iPhone 12: LG und Samsung streiten sich um Apples Gunst

iPhone 12: LG und Samsung streiten sich um Apples Gunst

Alle Modelle des diesjährigen iPhone 12 sollen nach aktuellem Kenntnisstand über Displays mit OLED-Technik verfügen. Einem neuen Bericht zufolge soll LG Display nun den Zuschlag für die dadurch anfallende, gesteigerte Produktion erhalten haben.

Statt sich bei der Produktion von OLED-Displays auf den Platzhirsch Samsung Display zu verlassen, soll Apple sich laut einem Bericht von Nikkei nun auch LG Display mit an Bord geholt haben. Das angeschlagene Unternehmen musste in den vergangenen Monaten immer wieder schlechte Zahlen mitteilen, eine Finanzspritze durch den iPhone-Hersteller käme also zu Corona-Zeiten genau richtig.

Laut Nikkei soll LG Display 20 Millionen OLED-Panels liefern, fünf Mal so viel im vergangenen Jahr. Mit dem neuen Kontrahenten könnte es damit auch im OLED-Bereich einen Preiskampf geben, der am Ende möglicherweise auch den iPhone- oder Android-Käufer freuen könnte.

Bislang war Samsung Display die Standardauswahl bei den Herstellern, die sich auf qualitativ hochwertige Displays verlassen wollten. Der Marktanteil bei den OLED-Panels von Samsung liegt bei 81,3 Prozent; LG liegt mit nur 6,7 Prozent weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

Gleichzeitig zur ausgeweiteten Produktion bei LG Display kann sich Samsung Display ebenfalls auf eine leichte Steigerung freuen. So sollen nun rund 60 Millionen Einheiten an Apple geliefert werden. Von Samsung oder LG gibt es keine offiziellen Stellungnahmen.

OLED-Displays: Auf der Suche nach alternativen Herstellern

Apple versucht traditionell, mehrere alternative Lieferanten für seine Komponenten zu nutzen. Bei den OLED-Displays war dies in der Vergangenheit häufig problematisch, da die Qualität der Bildschirme bei Samsungs-Konkurrenten häufig nicht ausreichte. Ein gutes Beispiel hierfür war beispielsweise das Pixel 2 XL, welches mit einem LG-Bildschirm ausgestattet war und bei einigen Nutzern für Probleme bei der Darstellung sorgte, da das Display einen Blaustich hatte.

Hinzukommen die Strafen, die Apple zuletzt an Samsung Display zahlen musste, da der iPhone-Hersteller nicht genügend Einheiten abgenommen hatte. Apple musste hier 950 Millionen US-Dollar zahlen, da man die erwarteten iPhone-Verkäufe im zweiten Quartal 2020 nicht erreichen konnte. Ein Grund für derartige Vertragsbedingungen ist Samsungs Quasi-Monopol bei der OLED-Produktion. Dies ist einer der Gründe für die aktive Unterstützung von LG Display durch Apple.

Des Weiteren arbeitet Apple angeblich auch daran, einen weiteren Lieferanten produktionsreif zu machen. So soll in Zukunft das chinesische Unternehmen BOE Technology einen Beitrag leisten. Branchen-Insider vermuten, dass dies aber erst im kommenden Jahr geschehen wird.

Das Artikelbild zeigt ein iPhone 11 Pro.

Via: MacRumors Quelle: Nikkei

Neueste Artikel bei NextPit

Empfohlene Artikel bei NextPit

13 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Kollege von mir hat immer die Lg Flagschiffe und das sind auch echt super gute Bildschirme, ob Lcd oder Amoled.

    Super Geräte die er hatte, bis auf den Software Support.

    Ist doch gut, Konkurrenz belebt das Geschäft und die Nutzer können davon profitieren.


  •   23
    Gelöschter Account vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Als Käufer ist es mir doch egal von wem das Display stammt. Hauptsache es liefert das Ergebnis für was man auch bezahlt.


  • Bei den gesalzenen Preisen wäre es selbstverständlich die qualitativ besten displays einzubauen egal ob bei normalem 12 er oder pro max Versionen. Aber mich würde ee net wundern wenn die iPhone 12 er Kunden wieder Abstriche machen müssen. Genauso wie Thema Speicher. Wäre echt krass wenn Apple sich wagt im jahr 2020 in einem "highend" Smartphone, mit den Preisen, noch 64gb Speicher anzubieten! :) aber hey solange genug leute drauf springen und das spiel mit machen denkt sich apple bestimmt auch warum soll man da was ändern? :)


    • Habe ein IPhone11 pro mit 64 GB . Habe ich mir bewusst gekauft , weil ich nur 12 GB belegt habe . Frage mich wozu brauche ich einen größeren Speicher ? Gibt auch Leute die nicht ihr ganzen Leben auf ihrem Phone haben oder jeden Schrott !


  • Als iPhone Käufer/Besitzer würde ich bei DEM Preis Wert drauf legen, das nur das Beste drin ist und das sind offensichtlich zur Zeit die Samsung-OLEDs. Apple will aber wie so oft mehrgleisig fahren um auch beim Preispoker Druck ausüben zu können und evtl. Lieferschwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, gerade in Coronazeiten.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      "Offensichtlich"...aber genau wissen scheinst Du es nicht. Ich denke mal, dass Apple nach wie vor auf Qualität setzt und nichts schlechteres als vorher verbaut. Die Entscheidung wird sehr wohl bedacht und keine "aus dem hohlen Bauch heraus" sein.


      • Der war gut, "nichts schlechteres verbauen als vorher" (nämlich das Selbe), das können sie gut. 😁😅🤣


      • Was hat "das gleiche verbauen" mit schlechteres verbauen zu tun? Wenn's funktioniert, wieso sollte man es direkt wieder ändern?


      • War ja auch nicht böse gemeint, mir ist bloß bei CF´s Kommentar direkt eingefallen, das Apple auch gern mal vorhandene Teile verbaut oder an vermeintlich veralteter Technik (LCD) festhält. Muss aber nicht zwangsläufig schlecht sein.


  • Wenn dann auch iPhone-Preie sinken würden.... 😉


  • LG Display hatte 2018 einen Umsatz von 20,01 mrd. USD - ich glaube "angeschlagen" ist was anderes... :D die stellen bei weitem nicht nur Smartphone-Displays her, also denen geht's durchaus blendend.


    • Arcandor hatte auch 20 Milliarden Umsatz. Denen sollte es blendend gehen. Nur: die gibt es nicht mehr. Pleite.

      Umsatz allein sagt nichts aus über den Zustand eines Unternehmens. Gewinn ist hier das Zauberwort.

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!