Gewinner & Verlierer: Wearable-Vormarsch und Huaweis Strategiewechsel

Gewinner & Verlierer: Wearable-Vormarsch und Huaweis Strategiewechsel

Eine weitere Woche endet und diesmal ist es an mir, die Gewinner und Verlierer der Woche zu küren. Dabei ist das Wachstum des Wearables-Markt ein echtes Highlight, während es Huawei immer schwerer fällt, ums Überleben zu kämpfen. Stimmt Ihr meiner Auswahl zu oder habt Ihr weitere Kandidaten?

Nachdem in der letzten Woche aufgrund der Google I/O die Hölle los war in der Tech-Welt, hat sich das News-Geschäft in dieser Woche wieder eingependelt. Das hält allerdings nicht lange an, denn mit der WWDC steht am 7. Juni schon das nächste Mega-Event ins Haus.

Aber lasst uns die Ruhe in dieser Woche noch einmal nutzen, um uns die Gewinner und Verlierer anzuschauen. Wie Ihr das von diesem Artikel kennt, geht es erst einmal um einige "normale" News, die letzte Woche spannend waren.

Nach einer Reihe von Ankündigungen vor zwei Wochen während der Google I/O hat sich das Nachrichtenaufkommen in dieser Woche wieder auf ein normales Maß eingependelt. Das wird allerdings nicht lange anhalten, denn mit Apples WWDC steht das nächste Mega-Event ins Haus.

Also lassen wir es noch einmal ruhig angehen und starten mit News, die letzte Woche ganz wertfrei spannend waren.

Rollout für Google Fuchsia gestartet

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Die erste Generation des Smart Display bekommt das neue Betriebssystem zuerst / © NextPit

Google bestätigte diese Woche, dass es mit dem stillen Rollout von "Fuchsia" begonnen hat. Das eigene Betriebssystem wird dabei zuerst an die erste Generation des Google Nest Hub ausgerollt. Das seit vielen Jahren in der Entwicklung befindliche Betriebssystem basiert nicht wie seine Brüder Android und ChromeOS auf GNU / Linux, sondern setzt auf einen eigenen Kernel.

Trotz der strukturellen Veränderung sollte sich die Bedienung des alten Nest Hub – lest den Testbericht der neuen Generation über den Link direkt über diesem Absatz – nicht ändern, da das System mit dem plattformübergreifenden App-Entwicklungskit Flutter kompatibel ist. Auf Anfrage von 9to5Google hat das Unternehmen weder einen Zeitplan für die Verbreitung von Fuchsia bestätigt, noch wann wir das System auf anderen Geräten erwarten können.

Apples iPhone 12 Pro Max gewinnt den Blindtest der NextPit-Community!

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Die NextPit-Community wählte die Kamera des iPhone 12 Pro Max zur besten unter den Smartphones! / © NextPit

Diese Woche haben wir die Ergebnisse des Handykamera-Blindtests veröffentlicht. Dabei habt Ihr Euch zwischen Handyfotos entschieden, ohne zu wissen, zu welchem Gerät sie gehören. Zur Überraschung der Specs-Liebhaber war das iPhone 12 Pro Max der Sieger, sowohl in der Gesamtzahl der Stimmen als auch bei der Vergabe von Punkten für jede der 11 bewerteten Kategorien.

Im Test waren außerdem das Oppo Find X3 Pro, das Samsung Galaxy S21 Ultra, das OnePlus 9 Pro und das Xiaomi Mi 11 Ultra. Um die Fotos und das Voting zu sehen, geht einfach auf den obigen Artikel. Das Ergebnis zeigt einmal mehr, dass die Bildqualität nicht nur von der Anzahl der Megapixel abhängt ...

Google knüpft Mail und Fotos besser aneinander

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Die Funktion wird für private und geschäftliche Konten in Gmail angeboten. / © Google

Eine weitere Neuerung gab's bei Google! Wenige Tage nach der Google I/O und knapp eine Woche vor den Änderungen bei Google Fotos verknüpft das Unternehmen seine Dienste "Gmail" und "Google Fotos" besser. Dabei findet Ihr bei Bildern, die an E-Mails angehängt sind, bald einen neuen Knopf.

War es bislang nur möglich, Dateien über einen Shortcut direkt im Google Drive zu sichern, könnt Ihr Fotos bald auch direkt zu Google Fotos schicken. Das ist natürlich praktisch, allerdings werden sicher einige Nutzer auf eine andere Foto-Cloud ausweichen.

Wie Ihr zu den Änderungen bei Google Fotos steht, könnt Ihr uns in der Umfrage der Woche mitteilen!

Gewinner der Woche: Wearable-Boom inmitten der Pandemie

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Die Apple Watch führt weiterhin das Smartwatch-Segment an! / © NextPit

Unser Gewinner der Woche ist zugegeben etwas diffus: Es ist das Wearables-Segment als Ganzes. Denn laut Zahlen des Beratungsunternehmens IDC hat die Branche im ersten Quartal 2021 einen Umsatzrekord aufgestellt. Die Gesamtzahl der Auslieferungen übertrafen das Vorjahr dabei um 34,4 Prozent.

Im Vergleich zum letzten Quartal 2020 sind die Zahlen zwar gesunken, aber das ist nach dem Weihnachtsgeschäft ziemlich üblich. Zum ersten Mal allerdings, so die IDC-Analysten, wurden in einem ersten Quartal mehr als 100 Millionen Geräte verkauft.

Apple sei zudem an der Spitze des Segments, zu dem neben der Apple Watch auch die AirPods und Beats-Kopfhörer gehören. Danach kommt Samsung, die mit Xiaomi Plätze tauschten und den zweiten Platz einnahmen. Xiaomi ist also auf dem dritten Platz und dann kommt schon unser Verlierer der Woche: Huawei belegt den vierten Platz mit einer echt guten Leistung auf dem chinesischen Markt. Aber warum ist Huawei dann der Verlierer?

Verlierer der Woche: Huaweis Höllenfahrt nimmt kein Ende

Ren Zhengfei
Der Gründer des chinesischen Riesen forderte das Unternehmen heraus, die Führung im Bereich Software zu erreichen! / © Huawei

Die Lösung folgt zugleich: Diese Woche wird ausgerechnet die "Herstellerseite" des Unternehmens zum Verlierer der Woche gekürt. Inmitten der von den USA verhängten Wirtschaftssanktionen betonte der Gründer der Marke, Ren Zhengfei, in einem internen Memo, dass sich das Unternehmen auf Software konzentrieren müsse. Das berichtet die Agentur Reuters.

Die Entscheidung ist nicht gerade eine Überraschung. Denn der Zweck der unter Präsident Donald Trump verhängten Restriktionen der USA bestand genau darin, die Produktion der chinesischen Marke einzuschränken. Dabei wurden selbst für die Herstellung von Software Sondergenehmigungen nötig. Die Produktion bei Huawei ist dadurch sehr komplex und erfordert sogar für die Herstellung von Huawei-eigenen Komponenten Sondergenehmigungen.

Da es keine Anzeichen dafür gibt, dass die derzeitige US-Regierung die verhängten Sanktionen beenden wird, bleiben eine Reihe von Unsicherheiten in Bezug auf die Konsumgütersparte von Huawei stärker betroffen. Insbesondere im High-End-Smartphone-Segment, das von der Wirtschaftsblockade stärker betroffen ist.

Laut Ren ist die Softwareentwicklung der Schlüssel, um eine größere Unabhängigkeit zu erlangen. Hierfür entwickelt Huawei schließlich auch ein eigenes Betriebssystem namens HarmonyOS, das als Alternative zu Android entwickelt wird. Hierzu könnte es in den nächsten Tagen noch ein paar Neuigkeiten geben, wird im Netz gemunkelt. Das OS-Profil auf dem sozialen Netzwerk Weibo hat nämlich bereits vorweggenommen, dass HarmonyOS auf der nächsten Smartwatch des Unternehmens zum Einsatz kommen soll. Dessen Start ist für diesen Mittwoch, also den 2. Juni, geplant.

Und somit kennt Ihr sie – die Gewinner und Verlierer dieser Woche. Stimmt Ihr unserer Auswahl zu oder habt Ihr Einwände? Teilt es uns in den Kommentaren mit und nehmt dabei gerne eigene Vorschläge auf.

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7 Kommentare

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  • Ich habe nun einige Monate nicht mehr viel mit Android zu tun gehabt und habe auch die HarmonyOS Entwicklung nicht mehr weiter verfolgt aber ich wundere mich ein bisschen dass das immer noch ein Thema ist. Schon als T. die Sanktionen einführte war doch klar das man nur noch per Googles Gnaden existiert. Heute wo Supermächte ihre Interessen schonungslos durchdrücken, müsste doch eigentlich klar gewesen sein das man sich unabhängig machen muss.


  • Wieviel Leute haben hier über Trump gemotzt (Sanktionen ) gegen Huawei und jetzt ? Joe Biden läßt alles so wie von der Trump Regierung beschlossen regt sich aber keiner mehr drüber auf. Fand den Trump auch nicht i.O aber da kann man mal sehen wie die Bevölkerung beeinflußt wird wenn die Presse jeden Tag über eine Person schlecht schreibt ( war bei Trump ja der Fall )

    Gelöschter Account


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Das hat nur rein gar nichts damit zu tun.
      Menschen sind schnelllebig. Es wird sich über was aufgeregt und selbst wenn sich nichts ändert, ist das Thema spätestens wenige Wochen später gegessen und das nächste Thema ist spannender.
      Das sieht man immer wieder überall.

      Über Trump hingegen wurde nicht negativer berichtet, als über andere. Der Typ IST so ein riesiger Vollidiot, dass selbst eine neutrale Berichterstattung negativ wirkt.


      • Aha, und das weißt du, weil du Trump persönlich kennst, oder weil du es der hiesigen Presse entnommen hast? Die absolute Mehrheit der Journalisten stehen laut Umfrage links der Mitte. Im ÖRR wählen 92% der Volontäre Rot / Grün. Einfach mal googeln.
        Mit heimischen Presseerzeugnissen muss man ganz vorsichtig sein.
        Objektivität ist hier nicht mehr zu finden.


    • Weshalb soll man sich darüber aufregen. Bringt doch eh nichts. Solange die Menschen nicht auf die Straße gehen wird sich nichts ändern.


    • Trump hat sich wenig demokratisch gezeigt. Sein Regierungsstil ähnelte eher einem Despoten. Sanktionen gegen ZTE und Huawei wurden schon unter Obama diskutiert, aber Obama hat mehr Wert auf Diplomatie gelegt.

      Würde Biden jetzt die Sanktionen zurücknehmen, würde er sein eigenes Land gegenüber China schwächen. Und ganz nebenbei muss keine Diskussion mehr geführt werden, wie man China sonst noch zügeln könnte.


    • Biden hat nicht alles gelassen, was Trump angerichtet hat.
      Biden ist zurück ins Pariser Klimaabkommen, das ohne die USA als zweit größten Emittenden von Treibhausgasen gar nicht funktionieren kann. Biden hat Corona Ernst genommen und für eine hohe Impfquote in den USA gesorgt. Biden hat schon jetzt mehr richtig gemacht, als Trump in seiner ganzen Amtszeit.
      Zwar gibt es auch Reibungspunkte zwischen den USA einerseits und Europa/Deutschland anderseits, z.B. in der Corona-Impfstofffrage und bei Northstream II und natürlich vertritt Biden hier in erster Linie amerikanische Interessen. Das kann man ihm als gewählten US-Präsidenten auch nicht vorwerfen. Aber anders als Trump setzt er diese Interessen nicht mehr rücksichtslos durch, sondern kann diese Interessen, auch diese Fähigkeit muss man Trump absprechen, zumindest gegen andere abwägen. So ist auch Biden gegen Northstream II, aber er hat sich schon in dem Sinn geäußert, dass ihm diese Gegnerschaft nicht wert ist, die Beziehungen zu Deutschland ruinieren. Geostrategische ist Northstream II ohnehin als bedeutungslos einzustufen, es hat eher Symbolwert.
      Ob Biden den sinnlosen Handelskrieg mit China begonnen hätte bezweifle ich auch. Allerdings ist es eine Mammutaufgabe für ihn, die durch Trump tief gespaltene Nation wieder zu einigen. Hierfür sind die China-Sanktionen, die er nur fortführen muss, ein Mittel des Entgegenkommens seinen Gegnern gegenüber, das zunächst keinen allzu hohen Preis hat.
      Wie sich Biden in der Guantanamo-Frage oder der des Abhörens verbündeter Politiker verhält bleibt abzuwarten, und überhaupt ist es zu früh, jetzt schon seine Amtszeit zu bewerten.
      Aus europäischer Sicht kann der Maßstab für eine solche Bewertung auch nicht Trump sein, damit würde man es ihm sehr einfach machen, sondern schon eher sein ehemaliger Vorgesetzter Obama.

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