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Corona-App: Huawei führt eigene Bluetooth-Schnittstelle ein

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Nach Apple und Google zieht nun Huawei mit der eigenen HMS Contact Shield API digital in den Kampf gegen die weitere Ausbreitung von Covid-19. Dabei soll Huaweis Bluetooth API mit den Lösungen von Google und Apple kompatibel sein, um den größt möglichen Effekt zu erreichen.

In einer Pressemitteilung an die Entwickler am Dienstag, den 9. Juni, kündigte Huawei die Einführung seiner Bluetooth-Kontaktverfolgungs-API unter dem Namen Contact Shield an. Der Grund für die eigene Lösung: seit Mai 2019 ist es Huawei nicht gestattet, die Google Mobile Services, kurz GMS, auf seinen Produkten zu nutzen. Huawei kann also nicht die gemeinsam von Google und Apple entwickelte Bluetooth API nutzen, um die Entwicklung von Apps zur Kontaktverfolgung zu erleichtern.

Die Corona-Warn-App der Bundesregierung wird in der kommenden Woche im Google Play Store und Apples App Store veröffentlicht. Bisher gibt es noch keine Nachricht, dass die App auch in Huaweis App Gallery erscheinen wird. Besitzer eines aktuellen Huawei-Smartphones wie z.B. dem P40, dem P40 Pro oder auch einem der neuen Honor Smartphones würden bei der angestrebten Kontaktverfolgung ausgeschlossen. Um dieses Problem zu beheben, hat Huawei eine eigene HMS-Core-Contact-Shield-Lösung auf den Markt gebracht. Diese nutzt Bluetooth Low Energy (BLE), um Geräte in der Nähe zu erkennen, anonymisierte Daten auszutauschen und die Kontakte der Benutzer mit jemandem aufzuzeichnen, die ggf. positiv auf Covid-19 getestet worden sind.

Huawei Contact Shield mit der Google/Apple API kompatibel

"Huawei Contact Shield ist mit industrieweit anerkannten Protokollen kompatibel, um die Kontaktverfolgung genauer zu machen", erklärt Huawei in seiner Veröffentlichung. Dabei handelt es sich um die dezentralisierten Protokolle der von Google und Apple entwickelten API oder des in Deutschland verwendeten DP3T. Alle Huawei-Geräte mit HMS Core Version 4.1 und später werden kompatibel sein, um die Contact Shield API zu erhalten.

Wie auch bei Google und Apple wird auch Huawei die API nur Entwicklern, die zuvor von den Regierungen dazu berechtigt wurden Corona-Apps zu entwickeln, zugänglich machen. 

So können die Benutzer wählen, ob sie das Kontaktschutzschild aktivieren oder deaktivieren möchten, ob sie den Austausch anonymisierter Kontaktdaten über die Cloud erlauben oder verbieten möchten und ob sie im Falle eines Kontakts mit einer infizierten Person Benachrichtigungen erhalten möchten oder nicht.

Die API wird anonyme Identifikatoren verwenden, die keine persönlichen Standortdaten aufzeichnen oder speichern. Diese Identifikatoren werden nur 14 Tage lang lokal gespeichert. Sollte die App zur Ermittlung von Kontaktpersonen deinstalliert werden, dann wird der komplette Verlauf und alle Daten gelöscht. Es soll auch möglich sein, diesen Vorgang manuell vornehmen zu können. Huawei wird berechtigte Entwickler zusätzlichen Vereinbarungen zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer unterwerfen.

Es stellt sich nur noch die Frage, wann Anwendungen wie die Corona-Warn-App der Bundesregierung auch tatsächlich in der AppGallery verfügbar sein werden. Wir werden hier ein waches Auge für Euch haben und Euch über die Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Quelle: Huawei

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Zu den Kommentaren (3)
Antoine Engels

Antoine Engels
Head of Editorial nextpit France

Schwarzer Gürtel beim Lesen von Datenblättern. OnePlus-Fanboy in der Remission. Durchschnittliche Lesezeit für meine Artikel: 48 Minuten. Fact-Checker für Tech-Tipps in seiner Freizeit. Hasst es, von sich selbst in der dritten Person zu sprechen. Wäre in einem früheren Leben gerne JV-Journalist gewesen. Versteht keine Ironie. Head of Editorial bei NextPit France.

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3 Kommentare
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  • 32
    herrlich 12.06.2020 Link zum Kommentar

    och nö ,hier auch nochmal der Käse 🥴


  • omi uhr 26
    omi uhr 10.06.2020 Link zum Kommentar

    Nächste Woche, pfeifen die Spatzen.


  • 90
    Gelöschter Account 10.06.2020 Link zum Kommentar

    > Es stellt sich nur noch die Frage, wann Anwendungen wie die Corona-Warn-App der Bundesregierung auch tatsächlich in der AppGallery verfügbar sein werden.

    Die App müsste nur über F-Droid verfügbar gemacht werden. Sie ist Open Source, auf GitHub gehostet. Also wären die Anforderungen erfüllt.

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