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Casa Casi 35: Deutschland in Not – Pornoverbot

Casa Casi 35: Deutschland in Not – Pornoverbot

Irgendwann musste das ja kommen: Fabi und Casi sprechen in der neuesten Ausgabe des NextPit-Podcast "Casa Casi" über Pornografie! Aber Ihr kennt die Jungs: Sie tun das mit aller gebotenen Seriosität!

Wir sind dafür bekannt, dass wir hier die ganz heißen Eisen anfassen, das wisst Ihr. Also schrecken wir für unseren Podcast auch nicht davor zurück, uns mit dem schlüpfrigen Thema Porno zu befassen. Wir selbst sind – das könnt Ihr Euch denken – in den letzten Dekaden nur sehr, sehr am Rande mal mit Pornografie in Berührung gekommen (okay, ich muss wie ein kleines Mädchen kichern, während ich in diesem Kontext "Berührung" schreibe).

Droht YouPorn, Pornhub und MyDirtyHobby eine Sperre?

Aber im Ernst: Vor einigen Tagen ging es durch die Medien, dass Seiten wie Pornhub, Xhamster, MyDirtyHobby und Youporn in Deutschland der Saft abgedreht werden könnte. Es geht darum, dass diese Seiten herzlich wenig dafür tun, um zu gewährleisten, dass nur diejenigen diese Inhalte sehen, die sie auch regulär sehen dürfen. Bei meinen umfangreichen Recherchen auf dutzenden Porno-Seiten musste ich feststellen, dass eine "bist Du über 18"-Abfrage die einzige Hürde ist, die zum Beispiel ein 11-jähriger Porno-Interessent überwinden muss. 

Wir brauchen nicht darüber reden, dass die Betreiber dieser Seiten nicht ihren Pflichten nachkommen und eben nicht dafür sorgen, dass nur erwachsene Nutzer:innen in den Genuss der Filmchen kommen. Dennoch glauben wir, dass Sperren alleine das Problem ganz sicher nicht löst. Der sehr geschätzte André Vatter hat sich dazu ausführlich auf Facebook geäußert: 

Und ja, ich sehe es wie André: Da, wo wir Angebote sperren würden, starten einfach direkt neue und dann eventuell noch schwierigere als die bislang bekannten. Wir müssen da einen Weg finden, der unsere Kids und Jugendlichen schützt, aber über stumpfes Sperren hinausgeht. 

Pornografie: Innovationstreiber seit circa ... immer!

Im Podcast sprachen wir auch darüber, dass die Pornobranche auch immer schon Innovationstreiber war. Am deutlichsten spürte man das vielleicht beim "Krieg der Formate" in den Achtziger Jahren, als sich die technisch schwächere VHS-Cassette von JVC gegen Video 2000 von Sony durchsetzte. Sonys Kapitalfehler: Sie wollten keine pornografischen Inhalte und kurze Zeit später gab es in den Videotheken fast nur noch VHS-Tapes!

Egal, ob Bezahlen via Kreditkarte im Internet, Video-Chats oder Werbung vor Videos: All diese Technologien wurden durch die Porno-Branche forciert, bevor sie dann auch von anderen im Internet übernommen wurden. Wenn Ihr Euch die Folge anhört, werdet Ihr feststellen, dass uns zum Ende ein wenig davongerannt ist. Lasst es uns wissen, ob Ihr wollt, dass wir über diese "Porno=Technologietreiber"-Geschichte noch einmal ausführlicher reden, oder vielleicht einen Artikel dazu schreiben. 

Davon ab möchte ich Euch natürlich wieder bitten, uns zu erzählen, was Ihr von der 35. Episode haltet. Wenn es Euch gefallen hat, bewertet uns, empfehlt uns weiter und haltet uns gerne weiter die Treue. Wir freuen uns riesig über Euren Support, so viel steht mal fest. Und jetzt: Viel Spaß mit der neuen Folge!

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15 Kommentare

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  • Mi Schu vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Hmm wie lange gibts das internet schon. da kommt man ja echt früh drauf.


  • Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Die Pornobranche wird auch bei jeder vorgeschlagenen Form der (nachverfolgbaren) Altersverifizierung nicht gerade in Jubelstürme ausbrechen. Nicht, weil sie nichts gegen 11-jährige auf ihren Seiten unternehmen möchte, sondern weil die alles andere als kleine Schmuddelecke des Webs prächtig von dieser (vermeintlichen) Anonymität profitiert. Denn mit Altersverifizierung per Kreditkarte, mit Perso oder anderen Dokumenten erfolgt eine konkrete Zuordnung des jeweiligen Users.. Der ist dann zwar volljährig, aber eben nicht mehr so wirklich anonym auf bumsfidelen Webseiten unterwegs. Und das wird er vermutlich nicht allzu sehr schätzen.


    • Martin vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Naja, wenn man sich fuer eine Seite per Personalausweis anmeldet, die legale, pornografische Inhalte anbietet ... dann sieht man eben als User gerne anderen Menschen beim Ficken zu .... und ?


      • Sicax99 vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Möchte man den so gläsern sein? Möchte man, dass für Regierungen nachvollziehbar ist, was man für private Interessen hat?

        Die Lösung ist nicht alles immer kontrollieren zu wollen, es muss schlicht und ergreifend ein Bewusstsein dafür geschaffen werden. Kontrolle schafft letztlich nur wieder ein Stück der Freiheit ab und zieht massive Konsequenzen nach sich.


  • deltakula vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Mit einem Filter wird sich dieses Problem nicht lösen lassen. Die meisten Teenager sind ihren Eltern technisch haushoch überleben. Einen VPN auf dem Smartphone zu installieren, dauert auf dem Schulhof nur wenigen Minuten. Und schon ist die Pornosperre ausgehebelt. Die einzigen, die blöd aus der Wäsche gucken, sind Mama und Papa. Wenn sie sich am Abend noch einen Porno als Heißmacher laden möchten. :-))


    • Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Genau, und durch diesen Effekt wird es dann von denen, die man vor den bösen Pornoseiten schützen möchte, in Zukunft noch weniger geben, ohne dass das anvisierte Ziel auch nur annähernd erreicht wird.


  • Maximilian HE vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Alles was der Gesetzgeber erreichen wird ist, dass eben wieder jegliche Pornographie bezahlt werden möchte.

    Ob man das gut oder schlecht findet ist wohl diskutabel. Ob es besser ist wenn sich 12 jährige wieder auf dubiosen Filesharern rumtreiben. Mhhh


    • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Niemand sollte sich auf dubiosen Filesharern "rumtreiben" - erst recht keine 12 Jährigen. Die sollten sich eher in Vereinen, auf Sportplätzen/Spielplätzen im Wald Outdoor Aktivitäten und mit Freunden zusammen ihre Freizeit sinnvoll nutzen.

      Warum erwartet oder besser gesagt sollte denn überhaupt ein Besucher dieser Seite erwarten (dürfen), dass es umsonst ist? Es ist doch im Prinzip legitim, dass es Kosten gibt die zu begleichen sein müssten. Der Betreiber stellt Uploads zum Anschauen zur Verfügung und der User kann dieses (noch ohne Kosten) nutzen - also ist das doch derzeit ein feiner Zug. Wenn hierfür ein Betrag zu entrichten wäre, dann ist das halt so. In der Videothek früher gab es auch keine Filme ohne zu bezahlen.


      • Maximilian HE vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Es ist ein Unterschied ob die Betreiber sich freiwillig dazu entscheiden kosten zu erheben oder ob sie aufgrund der Regelungen eines Staates dazu gezwungen werden.
        Dein Vergleich ist doch absoluter Mumpitz sorry.

        Schön, dass Kinder nach draußen gehören (wo sie ja nicht am Handy nach Pornos googlen). Mensch, Dein kompletter Beitrag ist so weit an der Realität vorbei dass ich mich ehrlich Frage wie Du dazu kommst zu antworten 🤣


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ich glaube, grundsätzlich ist es natürlich legitim, dass für die Inhalte bezahlt werden muss. Ich sehe da auch nicht, wieso es einen Anspruch geben muss, die Videos kostenlos sehen zu dürfen. Bei der Musik haben wir uns auch wieder daran gewöhnt, dass wir zahlen: Entweder für den Download, für eine Streaming-Gebühr oder durch Werbung.
      Unabhängig davon dürfen wir wohl davon ausgehen, dass die meisten der "Content-Ersteller" nicht freiwillig auf diesen Portalen gelandet sind. In der Regel dürfte es so sein, dass die kommerziellen Szenen ohne entsprechende Rechte dort landen – und diejenigen, deren private Fotos mit dem Ex dort landen, überhaupt gar keinen Bock drauf haben, dass sie dort zu sehen sind.
      Ich denke schon, dass hier eine andere Handhabe her muss, sowohl was den Nachweis des Alters angeht – aber auch, was das Recht angeht, dieses Video dort zu veröffentlichen/hochzuladen. Bin ziemlich sicher, dass diese "Hurra, hier ist alles kostenlos für jedermann"-Zeiten sich ändern werden.


      • Maximilian HE vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Auch das ist völliger Quatsch.
        Natürlich passieren solche Sachen immer wieder, jedoch davon auszugehen dass "die meisten" ohne entsprechende Rechte hochgeladen worden sind ist halt allenfalls eine anmaßende Behauptung solange es nicht erwiesen ist.
        Bin absolut kein Fan der heutigen Vorverurteilung und der Offenbarung von offenkundigem Halbwissen in Verbindung damit.
        Deine Aussage hierzu hat fast Twitterniveau, wäre zudem dort wohl auch gerne gesehen.

        Es geht gar nicht um den Anspruch Pornographie kostenlos sehen zu dürfen, es geht darum dass der Gesetzgeber nicht bestimmen sollte wie Pornographie zugänglich gemacht wird.


      • Thomas H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ich glaube in der Regel nutzen die "kommerziellen" diese Plattformen auch gerne um Werbung für den eigenen Kanal zu machen. Die dürften nicht begeistert sein wenn solche Seiten unerreichbar wären.

        Aber wie hier schon geschrieben wurde, die Kids sind binnen 2 Stunden wieder drauf, die Eltern werden planlos vor dem Monitor sitzen. 😂

        Ich glaube auch nicht, das die "Hurra ist alles kostenlos" Seiten verschwinden, die werden sich wo ansiedeln wo sie Ihr Publikum erreichen, da kann man sicher sein. Würde sich der Quatsch über Werbung nicht lohnen, gäbe es die Seiten nämlich gar nicht. Wenn man manchmal liest was die Betreiber damit eine Kohle machen, ich habe vor kurzem einen Bericht gelesen wie verzweigt das Konstrukt welches hinter xHamster steht ist, es geht über Firmen auf der halben Welt und endet irgendwo Off Shore. Den Aufwand tut sich keiner für Nichts an. Ich habe keine Ahnung wieviel Kohle da fliesst, aber den Aufwand scheint es zu rechtfertigen.

        Ist ja auch egal, dieser Jugendschutz ist eine illusion. Er war es schon bei uns Kindern der 70´er und 80´er Jahre und ist es heute wo alles einen Klick weit entfernt ist erst recht.

        Es wird den Eltern nicht erspart bleiben ein waches Auge auf den Nachwuchs zu haben und wie früher das Gespräch zu suchen. Aufklärung zu betreiben, bevor YouPorn das tut und sich evtl. damit zu trösten das es in Ihrer Jugend auch solche Phasen gab, wo das Porno Heftchen in der Schule rumging oder die kopiert VHS vom großen Bruder die Runde machte.

        Pornografie ist irgendwo auch ein Teil der Kultur der westlichen Welt und solange die Zwerge nach der Schule lieber Fortnite zocken, sich dabei mit Schimpfwörtern überhäufen wo wir Eltern mit rotem Gesicht die Ohren anklappen oder Begriffe googeln müssen, während die Kids sich mit Gangsterrap solange das Hirn braten lassen bis das Sprachzentrum gestört ist und Vollidioten auf TikTok, Insta und sonstwo die restliche Erziehung übernehmen..........solange ist doch alles in Butter, oder ?


  • Conjo Man vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Da diese Seiten nicht jugendfrei sein müssen (ich rede hier von 0-17 Jährigen) sollte da was passieren. Ich meine, wenn ein(e) 17 Jährige(r) dort vorbeischaut ist das nun mal eine andere Situation, als z.B. bei einem 8 Jährigen. Hier muss unbedingt ein Altersnachweis erfolgen (Persoausweis). Ich meine, wenn ich als Volljähriger diese Seite(n) besuchen möchte, dann bin ich halt in der Pflicht dieses zu verifizieren. Aus Verantwortung m.M.n


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ganz meine Meinung!


    • Thomas H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Wird nicht klappen ! Die ältere Kundschaft wird es sich 2x überlegen Ausweisdaten nach Timbuktu zu übertragen. Die Kinder wissen im Zweifel aber wo der Ausweis der Eltern liegt.

      Wenn auf diesen Seiten Verifizierung per Ausweis Pflicht wird, sehe ich schon eine ganz große Welle der Cyberkriminellen die Tasten polieren.

      Pornografie im Internet ist doch so alt wie das WWW selbst, wie kann irgendwer erwarten das zu kontrollieren ? Vor allem wenn die Betreiber nicht in Europa ansässig sind ?!

      Ein schönes Beispiel ist der Dienst Telegram, der sich immer mehr zum Netzwerk extremer Randgrppen mausert. Unsere blinde Regierung hat das nun auch erkannt und musste festellen, das die sich über deren Forderungen erstmal totlachen. Das wird denen mit den Seitenbetreibern der einschlägigen Seiten nicht groß anders gehen.

      Die Provider werden sich gegen Filterung auch erstmal sträuben, denn einige Kunden könnten das persönlich nehmen.

      In meinen Augen ist das alles recht illusorisch was sich die Politik da vorgenommen hat.

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