Tschüss Intel: Apple will Wechsel von Intel zu ARM Prozessoren noch im Juni ankündigen

Tschüss Intel: Apple will Wechsel von Intel zu ARM Prozessoren noch im Juni ankündigen

Jahrelang hielt sich das Gerücht und nun soll es im Juni zur WWDC endlich soweit sein: Nach 15 Jahren Macs und Macbooks mit Intel inside wird Apple künftig auf eine eigene ARM-basierte CPU-Plattform wechseln.

Es wird ein langer Abschied, wenn der Bericht des US-Wirtschaftsdienstes akkurat ist, und Apple tatsächlich auf der Entwicklerkonferenz den Wechsel zur eigenen ARM-basierten CPU bekannt gibt. Erste Macs mit einem der eigenen Prozessoren werden erst in 2021 erwartet. Warum also jetzt schon eine Ankündigung? Ganz einfach: ohne die Software-Entwickler würde der Wechsel im kommenden Jahr sicherlich scheitern. Durch die frühe Ankündigung und sicherlich auch der Vorstellung entsprechenden SDKs, soll eine möglichst große Anzahl an kompatibler Software für die ersten Macs mit ARM-basierten CPUs gewährleistet sein.

Historisch gesehen ist das für Apple sicherlich ein Meilenstein: Erstmals in der langen Mac-Historie würden die Computer aus eigenem Hause mit Prozessoren aus eigener Entwicklung genutzt werden. Vor dem Wechsel zu Intel in 2006 setzte Apple auf CPUs von PowerPC und davor auf Prozessoren von Motorola. Trotz des Wechsel von Intels x86 Prozessoren hin zu CPUs mit ARM-Technologie, sollen die neuen Macs aber weiterhin mit macOS laufen.

Vorteil in Leistung und Energieeffizienz

Laut dem Bericht von Bloomberg soll Apple schon seit einiger Zeit interne Tests mit ARM-Chips in Macbooks und anderen Mac-PCs fahren. In diesen Tests soll die neue Architektur gegenüber den Intel Prozessoren vor allem deutliche Verbesserungen in Sachen Grafik-Performance und bei der Verarbeitung von Daten aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz gezeigt haben.

Ein weiterer Grund für den Abschied von Intel Prozessoren hin zu Prozessoren mit ARM-Technologie wäre die bessere Energieeffizienz. Apple könnte diesen Vorteil dazu nutzen, dünnere und leichtere Macbooks zu bauen.

Insgesamt soll Apple laut dem Bericht von Bloomberg mindestens an drei High-End-SoCs für ARM-basierte Macs arbeiten. Eines der Modelle basiert auf dem künftigen iPhone-Prozessor, dem A14 Bionic. Für die Herstellung der  neuen Chips wird Apple auf den taiwanischen Vertragsproduzenten TSMC setzen, da dieser in der Lage ist, SoCs mit einer Strukturbreite von fünf Nanometer herzustellen.

Quelle: Bloomberg

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10 Kommentare

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  • Die Motorola Prozessoren waren erbärmlich, erst mit dem PowerPC war es erträglich.

    Ich hoffe nur, dass Apple auch bei diesem Schritt sein Image als zuverlässiger Hersteller von performanter Technik zu bewahren weiß.

    Immer klappt das nicht, aber es könnte ein genialer Schritt sein, wenn das gesamte Chip-Design auf die Software optimiert ist. Wer die Grafikschnittstelle Metal von Apple kennt, der versteht mich wohl am besten.


  • Ich bin auch gespannt, was Apple mit den eigenen Prozessoren anstellt ist schon gewaltig. Ich hoffe stark das bald alles aus einer Hand kommt, ein besseres Ökosystem kann man dann nicht haben.


    • Ich hoffe zu Allererst, dass sie es nicht vergeigen. Auf IPhone und iPad geht es ja bestens. ;-)


    • Ob es das beste System ist, kommt darauf an wofür du es benutzt. Wenn möglichst alles drauf laufen soll, eher nicht. Da ist man mit dem jetzigen MacOS schon eingeschränkt und das wird vermutlich noch limitierter ohne Boot Camp für X86-Windows.

      lolo


  • Nur zur Info: Tschüss schreibt man mit ss... NICHT mit ß!


  • da bin ich sehr gespannt.
    Das Samsung Galaxy Book S konnte mit seinen Snapdragon 8cx im großen und ganzen auch überzeugen. Für anspruchslose Office- und Internetanwendungen ausreichend schnell und stromsparend. Bei produktiven Anwendungen sind Intel und AMD allerdings deutlich vorne. Das wird sich hoffentlich bald ändern, wenn Apple mit seiner Architektur kommt


    • Müli vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Es ist weniger eine Apple Architektur sondern die von ARM, sonst würde Apple es sicher nicht ARM basiert nennen. Apple wird wie die vielen Lizenznehmer auf der Welt nur 'seine' Anpassungen vornehmen ....

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