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Poco F6 vs. Poco F6 Pro im Vergleich: Lieber das günstigere Modell?

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© nextpit

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Xiaomi hat bei einem Launch-Event in Dubai mit dem Poco F6 sowie dem Poco F6 Pro neue Mittelklasse-Smartphones enthüllt. Beide Geräte punkten mit 6,7 Zoll großen Displays, Snapdragon-SoCs und 50-MP-Kameras. Wo sich die beiden Modelle unterscheiden, was sie auf dem Kasten haben und wo Ihr sie zu welchem Preis erhaltet, erfahrt Ihr in diesem Beitrag.

Die neuen Poco-Phones der F6-Serie beerben das Poco F5 sowie das Poco F5 Pro und wollen ebenfalls Mittelklasse-Modelle sein, die zum fairen Preis hier und da sogar am Premium-Segment schnuppern. Wie immer legen wir los mit einem ersten Blick auf die technischen Daten. 

Poco F6 und Poco F6 Pro im Vergleich: Die technischen Daten

  Die neue Poco-Mittelklasse im Vergleich
Produkt
Bild
Xiaomi Poco F6 Pro
Xiaomi Poco F6
Display
  • 6,67" AMOLED
  • 3.200 × 1.440 px
  • 120 Hz
  • 6,67" AMOLED
  • 2.712 × 1.220 px
  • 120 Hz
SoC
  • Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2
  • Qualcomm Snapdragon 8s Gen 3
Speicher
  • 12 / 16 GB LPDDR5X RAM
  • 256 GB / 512 GB  / 1 TB UFS 4.0
  • Keine Speichererweiterung
  • 8 / 12 GB GB LPDDR5X RAM
  • 256 / 512 GB UFS 4.0
  • Keine Speichererweiterung
OS
  • HyperOS auf Basis von Android 14
  • 3 Android-Upgrades + 4 Jahre Sicherheitsupdates
  • HyperOS auf Basis von Android 14
  • 3 Android-Upgrades + 4 Jahre Sicherheitsupdates
Kamera
  • Hauptkamera: 50 MP, f/1.6, OIS
  • Ultraweitwinkel: 8 MP, f/2.2
  • Makro: 2 MP, f/2.4
  • Hauptkamera: 50 MP, f/1.95, OIS
  • Ultraweitwinkel: 8 MP
Selfie-Kamera
  • 16 MP
  • 20 MP, f/2.2
Akku
  • 5.000 mAh
  • 120 W kabelgebundenes Laden
  • Ladegerät im Lieferumfang enthalten
  • 5.000 mAh
  • 90 W kabelgebundenes Laden
  • Ladegerät im Lieferumfang enthalten
Konnektivität
  • 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.3, NFC
  • 5G, Wi-Fi 6, Bluetooth 5.4, NFC
IP-Zertifizierung
  • IP64
Abmessungen und Gewicht
  • 160,86 × 74,95 × 8,21, 209 g
  • 160,5 × 74,5 × 8,0 mm, 179 g
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Poco F6 vs. Poco F6 Pro: Leistung

Zur Performance sei direkt gesagt, dass wir Euch ein klein wenig vertrösten müssen. Wir haben zwar bereits ganz frisch das Poco F6 für Euch getestet, unser Pro-Test ist allerdings noch in Arbeit. Beim Update dieses Artikels findet Ihr dann den entsprechenden Vergleich der Benchmark-Resultate – bis dahin können wir nur erahnen, wie die Performance beim teureren Device ausfällt. Okay, "erahnen" ist vielleicht zu hoch gegriffen, denn im Pro werkelt der Snapdragon 8 Gen 2, den wir natürlich von vielen Flaggschiffen aus dem letzten Jahr bestens kennen. 

Dennoch wird es spannend sein zu sehen, wie die beiden im Duell abschneiden, weil im Poco F6 der brandneue Snapdragon 8s Gen 3 werkelt. In der Tabelle unten seht Ihr u.a. das OnePlus 12R (Test) aufgeführt, welches mit dem Snapdragon 8 Gen 2 ausgestattet ist. Und wenn Ihr das mit dem Poco F6 vergleicht, dann sieht das echt spannend aus. 

  Poco F6
(Snapdragon 8s Gen 3)
Google Pixel 8a
(Tensor G3)
Xiaomi 14 Ultra
(Snapdragon 8 Gen 3)
Poco F5
(Snapdragon 7+ Gen 2)
OnePlus 12R
(Snapdragon 8 Gen 2)
Redmi Note 13 Pro 5G
(Snapdragon 7s Gen 2)
Nichts Telefon (2a)
(Dimensity 7200)
AnTuTu 1,455,312 1,153,512 1,939,484 k.A. k.A. 593,863 688,613
3DMark Wild Life
Extreme Stress Test
Bester Loop: 3140
Schlechtester Loop: 2584
Stabilität: 82,3 %
Bester Loop: 2437
Schlechtester Loop: 1667
Stabilität: 68,5 %
Bester Loop: 4708
Schlechtester Loop: 3606
Stabilität: 76,6 %
Bester Loop: 1979
Schlechtester Loop: 1974
Stabilität: 99,7 %
Bester Loop: 3660
Schlechtester Loop: 2462
Stabilität: 99,7 %
Bester Loop: 800
Schlechtester Loop: 763
Stabilität: 95,4 %
Bester Loop: 1153
Schlechtester Loop: 1148
Stabilität: 99,5 %
Geekbench 6 Single:
Multi:
Single: 1688
Multi: 4362
Single: 1828
Multi: 6317
Single: 1107
Multi: 4232
Single: 1561
Multi: 5142
Single: 889
Multi: 2523
Single: 1148
Multi: 2589

Beim Speicher gibt es für die Pro-Version einen ordentlichen Nachschlag: Beim F6-Basismodell gibt es wahlweise 8 bzw. 12 GB RAM und 256 oder 512 GB nicht erweiterbaren Speicher. Das Pro bekommt zusätzlich noch eine 1-TB-Option spendiert und Ihr wählt hier zwischen 12 und 16 GB RAM. Identisch sind dann aber zumindest auch wieder die schnellen Technologien, weil uns beide LPDDR5X + UFS 4.0 bieten.

Bei der Konnektivität zuckt der Monk in mir wieder umerklich zusammen: Standesgemäß bietet das teurere Modell Wi-Fi 7 statt Wi-Fi 6 im Poco F6. Aber die neuere Bluetooth-Technologie (5.4 vs. 5.3) bleibt dem Basismodell vorbehalten. 

Poco F6 vs. Poco F6 Pro: Kamera

Poco F6 von hinten mit Fokus auf die Kameras
Ich begrüße die Entscheidung des Herstellers, die 2-MP-Makro-Knipse beim Poco F6 einfach mal wegzulassen.  / © nextpit

Auch, wenn die Rückseite optisch direkt einen Unterschied bei den Kameras aufweist, so starten wir in den Kamera-Vergleich dennoch mit einer Gemeinsamkeit: Beide Handys werden nämlich angeführt von einer 50-MP-Cam mit optischer Bildstabilisierung. Die Blende beim Poco F6 wird im Spec Sheet mit f/1.59 angegeben, das Pro ist es eine f/1.6-Blende. Beim F6 Pro ist der Light Fusion 800 verbaut, während das günstigere Modell auf den älteren Sony-Sensor IMX882 vertraut.

Poco F6 Pro von hinten mit Blick auf die Kameras
Nur das Pro-Modell besitzt weiterhin die Makro-Kamera mit 2 MP. Verstehe das, wer will ... / © nextpit

Beide besitzen zudem eine 8-MP-Ultraweitwinkel-Cam, wo wir aber ebenfalls den Pro-Test abwarten werden um zu sehen, ob bzw. wie viel besser der Sensor dort arbeitet. Vorne sitzt im F6 ein 20-MP-Shooter, 16 MP sind es beim Pro. Aus Gründen, die allein der gute Herr Poco kennen dürfte, besitzt auch nur das Poco F6 Pro den Witz namens 2-MP-Makro-Sensor. 

Meinem Kollegen Rubens fiel beim Test des Poco F6 auf, dass sich die Kameras gegenüber dem Vorgänger F5 zwar spürbar verbessert haben, es aber dennoch Kritik gibt – beim Ultraweitwinkel-Sensor bei den Nachtaufnahmen und beim Beauty-Filter der Selfie-Cam, der per Default aktiv ist. Werft hier schon mal einen Blick auf die Resultate des Basismodells – die Fotos des Poco F6 Pro legen wir nach, sobald die Kiste unser Testlabor verlassen hat. 

Beispiel-Fotos des Poco F6:

Poco F6 vs. Poco F6 Pro: Software und Funktionen

Die beiden Modelle unterscheiden sich ja durchaus ordentlich voneinander in verschiedenen Bereichen. Bei der Software kommen sie aber wieder gemeinsam ins Ziel. Soll heißen: Es gibt HyperOS auf Basis von Android 14. Dummerweise sind sich beide Geräte auch einig, dass man nie genug Bloatware installiert haben kann. Rubens zählte bei seinem Test des F6 satte 18 vorinstallierte Apps, die bereits massig am Speicherplatz knabbern. 

Poco F6 Screenshots zeigen HyperOS
Bloatware, soweit das Auge reicht und die insgesamt 36,4 GB Speicherplatz belegt. / © nextpit

Schön hingegen ist, dass der von Xiaomi lange vernachlässigte Software-Service langsam aber stetig Fahrt aufnimmt. Die Chinesen packen gegenüber dem Vorjahr nochmal ein Jahr drauf, was bedeutet, dass die Handys drei Jahre lang mit Android-Updates versorgt werden und sogar vier Jahre mit Sicherheits-Patches. Wie regelmäßig letztere allerdings ihren Weg auf die Hardware finden, steht noch in den Sternen. 

Poco F6 vs. Poco F6 Pro: Akku und Laden

Die Ladegeschwindigkeit ist bei Xiaomi ja sowas wie die Königsdiziplin, bei der sie regelmäßig die Nase weit vorn hat, zumindest vor Handy-Riesen wie Samsung und Apple. In beiden Modellen befinden sich die Akkus mit der in dieser Preisklasse üblichen Kapazität von 5.000 mAh. Geladen wird unterschiedlich flott: Schnelle 90 W sind es beim Poco F6, das Poco F6 Pro packt mit 120 W sogar noch 'ne Schippe drauf und lädt den kompletten Hobel in knapp 20 Minuten. Aber auch das Poco F6 verschwendet nicht Eure Zeit, denn auch dieses Handy ist in 45 Minuten wieder komplett geladen.

Auch schön: Erneut sind die Charger Teil des Lieferumfangs. Und wieder nicht so schön: Kabellos wird auf beiden Modellen nicht geladen leider.

Poco F6 vs. Poco F6 Pro: Preise und Verfügbarkeit

Habt Ihr schon Euren Favoriten unter diesen beiden Kandidaten ausgemacht? Dann wird es höchste Zeit, dass wir über die Preise reden. Das F6 Pro gibt es dabei in drei Konfigurationen und in zwei Farben, nämlich Schwarz und Weiß. Das Poco F6 macht es umgekehrt: Hier sind es nämlich zwei Konfigurationen und die drei Farben Grün, Schwarz und Titanium. Hier sind alle Varianten im Überblick:

  • POCO F6 Pro (12 GB + 256 GB) für 579,90 € (UVP) Early-Bird-Preis: 499,90 €
  • POCO F6 Pro (12 GB + 512 GB) für 629,90 € (UVP) / Early-Bird-Preis: 549,90 €
  • POCO F6 Pro (16 GB + 1 TB) für 699,90 € (UVP) / Early-Bird-Preis: 599,90 €
  • POCO F6 (8 GB + 256 GB) für 449,90 € (UVP) / Early-Bird-Preis: 389,90 €
  • POCO F6 (12 GB + 512 GB) für 499,90 € (UVP) / Early-Bird-Preis: 419,90 €

Wie Ihr seht, sind jeweils auch die Early-Bird-Preise genannt worden. Die gelten für die ganz Schnellen unter Euch, die bereits in der Zeit zwischen dem 23. Mai und dem 30. Mai vorbestellen. Im günstigsten Fall gibt es das Poco F6 dort für 389,90 Euro, beim für meinen Geschmack etwas hoch angesetzten Preis des Poco F6 Pro könnt Ihr kurzzeitig ab 499,90 Euro zuschlagen.

Fazit: Welches Modell soll ich kaufen?

Okay, vielleicht ist die Frage ein wenig unfair, zu welchem Modell Ihr greifen solltet. Schließlich ist erst eines der beiden Modelle von uns getestet worden. Aber auch ganz unabhängig davon tue ich mich ein wenig schwer. Allein schon, weil ich nicht sicher bin, ob der Preisunterschied von regulär 130 Euro zwischen dem günstigsten F6 und dem günstigsten F6 Pro tatsächlich so in Ordnung ist. 

Poco F6 von hinten
Ganz ehrlich: Ich würde das F6 sogar dem F6 Pro vorziehen. / © nextpit

Dazu kommt, dass das Basismodell hin und wieder sogar besser abschneidet als das teurere Modell. Das gilt zum Beispiel für die IP-Zertifizierung, das Gorilla Glass und die neuere Bluetooth-Version. Die Performance dürfte relativ ähnlich auffallen, allerdings könnt Ihr Speichervorteile und die bessere Kam beim Pro genießen. 

Beide setzen auf HyperOS auf Basis von Android 14, das wertigere Material in Form eines Metallrahmens gibt es beim Pro, ebenso das schnellere Aufladen. Die Software-Updates gibt es für beide für bis zu vier Jahren, aber beide Handys teilen sich auch einige Nachteile: Beide besitzen weder einen Anschluss für Kopfhörer noch einen Slot für eine Speichererweiterung, außérdem können beide nicht kabellos geladen werden. 

Auch ohne Testbericht des Poco F6 Pro möchte ich mich daher hier mal ein wenig aus dem Fenster lehnen: Wer ein leistungsstarkes, vielseitiges und bezahlbares Handy sucht, wird meines Erachtens mit dem Poco F6 glücklicher, weil die Unterschiede aus meiner subjektiven Sicht nicht den Preisunterschied rechtfertigen. 

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Zu den Kommentaren (2)
Carsten Drees

Carsten Drees
Senior Editor

Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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2 Kommentare
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  • Olaf 45
    Olaf vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Auch aus meiner Sicht ist das normale F6 die bessere Wahl. Nicht nur, dass es in einigen Bereichen tatsächlich besser aufgestellt ist als die Pro Variante (siehe Gorilla Glass), nein, es verzichtet auch gleich ganz auf das 2 MP-Makro-Gimmick aus der Chinaphone-Mottenkiste, mit der das Pro einmal mehr die Kundschaft beglückt und was das F6 zum "ehrlicheren" Gerät macht. Hinzu kommt, dass es preislich wesentlich attraktiver ist als das Pro.


  • McTweet 23
    McTweet vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich muss Carsten da recht geben. Das Poco F6 scheint vom Preis Leistungsverhältnis besser zu sein und auch generell ist die Leistung für den Preis Top. Auch das Updateversprechen ist sehr gut.
    Ich bin ja absolut kein Fan von Chinahandys, nicht wegen der Handys an sich, aber aufgrund des Datenschutzes. Aber das Poco F6 ist für den Preis schon ein geiles Handy.

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