Rebranding: Microsoft 365 erweitert und ersetzt Office 365

Rebranding: Microsoft 365 erweitert und ersetzt Office 365

Bei gleichbleibenden Preisen wird Microsoft sein Software-Abo "Office 365" in "Microsoft 365" umbenennen. Der umgenannte Online-Dienst bringt einige Funktions-Erweiterungen und inkrementelle Updates mit sich; ist aber in erster Linie eine Marketing-Neuerung.

Ab dem 21. April werden Bestandskunden nicht mehr "Office 365"- sondern "Microsoft 365"-Abonnenten sein. Einzelnutzer werden weiterhin sieben, Familien zehn Euro pro Monat zahlen – oder ein Jahr zum Preis von zehn Monaten vorausbezahlen.

Im Paket Microsoft 365 Family, das Office 365 Home ablösen wird, kommt die neue Family Safety-Funktion hinzu. Eltern sollen die Bildschirmzeit ihrer Kinder beschränken können. Diese Kontrolle soll für PCs, Xbox und Android-Smartphones gleichermaßen möglich sein – wie praktisch, dass Microsoft erst kürzlich einen Online-Konten-Zwang für Windows-Installationen eingeführt hat (Heise).

Ansonsten bleibt vieles im Paket gleich. Enthalten sind …

  • Office-Apps für den Desktop
  • 1 TByte OneDrive-Speicher pro Nutzer (max. 6)
  • 60 Minuten Skype-Telefonie

Neu ist der Editor, der dank Machine Learning Eure Rechtschreibung und Grammatik in fast allen Apps – sogar per Erweiterung im Chrome-Browser – kontrolliert und korrigiert. Das Werkzeug verbessert Euren Schreibstil in zwanzig Sprachen und schlägt sogar bessere Formulierungen vor. Selbst eine automatische Plagiat-Erkennung ist integriert. Mit dieser Funktion verzichtet Ihr selbstredend auf Eure komplette Privatsphäre für alle am Windows-Computer geschriebenen Worte.

PowerPoint bekommt einen Presenter Coach, der Eurem Probevortrag lauscht und Euch hinterher Tipps zu Aussprache und Betonung gibt; ebenfalls mit KI-gestützten Tipps zu Wortwahl und Grammatik. Auch diese Funktion erscheint aus Datenschutz-Perspektive … interessant.

Der PowerPoint Designer gibt Euch Zugriff zu 8,000 Copyright-unbedenklich verwendbaren Bildern sowie zu Stock-Videos von Getty. Word und Excel nutzen dieselbe Medien-Datenbank, und bieten 200 neue Vorlagen. Amerikaner können in Excel ihr Online-Banking integrieren und Finanzplanung machen.

Das Gruppen-Chatprogramm Microsoft Teams wird nun auch für Privat-Anwender und Familien freigeschaltet. Die App könnte dank Video-Anrufen und geteilten To-Do-Listen in einigen Fällen Skype ablösen.

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11 Kommentare

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  • Sarah vor 5 Monaten Link zum Kommentar

    Ich hoffe doch sehr, dass es die klassischen Office-Kaufversionen trotzdem noch geben wird. Von diesen "tollen" Neuheiten, will und brauche ich nichts.


    • Genauso sehe ich das auch. Und ein Abo Freund bin ich auch nicht.


    • Die "Boxversionen" (Aktuelle Version ist Office 2019) wird es vorerst noch geben. Ob das immer so bleiben wird darf bezweifelt werden. Andere Softwarehersteller, z.B. Adobe und Autodesk, haben die Boxversion längst abgeschafft und bieten nurnoch Mietsoftware an. Es kann also sein, dass es ein "Office 2021" nicht geben wird.


      • Sarah vor 5 Monaten Link zum Kommentar

        Sollte sie das wirklich so umsetzen, werde ich mal wieder zu LibreOfffice schauen. Die sollen inzwischen auch sehr gut geworden sein.


      • LibreOffice ist aber nichts im Vergleich zu MSO. Zumindest nicht wenn man die ganzen Möglichkeiten (mehr als 3 bedingte Formatierungen, "wennen" bis der Speicher platzt, PowerPivot, etc. pp.) in Excel nutzt.


  • Ohne eine Lanze für Microsoft brechen zu wollen, aber die neue Struktur bietet einige mitnichten gute Möglichkeiten. Natürlich auch, um Windows zu monetarisieren. Irgendwer muss das aktuell weitestgehend kostenlose Windows 10 (Privatkunden) irgendwann bezahlen.
    Den Fingerzeig zur Privatsphäre halte ich nur insofern berechtigt, als das andere keineswegs besser sind. Man beachte dabei, Microsoft's Geschäftsmodell ist ein ganz anderes, als das zum Beispiel von Google. Gemeinhin werden die monierten Mechanismen bei Microsoft weitestgehend deaktivierbar sein. Und vergleichbar, wer ein Androidgerät nutzt, braucht sich über Privatsphäre keine Gedanken mehr zu machen. Es gibt sie nicht, weil der Nutzer damit bezahlt. Auch nach Jahren noch verlaufe ich mich zum Beispiel in den Datenschutzeinstellungen des Google-Kontos. Und ohne Kontozwang geht hier auch nichts.
    Was viele heute immer noch nicht begriffen haben ist, dass Microsoft keine Software mehr im klassischen Sinne verkauft (wie womöglich noch vor einigen Jahren), sondern Dienste. Die Software ist da (wie bei anderen auch) nur Mittel zum Zweck.
    Windows 10 war das letzte Betriebssystem seiner Art. Auch wenn Microsoft bei Windows zuweilen unergründliche Haken schlug, ist Microsoft 365 die logische Weiterentwicklung zu einem, sagen wir mal, Dienstesystem.

    Tim


  • <<< (...) Neu ist der Editor (...) >>>
    Den man hoffentlich abschalten kann. Ich hasse diese Automatismen, die zum sehr großen Teil nur Müll produzieren. Sieht man ja auch schon hier auf APit, wieviele sich auf solche Automatismen verlassen und uns "Sprachliebhabern" schlechte Sätze liefern die nur schwer zu verstehen sind. Und wenn ich "Machine Learning" schon lese geht mir die Hutschnur hoch. Ich allein entscheide wie ich spreche/schreibe. Meinen Schreibstil lasse ich mir von keiner Machine verbessern. Mal davon abgesehen bezweifle ich, dass eine Maschine poetisch sein kann.


  • Wetter: Heute wird es irgendwas zwischen warm und kalt, insbesondere in der Zeit zwischen 00:00 Uhr und 23:59.
    (ein ähnliche interessanter, spannender und informativer Beitrag)

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