
    Die Kamera ist mindestens so gut wie bei allen anderen Top Geräten.
    Lg


    • Olaf Gutrun vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Nicht ganz hatte das Note 20ultra im direktvergleich gegen s20 und s21ultra

      Ich finde die Note ultra Cam hat einige macken. Definitiv fokus probleme, nicht so dolle bei Makros. Wirklich gut ist das 5fach periskop auch nicht.

      Aus der Zeit finde ich Definitiv den 64mp Sensor aus dem s20 besser.

      Fand es hatte im direktvergleich gegen s20 und s21u viel mehr Bildrauschen.

      Nicht schlecht aber für den preis naja.

      Note20u hätte ich toll gefunden mit snapdragon 865+ und einer Cam die der des s21u ähnlich ist.

      Ganz auf Augenhöhe sind die Cams nun wirklich nicht.


  • R.Naubereit vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Für das iPhone 12 Pro/Max liegt noch kein Test vor, aber taucht in dieser Liste auf. 🧐


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Hi!
      Wir arbeiten aktuell am Kameratest, die Vorweihnachtszeit ist gewohnt ereignisreich ;)
      Hat Antoine aber auch so erwähnt:

      "Während wir auf den vollständigen Kameratest warten müssen, um eine endgültige Meinung zu erhalten, ist das iPhone 12 Pro Max auf dem Papier das beste Foto-Smartphone von Apple für 2020."


      • Thomas N. vor 9 Monaten Link zum Kommentar

        Hab vor kurzem wo gelesen das die Kamera vom iPhone 11 besser war als vom iPhone 12. Bei den meisten Tests hat das Oneplus 8 Pro beste Kamera.


  • Tim vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    beim Mate 40 Pro:
    "Ultra-Weitwinkelobjektiv, das Verzerrungen begrenzt"
    ja, aber dafür ist dieser ""ultra"" Weitwinkel auch nicht wirklich einer...


    • Mr. N vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Aber trotzdem deutlich besser als beim angebissenen Apfel


  • macmercy 30.03.2020 Link zum Kommentar

    Mate 20 Pro war nicht schlecht, Pixel 3 war besser, getoppt vom iPhone 11 Pro. Ende des Jahres werden die Karten neu gemischt. Bin gespannt auf Pixel 5, iPhone 12x und... wer weiß...


    •   75
      Gelöschter Account 30.03.2020 Link zum Kommentar

      Karten sind schon längst neu gemischt. Huawei P30 pro, P40 pro, Xioami mi 10 pro...


  • Reginald Barclay 23.02.2020 Link zum Kommentar

    Apropos "Beste Kamera bei Low Light": Habe gerade mal heute ein Huawei P30 pro im Laden angetestet. In ein dunkles Schubfach gehalten. Das Ergebnis war enttäuschend: Alles blaß und grobkörnig. Was ist los? Wo ist die vielbeschriebene Überlegenheit?! Mein Xperia XZ2 Pro macht das mit Abstand besser.
    Es waren farbige Papierschlangen am Verkaufstand. Ein Pastellgrün war auf den Bildern leuchtend grasgrün. Ein blass-blauer Pastellton wurde im Bild zu sattem Königsblau. Ich konnte in der Bildbearbeitung erreichen, daß ein grünes und violettes Stück Papier gleichzeitig dem original sehr nahe kamen, dann war aber das Blau fast schon farblos.

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