MINI Sharing: Alle Infos zum cleveren Carsharing-Dienst der BMW Group

MINI Sharing: Alle Infos zum cleveren Carsharing-Dienst der BMW Group

Carsharing wird auch in Deutschland immer beliebter. Dank Services wie dem jetzt auch in Deutschland verfügbaren Mini Sharing der BMW-Tochter Mini wird es auch immer unkomplizierter. Wir stellen Euch den Dienst und seine Funktionen vor. 

Es gibt eine Menge verschiedener Carsharing-Dienste, die auch immer öfter in unseren Gefilden genutzt werden können und einen ganz spannenden Ansatz verfolgt hierbei Mini, das Unternehmen der BMW Group. Der Peer-to-Peer-Carsharing Service richtet sich nämlich an das eigene Netzwerk, so dass der Mini-Besitzer seine Freunde, Familie und Kollegen zu Mitfahrern machen kann. Seit März kann dieser Service auch in Deutschland genutzt werden, weshalb wir Euch die Funktionsweise in diesem Beitrag näherbringen möchten. 

Mini Carsharing für Familie, Freunde und Kollegen

Voraussetzung für das Mini Sharing ist natürlich, dass Ihr einen Flitzer der Kultmarke besitzt. Das Mini Sharing Modul müsst Ihr dann von Eurem Mini-Partner installieren lassen, womit die Werkstatt Eures Vertrauens gemeint ist und nicht etwa der/die ein wenig klein geratene/r Verlobte/-r oder so (das bleibt der einzige Mini-Gag, versprochen!). Besagter Mini-Partner prüft dann auch die Kompatibilität mit dem Mini ab Produktion 01/2020. 

Außerdem benötigt Ihr natürlich die entsprechende Mini Sharing App, die es für Android und iOS gibt. 

Mini Sharing 02
Mit der Mini App habt Ihr alles unter Kontrolle / © MINI

Wie funktioniert "MINI Sharing"?

Mit der App wird Euer Smartphone dann zum Mini-Allzweckwerkzeug: Über die App lässt sich nämlich Euer Fahrzeug reservieren, auf- und abschließen und auch der Motor starten. Bis zu zehn Personen können angemeldet werden und somit dann auf das Auto zugreifen. Im Normalfall läuft das dann so, dass sich die jeweilige Person für den gewünschten Zeitraum anmeldet, indem sie eine Anfrage an den Besitzer schickt, die der dann bestätigen muss. 

Allerdings könnt Ihr als Besitzer auch einen VIP-Status vergeben, beispielsweise für Familienmitglieder. In dem Fall muss der Termin dann nicht erst bestätigt werden. Es gibt einen Kalender, auf den alle angemeldeten Nutzer zugreifen können und somit stets im Blick haben, wie das Fahrzeug verplant ist. Derjenige, der das Auto als nächstes fahren wird, sieht den Standort. Der wird zuvor vom Besitzer benannt – diese "Homezone" – erstreckt sich dann über einen Radius von 300 Metern. 

Dort angekommen kann der Fahrer den Mini dann auch mittels App öffnen und starten. Damit man das Fahrzeug buchen kann, wird natürlich Internet benötigt, danach reicht die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und Sharing-Modul. Denkt also daran, dass Ihr das Fahrzeug nicht im Parkhaus sieben Stockwerke unter der Erde abstellt, wo die Anwesenheit von mysteriösen, weit unter der Erdoberfläche lebenden Kobolden wahrscheinlicher ist als das Vorhandensein von stabilem Internet. Soll heißen: Ihr könnt Mini Sharing auch unterirdisch nutzen oder an sonstigen Orten mit wackligem Internet, für die Buchung sollte aber stabiles Netz vorhanden sein. 

Alle Daten transparent im Blick

Am Ende der Fahrt muss das Gefährt nur noch in die sogenannte „Homezone“ zurückgebracht werden, wobei im Vorfeld auch andere Abstellorte vereinbart werden können. Über die App wird die Karre dann wieder verrammelt und die Buchung beendet. Automatisch wird dann eine Zusammenfassung erstellt, auf der Ihr den Zeitraum seht, in dem die jeweilige Person das Auto genutzt hat, außerdem sieht man die zurückgelegten Kilometer und hat auch den Verbrauch im Blick. Wer sich also während der Fahrt ein Knöllchen abholt, kann sich sicher sein, dass der Besitzer des Mini herausfindet, wer der Übeltäter ist. 

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Mit der App habt Ihr alle wichtigen Daten im Blick / © MINI

Übrigens sieht natürlich nicht jeder angemeldete Fahrer, wo sich das Auto gerade befindet: Solange gerade keine Buchung läuft, kennt nur der Besitzer den genauen Standort des Mini. Nachdem der Besitzer eine Anfrage bestätigt hat, werden dem Fahrer direkt vor Beginn der Buchung sowohl der Standort als auch der Weg dorthin auf seinem Smartphone angezeigt. Während einer Buchung kann allerdings nur der Fahrer, der die Reservierung startete, den Standort des Fahrzeugs in der Mini Sharing App sehen.

Preis und Verfügbarkeit

Ich erwähnte es weiter oben schon: Seit Anfang März kann Mini Sharing in Deutschland genutzt werden, außerdem ging der Service auch in den Niederlanden neu an den Start – weitere Märkte werden bis Ende 2021 folgen. Zuvor gab es den Dienst bereits seit letztem Jahr in Spanien, wo er auch bereits ab 2019 erprobt wurde. 

Alle deutschen Modelle des Mini ab Produktionszeitraum Januar 2020 sind bereits ab Werk mit der benötigten Vorbereitung (SA 5GE - Flexible Car Sharing Preparation) ausgestattet. Das benötigte Mini Sharing Modul kann als Zubehörteil bei jedem Mini-Service-Partner bestellt und verbaut werden. Im Anschluss ist der Sharing-Dienst dann sofort für den Kunden nutzbar. Die Kosten für das Mini Sharing betragen in Deutschland im ersten Jahr 360 Euro inklusive einer Laufzeit von einem Jahr, zuzüglich Nachrüstungskosten. Bei einer Verlängerung nach Ablauf der Jahresfrist kostet der Service 49 Euro pro Jahr.

Ein paar eigene Gedanken zum Mini Sharing

Den Ansatz, die Einsatzzeiten für Fahrzeuge zu erhöhen, finde ich persönlich großartig und so wirkt das Mini-Sharing-Konzept auch ziemlich schlüssig für mich. Die Frage ist, ob wir alle im Kopf schon so weit sind, uns dafür ein Stückchen von der Individualität des eigenen Autos zu verabschieden und praktisch jederzeit für die Abgabe des Wagens gewappnet zu sein. Schön fände ich, wenn sich ein Weg finden ließe, der eine solche Plattform breiter aufstellt, so dass eben auch andere Hersteller innerhalb einer App mit ihren Autos gefunden werden können. 

Außerdem würde ich mir wünschen, dass man über die App eventuelle Kosten zuweisen könnte. Beispielsweise, wenn sich ein Gastfahrer einen Strafzettel einfängt, oder wenn Sprit- oder sonstige Kosten auf die Nutzer umgelegt werden. Was denkt Ihr denn über so einen Ansatz? Ist für Euch Carsharing bereits längst im Alltag angekommen – oder wehrt Ihr Euch gegen die Vorstellung, dass wir mittelfristig eben längst nicht mehr ein Auto pro Haushalt oder gar Person besitzen werden?

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4 Kommentare

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  • Na ich weiß nicht. Natürlich ist es gut, wenn das Fahrzeug nicht nur rumsteht.
    Aber ich kaufe mir einen Mini und zahle dann noch eine Gebührt für Sharing? Welchen Service stellt BMW denn im Gegenzug zur Verfügung, ausser dass ich Zugriff auf die Positionsdaten des Wagens habe?
    Dann kann ich auch normales Car-Sharing nutzen und spare mir die Anschaffungskosten.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Ich finde die Idee sehr gut! Wir haben viel zu viel ungenutzte Autos rumstehen und ich denke, dass gerade jüngere Menschen sowas gerne nutzen werden. Die Anschaffungskosten werden so gesenkt und wir brauchen weniger Parkplätze in den viel zu vollen Städten.


      • Benjamin Lucks
        • Admin
        • Staff
        vor 2 Wochen Link zum Kommentar

        Gerade bei jüngeren Menschen sehe ich aber das Problem der Versicherung! Hätte damals (unter 25€) mal das alte Auto meines Vaters übernehmen können aber mit Versicherungskosten von knapp 80€ im Monat war das einfach unrealistisch.

        Das wäre mal spannend herauszufinden, was Versicherer von der Idee halten :)


      • bei dem Modell ist doch die Voraussetzung, dass ich persönlich einen Mini habe. Das senkt nun nicht die Anschaffungskosten

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