OnePlus Nord N10 im Test: Wohl eher OneLess

OnePlus Nord N10 im Test: Wohl eher OneLess

Auf das OnePlus Nord ließ man mit dem Nord 100 und dem Nord N10 5G gleich zwei weitere, preiswertere Modelle der Nord-Reihe folgen. Wir haben uns das N10 5G angeschaut, das pünktlich zu unserem Test im Preis gesenkt wurde und OnePlus' derzeit günstigstes 5G-Smartphone darstellt.

Bewertung

Pro

  • Gute Akkulaufzeit
  • 5G
  • 90 Hertz Display

Contra

  • Kein AMOLED
  • Nur ein großes Android-Update
  • Wireless Charging wird nicht unterstützt
  • Nicht IP-zertifiziert

Für wen eignet sich das OnePlus Nord N10 5G?

So, jetzt liegst Du also vor mir mit Deinem 6,49 Zoll großen IPS-LCD-Gesicht, starrst mich mit Deinem 16-MP-Selfie-Auge an und machst keinen glücklichen Eindruck. Für keinen von uns beiden ist der jeweils andere der Wunschpartner, so viel ist mal klar. Als erstes Testgerät an meiner neuen Wirkungsstätte hätte ich mir vielleicht nicht unbedingt diesen abgespeckten OnePlus-Nord-Ableger gewünscht, während Du Dir für Deinen NextPit-Auftritt sicher erhofft hast, dass einer der alteingesessenen Experten wie Ben oder Antoine Hand an Deinen in Gorilla Glass 3 und Kunststoff gehüllten 190-Gramm-Körper legt und nicht dieser Neuankömmling, der ewig schon keinen Testbericht mehr verfasst hat. 

Sei es drum, jetzt müssen wir damit leben, liebes OnePlus Nord N10 5G. Beim Schreiben des Namens fiel es mir übrigens gerade mal wieder auf: Solange 5G noch nicht wirklich weit verbreitet ist, ist “5G” im Wesentlichen dazu gut, sperrige Smartphone-Namen noch ein wenig länger und umständlicher zu machen.

Generell verdichten sich die Reihen des OnePlus-Fuhrparks: Mit den Modellen OnePlus 8 und 8 Pro bedienen die Chinesen den Premium-Bereich, während man mit dem OnePlus Nord wieder das alte OnePlus-Gefühl aufleben lässt und ab knapp 400 Euro eine echte Edel-Mittelklasse ins Rennen geschickt hat. Preislich dazwischen findet sich zudem auch noch das OnePlus 8T

NextPit OnePlus Nord N10 side nextpit
Das OnePlus Nord N10 5G / © NextPit

Vor einigen Monaten ließ man nun also neben dem N100 auch noch das OnePlus Nord N10 5G folgen, welches lediglich in einer Konfiguration – 6 GB RAM und 128 GB erweiterbarer Speicher – und einzig in der Farbvariante “Midnight Ice” angeboten wird. Der Preis lag dabei nochmals 50 Euro unterhalb des Nord, so dass das Nord N10 mit einer UVP von 349 Euro das günstigste 5G-Smartphone des Unternehmens war. Wieso rede ich in der Vergangenheit? Weil OnePlus knapp vor der Veröffentlichung dieses Tests den Preis offiziell gesenkt hat um weitere 50 Euro, so dass nun 299 Euro verlangt werden. Damit dürfte dann auch die Zielgruppe bereits umrissen sein: Sparfüchse, die dennoch nicht auf 5G verzichten wollen. 

Den günstigeren Preis bekommt ihr allerdings nur in Kombination mit einer unappetitlichen Abspeckkur, der sich das N10 gegenüber dem Nord unterziehen musste. Konkret bedeutet das, dass ihr leider kein AMOLED-Display mehr geboten bekommt, einen schwächeren Snapdragon 690 (statt Snapdragon 765G im Nord) im Gerät vorfindet und ein Kamera-Downgrade erdulden müsst. Auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch einige Dinge, die das N10 5G gut macht, also lasst uns mal in die Materie eintauchen.

Was das OnePlus Nord N10 5G gut macht

Das Nord N10 5G kommt, wie wir es von OnePlus kennen, natürlich auch mit Oxygen OS, in diesem Fall mit dem auf Android 10 basierenden Oxygen OS 10.5. Wir sehen also ein fast nacktes Android, welches nur vorsichtig und sinnig um zusätzliche Features ergänzt wurde. Dadurch, dass man so nah am originalen Android bleibt, kann uns OnePlus flott Updates liefern, was auch hier der Fall sein dürfte. Persönlich mag ich diese eher schlicht gehaltenen Interfaces, die ein Smartphone nicht zu sehr mit oft unnötigen Zusatzfunktionen zuballern. Leider hat das Thema OS auch einen Haken, zu dem kommen wir dann später noch.

OxygenOS
Aufgeräumt und schlicht – so mag ich mein OS / © NextPit

Zwei-Tage-Akku und 5G an Bord

Der Akku hat mich überzeugen können. Nominativ haben wir es mit 4.300 mAh zu tun, was erst mal gar nicht so überwältigend klingt bei einem so großen Klopper mit 90-Hz-Display, aber in der Praxis schlägt sich das OnePlus N10 5G dann doch richtig gut und bringt euch bei handelsüblicher Nutzung über zwei Tage. Dank Warp Charge 30T ist das Teil zudem auch flott wieder geladen. Etwa 55 Minuten reichen, um es komplett aufzuladen, bereits nach einer halben Stunde ist es zu zwei Dritteln gefüllt. 

Der Name verrät es bereits: In diesem Smartphone wird auch 5G unterstützt. Das gilt nicht für die zweite, optional nutzbare SIM-Karte, aber immerhin. Das macht das Nord N10 5G zum günstigsten 5G-Smartphone des Herstellers. Wenn Ihr keine zweite SIM-Karte benötigt, könnt Ihr den Slot für eine microSD-Karte nutzen, um die 128 GB Speicher zu erweitern. Diese Speichererweiterung ist in heutigen Tagen längst nicht mehr so selbstverständlich – genau wie der ebenfalls vorhandene Platz für eine 3,5mm-Klinke. 

NextPit OnePlus Nord N10 usb nextpit
Da ist er – der Platz für die gute, alte 3,5mm-Klinke / © NextPit

Diesbezüglich bin ich aber gar nicht sicher, ob wir Letzteres noch als Vorteil aufzählen sollten, weil die meisten von Euch vermutlich eh längst beim Musikgenuss auf drahtlose Kopfhörer setzen, oder? Apropos Musikgenuss: Die Stereolautsprecher sind dem Rotstift nicht zum Opfer gefallen – falls Ihr also Euren Sitznachbarn in der U-Bahn mit mäßigem Deutsch-Rap auf den Sack gehen wollt, ist das mit dem Nord N10 5G mit durchaus brauchbarem Sound möglich. 

Qualcomm Snapdragon 690 – besser als gedacht

Als der Prozessor für das OnePlus Nord N10 5G verkündet wurde, sah man unter OnePlus-Fans schnell heruntergezogene Mundwinkel, kommt hier schließlich anstelle des Snapdragon 765G eben nur der Snapdragon 690 zum Einsatz. In der Praxis stellt sich aber heraus, dass es kein wirkliches Drama ist, zumindest kein ständig spürbares. 

Das SoC tut solide seinen Job, alles läuft im Normalbetrieb flüssig, also Instagram checken und WhatsApp-Nachrichten schreiben stellt das Herz des Smartphones nicht vor zu große Aufgaben. Apps brauchen manchmal einen Tick länger zum Starten und bei aufwändigeren Games ruckelt es dann auch schon mal, aber im Grunde kommt der durchschnittliche Smartphone-Nutzer mit diesem SoC gut über die Runden.

Was das OnePlus Nord N10 5G nicht so gut macht

Design und Verarbeitungsqualität 

Ich möchte Euch ja gerne erzählen, was das OnePlus Nord N10 5G wirklich gut macht und was eher nicht. Wenn ich mir aber das Design des Geräts anschaue, überlege ich, ob ich noch eine Kategorie “Was macht das OnePlus Nord N10 5G so richtig mittel” einführen soll, denn optisch kommt das Smartphone recht unscheinbar daher.

Das liegt nicht an der einzig verfügbaren Farbe “Midnight Ice”, denn dieses dunkle Blau gefällt mir doch recht gut. Weniger gut gefällt mir die Materialwahl, denn wo beim OnePlus Nord auf der Rückseite noch mit Glas gearbeitet wurde, finden wir hier nun schnöden Kunststoff vor. Vorne ist kratzfestes 2.5D-Glas verbaut, bei dem es sich immerhin um Corning Gorilla Glass 3 handelt und das in einen Kunststoffrahmen übergeht. Zusammengefasst hat man bei der Materialwahl gegenüber dem Nord vorne wie hinten gespart. Schade.

Mit 190 Gramm nicht gerade ein Leichtgewicht, liegt das Gerät mit dem 6,49 Zoll großen LCD-Panel dennoch sehr angenehm in der doch recht großen Hand des Autors. Die Ränder ums Display hätten für mein Empfinden ruhig schlanker ausfallen können. Eine Screen-to-Body-Ratio von 83,5 Prozent würde ich jetzt zwar nicht als “aus der Zeit gefallen” bezeichnen, aber in dieser Preisklasse geht es durchaus schon besser. Oben links im Display sehen wir das Punch Hole der Selfie-Cam, eine Benachrichtigungs-LED sucht ihr leider vergeblich. Das ist doppelt schade, da wir auch auf ein Always-On-Feature verzichten müssen.

Auf der Rückseite prangt knapp oberhalb der Mitte das OnePlus-Logo, direkt darüber finden wir den sehr gut erreichbaren Fingerabdrucksensor, den OnePlus anscheinend nicht wieder im Display unterbringen konnte oder wollte. Oben links in der Ecke befindet sich die Kamera-Sektion des Nord N10 5G, die optisch stark ans OnePlus 8T erinnert. Ansonsten gefällt mir auf der Rückseite vor allem die Farbe, die je nach Blickwinkel und Reflexion zwischen einem unterschiedlich hellen Blau und einem fast Schwarz changiert. Schade, dass diese Rückseite vermutlich bald außer von meinen Fingerabdrücken auch von ein paar Kratzern verschönert werden dürfte, da OnePlus uns leider keine Hülle in die Box gepackt hat, ebenso wenig wie eine Folie fürs Display. 

NextPit OnePlus Nord N10 back nextpit
Nur Kunststoff – aber gerade im Licht sieht die Rückseite dennoch toll aus / © NextPit

Wenn wir eh schon am Schimpfen sind, möchte ich auch noch darauf hinweisen, dass das OnePlus Nord N10 5G nicht IP-zertifiziert ist. Davon abgesehen macht das Device einen sehr robusten Eindruck, die Tasten wackeln kein Stück und bieten knackige Druckpunkte und generell weist das Gerät eine sehr solide Verarbeitungsqualität auf. 

Display

Da wir eben schon über das Display geredet haben, können wir da jetzt auch direkt weitermachen. Ich kritisierte ja bereits, dass OnePlus hier auf ein IPS-LCD-Panel setzt statt auf AMOLED. Das geht mit den üblichen Begleiterscheinungen einher, sprich: Die Farben wirken weniger lebendig und knackig, ich vermisse ein wenig Kontrast und Helligkeit. 

NextPit OnePlus Nord N10 front camera nextpit
Schade, leider kein AMOLED / © NextPit

Dadurch, dass das FullHD-Display mit seinen 6,49 Zoll Bildschirmdiagonale minimal größer ist als das Nord, ist die Pixeldichte ebenso minimal niedriger. Bei all den Sparmaßnahmen, die das N10 5G gegenüber dem ersten Nord-Smartphone erdulden muss, ist es aber durchaus bemerkenswert, dass der chinesische Hersteller diesem Modell ein 90-Hertz-Display spendiert hat. Das ist definitiv ein Pluspunkt für ein Mittelklasse-Gerät. 

Kamera

Leider befindet sich auch die Kamera in unserem Testbericht in dem Abschnitt des Beitrags, in dem wir über die Dinge sprechen, die wir eher weniger mögen. Ich möchte dabei auch gar nicht zu kritisch sein, denn ebenso wie das Display ist auch die Kamera eigentlich ganz okay. Ist halt die Frage, ob “eigentlich ganz okay” der Maßstab ist, wenn man für 399 Euro das OnePlus Nord mit deutlich stärkerer Kamera erhält.

OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 01
Das OnePlus Nord N10 5G besitzt eine ordentliche Cam – wenn das Licht stimmt / © NextPit

Das 399-Euro-Smartphone ist auch in Sachen Kamera der offensichtliche Elefant im Raum, denn auch hier hat OnePlus beim Nord N10 5G wieder den Rotstift angesetzt und auf Sony-Sensoren verzichtet zugunsten des Samsung GW1. Das Kamera-Setup sieht wie folgt aus:

  • Hauptkamera: 64 MP, f/1.79, EIS 
  • Ultraweitwinkel: 8 MP, f/2.25, 119° 
  • Makro: 2 MP, f/2.4 
  • Monochrom: 2 MP, f/2.4 
  • Front-Cam: 16MP, f/2.05, EIS
NextPit OnePlus Nord N10 camera nextpit
Vier Kameras auf der Rückseite – zwei davon taugen sogar was/ © NextPit

Das macht abzüglich der Selfie-Cam vorne immerhin satte vier Sensoren auf der Rückseite. Klingt viel, aber ganz ehrlich: Die Makro- und Monochrom-Sensoren mit je 2 Megapixeln hätte man auch unauffällig durch Aufkleber ersetzen können und kaum jemand hätte es gemerkt. Die Hauptkamera an sich ist aber tatsächlich in Ordnung – wenn das Wetter mitspielt und ihr bei tollen Lichtbedingungen knipsen könnt. Je schlechter das Licht ist, desto mäßiger werden dann auch die Ergebnisse. Da unterscheidet sich das OnePlus Nord N10 5G leider nicht von anderen Mittelklasse-Handsets. 

Scheint die Sonne bzw. sind die Lichtbedingungen gut, kann auch die Kamera glänzen. Die Farben werden realistisch dargestellt und die Bilder sind auch wirklich detailreich. 

OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 02
Wenn das Wetter mitspielt, geht die Knipse des N10 5G absolut klar / © NextPit

Mein Eindruck war aber, dass es schon reicht, dass sich die Sonne versteckt, damit die Ergebnisse breiiger werden und die Farben blasser. Die fehlende optische Bildstabilisierung tut ihr übriges dazu. 

OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 03
Diese Straßenecke und die Qualität des Bildes sind in Sachen Trostlosigkeit auf Augenhöhe / © NextPit

Nochmal auffälliger wird das, sobald es Nacht wird und wir dann mit der Kamera draufhalten. Es rauscht, Details gehen verloren und die Farben wirken ziemlich blutleer. Folgende Bilder sind schon die besten, die mir nachts gelungen sind:

OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 05
Das Dortmunder U sieht nachts eigentlich knackiger aus / © NextPit
OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 06
Hier im Vergleich dazu die Weitwinkel-Cam / © NextPit
OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 04
Schade, dass so viele Details verloren gehen und die Farben so blass sind/ © NextPit

Was die Selfie-Cam mit 16 Megapixeln angeht, würde ich eigentlich sagen, dass auch hier grundsätzlich ein Shooter verbaut wurde, der zumindest so abliefert, wie man es in der Smartphone-Mittelklasse erwarten kann. Da ich mich mit Selfies aber angesichts des haarsträubenden Motivs immer schwer tue, hält sich meine Begeisterung jedoch ziemlich in Grenzen. In diesem Fall muss ich mir das aber selbst ankreiden und nicht dem Handy von OnePlus.

OnePlus Nord N10 5G Beispiel Foto 08
Rotbäckiges Radiogesicht - nicht wirklich schön, aber auch nicht die Schuld des Nord N10 5G/ © NextPit

Vermutlich würde mir Vieles am Nord N10 5G – wie eben die Kamera – aber gar nicht so negativ auffallen, hätte OnePlus nicht mit dem Nord bewiesen, wie viel besser es für nur wenig mehr Geld geht. Ihr merkt, das OnePlus Nord und dessen Preisschild sind der Elefant im Raum, um den wir nicht drumherum kommen, egal über welche Facette des Nord N10 5G wir sprechen. 

Software-Updates: Wie seid ihr denn bitte auf diese Idee gekommen?

Ich erwähnte eingangs bereits, dass ich die Software von OnePlus mag, weil ich definitiv eher zur Puristen-Fraktion gehöre und reines Android mag. Allerdings müssen wir unbedingt darüber sprechen, dass OnePlus für seine Billigheimer-Modelle N10 und N100 angekündigt hat, dass diese lediglich ein einziges Major-Update erhalten neben diversen Sicherheits-Updates. Das finde ich ehrlich gesagt sehr enttäuschend, denn damit ist nach dem noch ausstehenden Android 11 wohl bereits Schluss. 

OxygenOS 11 ist bei OnePlus eifrig auf dem Vormarsch und wird somit vermutlich auch auf dem OnePlus Nord N10 5G nicht so spät aufschlagen. Das bedeutet dann, dass Ihr ein Smartphone in Händen haltet, welches schon relativ kurz nach dem Kauf sein letztes dickes Software-Update erhält und von da an lediglich noch zwei Jahre mit Sicherheits-Updates versorgt wird. Das hätte man anders regeln können, OnePlus!

Um meine Mäkelei am OnePlus Nord N10 5G aber nun langsam abzuschließen: Ich finde ich es schade, dass kein Wireless Charging unterstützt wird und wieder einmal bei OnePlus die IP-Zertifizierung fehlt. Das sind immerhin aber Punkte, die wir schon beim OnePlus Nord kritisieren mussten und sich damit fast logischerweise auch über die günstigeren Modelle erstrecken.

Abschließendes Urteil: Ein okayer Allrounder - aber der Preis

Wenn Ihr Euch für das OnePlus Nord N10 5G entscheidet und dafür 299 Euro hinblättert, habt Ihr grundsätzlich nichts verkehrt gemacht, solange Ihr das Device allein für sich betrachtet und nicht etwa auf das OnePlus Nord für 399 Euro schielt. Für mittlerweile immerhin 100 Euro weniger bekommt Ihr nämlich ein weniger wertiges Gehäuse, ein Kamera-Downgrade mit einem Samsung-Sensor anstelle des Sony-Sensors, ein LC-Display statt AMOLED, den schwächeren Snapdragon-Prozessor und Ihr werdet kürzer mit Software-Updates versorgt. 

Das führt für mich dazu, dass ich für ein Smartphone, welches sich eigentlich keine außergewöhnlich großen Patzer erlaubt, keine Kaufempfehlung aussprechen würde. Hier steckt der Preisteufel jedoch im Detail: Hält man die unverbindlichen Preisempfehlungen nebeneinander, würde ich jederzeit dazu raten, lieber für 100 Euro mehr das OnePlus Nord als Alternative zu wählen. In der Praxis jedoch haben wir gesehen, dass das Nord kaum Preisverfall zu beklagen hat, während es für das Nord N10 5G doch deutlich abwärts geht. 

Schon bevor der Preis kurzfristig von OnePlus auf 299 Euro gesenkt wurde, lag der Straßenpreis zum Teil bei round about 275 Euro. Gut möglich also, dass dieser Preis weiter purzelt und spätestens dann liegt preislich zwischen dem Nord und dem Nord N10 5G dann doch so viel Luft, dass der Preis doch vielleicht das Zünglein an der Waage spielen könnte. 

Alles in allem finde ich es jedoch schade, dass das chinesische Unternehmen diesen altbekannten OnePlus-Spirit, den man dem OnePlus Nord einhauchen konnte, nicht rüber retten konnte zum Nord N10 5G.

Das OnePlus N10 5G ist nun das günstigste 5G-Smartphone des Herstellers, aber wenn Ihr Wert auf die 5G-Funktionalität legt, kann ich Euch nur empfehlen, dass Ihr Euch doch lieber für das zweitgünstigste 5G-Modell von OnePlus entscheidet – für den Elefanten im Raum namens OnePlus Nord.

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14 Kommentare

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  • lolo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Nett geschrieben!


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Ich kritisierte ja bereits, dass OnePlus hier auf ein IPS-LCD-Panel setzt statt auf AMOLED. Das geht mit den üblichen Begleiterscheinungen einher, sprich: Die Farben wirken weniger lebendig und knackig, ich vermisse ein wenig Kontrast und Helligkeit."

    Schon komische Aussage, denn bis Dato sind eigentlich LCDs die, die realistische Farben sind. Zumal irgendwie realistisch und knackig oft eher ein Widerspruch ist. Die Realität ist farblich nun mal oft nicht "knackig".


    • Sehe ich auch so, für mich wäre ein LCD anstelle eines AMOLED sogar eher ein Pluspunkt.


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Für viele andere sicher auch, Stichwort PWM. Wäre alles andere als toll, wenn es nur noch OLED gäbe... aber leider wird OLED durch die Bank weg von allen Medien als "in ALLEN Punkten besser" betitelt.


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Ich glaube, dass das natürlich auch eine Frage des Geschmacks ist. Ich mag die kräftigeren Farben von AMOLEDs lieber und finde auch, dass es sowohl bei denen als auch bei LCD-Panels Unterschiede gibt und in diesem Fall macht das AMOLED-Display für mein Empfinden einen besseren Eindruck als das hier verbaute.


  • Kein Kabellos laden und keine IP Zertifizierung als Contra Punkt? 🤔.
    Ich frage deshalb, weil in dieser Preisklasse ist das noch normal das es diese Features nicht gibt . Dann müßte auch der Kopfhöreranschluss ein Plus Punkt sein, weil der ist meist auch noch normal in dieser Preisklasse.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das iPhone SE kostet ähnlich viel und bietet beides. Wird Zeit, dass zumindest kabelloses Laden endlich auch in die günstigeren Geräte kommt und entsprechend sollte es kritisiert werden.
      Für bescheuerte 4 Kameras ist auch Budget da, aber für eine einfache Kupferspule, die wirklich einen Mehrwert hätte, nicht.

      lolo


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Hmm, da triffst Du einen Punkt, der mich tatsächlich auch überlegen ließ. Grundsätzlich bin ich sicher, dass der Kopfhöreranschluss für viele potenzielle Käufer noch relevant ist, aber ich stelle im Text ja auch die Frage, ob wir das tatsächlich noch als Vorteil benennen müssen, oder ob die meisten Smartphone-Nutzer längst drahtlos Musik hören. Die beiden negativen Punkte fielen für mich daher im Endeffekt mehr ins Gewicht als der Platz für den Klinkenstecker auf der positiven Seite. Aber wie gesagt, darüber habe ich auch ein wenig gegrübelt.


      • Vielleicht muss man bei der Klinke gar nicht werten, sondern sie einfach als Besonderheit aufführen. Ähnlich auch bei einer Benachrichtigung-LED, für die einen unverzichtbar, für die anderen unnötig. Also einfach unter besondere Ausstattung aufführen und keiner kann sich beschweren.


  • Frand vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Nie wieder Oneplus. Ständig gelobt wegen der schnellen Updates, hat das Oneplus 8 Pro immer noch November Sicherheitspatch. Ganz zu schweigen von dem grausamen Android 11 Update mit grottiger Akkulaufzeit und unzähligen Bugs
    Die 7er Serie wird Android 11 wohl nicht vor März sehen.
    Sehr enttäuscht. Die sind einfach überfordert mit den vielen Smartphones die sie veröffentlichen.. Schade, die waren mal echt gut.


  • Keine IP Zertifizierung
    Das macht nichts, wird eh überbewertet.


  • JACOB vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Nein danke

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