Gewinner und Verlierer: WhatsApp und Apple tauschen Rollen

Gewinner und Verlierer: WhatsApp und Apple tauschen Rollen

In den Gewinnern und Verlieren der vergangenen Woche sind die Rollen ziemlich vertauscht! Denn während Apple in unserer wöchentlichen Kolumne eigentlich immer ganz gut abschneidet, steht das Unternehmen aus Cupertino diese Woche auf der Verliererseite. Ausgerechnet WhatsApp ist dabei auf dem Podest für Gewinner. Verwundert? Dann solltet Ihr unbedingt weiterlesen!

Doch bevor wir zu den Gewinnern und Verlieren kommen, spanne ich Euch noch ein wenig auf die Folter. Denn neben den Spitzenpositionen gab es diese Woche weitere Ereignisse, die in diesem Artikel Erwähnung finden sollen. Habt Ihr die letzte Woche schon verfolgt, springt am besten direkt zum Ende dieses Artikels!

WhatsApp wird eine eigene App für Tablets bekommen

Zu den Highlights der Woche bei NextPit gehörte ein Leak, das Neuigkeiten zu WhatsApp offenlegte. Denn offenbar arbeitet der weltweit beliebteste Messenger an einer nativen Tablet-App. Nach der Analyse des WhatsApp-Beta-Codes veröffentlichte die Website WABetainfo Screenshots, die zeigen, dass ein iPad mit dem Haupt-WhatsApp-Konto verbunden ist.

Eine Erleichterung für all diejenigen, die WhatsApp auf dem Tablet nutzen wollen. Denn wie Ihr im verlinkten Artikel erfahrt, ist dieses Vorhaben derzeit nur über WhatsApp Web realisierbar. Künftig könnte die Multi-Device-Funktion die Nutzung der App nativ auf dem iPad unterstützen. Dies gilt auch für Tablets mit dem Betriebssystem Android. Weitere Einzelheiten dazu findet Ihr im Artikel über die neusten Tablet-News bei WhatsApp.

WhatsApp Tablet WhatsApp könnte bald eine eigene App für das iPad bekommen. / © NextPit

Release von Android 12 steht kurz bevor

Richtig, die neue Version des Google-Betriebssystems steht kurz vor der offiziellen Ankündigung. Das liegt daran, dass am Mittwoch, dem 25. August, das neueste Update für die Beta-Version von Android 12 veröffentlicht wurde. Google hat in der Beta 4.1 die letzten Fehlerbehebungen für das System auf den Pixel-Smartphones vorgenommen und wie üblich keine neuen Funktionen hinzugefügt. Die Einzelheiten gibt's in unserem Beitrag zum jüngsten Update der Android-Beta.

Damit sind wir der offiziellen Ankündigung von Android 12 sehr nahe, da das System mit diesem Update die Plattformstabilität erreicht hat. Natürlich kann es sein, dass Google noch vor der Markteinführung Verbesserungen am Betriebssystem vornimmt. Aber wenn man zurück auf Android 11 und Android 10 blickt, sollte der nächste Monat einige gute Überraschungen für uns bereithalten!

Google stellt die Android Auto-App ein

Und wenn wir schon beim Thema Android 12 sind: Das neue Betriebssystem scheint bereits ein neues Opfer gefunden zu haben. Nach der Bestätigung, dass Google ein beliebtes Design-Feature in der nächsten Version von Android fallen lässt, hat der Suchgigant angekündigt, dass die App "Android Auto" eingestampft wird. Der Grund: der neue Fahrmodus im Google Assistant.

Einerseits ist es wichtig, dass Google endlich dagegen vorgeht, dass sich Funktionen ständig im Betriebssystem wiederholen. Allerdings ist es beunruhigend zu sehen, dass der Assistant mehr und mehr Aufmerksamkeit von Google erhält. Das führt dazu, dass mehr Menschen auf alternative Dienste verzichten und noch mehr auf den virtuellen Assistenten des Suchmaschinenriesen umsteigen müssen.

YouTube auf dem iPhone hat jetzt einen Bild-in-Bild-Modus

Wenn Ihr ein iPhone besitzt und YouTube-Fan seid, ist das vielleicht die beste Nachricht der letzten Tage: Der Bild-im-Bild-Modus (PiP) ist – zwar noch in der Testphase – wieder in der YouTube-App für iOS verfügbar.

Der weniger erfreuliche Teil dieser Nachricht ist jedoch, dass diese Option nur für Abonnenten des Premium-Tarifs von YouTube reserviert ist. Mit dem PiP-Modus könnt Ihr ein YouTube-Video in einem schwebenden Fenster auf Ihrem iPhone-Bildschirm ansehen, während Ihr zum Beispiel WhatsApp verwendet oder im Internet surft.

Und natürlich gibt es auf NextPit bereits ein Tutorial, das Euch zeigt, wie Ihr den Bild-in-Bild-Modus aktivieren könnt!

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Mit YouTube-Premium könnt Ihr nun YouTube-Videos ansehen, während Ihr das System durchsucht. / © NextPit

Gewinner der Woche: Wer nutzt WhatsApp?

Vor fast drei Monaten beherrschte die Debatte über die Änderungen der Nutzungsbedingungen von WhatsApp die Titelseiten der meisten Tech-Magazine. Während wir bisher noch keine Konsequenzen hinsichtlich des Akzeptierens oder Nicht-Akzeptierens der neuen Nutzungsregeln gesehen haben, sind diese Woche einige Neuigkeiten am Horizont aufgetaucht.

Wie das Team von WABetaInfo berichtet, müssen die neuen Geschäftsbedingungen von WhatsApp in Zukunft nur noch von denjenigen akzeptiert werden, die mit bestimmen Geschäftskonten kommunizieren wollen. Wenn Ihr die neuen Geschäftsbedingungen der Messaging-App also noch nicht akzeptiert haben, müsst Ihr das offenbar auch nicht mehr tun. Und schon bald verschwindet das nervige Pop-Up-Fenster, das Euch zum Bestätigen aufruft.

WhatsApp AGB Optional NextPit
Tauchte im WhatsApp-Beta-Code auf: Künftig müssen die neuen Geschäftsbedingungen von WhatsApp nur noch von denjenigen akzeptiert werden, die mit Geschäftskonten kommunizieren wollen. / © Wabetainfo

Kurz gesagt: Ihr, die WhatsApp nutzt, seid die Gewinner der Woche, da auf Euch wohl keine Konsequenzen seitens Facebook zukommen. Allerdings hat Facebook diese Informationen noch nicht offiziell bestätigt. Da die Infos von WaBetainfo aber eigentlich echt zuverlässig sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Gerücht wahr ist, ziemlich hoch. Also, lasst uns feiern!

Für weitere Details zu diesem Thema schaut Euch Bens News zu den neuen AGB-Entwicklungen beim Messenger an.

Verlierer der Woche: Apple erlaubt Minderjährigen leichten Zugang zu Pornos im App Store

Apple sagt, dass es die App Store-Entwickler streng kontrolliert, um die Verbraucher vor schädlichen Inhalten zu schützen. Aber es hat nicht einmal den offensichtlichsten Schutz für minderjährige Nutzer eingerichtet. Wenn Apple bereits weiß, dass ein Nutzer unter 18 ist,  wie kann das Unternehmen ihm dann erlauben, Apps für Erwachsene herunterzuladen?

Die obige Erklärung stammt von Michelle Kuppersmith, Geschäftsführerin der Campaign for Accountability (CfA), die das Technology Transparency Project (TTP) fördert. Ihr zufolge schränkt Apple den Zugang Minderjähriger zu nicht-jugendfreiem Material im Shop viel zu wenig ein. Darüber hinaus werden grundlegende Sicherheitsmaßnahmen für Kinder ignoriert.

Am Mittwoch veröffentlichte die Zeitung The Guardian die Ergebnisse einer CfA-Studie, die Apples App-Shop als unsichere Plattform für Kinder ausweist.

Zu diesem Zweck gab sich die Organisation mit einer Apple-ID als 14-Jähriger aus und untersuchte rund 80 im AppStore verfügbare Apps, die als Inhalte für Personen ab 17 Jahren ausgewiesen waren. Auf diese Weise konnte nachgewiesen werden, dass es bei den meisten Diensten sehr einfach war, die Altersbeschränkungen zu umgehen und so Zugang zu solchen "verbotenen" Inhalten zu erhalten.

Bei einigen der in der Studie genutzten Dienste handelte es sich um Dating- und Chat-Apps für Erwachsene. Darin enthalten sind natürlich viele explizite Bilder, und in mindestens einem dieser Dienste war es möglich, ohne Altersbeschränkung auf pornografische Inhalte zuzugreifen.

In 37 dieser Apps gab es eine weitere kritische Sicherheitslücke: Es war möglich, sich mit der Apple-ID als neuer Benutzer zu registrieren, auch wenn das Konto mit einem minderjährigen Profil verknüpft war.

Kurz gesagt: Das Ergebnis der Studie ist, dass Apple ein gefährliches Ökosystem für Minderjährige hat. Und, seien wir ehrlich, das ist nicht gerade das, womit das Unternehmen wirbt. Tatsächlich hat Apple seine Sicherheits- und Datenschutzrichtlinien schon immer als Aushängeschild für seine Werbekampagnen genutzt, insbesondere wenn es um Kinder geht.

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