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Porno-Block in Großbritannien könnte scheitern

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© nextpit by Irina Efremova

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Voraussichtlich wird das geplante Altersverifikationssystem, das in Großbritannien den Zugriff auf Webseiten mit Erwachseneninhalten regeln sollte, verschoben. Grund dafür sind rechtliche Fragen der Europäischen Kommission. Der Porno-Block sollte am 15. Juli starten.

Nach der neuen Richtlinie müssen Internetnutzer, die Websites mit Inhalten für Erwachsene besuchen wollen, überprüfen lassen, dass sie mindestens 18 Jahre alt sind. Dafür muss eine vom British Board of Film Classification (BBFC) genehmigte Methoden genutzt werden. So können entweder Ausweisdokumente hochgeladen werden, es lässt sich aber auch eine Art Einweg-Porno-Pass in Läden kaufen. Hier muss das Ladenpersonal das Alter überprüfen. Die neuen Regeln, die Teil des Digital Economy Act sind, wurden mehrfach kritisiert. Unter anderem aus Sicht der Privatsphäre und der Sicherheit der Nutzer.

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Würdet Ihr Euren Ausweis hochladen, um auf bestimmte Webseiten zugreifen zu können? / © NextPit

Nun scheint es jedoch, als verzögere sich die für den 15. Juli geplante Einführung des Porno-Blocks. Sky News berichtet, die britische Regierung habe es versäumt, der Europäischen Kommission wichtige Details über den Plan mitzuteilen. Jeremy Wright, Minister für Digital, Kultur, Medien und Sport wird die Verzögerung voraussichtlich heute im Parlament bekannt geben. Es wird angenommen, dass das Problem nicht technischer, sondern bürokratischer Natur ist.

Dies ist bereits das dritte Mal, dass sich die Pläne verzögern. Voraussichtlich wird dies eines der ersten umstrittenen Themen, mit denen sich der neue Premierminister beschäftigen muss. Altersverifikationssysteme erfassen personenbezogene Daten. Lassen diese sich mit Pornografie in Verbindung bringen, entsteht eine Blaupause für Erpressung. Das sagen zumindest Aktivisten, die die Blockade verhindern wollen. Die Open Rights Group hat das Gesetz kritisiert und den britischen Porno-Block als "sinnlos irreführend und potenziell gefährlich" bezeichnet.

Via: The Guardian Quelle: Sky News

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9 Kommentare
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  • 2
    OzanZug 23.06.2019 Link zum Kommentar

    Naja gibt ja zum Glück immer noch VPN und Proxy.


  • Grobi 21
    Grobi 21.06.2019 Link zum Kommentar

    "The internet is for porn..." *sing* 😉


  • 50
    Gelöschter Account 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Ein Internet ohne Pornografie... Hmmm... Mich würde wirklich interessieren, wie viele Personen daraufhin ihren Internet Zugang kündigen werden. Auch die Pornoindustrie die ja wirklich beachtliche Umsätze in diversen Ländern macht und Arbeitsplätze schafft, müsste reagieren. Aber wie? Das könnte die Renaissance der Erotik Hefte inklusive beiliegender Blu Ray / DVD bedeuten. Würde das die im Sterben liegenden Printmedien wiederbeleben und neue Impulse setzen?


  • Jörg W. 64
    Jörg W. 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Glaube garnicht,daß so viele Jugendliche sich die Filmchen reinziehen . Eher die mittlere Generation ab 30 . Für die Jugend von heute sind die Filmchen nix besonderes mehr die sind mit 12 und 13 schon soweit das sie das was da gezeigt wird kennen merkt man daran das die über Sex reden als wenn die sich ne Pommes bestellen.


  • 44
    Gelöschter Account 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Ich finde das eine absolut absurde Entwicklung ... auf der einen Seite wird auf Social Media Sites jede noch so harmlose und natürliche Darstellung von Nacktheit gebannt und User für das posten selbiger gesperrt, auf der anderen Seite hat jeder noch so unreife Teenager die Möglichkeit mit einem einfachen Klick auf "Ja, ich bin 18" sich den abartigsten Dreck anzusehen.
    Jemand der gerade anfängt Sexualität zu entwickeln und das "Konzept" zu verstehen, sollte das nicht mit GangBang, BDSM, Fäkalien und Sodomie-Videos tun. Dafür ist postpubertär auch noch Zeit, wenn denn Interesse besteht.

    Ich würde einen solchen Block auch europaweit befürworten.


  • 37
    San Blarnoi 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Mich wundert, das da die deutsche Politik nicht längst mit "will auch" auf der Matte steht, wäre doch ein prima Vorwand zur Grundlagenschaffung für die geforderte Klarnamenspflicht im Internet?


  • 70
    Michael K. 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Mit dem deutschen Perso sollte eigentlich ein Lesegerät reichen, das für die Altersverifikation auch nichts hochladen müsste.
    Das wäre dann endlich mal eine Massenanwendung für die teuer bezahlte, aber kaum genutzte Technik.


  • 36
    Gelöschter Account 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Nehmt den Leuten ihre Pornos weg und erlebt, was das Wort „Volkszorn“ wirklich bedeutet. 👿


  • bigfraggle 37
    bigfraggle 20.06.2019 Link zum Kommentar

    Wenn da nur die EU im Wege steht, hat sich das "Problem" ja hoffentlich bald für das UK erledigt.

    DennisKarsten K.Klaus E.

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