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Gewinner & Verlierer: Das iPhone 13 Pro räumt ab, der Handymarkt schrumpft

Gewinner & Verlierer: Das iPhone 13 Pro räumt ab, der Handymarkt schrumpft

Apple hat 2021 das beste Kamera-Smartphone am Start! Wie wir das behaupten können? Ganz einfach: Die NextPit-Community hat das iPhone 13 Pro zum Handy mit der besten Kamera des Jahres gewählt – ohne es zu wissen! Aber wir müssen in unserer Sonntagskolumne auch unschöne Themen anpacken. Beispielsweise den schrumpfenden Smartphone-Markt.

Bevor wir jedoch über die Gewinner und Verlierer der Woche sprechen, möchte ich Euch wie üblich fünf Highlights aus der NextPit-Berichterstattung der letzten Tage vorstellen:

Gewinner der Woche: iPhone 13 Pro ist am besten für Fotos geeignet

Zwischen dem Start unseres Kamera-Blindtests und der Bekanntgabe des Endergebnisses lagen genau sieben Tage. So lange konnte die NextPit-Community für die Bilder der fünf Smartphones voten, die hier um die Auszeichnung "Top-Kamera des Jahres" kämpften.

Und der Wettbewerb war hart! Wie mein Kollege Stefan Möllenhoff feststellten konnte, haben von den insgesamt 16.575 Stimmen am Ende nur 17 den Unterschied gemacht. Um Euch einen Eindruck zu geben: Das iPhone 13 Pro lag nur 1 Punkt vor dem Google Pixel 6 Pro. Mit gehörigem Abstand folgten auf diese beiden dann Samsung Galaxy S21 Ultra, OnePlus 9 Pro und Oppo Find X3 Pro.

NextPit Apple iPhone 13 Pro camera back
Das ist die beste Smartphone-Kamera im Jahr 2021 / © NextPit

Unser Test sollte die Meinung derjenigen unter Euch widerspiegeln, die riesiges Interesse an der Entwicklung der Smartphone-Kameras zeigen. Daher möchten wir uns bei allen bedanken, die sich die Zeit genommen haben, jedes Foto zu analysieren und das ihrer Meinung nach beste Foto auszuwählen. Vielen Dank, liebe NextPit-Community!

Verlierer der Woche: Smartphone-Markt schrumpft

In der Kolumne der letzten Woche wurde Apple zum Sieger gekürt, weil das Unternehmen das Geschäftsjahr mit dem besten Ergebnis seiner Geschichte abgeschlossen hat. Bereits am vergangenen Donnerstag wurde Samsung in einem Bericht von Counterpoint Research als führender Hersteller auf dem Smartphone-Markt in Kontinentaleuropa im dritten Quartal 2021 genannt.

Auch Xiaomi verdient es, an dieser Stelle hervorgehoben zu werden, da das Unternehmen mit einem Wachstum von 51 % gegenüber dem Vorjahr nach Marktanteilen den zweiten Platz in Europa erklimmen konnte.

Europe Smartphone Market Q3 2021
Samsung behauptet seine Führungsposition in Europa, zeigt aber Anzeichen für einen Rückgang im Jahr 2021 / © Counterpoint Research

Doch trotz des großen Erfolgs von Geräten wie dem iPhone 13 und dem Galaxy Z Flip 3 ist der Smartphone-Markt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig. Und das hängt nicht unbedingt damit zusammen, dass die Menschen das Interesse an Mobiltelefonen verlieren.

Nach Angaben von Canalys wurden im dritten Quartal 2021 weltweit weniger Handys verkauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Um genau zu sein, betrug der Rückgang 6 % (325,5 Millionen ausgelieferte Einheiten im Jahr 2020 gegenüber 348 Millionen im Jahr 2021).

Der Grund dafür: Die weltweiten Herstellungs- und Lieferprobleme von Chips.

Natürlich ist die Abschwächung des Smartphone-Marktes etwas, das erwartet wurde und mindestens seit 2016 zu beobachten ist. Dies spiegelt einen Prozess bei den Nutzer:innen wider, die heute allenfalls alle 2 bis 3 Jahre ihre Smartphones wechseln. Auch die Lebensdauer der Geräte hat sich verlängert, nachdem die Hersteller die Unterstützung für Betriebssystem-Updates und Akkuladetechniken optimiert haben.

Die Covid-19-Pandemie hat jedoch dazu geführt, dass zwischen 2020 und 2021 Fabriken geschlossen werden mussten, was zu einem erheblichen Mangel an Bauteilen und Halbleitern für die Mobiltelefonindustrie führt.

Auch wenn Unternehmen wie Apple historische Finanzergebnisse feiern, die vor allem von Smartphone-Verkäufen getragen werden, lügen die Zahlen nicht: Der Smartphone-Markt schrumpft und das nicht aus mangelndem Interesse!

Damit sind wir wieder am Ende unserer NextPit-Sonntagskolumne angelangt und fragen wieder einmal in die Runde: Hättet Ihr ähnlich entschieden, ober habt Ihr ganz andere Gewinner oder Verlierer der Woche auf dem Schirm gehabt? Schreibt's uns in die Kommentare!

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11 Kommentare

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  • Sabrina vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Ich stecke nicht so in dem Smartphone-Markt drin, dass ich Ihre Frage vom Ende des Artikels beantworten könnte.
    Es ist völlig normal, dass man auch noch andere Interessen hat, als sich ständig ein neues Smartphone zu kaufen. Natürlich sinkt die Nachfrage entsprechend.
    Dann muss man aber auch ganz klar sagen, dass die Qualität der Smartphones, die derzeit angeboten werden, mehr oder weniger nichts halbes und nichts ganzes ist.

    Nehmen wir mal das aktuelle Pixel 6 Pro
    - Nachts nur sehr eingeschränkt nutzbar, weil sehr schnell großflächige lila-magenta Farbflecke im Bild erscheinen, wenn zu helle Lichtquellen in der Nähe sind.
    - Ultraweitwinkel: schlechte Optik mit starken nicht korrigierten chromatischen Aberrationen
    - Ultraweitwinkel ohne Autofokus und ohne optische Bildstabilisierung, was die Qualität nachts noch zusätzlich verschlechtert
    - Hauptkamera zu geringe Schärfentiefe
    - Fehlendes Objektiv bei 2x Zoom. Hier ist zu sagen, dass man nur maximal bis zum 1,7-fachen des optischen Zooms scharfe Aufnahmen bekommt und bis zum 2-fachen des optischen Zooms Bilder, die auf normalen Voll hochauflösenden Monitoren noch gut aussehen. Alles über 2x digitaler Zoom ist schlecht. Es besteht beim Pixel 6pro also eine Lücke zwischen 1.7x und 4x Zoom. Vom 4x Zoom kann man dann noch bis zum 6,8-fachen Zoom gute Bilder erhoffen und beim 8x Zoom ist es noch gerade so erträglich.
    - großer Vorteil des Pixel 5 ist, dass feine Textur nicht glatt gebügelt wird, so dass auch in schattigen Bereichen die Details relativ gut erhalten bleiben. Beim Pixel 6 hat man das ohne Not aufgegeben und statt dessen eine aggressive Rauschminderung eingeführt, die umso stärker scheint, je dunkler die Bereiche des Bildes sind. Man bekommt Fotos mit Aquarell-Look.
    - es ist zu groß. Ob es auch zu schwer ist, weiß ich nicht. Beim Pixel 5 habe ich noch nie über das Gewicht nachgedacht.

    Mal eine kleine Rechnung
    Beim 2x Zoom hat man die halbe Diagonale, also statt 12 Mpx nur nur 3 Mpix, die dann auf 12 Mpx mit High Resolution Zoom aufgeblasen werden.
    Beim 1,4x Zoom sind es noch 6 Megapixel und beim 1,7x Zoom sind es immerhin noch 4 Mpx, die auf 12 Megapixel aufgeblasen werden.
    Nach meinem Eindruck sind die Bilder bis zum 1,4x Zoom noch sehr gut, bis zum 1,7x Zoom immer noch gut und beim 2x Zoom noch brauchbar.

    Ich verstehe überhaupt nicht, warum man, wenn man schon einen 50 Mpx Sensor in die Hauptkamera setzt, dann beim Zoomen nicht das Pixelbinning abschaltet und so beim 2x Zoom die ungepinnten 12 Mpx in der Mitte verwendet und dann ein scharfes Bild hat - gute Optik vorausgesetzt
    Da könnte man dann mit High Resolution Zoom immerhin noch bis zum 2,8-fachen sehr gute und bis zum 3,4-fachen des optischen Zooms noch gute scharfe Fotos bekommen und nicht solchen Matsch.

    Ich konnte das Pixel 6 noch nicht testen. Vielleicht werden ja noch einige Fehler des Pixel 5 fortgeführt, wie zum Beispiel dass die Wasserwaage bei Timerbetrieb und nachts nicht verfügbar ist und dass man vom Stativ den Astromodus nicht anwählen kann, wenn die Kamera die Szene für zu hell hält.

    Außerdem hat man den Preis mit Sinnlos-Features unnötig aufgebläht.

    Der Preis ist auch keineswegs zurückhaltend, wenn man folgende Dinge beachtet:
    - kein Netzteil
    - kein SD-Karten-Schacht
    - keine Klinke für Kopfhörer
    - viel zu geringer Speicher, wenn man auch Videos abspeichern will
    - kein Rückgängigmachen von Updates unter vollständiger Wiederherstellung des vorigen Zustands, was Update verunmöglicht - geplante Obsoleszenz.
    - leichte Obsoleszenz durch Updates
    - 120 Hz Display - ich kann mich nicht erinnern, dass 60 Hz Displays außerhalb der Gamerszene irgendjemand als zu langsam kritisiert hätte, als 90 Hz Displays noch nicht angeboten wurden. Reiner Marketing-Gag um den Kunden in die Taschen zu greifen.
    - magischer Radierer - der Zauber funktioniert wohl nur, wenn es passende Motive sind einigermaßen zufriedenstellend.

    Für mich sind die Fehler des Pixel 6 Pro zu groß.
    Man kann sich irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, dass hier die Entscheidung darüber, wie das Gerät zu sein hat, vom Marketing und nicht von den Ingenieuren getroffen wurde, weil aus technischer Sicht viele Entscheidungen anders zu treffen gewesen wären.

    Ich habe mich deshalb dafür entschieden, mir für weniger als ein Drittel des Preises des Pixel 6 Pro für meine EOS-M3 noch ein 55-200er Tele Objektiv zu kaufen.

    iphone:
    - schlechte Ultraweitwinkelkamera
    - es fehlt eine 4. Kamera für den Telebereich
    Meiner Meinung nach schon wegen der dürftigen UWW-Kamera zu teuer.


  • Daniel Gerbeth vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Samsung wäre schon lange nicht mehr als erster auf der Tribüne, wenn man Huawei nicht so eingeschränkt hätte. Auch wenn ich persönlich es nicht schlimm finde, bzw ganz froh bin das die Google-Dienste nicht mehr installiert sind. Denn der Konzern der mit am meisten spioniert, zensiert und die Meinungsfreiheit kastriert, sind nunmal Google und Facebook!

    Aber es hat etwas Gutes: Harmony OS, läuft schneller und sparsamer als das reine Android, Apps funktionieren weiterhin- und Huawei ist Android in vielen Dingen an Software schon eine Weile voraus.


    • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Deine Theorie funktioniert nur nicht wirklich. Gerade Facebook ist geradezu berüchtigt dafür, dass dort GAR NICHTS "zensiert" bzw. entfernt wird. Nur deswegen bilden sich ja genau dort diese Rechten und Querflöten-Gruppen.
      Bei Google ist es ähnlich.

      Da ist China DEUTLICH schlimmer.


      • Sabrina vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Sie reden wie einer, der sich die offizielle Corona-Impfung alle 6 Monate auf dauer geben wird. Irgendwann werden Sie sehen, wer Ihnen wirklich geschadet hat.


      • Tim vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Ach du großer Gott, noch so jemand...


      • C. F.
        • Admin
        vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        @Sabrina

        Ich sehe hier keinen Zusammenhang zu Corona. Bitte künftig solche Kommentare unterlassen.


      • Sabrina vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Zitat: "Rechten und Querflöten-Gruppen"

        Was wird denen eigentlich vorgeworfen? Unbewiesene Unterstellungen gewisser selbsternannter Qualitätsmedien, sogenanntes Framing a la Massenvernichtungswaffen im Irak, um letztlich gegen die Geframten robuster vorzugehen.

        Ihr wisst wirklich nicht, wovon Ihr hier sprecht. Und so lauft ihr in die Falle. Das versteht Ihr nicht, weil ihr es Euch nicht verbittet, wenn andere Euch vorschreiben wollen, wo Ihr Euch informiert und mit wem Ihr redet. Sich nur einseitig informieren und Dinge ins Reich der Absurdität zu verweisen, sobald sie gar zu weit vom eigenen Erwartungshorizont liegen, ist eine todsichere Methode ins eigene Verderben. Die Geschichte lehrt es.


  • Michael K. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    Die seit 2016 erwartete oder schon beobachtete Stagnation bei Smartphoneverkäufen in wichtigen Zielmärkten dürfte noch nicht so sehr auf verlängerte und verbesserte Updateversorgung zurückzuführen zu sein, da diese bei vielen wichtigen Androidherstellern ja erst vor kurzem angekündigt wurden.
    Vielmehr ist es in wichtigen Zielmärkten wie Europa oder Nordamerika zu einer annähernden Marktsättigung gekommen. Wenn jeder in einem solchen Markt ein Smartphone hat, der eines will, dann beschränkt sich der Verkauf neuer Geräte auf Ersatzkäufe für defekte oder veraltete Geräte. Der immer noch vorhandenen Zahl Erstkäufer steht eine genauso große Zahl "Nicht-mehr-Käufer" gegenüber, da Tote kein Telefon brauchen.
    Nur ungesättigte Märkte können noch wachsen, da es in solchen Märkten einen ungedeckten Bedarf gibt. Neue Produkte können in solchen Märkten jährlich steigende Verkaufszahlen erzielen, da immer mehr derer, die noch kein solches Produkt besitzen, eines wollen und kaufen, solange eben, bis alle eins haben, und der Markt damit gesättigt ist.

    Die durch die Corona-Pandemie verursachten Lieferprobleme bremsen die Konjunkturerholung weltweit aus, und der mit der Konjunkturerholung und Gegenwartserscheinungen wie der "Digitalisierung" und Energiewende verbundene erhöhte Bauteilbedarf verschärft seinerseits wiederum die Lieferprobleme.
    Gesättigte Märkte entschärfen daher nicht nur die Lieferproblematik, sondern entlasten Halbleiterhersteller zugunsten anderer Märkte. Den Rückgang bei den Smartphoneverkäufen muss man daher nicht negativ und nicht als "Verlierer" sehen.

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Anzahl_an_Mobiltelefonen


    • trixi vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Und zu dem ganzen kommt noch, das im letzten Jahr durch Lockdown und Kurzarbeit viele Leute weniger Geld in den Taschen gehabt haben dürften als normalerweise. Da wird das Smartphone bei vielen, die das Gerät selbst kaufen, dann doch etwas länger genutzt als normal.


  • Reginald Barclay vor 3 Wochen Link zum Kommentar

    "... Rückgang 6 % (325,5 Millionen ausgelieferte Einheiten im Jahr 2020 gegenüber 348 Millionen im Jahr 2021). ..."

    Also doch kein Rückgang!


    • Michael K. vor 3 Wochen Link zum Kommentar

      Wäre es nicht. Tatsächlich wurden im dritten Quartal 20 laut dem Bericht 348 Millionen Geräte verkauft und im dritten Quartal 21 325,5 Millionen Geräten, und damit mehr als 6% weniger. Die Zuordnung der Verkaufszahlen zu den dritten Quartalen der Jahre 2020 und 2021 ist in dem Artikel vertauscht.

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