Apple Pay mit Girocard: Die andere Seite der Medaille

Apple Pay mit Girocard: Die andere Seite der Medaille

Erst in dieser Woche startete die Sparkasse die Integration der Girocard mit Apple Pay. Was auf den ersten Blick sehr hilfreich klingt und viele Kunden freuen dürfte, offenbart bei genauerem Hinsehen aber auch diverse Probleme.

Während bereits bekannt war, dass die Apple Pay mit der Girocard im Ausland nicht unterstützt wird, fehlen zum aktuellen Zeitpunkt auch noch andere typische Features von Apples Bezahlungssystem. So kann bislang beispielsweise auch nicht in Apps oder im Web über Apple Pay im Safari-Browser bezahlt werden. Ohne Kreditkarte gehen Nutzer von iPad und Mac also weiterhin leer aus.

Wie iphone-ticker.de berichtet, soll diese Unterstützung erst im kommenden Jahr erscheinen. Die Erweiterung erfordere ein iOS-Update, welches noch nicht verfügbar ist. Die Aussage, dass es erst 2021 soweit sein wird, lässt des Weiteren darauf schließen, dass das für den kommenden Herbst erwartete iOS 14 ebenfalls nicht ausreichen wird. Möglicherweise müssen die betroffenen Anwender auf iOS 14.1 oder später warten.

In dem Bericht ist des Weiteren davon die Rede, dass beim Einsatz der Girocard in Apple Pay Daten übertragen werden, aus denen sich IBAN und damit die Kontonummer ableiten lassen. Beim bislang üblichen Apple Pay wurde ein Token übertragen, aus der diese Daten nicht gewonnen werden konnten. Nutzt man die Girocard, sei dies nun jedoch möglich:

Akzeptanzproblem mit Apple Pay und Girocard

In einem weiteren Bericht von mobiFlip wird außerdem auf eine Akzeptanzproblematik mit der Einführung der Girocard für Apple Pay hingewiesen. So werben bislang etwa die Terminal von SumUp oder iZettle mit der Annahme von Apple Pay. Derartige Terminals kommen laut dem Bericht oft auf Wochenmärkten oder bei Händlern zum Einsatz, die nur selten Kartenzahlungen nutzen.

Die Terminals akzeptieren unter anderem Maestro und VPay, aber eben keine Girocard. Dies sei bei der Nutzung einer physischen Karte kein Problem, da es bisher „über das Co-Badge“ lief. Bei der Karte in der Apple Watch oder iPhone funktioniert dies jedoch nicht mehr.

Sieht man das Apple-Pay-Logo auf einem Terminal, ist also nicht zwangsläufig Verlass darauf, dass man mit dem im eigenen Gerät hinterlegten Zahlungsmittel auch wirklich eine Zahlung mittels Apple Pay durchführen kann. Dies gilt, wie oben beschrieben, auch im Ausland, wenn man nur eine Girocard in Apple Pay hinterlegt hat und damit zahlen möchte.

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12 Kommentare

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  • Bezüglich der IBAN hättet Ihr etwas Recherche betreiben sollen.

    Wenn ein Terminal selbst keinen Internet Zugang hat. Wird ELV ( Lastschrift) gearbeitet, hierzu ist entsprechend eine IBAN von Nöten. Nur auf dieses Basis wird eine IBAN übermittelt, dies liegt auch nicht an Appel oder der Sparkasse. So sieht es schlicht das System vor!

    Bei der KK ist es ein dynamischer Token.

    A so, wird mit der Karte direkt bezahlt ( Girokarte) passiert das gleiche 😂.


  • Tim vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Klingt irgendwie, als sei das ein unnötiges hin und her und kam vor allem viel zu früh auf den Markt (obwohl es eigentlich sehr spät ist)... wenn man sich nicht mal auf den "Apple Pay" Sticker an einer Kasse verlassen kann, dass man dann damit dort auch mit der Sparkasse zahlen kann, dann hätten sie es ehrlich gesagt lassen sollen.


  • Das hat man nun von der Bastelei. Die Kreditkarte ist heute das einfachste, beste und am weitesten akzeptierte virtuelle Geld. Wer keine will, muss mit Kompromissen leben. Selber schuld.

    Ich liebe ApplePay – aber kein Apple Pay wäre mir lieber als eines, das nur “vielleicht” funktioniert.


    • Eine Kreditarte bekommt nur leider nicht jeder .... nen Girokonto mit Karte schon.


      • Das galt vor 15 Jahren. Heute gibt es unzählige Prepaid-Karten, darunter einige Juwelen wie “Revolut”. Denen ist die Bonität der Kunden egal, weil immer im Voraus kassiert wird.


      • Klar .... man kauft sich von dem Geld auf seinem Girokonto ne Prepaid Kreditkarte um damit bargeldlos zu bezahlen. Macht ja richtig Sinn.


      • @ Martin Und wie das Sinn ergibt: Jeden Monat gehen fest vereinbarte Beträge automatisch auf die Revolut-Konten von meiner Frau und mir. Dafür mache ich keinen Finger krumm.

        Das bedeutet absolute Kostenkontrolle, die Annehmlichkeiten von Apple Pay sowie die Vorzüge von Revolut (Wegwerf-Kreditkarten, Auswertungen, beste Wechselkurse und die gesamte Buchführung). 😎 Und das alles umsonst.

        Mit einer Girocard würde ich mir höchstens den Allerwertesten abwischen.


      • Und das alles umsonst, absolut für lau, schreibst Du. Ich dachte bis jetzt, irgendeiner zahlt immer.
        Da haben welche was zu verschenken , wie schön.


      • @rolli
        Hatte die boon App und die war komplett kostenlos und da hattest eine virtuelle Kredit Karte bei der man einfach einen Betrag drauf überweisen kann. Leider hatte die mit wirecard zu tun aber das ist ja ein anderes Thema. Es wurden aber alle Beträge auf der Karte wieder zurück überwiesen. Gibt also Karten die komplett kostenlos sind. Ich selbst habe es genutzt weil Garmin Pay meine Kreditkarten nicht unterstützt habe, so konnte ich es aber gut verwenden


      • DKB? Diba? Bekommt jeder ne Kreditkarte.


      • Wie immer. Im Internet hat keiner was zu verschenken. Wenn du keine Gebühren hast dann zahlst du mit deinen Daten. Denn ohne Account wird die App nicht funktioniert haben oder?


      • N26, Revolut oder auch DKB und co. bieten alle kostenlose Master/Visa Debit oder Kredit Karten die Weltweit gehen. Aus Kundensicht denk ich sind das wesentlich bessere Karten als die EC. (Revolut hat super viele Features aber da die Karte nicht Debit sondern Prepaid ist und in einigen Orten deswegen nicht funktioniert und Revolut auch keine Einlagensicherung hat würde ich die aber nur bedingt empfehlen)

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