Casa Casi, Folge 16: Die Aliens und wir

Casa Casi, Folge 16: Die Aliens und wir

Ein drittes Mal blicken wir mit dem NextPit-Podcast Casa Casi ins All und forschen nach intelligentem Leben außerhalb der Erde. Denn wie wusste einst schon Agent Mulder: Die Wahrheit ist irgendwo da draußen! 

So überraschend, wie die letzte Folge unseres Podcasts endete, so überraschend schnell sind wir wieder im Thema in der aktuellen Folge: Noch ein drittes Mal in Folge geht es im weitesten Sinne um den Weltraum – es ist einfach ein Thema, was sich für Trilogien anbietet, oder nicht? 

Haken wir jetzt mal den Punkt ab, der sich mit superreichen Männern beschäftigt, die zu suborbitalen Schwanzvergleichen abheben. Lasst uns lieber darüber reden, wann es endlich passiert: Also wann werden wir es erleben, dass uns intelligentes Leben begegnet?

Sind Aliens bereits unter uns?

Wir hatten heute wieder Gesellschaft von Stefan, sprachen also zu Dritt sowohl über die Bedingungen für intelligentes Leben, als auch über die Chancen, dass wir jemals über intelligentes, außerirdisches Leben stolpern werden. Wir können dabei grundsätzlich drei Szenarien des Kontaktes mit Außerirdischen unterscheiden:

  • Das Signal-Szenario
  • Das Artefakt-Szenario
  • Das Begegnungs-Szenario

Das Signal-Szenario sieht so aus, dass wir Radiowellen oder ein ähnlich geartetes Signal von einer intelligenten Spezies auffangen. Das Artefakt-Szenario dreht sich um Gegenstände, die wir auf der Erde oder sonst wo ausfindig machen, die auf die Existenz außerirdischen Lebens verweisen. Würden wir so ein Artefakt ausfindig machen (Shout out an Erich von Däniken), wäre das nicht nur der Beweis, dass die Außerirdischen hier waren. Es würde darüber hinaus eine gewisse Wahrscheinlichkeit geben, dass sie immer noch hier sind und wir sie nur nicht erkennen. Lasst uns das ruhig mal als wenig wahrscheinliches Szenario abhaken. 

Das Begegnungs-Szenario ist zumindest laut Hollywood das wahrscheinlichste. Entweder stoßen wir irgendwo "da draußen" auf außerirdisches Leben – oder die Kollegen schauen hier vorbei. 

Apropos Hollywood: Wir haben im Podcast nicht nur darüber gesprochen, wo sich intelligentes Leben befinden könnte und wie es aussieht, sondern auch darüber, wie es in Hollywood oder generell in Filmen und Serien dargestellt wird. Irgendwie scheinen es die Aliens aus uns nicht bekannten Gründen vor allen Dingen auf die USA abgesehen zu haben. Die Welt kann jedenfalls nicht vor Außerirdischen gerettet werden, ohne dass die USA die Hauptrolle dabei spielen, dünkt mir. 

Ebenso geht die Science Fiction mehrheitlich davon aus, dass – wenn es soweit ist – die Aliens landen, aus ihrem Schiff hinausspazieren und dann fröhlich drauflos erobern. Wahrscheinlicher müsste aber doch sein, dass entweder auch ein unbemanntes Teil auf der Erde landet, so wie wir es auf dem Mars machen – oder es könnte eine Zivilisation die Erde erreichen, die viele, viele Jahre unterwegs war und nach einer Generationen dauernden Reise eher erschöpft wäre als im Angriffsmodus. 

Das Fermi-Paradoxon

All das ist aber natürlich nur Spekulation meinerseits. Die traurige Wahrheit dürfte sein, dass wir besser nicht davon ausgehen, dass wir Zeit unseres Lebens auf intelligentes, außerirdisches Leben stoßen. Dazu sei auf das Fermi-Paradoxon verwiesen, das auf den Physiker Enrico Fermi zurückgeht. Er ging einerseits davon aus, dass es extraterrestrische Intelligenz gibt, die in der Lage sein müsste, technisch hochentwickelte Zivilisationen über Millionen von Jahren aufrechtzuerhalten. Andererseits fragt er sich aber auch, wieso wir bislang noch nicht eine Spur intelligenten Lebens ausfindig machen konnten. 

Er hat sich den Spaß nämlich mal durchgerechnet und geht dabei davon aus, dass die Galaxis 100.000 Lichtjahre breit ist und etwa 10 Milliarden Jahre alt In dem Fall bräuchte ein Raumschiff einer hochintelligenten Spezies bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 1 bis 10 Prozent der Lichtgeschwindigkeit irgendwas zwischen einer Million und zehn Millionen Jahre für die komplette Strecke. 

Jau, ich weiß: Zehn Millionen Jahre ist für eine Spezies wie unsere eine Menge Holz. Im galaktischen Kontext ist es aber durchaus überschaubar. Gehen wir davon aus, dass es außer uns auch nur eine einzige Zivilisation in unserer Milchstraße gibt und die technisch in der Lage zu interstellarer Kolonisation ist, bräuchte es für diese theoretisch nur wenige Millionen Jahre, um den ganzen Bums hier zu kolonisieren. 

Wir gehen also einerseits davon aus, dass es da draußen – und auch in unserem Universum – theoretisch haufenweise intelligente Zivilisationen geben könnte, können andererseits weit und breit nichts davon sehen. Fermis Schluss zu diesem Paradoxon: Entweder stimmt was nicht mit der Art, wie wir die Welt beobachten – oder wir sind am Ende vielleicht wirklich allein. 

Tatsächlich kann es mehrere Gründe dafür geben, wieso wir nichts von Außerirdischen sehen außer in Science-Fiction-Serien: 

  • Wir sind tatsächlich allein
  • Sie wollen nicht, dass wir sie sehen
  • Wir sind zu weit von anderen Zivilisationen entfernt
  • Wir leben zum falschen Zeitpunkt

Es wäre also durchaus möglich, dass es haufenweise intelligente Wesen auf x verschiedenen Planeten gibt und die hundert Millionen Lichtjahre entfernt sind. Genau wie wir, sind die aber ebenso einfach nicht in der Lage, solche Distanzen zu bewältigen. 

Wenn man berücksichtigt, dass es die menschliche Spezies im kosmischen Kontext erst Sekundenbruchteile lang gibt, besteht auch die Möglichkeit, dass eine andere Zivilisation einfach schon vor 10 Millionen Jahren existierte und lange vor unserem Erscheinen ausstarb. Oder dass die Planeten derzeit vielleicht nur von Bakterien bevölkert werden und es noch viel, viel zu früh ist für wirklich intelligentes Leben. 

Es ist angerichtet: Casa Casi, Folge 16

Ihr merkt schon: Es gibt so viele verschiedene Ideen und Denkansätze zu dieser Thematik und ich hoffe, wir haben Euch alles in allem nicht überstrapaziert mit diesem thematischen Dreiteiler. 

Genug gequasselt für heute. Irgendwann greifen wir bestimmt noch einmal ein ähnliches Thema auf, in der nächsten Woche befassen wir uns dann aber wieder mit was ganz anderem und kehren zu irdischen Technologien zurück. Lasst uns gerne Eure Meinung zu unserem Podcast, aber natürlich besonders auch zu außerirdischem Leben da. Glaubt ihr, dass da draußen irgendwas oder irgendwer ist? Denkt Ihr vielleicht sogar, dass sie längst hier waren? 

All das könnt Ihr uns in die Kommentare schreiben, ebenso wie Wunschthemen, die Euch vorschweben. Wenn Ihr unseren Podcast mögt, dann teilt ihn bitte, bewertet ihn und erzählt Euren Leuten von uns – das hilft uns sehr. Und jetzt viel Spaß mit der neuen Folge!

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11 Kommentare

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  • Reginald Barclay vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Apropos Fermi-Paradoxon: Die Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die mir bisher untergekommen sind, mit all den Voraussetzungen für das Entstehen und die Evolution und den Erhalt des Lebens, sind m.E. viel zu optimistisch. Man nehme nur 10 dieser Faktoren von denen ich meine, sie sind 1000-fach überzogen, rutscht die Wahrscheinlichkeit für die Existenz von anderem intelligenten Leben in unserem Universum gegen 0.


  • Aries vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wenn wir von Außeririschen entdeckt werden, dann hoffentlich von welchen auf Basis von Silizium. Für die werden wir kohlenstoffbasierten Wesen wahrscheinlich ungenießbar sein. Vielleicht ist das auch der Grund, warum wir noch keine Außerirdischen gesehen haben. Die haben gemessen, uns als unessbar festgestellt und sind weitergereist.


    • Tenten vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Aber einen guten Hamburger verschmäht doch niemand. Und ich sags nur ungern, aber auch als Berliner würde ich mich nicht allzu sicher fühlen 😂


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ich hab immer noch diese naive Hoffnung, dass jemand, der intelligent genug ist, unfassbare Entfernungen zurückzulegen, auch intelligent genug ist, aufs Verzehren anderer intelligenter Wesen zu verzichten. Beziehungsweise setze ich auf die Hoffnung, dass diese uns tatsächlich auch als intelligent wahrnehmen ^^


      • Aries vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Vielleicht sprengen sie Erde ja auch zwecks Bau einer hypergalaktischen Schnellstraße? Und wir waren nur zu blöd, gegen den Bau Einspruch auf Alpha Centrauri einzulegen.


  • Aries vor 1 Monat Link zum Kommentar

    @Casi:
    Mit einem Elektroauto braucht man gar nicht versuchen, unsere Milchstraße zu durchqueren?
    Elon Musk hat aber schon ein Elektroauto hochgeschossen. Der weiß eben, dass man keine Batterien braucht, solange die Richtung und Geschwindigkeit nicht geändert werden muss. Und wer weiß, wo sich überall Ladesäulen finden, bei sovielen Milliarden Planeten?

    Vielleicht hätte ihm aber jemand sagen sollen, dass sich ein Cabrio für Reisen dieser Art nicht sonderlich eignet, denn da draßen gibt es Orte, die ziemlich kalt sind.


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Jau – man kann von Musk halten, was man will, aber die Idee, da nen Tesla mit "Fahrer" hochzuballern, war schon eine fette Nummer :) Und ja: angesichts so vieler Sterne mit Planeten wäre es schon verrückt, wenn sich da nicht auch überall Ladesäulen finden würden irgendwo :D


  • Reginald Barclay vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "...Also wann werden wir es erleben, dass uns intelligentes Leben begegnet?..."

    Wenn es denn intelligent ist, macht es sicher einen Bogen um uns.


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ja, manchmal denke ich das auch. Wenn sie pfiffig sind, schauen sie sich den Mist hier lieber aus der Distanz an.


  • C. F.
    • Admin
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Habt ihr den Running-Gag wieder ausgebaut? 😳

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