Google Fotos: Bilder herunterladen oder in eine andere Cloud exportieren

Google Fotos: Bilder herunterladen oder in eine andere Cloud exportieren

Ab dem 1. Juni ist bei Google Fotos Schluss mit unbegrenztem Speicher. Wollt Ihr den Dienst nun verlassen? Dann zeigen wir Euch nachfolgend, wie Ihr Eure gespeicherten Bilder auf euren Computer oder Euer Handy herunterladen könnt. Habt Ihr schon eine Alternative zu Google Fotos gefunden, könnt Ihr sie auch direkt exportieren.

Google Fotos galt unter Android lange Zeit als die Lösung, wenn Ihr Eure Fotos in einem Cloud-Speicher backupen oder sogar sortieren wolltet. Denn jeder Google-Nutzer konnte Bilder mit einer geringen Komprimierung (Hohe Qualität) unbegrenzt auf dem Onlinespeicher parken. Wie Google letztes Jahr verriet, ist damit aber ab dem 1. Juni Schluss.

Denn ab dann werden neue Bilder auf die 15 Gigabyte an kostenlosem Speicherplatz angerechnet, die Euch Google bei der Erstellung eines Kontos einräumt. Wollt Ihr Google Fotos dennoch verlassen, haben wir einige wichtige Tipps für Euch. Denn zumindest ist Google so fair, um praktische Export- und Download-Funktionen anzubieten.

  1. Fotos herunterladen
  2. Fotos exportieren
  3. Pixel kaufen – für die Google Fotos-Superfans

In einem anderen Artikel zeigen wir Euch übrigens die besten Alternativen zu Google Fotos. Aber nun geht's erstmal darum, Googles Cloud-Speicher loszuwerden.  

So ladet Ihr Eure Fotos herunter

Google Takeout ist ein Tool zum Herunterladen Eurer Daten auf verschiedenen Google-Diensten, einschließlich YouTube, Google Drive, Kalender, Gmail und eben Fotos. Es wird eine ZIP-Datei mit den Daten der angeforderten Dienste erstellt, die sehr viel Speicherplatz beanspruchen kann.

Glücklicherweise muss die Datei nicht sofort heruntergeladen werden, sondern steht eine Woche lang auf der Website des Tools zum Download bereit oder wird auf einen der genannten Cloud-Speicherdienste hochgeladen.

Um ein Backup mit Fotos und Videos aus Eurem Google Fotos-Konto zu erstellen, geht auf die Google Takeout-Website, meldet Euch mit Eurem Benutzerkonto an und folgt den nachfolgenden Schritten:

Google Takeout DE 1
Mit Google Takeout könnt Ihr Daten und Dateien aus verschiedenen Unternehmensdiensten exportieren. / © NextPit
  1. Klickt auf Alle abwählen (andernfalls enthält die generierte Datei Daten von allen anderen Diensten)
  2. Wählt die Option Google Fotos! In der Schaltfläche "Alle Fotoalben" könnt Ihr zudem auswählen, welche Alben in das Backup aufgenommen werden sollen
  3. Blättert bis zum Ende des Bildschirms und tippt auf die Option "Nächster Schritt"
  4. Wählt aus, ob Ihr die generierte Datei herunterladen oder an einen der Online-Dienste senden wollt. Nun wählt Ihr noch den Dateityp und die Größe aus und klickt auf "Export erstellen"
  5. Die Erstellung der komprimierten Datei kann einige Stunden dauern, je nach Menge der Fotos und Videos. Ihr erhaltet aber eine E-Mail, die Euch darüber informiert, dass die Sicherung fertig ist. Samt Link zum Herunterladen!
Google Takeout DE 2
Pakete mit Fotos und Videos sind sieben Tage lang auf der Google Takeout-Seite verfügbar. / © NextPit

In der erzeugten ZIP- oder TGZ-Datei findet Ihr nicht nur Fotos und Videos – je nach Kontoeinstellungen – im Originalformat, PNG, JPG und WEBP für Fotos und MP4 für Videos. Abhängig von Euren Kontoeinstellungen seht Ihr auch Metadaten im JSON-Format, die mit einem normalen Texteditor gelesen werden können.

Kopieren von Dateien von Google Fotos zu OneDrive oder Flickr

Eine weitere von Google angebotene Option ist der Export von Fotos und Videos zu den Konkurrenzdiensten Flickr und Microsoft OneDrive. Das Tool kann vor allem für diejenigen interessant sein, die kostenpflichtige Pläne in einem der beiden haben. In Flickr Pro ist der Speicher unbegrenzt, während OneDrive in das Microsoft 365-Abonnement integriert ist.

Das Export-Tool von Google Fotos zu Wettbewerbern kann auch über Google Takeouts aufgerufen werden, meldet Euch einfach wieder mit dem gewünschten Konto an und folgt den Anweisungen:

Google Takeout DE 3
Der Album-Export ist für Flickr und OneDrive verfügbar / © NextPit
  1. Stellt sicher, dass Google Fotos ausgewählt ist, und klickt auf "nächster Schritt"
    1. Mit der Option "Alle Fotoalben enthalten" könnt Ihr auswählen, welche Alben Ihr exportieren wollt
  2. Wählt aus, in welchen Dienst Ihr die Fotos und Videos kopieren wollt und tippt dann auf Konten verknüpfen und Export erstellen
  3. Bestätigt in den folgenden Bildschirmen das Google-Benutzerkonto, indem Ihr auf die Option "Zulassen" tippen
  4. Ihr werdet zum Anmeldebildschirm des in Schritt 2 gewählten Dienstes weitergeleitet: Gebt hier Euren Benutzernamen und das Passwort ein und folgt den Anweisungen
  5. Autorisiert dann Google Takeouts für den Zugriff auf Flickr/OneDrive und warten auf die Übertragung der Dateien.

Der Pixel-Trick: Wie Ihr Google Fotos auch nach dem 1. Juni unbegrenzt nutzen könnt

Wer sich den Ärger mit der Verwaltung des Speicherplatzes in seinem Google-Konto ersparen will, hat eine Möglichkeit: Er kauft sich ein Pixel-Telefon des Unternehmens. Fotos und Videos, die von Google-Smartphones hochgeladen werden, werden nicht auf das Speicherlimit des Kontos angerechnet, sofern Ihr die Option "Hohe Qualität" wählt.

Im Falle des Pixel 3-Modells (und nur davon zum Zeitpunkt des Schreibens) werden Foto- und Video-Uploads in Originalqualität – ohne Komprimierung oder Auflösungsverlust – bis zum 31. Januar 2022 nicht auf das Speicherkontingent angerechnet.

Aber ist Google Fotos wirklich so gut, ein altes Smartphone zu kaufen? Habt Ihr Euch dazu entschieden, Google Fotos zu verlassen oder wollt Ihr's mit dem Speicherkontingent versuchen? Teilt uns das in den Kommentaren mit!

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3 Kommentare

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  • Meine Fotos und Videos befinden sich nicht nur auf meinen NAS-Platten, sondern auch in Alben sortiert in der Google-Cloud. Die Zugriffsgeschwindigkeit -auch über Daten- ist bei Google unübertroffen und so nutze ich meine Daten in der Cloud zur zeitliche Zuordnung meiner Urlaube und unterwegs bei der Familie für gemeinsam Erinnerungen. Aus meiner Sicht schade, daß dies zukünftig in dem Umfang nicht mehr möglich ist. Meine Videos sind schon speicherintensiv ;-)


  • Ich werde vorerst die 2 Euro pro Monat zahlen und mal sehen wie weit ich mit den 15 GB "käme". Durch den Kauf eines Chrome Books hatte ich die ganze Zeit schon den 100 GB Speicher, aber weder Docs noch Photos wurden angerechnet. Das macht mir im Moment den Überblick schwer, denn eigentlich verbrauche ich aktuell 5 GB Speicher vom Kontingent.
    Wenn Fotos, Dokumente und Co. voll angerechnet werden sieht die Welt schon anders aus.
    Da ich Zuhause auch ein NAS System betreibe, welches ich vom Smartphone per App mit Foto Backups betrauen kann und im laufe des Jahres eine sehr flotte Glasfaserleitung mein eigen nennen werde, ist die Zukunft meiner Speicherlösung noch nicht gefunden.
    Dienste wie Amazon Fotos z.B. kommen für mich nicht in Frage, weil viele davon in meinen Augen extrem schlechte und vor allem nervige Apps haben.

    Aber vom 1. Juni lasse ich mich erstmal nicht schocken, auch weil ich mir denke wenn Google die Geldgeilheit überdreht und die User in Scharen die Flucht ergreifen, wird man schnell den Rückwärtsgang einlegen.

    Das sehe ich z.B. auch für Whats App kommen wenn Apple die aufgrund der neuen AGB aus dem App Store schmeissen will.

    Wenn es etwas gibt was diese Konzerne wirklich fürchten, ist das der Verlust der Nutzerzahlen und der Gang in die Bedeutungslosigkeit. Google hat hart an der Verbreitung seiner Dienste gearbeitet und jetzt die possitiven Zahlen der letzten Jahre zu atomisieren, wird man sich 2x überlegen.


  • Dank dem Pixel 5 als "Daily Driver" werde ich bei Google Fotos bleiben.

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