iPhone trotz Maske entsperren: Face ID lässt sich austricksen

iPhone trotz Maske entsperren: Face ID lässt sich austricksen

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und öffentlichen Verkehrsmitteln sorgt dafür, dass sich iPhones mit Face ID nicht mehr entsperren lassen. Im Netz kursieren viele Tipps, wie die Einrichtung von Face ID trotz Gesichtsmaske funktionieren soll. Wir haben sie ausprobiert und eine Lösung gefunden. 

Drei Tage lang versuchte ich, Face ID auf dem iPhone 11 Pro erfolgreich trotz Gesichtsmaske einzurichten. Viele Tipps von Kollegen im Netz konnten das Schloss aber leider nicht entsperren und so blieben die unangenehmen Sekunden an der Kasse, bis das Smartphone von Face-ID-Scan zu Code-Eingabe gewechselt war. Diese Sekunden hat Apple übrigens in der aktuellen Beta von iOS 13 verkürzt. Wie Caschy zwitschert, soll die TrueDepth-Kamera unter iOS 13.5 über eine Maskenerkennung verfügen und sofort auf die Code-Eingabe wechseln. 

iPhone mit Maske entsperren: So trickst Ihr FaceID aus

  • Wählt auf Eurem iPhone "Einstellungen"
  • "Face ID & Code"
  • "Alternatives Erscheinungsbild einrichten" 
  • Wenn Ihr bereits eines eingerichtet habt: "Face ID zurücksetzen"
  • Der Scanvorgang wird eingeleitet

Drei Tage habe ich immer mal wieder probiert, ein "alternatives Erscheinungsbild" in Face ID zu konfigurieren – mit Maske. Das Problem: Im ersten Schritt erkennt Apple, dass Euer Gesicht bedeckt ist und fordert Euch auf, freie Sicht auf Euer Gesicht zu gewährleisten. Die nächsten Schritt lauten also:

  • Maske wieder abnehmen, um den Scanvorgang zu starten
  • Halbiert die Maske in der Mitte, sodass sie eine Gesichtshälfte verdeckt
  • Haltet die Maske bis dicht über die Nasenlöcher ans Gesicht
  • Kommt der Vorgang ins Stocken, Maske ganz weg nehmen
  • Wechselt die Seite beim zweiten Scanvorgang
  • Face ID ist mit Maske eingerichtet

Es benötigt einige Anläufe, bis Face ID sich überlisten lässt. Ausschlaggebend für den Durchbruch war in meinem Fall das Wegnehmen der Maske, sobald der Face-ID-Scanvorgang ins Stocken gerät, also wenn immer wieder der selbe Pfeil erscheint. Nehmt dann einfach die Maske weg und folgt dem Pfeil. Wichtig ist ebenfalls, dass die Nase nicht komplett verdeckt ist, sondern nur die Nasenspitze. Achtet trotzdem auf einen sicheren Halt beim Tragen, sodass die Maske nicht rutscht. Zum Entsperren des iPhones lässt sich die Maske am Kinn ganz leicht runterzupfen, um zu entsperren. 

Ich habe Face ID mit Maske als alternatives Erscheinungsbild konfiguriert, sodass ich zuhause auch ohne verdecktes Gesicht entsperren kann. Meine Sammlung an selbstgenähten Masken erstreckt sich über mehrere Schnittmuster, Formen und Farben – Face ID lässt sich nach einer erfolgreichen Einrichtung bei mir mit jeder Maske entsperren.

Klappt's bei Euch? Wie steht es um die Einrichtung von Gesichtserkennung oder Iris-Scan mit Maske unter Android? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

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Top-Kommentare der Community

  • Julia Froolyks
    • Admin
    • Staff
    vor 4 Monaten

    Die Toleranz gegenüber Zahlungen mit dem Smartphone ist in unserem Kaff erschreckend niedrig.

  • René H. vor 4 Monaten

    Man muss doch nicht alles machen was empfohlen wird. M.E. wird heftig übertrieben. Wenn man sich an alles halten würde was empfohlen wird müssten wir verhungern. Es werden viele Produkte von vielen Kunden angefasst und dann wieder zurückgelegt, wir fassen also auch Dinge an die schon von anderen angefasst wurden. Leute, lasst euch doch nicht fertigmachen und lebt mal wieder.

53 Kommentare

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  • Ähm, ihr wisst schon dass man die Code Eingabe auch sofort aufrufen kann?
    Einfach auf „Face ID“ tippen auf dem Entsperrbildschirm


  • Das neue Software Update,Beta ist ja schon da wird dem allem entgegenwirken. Masken werden dann erkannt u sollte eine positive getestet Person neben einem stehen geht der Blitz an 😉👍


  • Julia, ich finde Deinen Trick recht clever und finde es gut, dass Du ihn hier mit uns teilst. Ich möchte gar nicht diskutieren, ob man das braucht / wie sinnvoll es ist, ich freue mich einfach darüber, wenn jemand kreative Lösungen für ein Problem findet. Danke dafür!


  • C. F.
    • Blogger
    vor 4 Monaten Link zum Kommentar


  • Mr. N vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Na ja beim technikfaultier hat das nicht wirklich geklappt.
    Deswegen liebe ich mein huawei mate 20 pro, Face ID und Fingerabdruck. 😂


  • Ein Hoch auf Bargeld und EC-Karte.


    • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      ... weil? Ist beides immer noch wesentlich unsicherer.


      • Für Bargeld braucht man aber keine Sicherheitscodes. Das holt man aus der Geldbörse und gibt es den Kassierern/Kassiererinnen.


      • C. F.
        • Blogger
        vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Man soll aber derzeit wenn möglich nicht mit Bargeld bezahlen, sondern kontaktlos


      • Man muss doch nicht alles machen was empfohlen wird. M.E. wird heftig übertrieben. Wenn man sich an alles halten würde was empfohlen wird müssten wir verhungern. Es werden viele Produkte von vielen Kunden angefasst und dann wieder zurückgelegt, wir fassen also auch Dinge an die schon von anderen angefasst wurden. Leute, lasst euch doch nicht fertigmachen und lebt mal wieder.


      • Dass der Virus auch nur in einem einzigen Fall über Bargeld übertragen wurde, ist meines Wissens nach weder belegt noch bekannt. Wenn dieser Übertragungsweg möglich ist, dann ist genauso eine Übertragung über die Verpackung oder den Inhalt der damit gekauften Waren möglich, die beide auch zuvor durch viele andere Hände gegangen sind.
        Ausserdem halten sich i.A. Keime auf metallischem Münzgeld schlecht, und auch Scheine sind so beschichtet, dass Keime darauf schlechter überleben, als auf vielen anderen Oberflächen.
        Eine Empfehlung vom RKI oder anderen Spezialisten, auf Barzahlungen möglichst zu verzichten kenne ich auch nicht. Nur in Banken habe ich entsprechende Hinweise gesehen. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
        Häufiges Händwaschen und ein allgemein hoher Hygienestandard wird zwar empfohlen, mindert aber dann auch die Übertragung auf jeglichem anderen Weg, als durch direktes Einatmen, sofern es den geben sollte.

        https://www.lebensmittelzeitung.net/tech-logistik/Zentralbank-zu-Bargeld-EZB-sieht-bei-Scheinen-keine-Viren-Gefahr-146057


      • So oft wie man müsste kann man sich die Hände nicht waschen und desinfizieren. Zuviel waschen und Desinfektionsmittel macht m.E. alles nurnoch schlimmer (sieht man ja an Antibiotika, die helfen auch kaum noch weil sie durch zu häufigen Einsatz nicht mehr helfen). Wenn man dem Körper keine Chance lässt das Virus kennenzulernen wird er auch keine Immunität entwickeln können.


      • @René
        Natürlich bringt das was. Du kannst es nicht mit Antibiotika vergleichen da durch waschen die Hülle des Virus beschädigt wird und das kann sich auch nicht durch eine Mutation ändern denn die Hülle des Virus bliebt gleich. Daher hilft es sehr wohl


      • Der intensive Einsatz von Desinfektionsmitteln ist tatsächlich umstritten, da die Dämpfe solcher Mittel häufig ungesund sind.
        Häufiges Hände waschen halte ich in der derzeitigen Situation aber durchaus für angebracht, auch wenn Du prinzipiell nicht Unrecht hast. Die Ausbildung von Allergien wird in manchen Fällen durchaus übertriebener Hygiene zugeschrieben. Das Immunsystem, das sonst nichts zu tun hat, arbeitet dann halt quasi gegen den eingeben Körper.
        Kinder sollen deshalb durchaus auch mal im Dreck spielen.
        Corona dürfte aber die Prioritäten verschoben haben, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

        https://mobil.bfr.bund.de/de/presse/presseinformationen/2003/24/desinfektionsmittel_nur_mit_vorsicht_einsetzen_-2336.html

        https://www.allergieinformationsdienst.de/immunsystem-allergie/risikofaktoren/die-hygienehypothese.html


      • Das Problem ist, dass man sich streng genommen die Hände waschen oder desinfizieren müsste sobald man ein Geschäft verlassen hat, sonst trägt man die Viren in den nächsten Laden. Bei einer größeren Einkaufstour von einem Lebensmittelladen zum anderen würden dann eine ganze Menge Desinfektionstücher verbraucht.


      • @Michael K.
        Nur weil es nicht nachgewiesen oder bekannt ist, heißt es automatisch, dass sich niemand darüber angesteckt hat? Du musst ja nicht darauf verzichten, wenn du nicht willst. Es zwingt dich keiner dazu, auch nicht die Banken...auch wenn du böses dabei denkst. ;) Das sind alles nur Empfehlungen um vielleicht ein kleines bisschen Rücksicht zu nehmen. Natürlich ist das nicht erst jetzt so, aber die Verwendung von Bargeld ist unhygienisch im Vergleich zum kontaktlosen Bezahlen. Nur weil Scheine entsprechend beschichtet sind, würde ich mich dadurch kein Stück sicherer fühlen.


      • Ich habe ja auch einen Artikel verlinkt, aus dem hervorgeht, dass auch die EZB eine Übertragung über Geldscheine für höchst unwahrscheinlich, die Verwendung von Bargeld auch in Corona-Zeiten also für unbedenklich hält.
        Die Banken können mich derzeit nicht zwingen, auf Bargeld zu verzichten, und der zitierte Spruch besagt nicht, dass ich "böses" denke, sondern soll darauf hinweisen, dass das Handeln der Banken nicht uneigennützig ist, weil sie an jeder bargeldlosen Zahlung mitverdienen.
        Selbst wenn das Übertragungsrisiko durch Bargeld nicht Null sein sollte, ist es zumindest derart gering, das es ohne irgend eine praktische Relevanz ist.
        Wer bargeldlos zahlen will, weil er es bequemer findet oder sonstwie vorteilhaft, soll das ja gerne, aber aus Gründen einer nur möglichen, bislang in der öffentlichen Debatte vö!lig irrelevanten Übertragung des Virus über Bargeld deshalb darauf zu wechseln, halte ich nicht für Rücksichtsnahme, sondern für Hysterie.
        Vielleicht tunnelt sich ja auch das Virus in Deine Lunge oder es hat einen Beamer. Dass das so nicht ist, ist auch nicht erwiesen, und vielleicht hilft dann ja ein Aluhut.

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