Pros des Anker Soundcore AeroClip

  • Tolle Klangqualität mit Bass trotz offenem Design
  • Durchaus hübsch am Ohr
  • LDAC-Unterstützung unter Android
  • Gute Akkulaufzeit von 8 Stunden

Contras des Anker Soundcore AeroClip

  • Tragekomfort nicht immer optimal
  • Eingeschränkte Steuerung über Gesten
  • Maximallautstärke reicht unterwegs nicht immer aus
  • Wenig Komfortfunktionen

Preis & Verfügbarkeit

Anker bietet die Soundcore AeroClip zu einer UVP von 130 Euro an. Dabei gibt’s drei Farben, von denen wir die Variante in XYZ getestet haben. Neben den AeroClip bietet Anker noch weitere Modelle im Clip-Format an. Sowohl die getesteten Modelle als auch die Alternativen gibt’s über folgenden Shop-Link bei Amazon!

Clip-Design statt Übers-Ohr-Hängen bei den AeroClip

  Design and Build Quality
Größe
  • 6,2 x 1,8 x 4,5 (Lade-Etui) – 3 x 2 x 2,3 (Earbud)
Gewicht
  • 43g (Lade-Etui) – 7g (Earbud)
Materialwahl
  • Kunststoff
IP-Zertifizierung
  • IPX4

Klassische Earbuds zum Einstecken kennen wir spätestens seit den AirPods von Apple. Seit einiger Zeit gesellen sich Modelle wie die Nothing Ear (Open) (zum Test) oder die Shokz OpenFit 2 (zum Test), die man sich beim Gebrauch über das Ohr hängt. Bislang eher unbekannt sind Designs wie die OpenClip, auch wenn sie das Clip-Design nicht erfinden. Soundcore selbst bietet etwa die C40i an, Huawei führt die FreeClip (zum Test) und auch Bose hat die Ultra Open Earbuds im Sortiment.

Vorteil der eher ungewöhnlichen Anbringung am Ohr ist einerseits, dass sich ein gewisser Ohrschmuck-Effekt einstellt. Das klingt für Techies erstmal weniger relevant – eine Freundin, mit der ich über offene Kopfhörer gesprochen hatte, fand die AeroClip aus diesem Grund aber besonders spannend. Andererseits bleibt die Oberseite des Ohrs frei, was für Brillenträger mitunter angenehmer sein kann.

Ein Smartphone, das die Steuereinstellungen für Anker Soundcore Aeroclip Earbuds anzeigt.
Die Steuerung der Earbuds könnt Ihr anpassen.
Quelle: nextpit
Einstellungsbildschirm für Anker Soundcore Aeroclip zeigt duale Verbindungen für Kopfhörer.
Das Dual-Pairing funktioniert perfekt – allerdings nur mit zwei Geräten gleichzeitig.
Quelle: nextpit
Ein Smartphone-Bildschirm, der die AeroClip-Ohrhörer-Einstellungen mit Akkuständen und Optionen zeigt.
Die AeroClip werden bereits nativ von er Soundcore-App unterstützt.
Quelle: nextpit
Offene Hülle mit Anker Soundcore Aeroclip Ohrhörern, die auf einer Holzoberfläche ruhen.
Die einzelnen Earbuds sind gegen Wasser und Staub geschützt.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme von Anker Soundcore Aeroclip-Ohrhörern in ihrem Ladecase.
Die Earbuds werden im Lade-Etui aufgeladen.
Quelle: nextpit
Eine Person hält ein Anker Soundcore AeroClip Ladegerät im Freien.
An der Vorderseite gibt’s eine Status-LED.
Quelle: nextpit

Ein Nachteil des Designs ist ein eher ungewohntes und bei mir auf Dauer sogar unangenehmes Trageverhalten. Obwohl ich es wegen meiner Ohrringe gewohnt bin, dass irgendwas an meinem Ohr ist, stellte sich bei Tragezeiten von schon einer Stunde ein Druckgefühl ein. Die Earbuds dann abzunehmen, tut dann sogar ein wenig weh. Kann gut sein, dass Eure Ohren besser zu der Größe der OpenClip passen. „Vergrößern“ könnt Ihr den Tragering der Earbuds übrigens nicht. Soundcore legt lediglich zwei Hüllen für das hintere Kopfhörerteil bei, die den Sitz bei kleineren Ohren verbessern sollen.

Abgesehen vom Tragekomfort gibt es beim Design der Headphones einen weiteren Nachteil. Die Steuerungsmöglichkeiten sind vergleichsweise beschränkt. Dabei ist es erst einmal nicht ungewöhnlich, dass Hersteller touch-sensitive Flächen an Earbuds verbauen. Bei den AeroClip sind es die silbernen Ringe, die wir über Tipper zum Steuern der Kopfhörer nutzen können. Wir können aber lediglich doppelt und dreifach Tippen, um die Kopfhörer zu steuern. Einfache Tipps bietet die App nicht an und auch Streichbewegungen, die aufgrund des Designs besonders intuitiv wären, funktionieren nicht.

Um auf einer positiven Note zu enden: Gegen Wasser und Staub sind die Earbuds nach IPX4 geschützt. Das ist in Ordnung und erlaubt uns ein Tragen im Regen. Das Lade-Etui gefiel mir im Test zudem besonders gut. Es ist deutlich kompakter als das Lade-Etui vieler anderer offener Kopfhörer. Hier zeigt sich ein Vorteil des Designs im Clip-Format. Gleichzeitig fungieren die Bügel der Earbuds als kleine Halte-Griffe, wodurch das Entnehmen der Kopfhörer besonders einfach ist.

Trageerkennung fehlt den AeroClip

  Software
Software
  • App für Android & iOS – Bluetooth 5.4 – Tipp-Steuerung
Komfortfunktionen
  • Dual-Pairing – Spatial-Audio

Die Soundcore-App kennen wir schon von zahlreichen anderen Earbuds. Sie ist logisch aufgebaut, sieht modern aus und bietet Anleitungen und ein Support-Feature direkt mit an. Hinsichtlich der Komfortfunktionen reihen sich die AeroClip aber eher am unteren Ende der Feature-Kette ein. So bieten sie eingeschränkte Funktionen zur Steuerung direkt am Earbud und kommen sogar ohne Trageerkennung. Die Musik läuft folglich weiter, wenn wir die Kopfhörer abnehmen.

Nahaufnahme der Anker Soundcore Aeroclip-Ohrhörer in ihrem Ladeetui, auf einer strukturierten Oberfläche platziert.
Das Einsetzen der Earbuds in das Lade-Etui ist hier besonders einfach. Die Clips fungieren dann als Griffe.
Quelle: nextpit
Nahaufnahme eines Ohrs mit einem eingesteckten Anker Soundcore Aeroclip Ohrhörer.
Der Tragekomfort der AeroClip ist auf Dauer ein wenig unangenehm.
Quelle: nextpit
Smartphone mit Klang Einstellungen, die Optionen für Standard und benutzerdefinierte EQ anzeigen.
Neben dem Equalizer bietet Soundcore auch ihren ‚Signature-Klang‘ an.
Quelle: nextpit
Ein Paar drahtlose Ohrhörer neben einem Ladegerät auf einer Steinoberfläche, mit unscharfem Hintergrund.
Das Lade-Etui ist im Vergleich zu anderen offenen Kopfhörern recht klein.
Quelle: nextpit
Ein Smartphone-Bildschirm zeigt einen benutzerdefinierten Equalizer mit Frequenzreglern und Dezibelwerten.
Der 8-Band-Equalizer erlaubt es uns, den Klang der Headphones anzupassen.
Quelle: nextpit
Benutzeroberfläche zeigt die Funktion 'Gerät suchen' für Anker Soundcore AeroClip-Ohrhörer.
Sind die AeroClip noch mit Eurem Smartphone verbunden, könnt Ihr einen Signalton abspielen.
Quelle: nextpit
Einstellungsbildschirm des Anker Soundcore AeroClip mit Optionen wie Prompt Tone, Auto Power Off und Gerätename.
Die Einstellungen der Soundcore AeroClip.
Quelle: nextpit

Durchaus positiv ist allerdings, dass Soundcore einen 8-Band-Equalizer in die App integriert. So können wir den Klang der Kopfhörer sehr genau an unsere Vorstellungen anpassen. Darüber hinaus unterstützen die Kopfhörer unter Android Spatial-Audio, was zu einem räumlicheren Klang führt. Das Dual-Pairing erlaubt es uns zudem, zwei Endgeräte mit den Kopfhörern zu verbinden. Der Wechsel erfolgt dann automatisch zu dem Gerät, das Audio abspielt.

Verliert Ihr einen der Earbuds in der Nähe Eures Smartphones und behaltet dabei die Bluetooth-Verbindung, könnt Ihr zudem einen lauten Ton wiedergeben. Damit sind die kompakten Kopfhörer einfacher auffindbar.

Endlich Bass: Der große Vorteil der Soundcore AeroClip

  Performance
Treiber
  • 12mm angepasster Treiber, titanbeschichtet – 2 Mikrofone pro Earbud
Frequenzgang
  • k.A.
Codecs
  • SBC, AAC, LDAC

Das erste Musikhören mit den AeroClip führte durchaus zu einem Wow-Effekt! Ich habe in den letzten Monaten einige offene Kopfhörer ausprobieren können und war daher sehr überrascht von den neuen Soundcore-Modellen. Denn sie bieten einen spürbaren und durchaus druckvollen Bass, den Modelle wie die Nothing Open (Ear) oder auch Soundcores hauseigene AeroFit 2 (zum Test) in der Regel vermissen lassen.

Das Clip-Design findet nämlich eine gute Mischung aus einer recht direkten Platzierung eines Treibers am Ohr und genug Platz, um Geräusche durchzulassen. Die Treibergröße ist mit 12 mm zudem ordentlich, wenn auch nicht ungewöhnlich groß. Als Besonderheit finden wir mit LDAC darüber hinaus einen HD-Codec in Verbindung mit Android-Geräten vor, den wir bei den meisten offenen Kopfhörern ebenfalls vermissen.

Das Ergebnis ist also ein sehr klarer und druckvoller Klang, den wir über den 8-Band-Equalizer an unsere Vorlieben anpassen können. Fantastisch! Das Klangerlebnis wäre perfekt, wenn es nicht zwei Abstriche gäbe:

Zum einen sind die Earbuds vergleichsweise leise, was in Kombination mit der fehlenden passiven Abschirmung problematisch werden kann. Unterwegs im lauten Stadtverkehr habe ich die Kopfhörer in der Regel auf voller Lautstärke betrieben. Und selbst dann musste ich mich ein wenig darauf konzentrieren, Textzeilen oder gar Podcasts wahrzunehmen. Hier überzeugten mich zuletzt die Shokz OpenFit 2 deutlich mehr, die eine irre laute Endlautstärke aufwiesen.

Warum ich das Shokz-Modell zudem erwähnen will: Der Hersteller schafft es deutlich besser, die Klangcharakteristika bei Veränderung der Lautstärke konstant zu halten. Die OpenClip von Soundcore verlieren bei höherer Lautstärke ein wenig an Bass, wie es schon die Nothing Ear (Open) taten. Das ist ärgerlich, da die Kopfhörer in ruhigen Umgebungen bei mittlerer Lautstärke schlichtweg besser klingen.

Falls Ihr Euch die Kopfhörer kauft und LDAC in den Bluetooth-Einstellungen vermisst: Achtet darauf, dass sowohl die Soundcore-App als auch die Kopfhörer selbst mit der neuesten Software-Version laufen. Anschließend solltet Ihr LDAC in den Einstellungen der Kopfhörer über die App aktivieren können.

Da es keine Geräuschunterdrückung gibt, möchte ich zu guter Letzt auf die Anrufqualität eingehen: Wie bei vielen anderen offenen Kopfhörern gefielen mir Anrufe mit den AeroClip besonders gut. Das liegt daran, dass ich meine Stimme noch immer höre, wenn ich die Kopfhörer im Ohr habe. Soundcore verbaut zudem zwei Beamforming-Mikrofone pro Earbud und nutzt Künstliche Intelligenz für eine Geräuschunterdrückung. Meine Testanrufer attestierten mir eine Qualität beim Telefonieren.

Tolle Akkulaufzeit, aber gering für offene Kopfhörer

  Battery
Laufzeit
  • 8h Musikwiedergabe – 32h über Lade-Etui
Ladegeschwindigkeit
  • Quick-Charging für 3h in 10 Minuten

Die AeroClip schaffen eine Musikwiedergabe von 8 Stunden pro Ladung – über das Lade-Etui könnt Ihr die Laufzeit auf insgesamt 32 Stunden erweitern. Damit liegen die Earbuds in etwa gleichauf mit In-Ear-Kopfhörern ohne aktive Geräuschunterdrückung. Im Vergleich zu anderen offenen Modellen liegen sie aber etwas unter dem Durchschnitt.

Ein weißes Ladecase für Ohrhörer liegt auf einer schwarzen strukturierten Oberfläche.
USB-C dient zum Laden der Kopfhörer. Kabelloses Laden unterstützen sie nicht. / © nextpit

Da diese Laufzeiten für Earbuds noch immer sehr gut und vor allem sehr alltagstauglich sind, drehen wir den Clips da aber mal keinen Strick raus. Auch beim Quick-Charging lässt Soundcore keine großen Wünsche offen: Eine Aufladung von nur 10 Minuten bringt drei Stunden Musikwiedergabe. Lediglich kabelloses Laden fehlt im Lade-Etui – schade!

Lohnt sich der Kauf der Soundcore AeroClip?

Nach meinem Ersteindruck hatte ich fast das Gefühl, dass Soundcore mit den AeroClip die beste Lösung für offene Kopfhörer entwickelt hat. Denn die Kopfhörer bieten endlich mehr Druck im Bassbereich als offene Modelle, die man über einen Bügel auf das Ohr setzt. Diesen Eindruck können die AeroClips auch im Laufe des Testzeitraums behalten, Kritik gibt es klanglich eigentlich nur aufgrund der vergleichsweise geringen Lautstärke.

Die besten In-Ear-Kopfhörer im Vergleich

Für meine Ohren, die sich eigentlich bei meinen Kopfhörertests als zuverlässig und anpassungsfähig bewährt hatten, ergab sich auf Dauer aber ein eher unangenehmes Tragegefühl. Obwohl Soundcore den charakteristischen Clip vergrößern konnte, empfand ich das Kneifgefühl auf Dauer als unangenehm bis hin zu schmerzhaft. Das kann bei Euren Ohren aber natürlich anders sein, hier müsst Ihr das Design einfach mal ausprobieren.

Als allgemeine Kopfhörer-Nachteile bleiben am Ende also nur die eher mittlemäßige Lautstärke, die eingeschränken Steuerungsmöglichkeiten an den Earbuds sowie fehlendes Wireless-Charging. Das sind keine allzu großen Kritikpunkte, die von Vorteilen wie von sehr gutem Dual-Pairing und dem im Vergleich zu anderen offenen Modellen sehr kompakten Lade-Etui ausgebessert werden. Schön!

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