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Casa Casi, Folge 14: Was treiben wir im Weltraum?

Casa Casi, Folge 14: Was treiben wir im Weltraum?

Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2021. Dies sind die Abenteuer des Podcast-Raumschiffs "Casa Casi", das mit seiner zwei Mann starken NextPit-Besatzung unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. 

Kommt, die Einleitung war super, oder? Ist vielleicht ein bisschen kryptisch, aber ja: Wir sprechen heute über den Weltraum. Wir haben in der jüngsten Folge des NextPit-Podcasts "Casa Casi" einige Fragen gestellt. Was wollen Milliardäre im All? Werden Menschen in absehbarer Zeit den Mars besiedeln? Wo bekomme ich die Kohle her für einen Weltraumflug? Oder ganz schlicht gefragt:

Was wollen wir im Weltraum?

Wie wir gerade jetzt auf das Thema gekommen sind, ist vermutlich klar, oder? Vor einigen Tagen hob sehr medienwirksam Richard Branson mit der VSS Unity ab und machte sich auf den Weg in den Weltraum. Der Multimilliardär und Virgin-Galactic-Boss lieferte sich ein Duell mit Jeff Bezos. Der Amazon-Macher ist nicht nur reichster Mann der Welt, sondern zudem mit seinem Unternehmen Blue Origin ebenfalls an der Eroberung des Weltraums interessiert.

Die drei lustigen Weltraum-Milliardäre

Ja, verrückte Typen brauchen verrückte Zwischen-Headlines! Zu den beiden oben genannten Schwerreichen gesellt sich natürlich auch Elon Musk. Der ebenso umtriebige wie spleenige Tesla-Boss und SpaceX-Macher ist seit vielen Jahren bereits sehr ernsthaft an der Eroberung des Weltraums interessiert. Während Branson und Bezos vorhaben, aus dem Flug ins All ein Business zu machen und zahlungskräftige Kund:innen in den Orbit (oder fast) zu ballern, hat Musk eher den Mars und dessen Kolonisation im Blick. 

Ihr wisst sicher, dass Musk längst mit der NASA zusammenarbeitet und SpaceX sowohl Fracht als auch mittlerweile Personal zur ISS befördert. Langfristig möchte er aber auf den Mars und dort Kolonien errichten. Das Thema Weltraum hat durch das Duell zwischen Branson und Bezos zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. Wenige Tage nach Branson wird nun auch der Amazon-Milliardär ins All starten. Dienstag geht es los mit seiner "New Shepard" und dann wird er unter anderem einen 18-jährigen jungen Mann mit dabei haben und eine 82-jährige ehemalige Pilotin. 

Damit hat Bezos sowohl den jüngsten als auch den ältesten Menschen mit an Bord, die jemals um die Erde kreisten. Da stellt sich die Frage, ob es hier nur um Rekorde und medienwirksames Gehampel geht, um das eigene Milliardärs-Ego zu pushen. Alternativ könnte es auch um so viel Wirbel wie möglich gehen, um das Weltraum-Touristen-Business anzuschieben. Abschließend werden wir das nicht beurteilen können. 

Fest steht jedenfalls, dass da ein ganz neuer Hype um den Weltraum entbrannt ist, der auch mehr ist als nur das Duell zwischen zwei Exzentrikern. Übrigens: Streng genommen war Branson gar nicht im Weltall. Er flog nämlich nur läppische 88 Kilometer hoch, absolvierte wenige Minuten in der Schwerelosigkeit und verpasste damit die sogenannte Kármán-Linie. Die liegt in einer Höhe von 100 Kilometern und wird gemeinhin als Grenze zwischen Erdatmosphäre und dem Weltall angesehen. Bezos' Rakete wird knapp oberhalb dieser Linie unterwegs sein.

Erobern wir den Mars?

Aber es steckt natürlich wesentlich mehr dahinter als nur reiche Männer, die ein neues Spielzeug entdeckt haben. Es geht darum, dass wir vielleicht irgendwann gezwungen sein könnten, den Planeten zu verlassen und es wäre schon super, wenn wir dann einen Plan(et) B hätten. 

Motivationen, irgendwann den Mars zu besiedeln, gibt es gleich mehrere. Gibt es Leben auf dem Mars? Gibt es überhaupt außerirdisches Leben? Meiner Meinung nach dürfte die Chance, dass wir auf dem einzigen Planeten mit intelligentem Leben hausen, gen Null gehen. Eine Motivation für eine Mars-Eroberung wäre also wissenschaftlicher Natur und mit Forscherdrang zu erklären. 

Eine weitere Motivation ist die prekäre Lage unseres Planeten. Wir müssen andere Planeten erreichen, weil wir uns auf unserem nicht mehr sicher fühlen können. Klima, Idioten mit Atomwaffen, Überbevölkerung, verbrauchte Ressourcen – es gibt Gründe genug, sich Gedanken zu machen, wie man von der Erde entkommen kann irgendwann einmal.

Die dritte Motivation ist eine rein wirtschaftliche. Wenn wir in ein paar Jahren in der Lage sein werden, Wissenschaftler:innen auf den Mars zu bringen, dann bin ich fast sicher, dass wir nicht lange warten müssen, bis zahlungskräftige und geschäftstüchtige Köpfe auf die Idee kommen, diesen nagelneuen, mit Bodenschätzen vollgestopften Planeten auszuweiden.

Jede dieser drei Motivationen ist Grund genug dafür, sich heute schon Gedanken zu machen, wie wir uns diesbezüglich anstellen wollen. Machen wir wieder diesen Wettrennen-zum-Mars-Scheiß, bei dem Nationen versuchen, sich gegenseitig zu übertreffen? War schon beim Mond irgendwie eine Quatsch-Idee. Wie bei so vielen anderen globalen Problemen und Herausforderungen müssen wir auch in dieser Frage zusammenarbeiten und Kräfte bündeln, glaube ich. 

Wir brauchen Regeln und Grenzen, die allgemeingültig sind. Vor allem brauchen wir auch Visionäre, die Ideen entwickeln und die solche Projekte auch vorantreiben können. Nicht zuletzt brauchen wir aber auch mehr Verständnis dafür, wieso es sinnvoll ist, viele Milliarden Euro ins All zu blasen. Ich hab keinen Schimmer, ob diese Weltraumflüge von Virgin Galactic oder Blue Origin – oder mittelfristig auch SpaceX – so schnell wirklich ein Ding werden. 

Aber definitiv müssen wir viel mehr über den Weltraum erfahren und lernen und wir müssen herausfinden, wie wir ein Leben auch losgelöst von der Erde leben können. Es stehen diverse Mondprojekte an und es ist auch angedacht, eine Station auf dem Mond zu errichten. Der Mars steht sowieso ganz oben auf dem Zettel (nicht nur bei SpaceX) und wir können uns auch langsam mit dem Gedanken vertraut machen, dass helle Köpfe auch überlegen, ob man die Venus irgendwie bewohnbar machen könnte. 

All das ist noch Zukunftsmusik, aber diese Musik wird nicht gespielt, wenn nicht heute jemand die ersten Noten aufschreibt!

In der Podcast-Folge fiel mir übrigens der Name einer Serie nicht ein, in der es um die Besiedlung des Mars geht. War auch schwierig tatsächlich – die Serie heißt nämlich "Mars" (kann mal jemand einen Tusch spielen?) und Ihr könnt sie bei Amazon Prime sehen.

Diese Serie möchte ich Euch gerne ans Herz legen, wenn Ihr Interesse am Thema habt. Es gibt bislang zwei Staffeln (von 2016 und 2018) und es geht dort nicht nur um eine fiktive Mannschaft, die den Planeten erreicht, sondern es wird gemischt mit Doku-Elementen. Die leiten dann immer sehr schön her, wo wir technisch derzeit stehen und welchen Impact das für eine solche Mars-Mission haben könnte.

Es ist angerichtet: Casa Casi, Folge 14

Ich könnte mich bei diesem Thema echt in einen Rausch schreiben. Weil es so spannend ist, weil es so unendlich viel zu lernen gibt und weil es nicht zuletzt auch wieder eine soziale, gesellschaftliche Komponente besitzt. Aber wisst Ihr was? Wir machen das anders. Ich halte es hier jetzt noch einigermaßen kurz und werde mich mit Fabi einfach noch einmal um Themen rund um das Weltall beschäftigen. 

Normalerweise weiß Fabi ja vorher nie, worüber wir in der nächsten Folge reden werden. Das wird nächste Woche anders sein, wenn wir nämlich über Außerirdische sprechen. Aber ich fände es klasse von Euch, wenn Ihr uns in den Kommentaren nicht nur Eure Meinung zu dem Themenkomplex da lasst, sondern uns auch erzählt, welche Facette des Themas Euch begeistert. Vielleicht reden wir dann noch einmal explizit über Terraforming, über die Technologie der Raumschiffe oder was auch immer. Lasst uns also gerne wissen, welchen Aspekt wir in einer weiteren Folge beleuchten könnten. 

Und wie immer gilt: Empfehlt uns gerne weiter, bewertet uns, abonniert uns auf den verschiedenen Plattformen und – ja, selbstverständlich freuen wir uns auch auf Eure Kommentare und Meinungen, gerne auch mit Themen-Ideen für die nächsten Folgen.

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Top-Kommentare der Community

  • Michael K. vor 3 Monaten

    Ja, ja, das faszinierende Universum, wer erinnert sich nicht an den coolen Captain Kirk, oder den sympatischen, warmherzigen Captain Picard? Mit "Reginald Barclay" gibt es in der Nextpit-Community jemanden, der ihn persönlich kennt, weil er auf der "USS-Enterprise D" als Systemingenieur unter ihm gedient hat (oder haben wird?), und spannende Abenteuer auf der Enterprise erleben durfte, aber eben auch den nervigen "Wesley Crusher", der dann glücklicherweise mit dem "Zeitreisenden" das Weite gesucht hat.^^

    Ich bin ein wirklicher Freund der Weltraumforschung, bevorzuge aber, Kirk, Picard und auch Reginald Barclay mögen es mir verzeihen, die unbemannte Weltaumforschung, weil sie viel kostengünstiger ist, oft von höherem wissenschaftlichen Wert, und damit viel effizienter.
    Der technische Fortschritt kommen dieser Variante der Raumfahrt sehr entgegen, auch wenn die bemannte Raumfahrt natürlich auch davon profitiert.
    Aber auch bemannte Raumfahrt, wie sie wenig spektakulär derzeit auf der ISS betrieben wird kann interessante neue Entwicklungen hervorbringen, wie Legierungen, die nur in der Schwerelosigkeit herzustellen sind.

    Ich halte also Geld, das in Raumfahrt und Weltraumforschung investiert wird, für sehr sinnvoll angelegt.
    Ich glaube aber nicht, dass sich die meisten Großprobleme der Menschheit dadurch in absehbarer Zeit lösen lassen, eines, kaum im öffentlichen Bewusstsein, aber ausschließlich dadurch.
    Die Dinosaurier könnten ein Lied davon singen, wenn es sie noch gäbe und wenn sie singen könnten, was es bedeutet, wenn ein Hunderte Meter großer, Milliarden Tonnen schwerer Gesteinsbrocken mit 50000 km/h auf der Erde einschlägt. Der Staub verdunkelt den Himmel für Jahrhunderte, die Temperaturen fallen, ganze Arten sterben aus.
    Diese Gefahr ist allgegenwärtig und selbst wenn ein solches Ereignis nicht die ganze Menschheit ausrotten würde, die Zivilisation wäre um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte zurück geworfen.
    Zum Glück sucht man intensiviert nach Techniken, solche Brocken frühzeitig aufzuspüren, und ihre fatale Flugbahn zu ändern.,
    Probleme wie Überbevölkerung, Klimawandel oder Rohstoffmangel, wird man, sorry Picard, hier auf der Erde lösen müssen. Der plakativen Aussage von Klimaaktivisten, "es gibt keinen Planet B" kann ich hier eingeschränkt zustimmen. Es gibt ihn vielleicht, wahrscheinlich sogar, nur das nutzt nichts, weil er absehbar unerreichbar bleibt.
    Ob nun der "Warp-Antrieb" realisierbar ist, oder nicht, darüber lässt sich trefflich diskutieren, aber auch wenn er es ist, sind wir mindestens Jahrzehnte davon weg, Zeit die wir nicht haben, und es ist auch dann illusorisch, Milliarden Menschen auf eine neue Erde, Lichtjahre entfernt, zu evakuieren.
    Der Klimawandel und die damit in Verbindung stehende Bevölkerungsexplosion sind Probleme, die hier gelöst werden müssen. Die Bevölkerungsexplosion ist auch kein mit technischen Mitteln lösbares Problem, denn technisch ist Geburtenkontrolle sehr gut lösbar, sogar so gut, dass daraus neue Probleme entstehen können (Rentenproblematik).
    Rohstoffe gibt es auch genug auf der Erde, auch wenn manche, wie Indium, nur in homöopathischen Dosen mit Meteoriten auf den Planeten kamen, und zum Glück wie beim Indium, auch nur in winzigen Mengen zur Dotierung in der Halbleiterindustrie und als Indiumzinnoxid in transparenten Leitern benötigt werden.
    Seit Jahrzehnten sind Manganerzknollen auf dem Meeresboden als große mögliche Rohstoffquelle für verschiedene Metalle bekannt, und es gab auch schon Pilotprojekte zu ihrer Förderung. Nur rechnet es sich halt nicht, die Knollen aufwändig aus großer Tiefe zu holen.
    Die "Mutter" dieser Manganerzknollen, das Meerwasser selber enthält noch weitaus mehr gelöste Metalle, nur sind die dort eben in sehr geringer Konzentration, und ihre Gewinnung wäre noch viel teurer als die Förderung der Knollen. Am Meeresboden finden sich auch gigantische Mengen, in Gashydraten gebundenen und gefrorenen Methans, das aber durch den Klimawandel unkontrolliert freigesetzt werden, und diesen verstärken könnte, und damit mehr eine Bedrohung als ein Segen ist.
    Die Antarktis ist ein ganzer Kontinent voller Rohstoffe im jungfräulichen Zustand, aber zum Glück durch den Antarktisvertrag und einen dicken Eispanzer vor Ausbeutung geschützt. Denn auch der macht die Rohstoffgewinnung dort (noch) unwitschaftlich.
    So faszinieren der Gedanke sein mag, einen Meteoriten aus Eisen als Rohstoffquelle zu nutzen, die Kosten dafür werden noch lange nicht durch den Wert der Rohstoffe ausgeglichen.

    So sinnvoll also Raumfahrt und Weltraumforschung auch sind, man sollte sich nicht dadurch zu Science-Fiction-Träumereien verführen lassen und sie schon gar nicht als Alibi nehmen, dringende Probleme auf unserer guten alten Erde nicht auch hier zu lösen.

    Eine Interessante Fragestellung in Eurer kleinen Weltraumreihe wäre vielleicht auch die, wem das All überhaupt gehört.
    In den USA kaufen gutsituierte Schauspieler Marsgrundstücke und die Behörde FCC genehmigt den Start von zigtausenden "Starlink"-Satelliten zum Zorn von immer mehr Wissenschaftlern, die wissenschaftliche Raumfahrt immer mehr dadurch bedroht sehen. In diesem Zusammenhang ist die Frage schon aufgekommen "Wieso dürfen die das überhaupt?"

19 Kommentare

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  • Clemens C. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    "Wir müssen andere Planeten erreichen, weil wir uns auf unserem nicht mehr sicher fühlen können."
    Müssen wir nicht. Wir müssen dafür sorgen, dass unser Planet Erde wieder sicher und gesund wird. Bevölkern wir irgendwann einmal einen anderen Planeten, werden sich die Probleme nicht in Luft auflösen, sondern nur auf den anderen Planeten hin verschieben


  • dieCrisa vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ja, willst Du damit sagen, ich denke mir das aus?!?

    Ich kann Dir gerne genug Fundstellen verlinken. Ganz offensichtlich hast Du das von mir verlinkte Video nicht geschaut.


    Upps, sollte eigentlich ganz unten hin.


    • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Das Video sagt genau dasselbe. Unter der Abflachung der Kurve steht das Jahr 2100.
      Im Video wird über weniger Kinder pro Familie berichtet. Dagegen mehr Menschen und Familien mit höherer Lebenserwartung. Die Weltbevölkerung steigt derzeit noch stetig an.


      • dieCrisa vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Die Weltbevölkerung steigt - nach wie vor. Aber der Anstieg wird - seit Jahrzehnten - schwächer; und DAS trotz steigender Zahl der Menschen!

        "Die Weltbevölkerung steigt derzeit noch stetig an."
        Deutsche Sprache - schwere Sprache???

        Erste Fundstelle für den Begriff "stetig":
        über eine relativ lange Zeit gleichmäßig, ohne Unterbrechung sich fortsetzend

        Nein, die Zahl steigt NICHT stetig! Die Zunahme schwächt ab; sie wird schon gar nicht höher oder ist gleichbleibend/gleichmäßig - seit Jahrzehnten.

        images.app.goo.gl/t4ujP72GPFkJYw948

        Im Jahr 2100 wird keine Abflachung erwartet, sondern eine Umkehr! (die Abflachung ist längst im Gange - siehe Grafik) Dann nimmt die Weltbevölkerung ab und das Wachstum erhält statt immer kleiner werdenden Werten ein Minus.

        m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52699/bevoelkerungsentwicklung
        ... siehe erste Grafik: durchschnittliche Wachstumsrate in Prozent
        ...DIE nimmt stetig ab!


  • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Um der Überbevölkerung Herr zu werden, bräuchte man jetzt einen neuen Planeten Erde, nicht Mars(!). Und in hundert Jahren nochmal jeweils einen Weiteren. Das Ganze am besten mit dem Zug erreichbar, denn ein Milliardär wiegt wesentlich weniger als 1 Milliardstel der Menschenmassen, die umziehen müssten. Wieviel Treibstoff braucht es für soviele Milliarden plus Umzugskartons und Wasser und Knäckebrot für die Reise? Und nicht zuletzt ist auf lange Sicht die stetig abwandernde organische Materie von Erde nicht ohne Konsequenzen.
    So oder so, wir müssen uns mit der Vermehrung zurückhalten.

    Das Erforschen des Weltraums und das Herausfinden von Überlebensmöglichkeiten ist unabdingbar. Und auch wenn das Ende unserer lieben Sonne noch lange, lange auf sich warten läßt, so ist doch die Herausforderung so gigantisch groß und derzeit noch utopisch, daß wir besser jetzt wenigstens anfangen, uns umzusehen.


  • Michael K. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ja, ja, das faszinierende Universum, wer erinnert sich nicht an den coolen Captain Kirk, oder den sympatischen, warmherzigen Captain Picard? Mit "Reginald Barclay" gibt es in der Nextpit-Community jemanden, der ihn persönlich kennt, weil er auf der "USS-Enterprise D" als Systemingenieur unter ihm gedient hat (oder haben wird?), und spannende Abenteuer auf der Enterprise erleben durfte, aber eben auch den nervigen "Wesley Crusher", der dann glücklicherweise mit dem "Zeitreisenden" das Weite gesucht hat.^^

    Ich bin ein wirklicher Freund der Weltraumforschung, bevorzuge aber, Kirk, Picard und auch Reginald Barclay mögen es mir verzeihen, die unbemannte Weltaumforschung, weil sie viel kostengünstiger ist, oft von höherem wissenschaftlichen Wert, und damit viel effizienter.
    Der technische Fortschritt kommen dieser Variante der Raumfahrt sehr entgegen, auch wenn die bemannte Raumfahrt natürlich auch davon profitiert.
    Aber auch bemannte Raumfahrt, wie sie wenig spektakulär derzeit auf der ISS betrieben wird kann interessante neue Entwicklungen hervorbringen, wie Legierungen, die nur in der Schwerelosigkeit herzustellen sind.

    Ich halte also Geld, das in Raumfahrt und Weltraumforschung investiert wird, für sehr sinnvoll angelegt.
    Ich glaube aber nicht, dass sich die meisten Großprobleme der Menschheit dadurch in absehbarer Zeit lösen lassen, eines, kaum im öffentlichen Bewusstsein, aber ausschließlich dadurch.
    Die Dinosaurier könnten ein Lied davon singen, wenn es sie noch gäbe und wenn sie singen könnten, was es bedeutet, wenn ein Hunderte Meter großer, Milliarden Tonnen schwerer Gesteinsbrocken mit 50000 km/h auf der Erde einschlägt. Der Staub verdunkelt den Himmel für Jahrhunderte, die Temperaturen fallen, ganze Arten sterben aus.
    Diese Gefahr ist allgegenwärtig und selbst wenn ein solches Ereignis nicht die ganze Menschheit ausrotten würde, die Zivilisation wäre um Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte zurück geworfen.
    Zum Glück sucht man intensiviert nach Techniken, solche Brocken frühzeitig aufzuspüren, und ihre fatale Flugbahn zu ändern.,
    Probleme wie Überbevölkerung, Klimawandel oder Rohstoffmangel, wird man, sorry Picard, hier auf der Erde lösen müssen. Der plakativen Aussage von Klimaaktivisten, "es gibt keinen Planet B" kann ich hier eingeschränkt zustimmen. Es gibt ihn vielleicht, wahrscheinlich sogar, nur das nutzt nichts, weil er absehbar unerreichbar bleibt.
    Ob nun der "Warp-Antrieb" realisierbar ist, oder nicht, darüber lässt sich trefflich diskutieren, aber auch wenn er es ist, sind wir mindestens Jahrzehnte davon weg, Zeit die wir nicht haben, und es ist auch dann illusorisch, Milliarden Menschen auf eine neue Erde, Lichtjahre entfernt, zu evakuieren.
    Der Klimawandel und die damit in Verbindung stehende Bevölkerungsexplosion sind Probleme, die hier gelöst werden müssen. Die Bevölkerungsexplosion ist auch kein mit technischen Mitteln lösbares Problem, denn technisch ist Geburtenkontrolle sehr gut lösbar, sogar so gut, dass daraus neue Probleme entstehen können (Rentenproblematik).
    Rohstoffe gibt es auch genug auf der Erde, auch wenn manche, wie Indium, nur in homöopathischen Dosen mit Meteoriten auf den Planeten kamen, und zum Glück wie beim Indium, auch nur in winzigen Mengen zur Dotierung in der Halbleiterindustrie und als Indiumzinnoxid in transparenten Leitern benötigt werden.
    Seit Jahrzehnten sind Manganerzknollen auf dem Meeresboden als große mögliche Rohstoffquelle für verschiedene Metalle bekannt, und es gab auch schon Pilotprojekte zu ihrer Förderung. Nur rechnet es sich halt nicht, die Knollen aufwändig aus großer Tiefe zu holen.
    Die "Mutter" dieser Manganerzknollen, das Meerwasser selber enthält noch weitaus mehr gelöste Metalle, nur sind die dort eben in sehr geringer Konzentration, und ihre Gewinnung wäre noch viel teurer als die Förderung der Knollen. Am Meeresboden finden sich auch gigantische Mengen, in Gashydraten gebundenen und gefrorenen Methans, das aber durch den Klimawandel unkontrolliert freigesetzt werden, und diesen verstärken könnte, und damit mehr eine Bedrohung als ein Segen ist.
    Die Antarktis ist ein ganzer Kontinent voller Rohstoffe im jungfräulichen Zustand, aber zum Glück durch den Antarktisvertrag und einen dicken Eispanzer vor Ausbeutung geschützt. Denn auch der macht die Rohstoffgewinnung dort (noch) unwitschaftlich.
    So faszinieren der Gedanke sein mag, einen Meteoriten aus Eisen als Rohstoffquelle zu nutzen, die Kosten dafür werden noch lange nicht durch den Wert der Rohstoffe ausgeglichen.

    So sinnvoll also Raumfahrt und Weltraumforschung auch sind, man sollte sich nicht dadurch zu Science-Fiction-Träumereien verführen lassen und sie schon gar nicht als Alibi nehmen, dringende Probleme auf unserer guten alten Erde nicht auch hier zu lösen.

    Eine Interessante Fragestellung in Eurer kleinen Weltraumreihe wäre vielleicht auch die, wem das All überhaupt gehört.
    In den USA kaufen gutsituierte Schauspieler Marsgrundstücke und die Behörde FCC genehmigt den Start von zigtausenden "Starlink"-Satelliten zum Zorn von immer mehr Wissenschaftlern, die wissenschaftliche Raumfahrt immer mehr dadurch bedroht sehen. In diesem Zusammenhang ist die Frage schon aufgekommen "Wieso dürfen die das überhaupt?"


    • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Sollte nicht das Kaufen von Grundstücken voraussetzen, daß es dem Verkäufer gehört hat?! Das ist bei Mond- und Marsgrundstücken recht unwahrscheinlich.


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Du kaufst da nur das Papier, das Grundstück selbst gehört dir gar nicht. Selbst wenn man da mal hinreisen kann hast du keinen Anspruch darauf.


      • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Es sei denn, ich bin der erste dort und nehme es in Gebrauch. Dann brauche ich es aber nicht kaufen.
        Was denken die, die diese Papiere kaufen?


      • Michael K. vor 3 Monaten Link zum Kommentar


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Auch dann gehört es dir nicht, so wie den Amerikanern der Mond nicht gehört oder den Russen die Arktis.

        Ich denke, die, die sowas kaufen wissen genau, dass es ihnen nicht wirklich gehört. Auch der Eiffelturm wurde schon verkauft und trotzdem gehört er dem Käufer nicht.


      • trixi vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Das es einfach ein cooles Geschenk für mich oder andere ist. 😁
        Ich habe selbst zu meinem 30. eines der "Mondgrundstücke" bekommen und fand die Idee des Geschenks für einen SciFi Freak absolut gelungen.

        Das einen das ganze natürlich nicht gehört, ist glaube ich allen klar. 🤣


    • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      "....Captain Picard? Mit "Reginald Barclay" gibt es in der Nextpit-Community jemanden, der ihn persönlich kennt,..."

      Na ja, einmal im Berliner Zoopalast während der Berlinale "Generations", Patrick Stewart, William Shatner und Brent Spiner auf der Vorbühne. Ich saß 1.Reihe.😃 Und dann London, "The Tempest" plus Stage Door. Aber ich würde nicht sagen, "persönlich kennen"🙂

      Ach ja: Universal Studios: Ich stand auf der Brücke. Der Captain war aber nicht anwesend.🤔


      • Michael K. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Jetzt sei mal nicht so bescheiden und stell Dein Licht nicht unter den Scheffel! Ich hab doch gesehen, was Du auf der Enterprise geleistet hast. Respekt dafür, das war echte Ingenieurskunst!


    • dieCrisa vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      "Der Klimawandel und die damit in Verbindung stehende Bevölkerungsexplosion sind Probleme, die hier gelöst werden müssen."
      Die Bevölkerungsexplosion fällt aus, diese Phase ist längst vorbei.

      Die Vorstellung, dass es bis heute eine "Bevölkerungsexplosion" gibt, ein ungebremstes, exponentielles Wachstum der Anzahl der Menschen, die auf diesem Planeten leben, ist sehr hartnäckig und tief verwurzelt. Sie ist aber falsch.

      Der Höhepunkt wurde im Jahr 1962 erreicht mit einer Steigerung der Weltbevölkerung von 2,1%. Seitdem sinkt die Rate des Wachstums und lag 2017 laut Weltbank bei 1,14%. Im Jahr 2020 liegt sie bei 0,9% (Prognose; mittlere Wachstumsvariante). In immer mehr Ländern ist das Wachstum heute schon negativ - die Bevölkerung schrumpft. Selbst "milliardenschwere" (bezogen auf die Anzahl der Bevölkerung) Länder wie China (0,31%) oder Indien (0,99%) verzeichnen einen stetigen Rückgang dieses Wachstums.

      youtu.be/yS_-HAFDJqg
      (ZDFinfo: Mythos Überbevölkerung - Don't Panic)


      • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Eine geringere Wachstumsrate von nun viel mehr Menschen läßt den Anstieg der Bevölkerung nicht zurückgehen. Nur die explosive Steigerung ist vorbei.


      • dieCrisa vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        "die explosive Steigerung ist vorbei"
        Richtig.

        "Eine geringere Wachstumsrate von nun viel mehr Menschen läßt den Anstieg der Bevölkerung nicht zurückgehen."
        Falsch. Geringere Wachstumsrate = Anstieg geht zurück (schwächt sich ab, wird stetig kleiner, fällt geringer aus)!
        ... und kehrt sich spätestens zur Jahrhundertwende um, die Zahl nimmt ab.


      • Reginald Barclay vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Sämtliche Infos und haufenweise googlebare Graphen zeigen ein derzeit immernoch genauso großes Wachstum der Weltbevölkerung, wie seit ca 1950. Einige prognostizieren einen Rückgang des Wachstums für die Zukunft. Rückgang des Wachstums! Noch keinen Rückgang der Bevölkerungszahl.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ich würde Dich gerne mal als Gesprächspartner einladen. Interesse?

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