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Xiaomi Smart Band 7 im Test: Der Beste wird noch ein wenig besser

NextPit Xiaomi Smart Band 7 Test
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Mit dem Smart Band 7 macht Xiaomi nicht vieles anders, aber manches besser. Der Preis hat angezogen, aber der Fitnesstracker hat auch einige neue Tricks an Bord. Ob das reicht, um sich im NextPit-Test eine gute Note zu verdienen, lest Ihr in diesem Bericht.

Bewertung

Pro

  • größeres und helleres Display
  • Always-On-Display
  • größerer Akku
  • viele neue Sportmodi
  • ausreichende Akkulaufzeit

Contra

  • kein NFC
  • kein GPS
  • kein Wireless Charging
  • unklare App-Politik
  • Mi Fitness App noch mit Schwächen

Kurzfazit

Xiaomi macht einen sehr guten Fitnesstracker noch ein klein wenig besser. Punkt. Dennoch bleibt ein etwas schaler Beigeschmack. Neue Funktionen, größeres AMOLED-Display und dickerer Akku schön und gut – aber so langsam hätte ich wirklich gerne NFC, GPS und am besten auch noch kabelloses Laden beim Mi äh Smart Band meines Vertrauens.

Xiaomi verlangt jenseits des Early-Bird-Preises mittlerweile stolze 60 Euro für das Fitnessarmband, was meines Erachtens ein wenig drüber ist. Nichtsdestotrotz ist das Smart Band 7 ein Spitzen-Device, welches nicht nur Möchtegern-Sportler wie mich voll zufrieden stellt, sondern auch die sportlich anspruchsvolleren unter Euch.

Mit dauerhafter SpO2-Überwachung, weiteren Verbesserungen der vorhandenen Features und dem Aufbohren der Sportmodi auf nun über 120 hat Xiaomi funktionell nochmal eine Schippe draufgelegt. Dennoch glaube ich, dass “Mi Band 6”-Besitzer getrost aufs nächste Modell warten können. Für alle anderen Interessierten ist das Smart Band 7 eine absolute Bank – so, wie wir es jedes Jahr gewohnt sind von Xiaomi.

Design & Display: Noch ein kleines bisschen größer

Und noch einmal vergrößert Xiaomi das Display des Smart Band 7. Außerdem steigt die Auflösung adäquat, es gibt Always-on-Funktionalität und etwas heller ist das Display auch. Gut so, Xiaomi!

Gefällt:

  • größeres Display
  • Always-On-Display
  • gewohnt gute Verarbeitungsqualität
  • Helligkeit stufenlos regelbar

Gefällt nicht:

  • Weiterhin kein Umgebungslichtsensor

Optisch hat sich so gut wie gar nichts getan. Form und Material sind also bekannt: Das bedeutet, dass das auswechselbare Armband weiterhin aus Kunststoff (TPU) besteht, während das Display durch 2.5D-Glas vor Kratzern geschützt ist. Auch bei der Verarbeitungsqualität hält Xiaomi das gewohnt hohe Niveau.

Blick auf den Verschluss des Xiaomi Smart Band 7
Mi-Band-Veteranen erkennen den Verschluss des Smart Band 7 wieder. / © NextPit

Das Armband ist weiterhin mit dem bekannten Verschluss ausgestattet. Das 13,5 Gramm (ohne Armband) leichte Device trägt sich gewohnt angenehm – im Grunde vergesst Ihr ruckzuck, dass Ihr es überhaupt tragt. Gab es im letzten Jahr noch sechs Farben zur Auswahl, gibt es das Armband dieses Mal sogar in zehn Farboptionen, die da lauten: Schwarz, Orange, Olive, Pink, Ivory, Blau; Exklusive-Edition: Neongrün, Neonorange, Khaki Grün, Khaki Blau

Display des Smart Band 7, das in einer Hand gehalten wird
Das ist eines der vorinstallierten Watch Faces, aber Ihr könnt auch über 100 andere downloaden. / © NextPit

Allerdings passen die alten Armbänder nicht auf den neuen Tracker und das hat auch einen Grund: Das Display ist jetzt auf 1,62 Zoll angewachsen. Bei einer ebenfalls erhöhten Auflösung von 192 x 490 Pixeln bringt es das Smart Band 7 weiterhin auf eine Pixeldichte von 326 ppi. Das Panel ist hauptsächlich in die Breite gewachsen, sodass Inhalte besser abgelesen und geklickt werden können.

Eine kleine Veränderung gibt es noch, was die Helligkeit angeht, aber das Upgrade von 450 auf 500 nits fällt nicht wirklich ins Gewicht. Leider fehlt immer noch ein Umgebungslichtsensor, der die Helligkeit automatisch regelt. Aber immerhin ist die Helligkeit jetzt stufenlos einstellbar, während man sich beim Mi Band 6 noch mit fünf Helligkeitsstufen zufriedengeben musste.

Screenshots der Mi Fitness App
Über 100 Watch Faces können heruntergeladen werden. In der Vorschau seht Ihr auch den Always-On-Screen. / © NextPit

Auffällig ist auch das Always-On-Display, welches erstmals am Start ist. Es zeigt Euch ständig Daten wie Uhrzeit und Datum an, ist aber per Default deaktiviert. Das ist vielleicht auch gut so, weil das Feature natürlich am Akku zehrt. Ihr könnt aus einer Handvoll vorinstallierter Watch Faces wählen, über die App sind allerdings über 100 weitere zum Download verfügbar.

Software und Bedienung: Bei Xiaomi nicht viel Neues

Bei der Bedienung hat sich nicht sonderlich viel getan beim Smart Band 7. Das geht auch klar, denn auch im letzten Jahr ließ sich der Vorgänger bereits sehr intuitiv bedienen.

Gefällt:

  • überarbeitetes Interface

Gefällt nicht:

  • App-Durcheinander

Eigentlich könnte man diesen Punkt überspringen, weil sich bei der Bedienung seit unserem Test des Mi Band 6 nicht viel getan hat. Bei besagtem Mi Band 6 verzichtete Xiaomi erstmals auf den Button unterhalb des Displays. Seitdem erreicht Ihr ausschließlich durch Wischen die gewünschten Menüpunkte auf dem Fitnesstracker. Statt sechs Widgets könnt Ihr neben dem Homescreen dieses Mal zehn Widgets anlegen, die Ihr über seitliche Wischbewegungen erreicht. Dazu gehören der Musikplayer, Wetter, Training, Puls und einiges mehr. 

Das Interface bietet auch keine großen Überraschungen, wenngleich versucht wurde, durch kleinere Optimierungen die Breite des Displays optimal auszunutzen. Das Geschehen auf dem AMOLED-Display ist also noch einmal besser ablesbar als beim Vorgänger. Diejenigen, die einen der letzten Fitnesstracker Xiaomis genutzt haben, finden sich jedenfalls auf Anhieb direkt auch auf dem Smart Band 7 zurecht.

Blick auf die Statistiken in der Mi Fitness App
Wie gewohnt bereitet Xiaomi in der Mi-Fitness-App Eure Daten sehr umfangreich auf. / © NextPit

Eine Geschichte nervt aber etwas bei der Bedienung und das hat mit den diversen Apps zu tun, die fürs Smart Band 7 auf dem Smartphone genutzt werden können. Es wurde die “Mi Fitness”-App eingeführt, die jedoch erst mit wenigen Xiaomi-Wearables kompatibel ist. Außerdem wurde die bisherige Companion-App – Mi Fit – in Zepp Life umbenannt.

Zepp Life stammt eigentlich von Huami, die ebenfalls eigene smarte Uhren anbieten, dennoch aber offensichtlich eng mit Xiaomi verzahnt sind. Verwechseln dürft Ihr diese App jedoch nicht mit der Zepp-App (ohne den Zusatz “Life”), die nicht für Xiaomi-Wearables gedacht ist. Zepp Life lässt Euch das Smart Band mit Google Fit verbinden, Mi Fitness hingegen nicht. Mi Fitness erlaubt dafür das Verknüpfen mit Strava, allerdings mit sonst noch keiner einzigen App.

Für Mi Fitness gab es zuletzt schlechte Bewertungen bei Google Play. Von Problemen beim Koppeln mit den Geräten über ungenaues Tracking bis nicht mehr funktionierende Features reicht die Palette. Im Test fielen mir noch ein paar weitere Kleinigkeiten auf wie zum Beispiel verzögerte Nachrichten. Mein Highlight diesbezüglich war ein Anruf meines Chefs Fabi. Die Benachrichtigung über den Anruf erhielt ich auf dem Smart Band 7, als ich bereits seit zwei Minuten mit ihm sprach.

Blick auf die Mi Fitness App
Ihr könnt für die Herzfrequenz Intervalle und Alarmgrenzen festlegen. / © NextPit

Ich möchte das aber nicht zu hoch hängen, weil die App ansonsten das macht, was sie soll, mir viele Statistiken und Infos bietet – und ich zudem hoffe, dass es sich bei den Problemen um Kinderkrankheiten handelt, die durch Software-Updates flott behoben werden.

Features und Tracking

Die Zahl der Sportmodi einfach mal vervierfacht – Hut ab, Xiaomi.  Außerdem könnt Ihr neben der Herzfrequenzüberwachung auch das SpO2-Tracking nun permanent laufen lassen.

Gefällt:

  • 120 Sportmodi
  • dauerhaftes SpO2-Tracking

Gefällt nicht:

  • Unpräzises Schlaf-Tracking

Das Mi Band 6 kam mit 30 Sportmodi. Das Smart Band 7 beherrscht 120. Das kann man erst einmal so stehen lassen. Natürlich sind die bisherigen Modi wie Laufen, Radfahren und viele mehr dabei. Darüber hinaus könnt Ihr aber auch Yoga, Pilates und Tanzen erfassen, ebenso Workouts am Battle Rope oder am Barren. Wenn Ihr schwimmt, wird sogar der Schwimmstil automatisch erkannt.

Ich selbst bin ja eher so der Typ “stramm gehen”, womit ich meine, dass ich relativ zügig gehe, nicht etwa betrunken. Daher bin ich mal eine Runde gelatscht und hab die Strecke mit Mi Fitness, Google Fit und der adidas-Runtastic-App getrackt. Google Fit ist da oft ein wenig übermütig und bescheinigt mir deutlich über vier zurückgelegte Kilometer auf dieser Testrunde. Runtastic erfasste 2,87 km und Mi Fitness kam auf 2,96. Das ist eine Differenz, mit der ich recht gut leben kann. Erstaunlich finde ich aber, dass mir das Fitnessarmband bescheinigt, dass ich letzte Nacht nur zwei Stunden gepennt habe. Ich schlafe echt wenig, aber deutlich mehr als 120 Minuten waren es dennoch.

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Funktionen, für die sich die Anschaffung des Fitnesstrackers lohnt. So könnt Ihr sowohl die Sauerstoffsättigung im Blut (SpO2) als auch die Herzfrequenzmessung permanent durchführen. Dabei könnt Ihr in der App auch gewünschte Intervalle auswählen, in der Euer Puls genommen wird. Ihr könnt maximal minütlich messen lassen, müsst dabei aber wieder den höheren Akkuverbrauch im Hinterkopf behalten.

Blick auf das Xiaomi Smart Band 7
Optisch ist das Smart Band 7 seinem Vorgänger sehr ähnlich. / © NextPit

Neu ist auch, dass der VO2-Max-Wert ermittelt werden kann, also die Sauerstoffaufnahme pro Minute. Was das Smart Band 7 sonst noch zu bieten hat? Eigentlich zu viel, als dass man alles einzeln aufzählen könnte: Ihr überwacht Euren Schlaf, Eure Atmung, bekommt bei den Trainings nicht nur zurückgelegte Strecke, sondern auch Herzfrequenz und verbrannte Kalorien genannt und vieles mehr. Das Konzept Xiaomis ist ein schlüssiges: Eure Gesundheit soll ganztägig überwacht und die Workouts von gründlichen Analysemöglichkeiten begleitet werden.

Unnötig zu erwähnen, dass Ihr auch weiterhin alle Basics beherrscht, die eine Smartwatch oder ein Fitnesstracker können sollten: Ihr könnt Anrufe annehmen, einen Wecker oder Pomodoro-Timer stellen, die auf dem Smartphone abgespielte Musik kontrollieren, bekommt die Updates Eurer Social-Media-Dienste und Messenger, könnt nach Eurem Smartphone suchen und und und.

Xiaomi hat mit dem Smart Band 7 insgesamt wieder punktuell Features eingeführt oder verbessert. Das zieht sich übrigens wie ein roter Faden durch die Tests der letzten Versionen dieses Fitnesstrackers: Xiaomi versucht nie, das Rad neu zu erfinden, sondern liefert präzise fehlende Funktionen nach und bohrt Vorhandenes auf.

Akkulaufzeit und Laden

Der Akku ist ordentlich angewachsen: Von 125 mAh auf nunmehr 180 mAh. Aber verlängert sich dadurch die Akkulaufzeit?

Gefällt:

  • größerer Akku

Gefällt nicht:

  • kein Wireless Charging
  • kurzes Ladekabel

In dieser Sektion fange ich mal mit einem Geständnis an. Ich konnte das Gerät bislang lediglich wenige Tage antesten. Daher hab ich noch keinen belastbaren Wert zu der tatsächlichen Akkulaufzeit. Xiaomi gibt erneut an, dass die Akkulaufzeit bei 14 Tagen liegt, wie schon bei den Vorgängern. Bei starker Nutzung verspricht Xiaomi immer noch neun Stunden.

Die Kapazität wurde dieses Mal jedoch von 125 auf 180 mAh erhöht, sodass man meinen könnte, dass wir beim Smart Band 7 den 14 Tagen wieder näherkommen (Zur Erinnerung: Beim Test des Xiaomi Mi Band 5 kam ich auf zehn Tage, beim Test des Mi Band 6 auf siebeneinhalb). In der Nacht auf Montag hab ich das Teil komplett aufgeladen und bin jetzt nach etwas mehr als vier Tagen bei 34 Prozent Akku angelangt.

Würde bedeuten, dass ich tatsächlich eher so im Bereich von sechs Tagen ankomme. Dazu zwei Gedanken:

  1. Ja, das würde mir immer noch absolut ausreichen, wenn ich nur alle sechs Tage zur Steckdose muss.
  2. Während des Tests hab ich bis auf das Always-On-Display so circa alles angeknipst, was man in der App aktivieren kann.

Mein Herzschlag wird also minütlich gemessen, ich überwache meinen Sauerstoffgehalt im Blut permanent, die Messenger, Facebook und Twitter ballern dauernd und ich lasse auch meinen Schlaf tracken. Entscheidet selbst, ob Euch meine vermuteten sechs Tage ausreichen würden, wenn die volle Feature-Kapelle aufspielen soll. Ich werde diesen Abschnitt jedenfalls noch einmal updaten, sobald ich ein, zwei Wochen normale Nutzung hinter mir habe.

Nehmt diese sechs Tage also erst einmal nur als einen Richtwert für Heavy-User. Was das Laden angeht, vermisse ich nach wie vor Wireless Charging. Gegenüber dem Vorgänger hat sich nichts verändert: Das viel zu kurze Ladekabel verbindet sich dank Magnetkontakt mit dem Wearable und lädt es binnen zwei Stunden komplett auf.

Fazit

Ein bisschen fühlt es sich an wie immer: Ein neues Mi Band ist immer irgendwie vertraut, auch wenn Xiaomi beschließt, den Fitnesstracker jetzt “Smart Band” zu nennen. Es ändert sich von Version zu Version nie so viel, dass man überfordert wäre – aber dennoch genug um zu erkennen, wie punktgenau die Chinesen ihr Produkt optimieren.

Blick aufs Smart Band 7, das auf einem Tisch liegt
Beim Armband und dem Verschluss setzt Xiaomi auf Altbewährtes. / © NextPit

Persönlich freue ich mich über das größere, hellere Display. Das Always-On-Display mag für manchen wirklich nice-to-have sein, ich persönlich brauche es nicht. Funktionstechnisch sind die Verbesserungen eher marginal, wenngleich die Vervierfachung der Sportmodi schon wuchtig wirkt. Ich hadere noch ein wenig mit Xiaomis App-Politik, die mir zunehmend undurchdringlicher erscheint. Dennoch glaube ich, dass wir nur ein, zwei Software-Updates davon entfernt sind, dass die Mi-Fitness-App so zuverlässig arbeitet, wie wir es von der Mi-Fit-App gewohnt waren.

Nach wie vor vermisse ich GPS und fast noch dringender mittlerweile NFC. Da verstehe ich einfach nicht, wieso es in China eine NFC-Variante gibt und der globale Markt nicht damit versorgt wird. In der Pandemie hab ich mir angewöhnt, per Smartphone zu bezahlen und ich würde es genießen, könnte ich das Handy in der Tasche lassen und mit dem Smart Band bezahlen. Im Jahr 2022 ist das wahrlich kein Hexenwerk.

Kommen wir abschließend zum Preis: Ist es eigentlich tatsächlich so, dass Xiaomi jedes Jahr seit dem Xiaomi Mi Band 5 einen Zehner aufschlägt? Der Anstieg auf knapp 60 Euro ist meines Erachtens nicht gerechtfertigt. Aber mit Blick auf den Markt, der den Straßenpreis sicher flott wieder unter 50 Euro drücken wird, können wir wohl guten Gewissens wieder 4,5 Sterne vergeben. Zumal es auch aktuell bereits Earl-Bird-Aktionen gibt, die Euch das Gerät für knapp 50 Euro kaufen lassen.

Wie beim Mi Band 6 gilt aber auch hier: Wer den direkten Vorgänger besitzt, kann ruhigen Gewissens dieses Jahr aussetzen und aufs Smart Band 8 warten.

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Carsten Drees

Carsten Drees

Fing 2008 an zu bloggen und ist irgendwie im Tech-Zirkus hängengeblieben. Schrieb schon für Mobilegeeks, Stadt Bremerhaven, Basic Thinking und Dr. Windows. Liebt Depeche Mode und leidet mit Schalke 04.

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4 Kommentare

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  • Dogbert vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    - Anscheinend deutlich bessere Komponenten (vermutlich vergleichbar oder besser als Fitbit Charge 3)
    - 3 Dinge trackt es nun kontinuierlich wie z.B. Sauerstoff (SPO2 Sensor), was Band 6 nur bei Anforderung konnte. Dadurch alleine reduziert sich die Laufzeit auf ca. 5 Tage ... genau wie bei Fitbit Charge 3 ... was auch ohne "always on display" 5 Tage lief - soll per Default sowieso nicht aktiviert sein)
    - schon bei Band 4 war Bildschirm viel besser als bei Charge 3 (soll laut Test beim aktuellen Band 7 und aktuellen Charge 5 weiterhin so sein)
    - kann mit Apple Health (ich nutze hauptsächlich iOS, obwohl ich nebenbei auch Android App Entwickler bin) synchronisieren, aber Fitbit (nun von Google) weiterhin nicht (ok, Fitbit kann mit Google Health synchronisieren ... Google hasst anscheinend Apple, obwohl sie von iOS viel raubkopiert hatten und deshalb eine echte Konkurrenz werden konnten und daher Apple verärgerter über Google sein müsste)
    - hat leider kein GNSS-Chip (Laien nennen dies GPS-Chip, aber GPS ist zwar global, aber nur von USA und die Chips können in der Regel auch europäisches Galileo, chinesische Beidu und russisches Glonass), aber ist weiterhin deutlich preiswerter als ein Fitbit Charge 5
    - bedenklich, dass Daten mit chinesischen Servern synchronisieren und China laut ihrem Recht jederzeit vollen Zugriff darauf haben können (bei Fitbit ist dies höchstens USA und dort wiederum deutlich eingeschränkter als in China)
    - Bildschirm ist noch besser geworden

    Minuspunkte sind weiterhin keine automatische Helligkeitsregelung, wobei die automatische Helligkeitsregelung bei Fitbit Charge 3 und laut Fitbit Foren bei 4 und anderen Geräten auch sehr schlecht ist (nach nur 2 Jahren ist Bildschirm nur schlecht sichtbar und unter Sonnenlicht überhaupt nicht - das Band hingegen schon)

    Ob schlechtes Schlafttracking, weiß ich noch nicht genau. Bei Mutti ist auf dem Band 4 das Schlaftracking schlecht gewesen. Sie hat nun über Aldi in Spanien das Band 5. Ob Qualität dort besser, weiß ich nicht (ca. 2000km entfernt). Jedenfalls ist das Schlaftracking nur abhängig von einem guten Algorithmus, denn die Sensoren sollen gut sein. Dass Xiaomi nun wieder mit einer neuen App synchronisiert, nämlich mit Mi Fitness, und diese App nun von Xiaomi selbst ist, gibt mir die Hoffnung, dass sie die Schlafauswertung mit der Zeit deutlich besser ausarbeiten werden (die Schlafauswertung bei Fitbit Charge 3 sieht manchmal sehr abenteuerlich aus ... ohne Schlaflabor aber schwer festzustellen, wie vertrauenswürdig deren Auswertung ist, aber sie ist auf jeden Fall besser als bei Band 4 (jetzt) und anscheinend als bei Band 7 weiterhin. Aber wie gesagt, der Algorithmus kann aktualisiert werden).

    Also es gibt gute Gründe für das Xiaomi Smart Band 7, wenn man von der Synchronisation mit chinesischen Servern absieht (habe ich eingeschränkt - ich mit Pseudonamen registriert mit einer E-Mail-Adresse auf meinem Server und einer mir gehörenden DENIC-Domain und erlaube der App keinen Zugriff auf meine E-Mails, SMS usw. ... also technisch und theoretisch könnten sie das Profil mir eindeutig zuweisen, aber praktisch haben sie diverse Hürden, die auch wegen der Sanktionen sehr wahrscheinlich nicht überwunden werden können, so dass sie mich eindeutig identifizieren können ... klar, falls ich China besuche, kommt das Mi Band natürlich nicht mit).


    • Dogbert vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Addendum:
      Der Wunsch nach NFC könnte man sich zwar erfüllen, indem man aus China deren Modell kauft (ja, Beschriftung ist zwar chinesisch, aber sobald man es mit Zepp Life von Huami oder besser mit Mi Fitness von Xiaomi synchronisiert, wird auch gleich die Sprache im Gadget eingestellt ... man muss also nicht Chinesisch können um das Band bedienen oder um die Sprache ändern zu können ...)., aber dieses NFC verlangt sowieso nur chinesische Kreditkarten, deren Bezahlungssystem mit unserem SWIFT nichts zu tun hat. Man kann bei einem Dienstleister eine virtuelle chinesische Kreditkarte erstellen lassen, das mit einem deutschen Bankkonto verbunden ist und dann kann man in Xiaomis Band mit NFC die Bezahlfunktion eintragen lassen, die anschließend auch hier im westlichen Geschäften funktioniert, aber den Namen des Dienstleisters nenne ich nicht, weil China aus gutem Grund Sanktionen auferlegt sind und sie den egoistischen rücksichtslosen Blitzkrieg von Putin durch Schweigen befürworten (und evtl. als Blaupause für deren egoistische rücksichtslose Einnahme Thailands sehen - China hatte Russland/Put(a)in darum gebeten, den Blitzkrieg erst nach der Olympiade anzufangen ...). Naja, mit einer SE findet man sowieso schnell den Namen, aber hoffentlich finden dies nicht viele ... klar, durch den Kauf von diesem Gerät habe ich auch etwas mitschuldig gemacht, aber ich hoffe nicht viel (viele andere nutzen viel mehr von China und begehen vermutlich unabsichtlich große Fehler, wodurch China über diejenigen fast alles erfährt ...).

      Was ich wirklich gerne im Gerät haben würde, ist ein GNSS-Chip, aber evtl. wollten die das nicht, da bei Nutzung von so etwas das Band evtl. nur noch Stunden oder paar Tage halten würde (und seien wir ehrlich: wenn es kein Kontaktabbruch mit dem Smartphone hat, ist ein unabhängiger GNSS-Chip vermutlich nur nützlich, um beim Schwimmen nicht ein Smartphone mit sich führen zu müssen).

      Addendum 2:
      Es ist gut, dass es kein Wireless Charging hat. Mein iPhone hat leider diese Funktion, aber ich nutze es absichtlich nicht, denn beim drahtlosen Laden geht sehr viel Energie verloren. Ungefähr 50% der Energie geht verloren, während per Kabel sehr viel weniger verloren geht.


  • Tim vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    - Deutlich teurer
    - trotzdem kein GPs
    - nicht mal NFC
    - schlechtes Schlaf-Tracking
    - verzögerte Benachrichtigungen
    - keine automatische Helligkeitsregulierung

    und gefühlt noch zig andere Sachen.

    Kann ehrlich gesagt kein bisschen nachvollziehen, wieso das Teil dann 4,5/5* bekommt. Vor allem angesichts des (viel) höheren Preises.


    • Dogbert vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      "verzögerte Benachrichtigungen" ist überhaupt kein Argument. Weißt du woher der Fehler stammt? Von der App? Kann sein, aber muss es nicht sein. Evtl. war physisch das Handy dafür verantwortlich (unwahrscheinlich), oder im Betriebssystem ist etwas schlecht implementiert oder defekt (durchaus möglich), oder die Modifikation von Android durch den Handyhersteller ist schief (ist im Bereich des Möglichen - als App Hersteller muss ich z.B. die Telefonie App für verschiedene Hersteller anpassen, weil sie z.B. unterschiedliche Pause-Zeichen verwenden) oder die Policy im System ist viel zu scharf (Huawei ist einer der Schlimmen - evtl. wurde das Benachrichtigungssystem wegen Huaweis Policy gekillt und ist dann irgendwann hier in dem Fall zu spät neu gestartet worden, weshalb der Fehler nicht bei der App gewesen sein muss). Das alles kann man nicht wissen, weil du nicht weißt, was für ein Android Handy er hat, welche Version er installiert hat, welche dämlichen Modifikationen der Handyhersteller am Betriebssystem vollzogen hat und wie er überhaupt mit diesem Mobilgerät umgeht.

      Dass es kein GNSS-Chip hat, ist nur in wenigen Fällen blöd, aber ist in der Regel nicht nötig, da man sein Smartphone in der Regel dabei hat. Wenn Xiaomi evtl. wegen Sanktionen nur das chinesische Bezahlsystem mit dem physischen NFC-Chip implementieren kann, will oder darf, dann bringt das NFC im Westen außer über umständliche Umwege nichts. Nur weil etwas NFC hat, kann man es nicht automatisch mit allen NFC-Terminals verwenden.

      Der genaue Preis ist noch nicht ganz klar, weil es am Anfang höher liegt, aber angeblich sind viele Komponenten ausgetauscht worden, also vermutlich qualitativ besser sind und das rechtfertigt evtl. einen höheren Preis.

      Da die jetzige Mi Fitness App von Xiaomi und nicht Huami ist, wird in Zukunft hoffentlich der Algorithmus zum Auswerten der Schlafdaten deutlich verbessert. Doof ist es für Leute, die bei Zepp Life App bleiben müssen und dieser dann keinen besseren Schlafüberwachungsalgorithmus implementiert. Dann steht es dem Fitbit Charge 3 in nichts mehr nach, was qualitativ sehr viel empfindlicher ist, also schnell kaputt geht, und einen sehr schlechten Bildschirm hat (also schon nach zwei Jahren der Bildschirm erheblich dunkler ist und nach einem weiteren Jahr noch dunkler ist und bei Tageslicht überhaupt nicht auf dem Bildschirm erkennen kann). Und evtl. kann man bei Wearables keine gute automatische Helligkeitsregelung implementieren, denn bei Fitbit Charge 3 und laut Forum auch bei 4 und anderen Geräten wie Watches ist dies abgrundtief schlecht implementiert.

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