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Casa Casi 41: Smartphones und Nachhaltigkeit – passt das zusammen?

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Heute geht es im NextPit-Podcast um Nachhaltigkeit. Palle, Fabi und Casi besprechen dieses große und wichtige Thema und richten dabei den Fokus ganz wesentlich auf Smartphones. 

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Wir sind bei Casa Casi Nummero 41 angelangt und befassen uns heute erneut mit dem Thema Nachhaltigkeit. Wie das manchmal so ist, haben wir uns dabei im Podcast ziemlich festgequatscht bei den Smartphones, obwohl das Thema natürlich so viel mehr umfasst. Wir diskutieren also in der heutigen Folge im Wesentlichen darüber, wie das überhaupt zusammengeht – Smartphones und Nachhaltigkeit. 

Nachhaltige Smartphones: Wie geht das? 

Wie bei vielen Themen kommen wir auch bei diesem zum Schluss, dass es grundsätzlich drei elementare Stellschrauben gibt, was Veränderungen angeht: Die Politik, die Industrie – und uns Konsumierende. Es reicht also nicht, dass wir mit dem Finger auf Politiker zeigen, oder verlangen, dass Samsung oder Apple plötzlich faire, grüne Smartphones bauen. Wir selbst müssen handeln, indem wir die Smartphones länger benutzen, sie anschließend weitergeben oder ordnungsgemäß entsorgen.

Und ja, natürlich muss Politik Anreize und Rahmen für eine nachhaltigere Smartphone-Produktion schaffen und die Hersteller müssen es umsetzen. Aktuell gibt es mit den Niederländern von Fairphone oder auch Shiftphone aus Deutschland relativ wenige und nischige Hersteller, die wirklich auf Nachhaltigkeit setzen. Hier braucht es Veränderungen! Diese Smartphones sind derzeit einfach oft noch nicht sexy genug – und die großen Namen wie Apple, Samsung und Xiaomi bieten noch nichts Vergleichbares. 

Aber wie gesagt: Es kommt nicht nur auf Politik und Industrie an, sondern auf jeden Einzelnen von uns. Akzeptiert keine Sätze wie "was kann ich als Einzelner schon tun". Palle erwähnt im Podcast ein Musikfestival, auf dem ein einzelner Mann auf einer Wiese abgedreht tanzt. Nach und nach gesellen sich Menschen dazu, bis irgendwann alles tanzt. Genau das ist der Spirit, Freunde! 

Werft gerne einen Blick auf das Video, das damals viral ging und noch aus der YouTube-Steinzeit stammt. Es belegt auch etwas anderes sehr schön, auf das wir im Podcast zu sprechen kommen: Wie unfassbar haben sich Smartphone-Kameras, hat sich die digitale Fotografie in nur wenigen Jahren verbessert! Diesem Clip hätten jedenfalls weder eine optische Bildstabilisierung noch eine höhere Auflösung geschadet:

Viel mehr möchte ich Euch über die heutige Podcast-Folge noch nicht verraten. Wir hoffen, dass Ihr auch dieses Mal wieder viel Spaß beim Hören habt. Über positive Bewertungen freuen wir uns riesig, ebenso darüber, wenn Ihr unseren Podcast teilt und Euren Leuten von uns erzählt. Kommentiert gerne hier unter dem Artikel, in den sozialen Medien und lasst uns unbedingt auch Euer Feedback über unsere Accounts auf WhatsApp, Signal und Threema zukommen.

Wie das geht und worüber wir in den nächsten Folgen sprechen, lest Ihr unten in den Show Notes, die ich ab sofort jedes Mal auch hier im Beitrag anhängen werde. 

Casa Casi 41: Show Notes

Wir wollen Euer Feedback! Ihr könnt Euch auf WhatsApp, Signal und Threema mit Sprachnachrichten (und natürlich auch Textkommentaren) beteiligen. Wir freuen uns auf Eure Reaktionen, auf Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge und natürlich erst recht vorab auf Meinungen zu unseren kommenden Themen. Bis Sonntag könnt Ihr Euch noch zu unserem kommenden Januar-Rückblick melden, in der Folgewoche werfen wir die Frage auf: "Hat das Smartphone eine Zukunft?" – Hier ist unsere Telefonnummer und unsere Threema-ID für Euer Feedback:

  • Telefonnummer: +49 160 98090008
  • Threema-ID: EB6YBNSE

Wir haben in der Folge mit einer Menge Links um uns geworfen. Hier listen wir sie für Euch auf:

  • Handys für die Umwelt – hier könnt Ihr herausfinden, wie Ihr Eure alten Handys loswerdet, wo Ihr sie hinsenden könnt, oder eigene Sammelaktionen initiiert.
  • Handysammelcenter – ebenfalls eine Sammelinitiative (Initiator: Deutsche Telekom), bei der Ihr Sammelaktionen starten könnt, Abgabestellen findet, oder Handys per Post abgeben könnt.
  • ZOXS – Plattform, auf der Ihr Eure gebrauchte Technik unkompliziert verkaufen könnt. 
  • Casa Casi 12: Wohin mit den Smartphones? – Hört nochmal in unsere alte Folge rein, in der wir über ein Handypfand diskutieren.
  • Too Good To Go – Auch das ist Nachhaltigkeit: Per App könnt Ihr vergünstigte Speisen erwerben, die von Restaurants, Bäckereien und Supermärkten sonst weggeworfen würden.
  • Geld spenden & Essen retten: Apps für Weltverbesserer – In diesem Artikel stellt Ben neben "Too Good To Go" weitere Apps vor, die die Welt ein bisschen besser machen.
  • Codecheck – Eine weitere sehr praktische App. Mit Ihr entschlüsselt Ihr Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und findet so zum Beispiel raus, ob ein Produkt Palmöl verwendet. Die App gibt es sowohl für Android als auch iOS.
  • Coltan: An fast all unseren Smartphones klebt Blut – Artikel, den Casi einst für Mobile Geeks geschrieben hat und der darlegt, unter welchen Bedingungen teilweise die Rohstoffe für Smartphones gewonnen werden.
  • Telekom und Samsung kooperieren für eine grünere Zukunft – Pressemitteilung der Deutschen Telekom, in der ein grünes 5G-Smartphone von Telekom und Samsung für 2022 angekündigt wird.
 
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19 Kommentare

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  • rec vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Der Konsument muss dies, der Konsument muss das...

    Wie wärs mal, wenn man die Krankheit und nicht das Symptom behandelt ?

    Die Energie / Zeit und KnowHow die dür WERBUNG aufgewandt werden ist gewaltig.
    Soll wohl fälle geben, in denen das Werbebudget die Produktkosten übersteigt xD

    Nicht alle Konsumenten sind Mental so gefestigt jeder Werbung zu widerstehen.


    • dieCrisa vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      "Nicht alle Konsumenten sind Mental so gefestigt jeder Werbung zu widerstehen."
      Wäre es nicht so, wäre Werbung überflüssig, sinnlos. Genau dazu ist Werbung da. 😉


  • Conjo Man vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Für die Rohstoffgewinnung für Smartphones und deren Produktion müssen viele Menschen ("arme Seelen") eine Menge - vor allem gesundheitliche - Opfer bringen, damit Handys überhaupt und oftmals brutal preiswert hergestellt werden. Egal, ob diese teuer oder billig verkauft werden.

    Für mich persönlich wird das Thema Nachhaltigkeit bei Smartphones schon gewissermaßen mit Füßen getreten von Leuten, die sich alle paar Monate oder mehrmals im Jahr neue Telefone ohne Notwendigkeit anschaffen, nur um neuere Modelle zu besitzen. Hier geht es mir nicht um Neid oder Missgunst sondern einzig und allein um die unnötig hohen Produktionsmargen in Verbindung mit den Beschaffungsumständen.

    Klar wollen die Firmen Umsätze und vor allem natürlich Gewinne generieren durch hohe Verkaufszahlen. Jedoch bin ich der Meinung, dass es von den einzelnen Anbietern bzw. Herstellern zu viele Handymodelle gibt und dadurch entsprechend hohe Produktionskosten entstehen und parallel dazu viel Bedarf an Elektronik- bzw. Herstellungsmaterialien notwendig sind. Hier sollte dringend eine Kehrtwende und ein gewisses Umdenken stattfinden (Wunschdenken meinerseits).

    Ist meine persönliche Meinung zu dem Thema. Ich denke, dass dieses Thema ziemlich umfangreich ist und an vielen Schrauben im gesamten Konstrukt zu drehen ist.


    • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Diese Problematik hast du nicht nur im Technikbereich, sondern genauso zum Beispiel bei Cashewkernen, Avocados, Palmöl oder Soja als Tierfuttermittel. Und das sind nur vier Beispiele von unglaublich vielen. Für unseren Luxus müssen andere leiden.


      • Conjo Man vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Da hast Du natürlich recht mit @Tenten

        Habe meinen Post bewusst nur zum Thema "Nachhaltigkeit bei Smartphones" gehalten und wie es m.M.n. da alles zusammenhängt bzw. zusammen hängen könnte.

        Was wir uns als Gesellschaft auf die Fahnen schreiben müssen ist, dass wir eine "Weg-Werf-Gesellschaft" geworden sind oder besser gesagt dazu gemacht worden sind durch die Industrie. Hier werden uns kaum bzw. speziell im Elektronikbereich wenige langlebige Produkte offeriert. Alles mit Komponenten gebaut, die früh den "Geist aufgeben" damit ein zügiger (Wieder-)Kaufzyklus geschaffen wird statt zu reparieren. Das ist heut zu Tage viel zu kostspielig und stattdessen wird neu gekauft.

        Hier müssen wir Endverbraucher das "Zünglein an der Waage" sein und eine Veränderung anstreben, welche ja so langsam im Gange ist. Ich meine gelesen zu haben, dass "der Verkäufer nun 12 Monate in der Beweispflicht ist, dass eine Sache nicht bereits beim Zeitpunkt des Verkaufs mangelhaft war" Seit Januar 2022 werden Verbraucherrechte damit gestärkt.

        rec


  • Jörg W. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Nachhaltig wo gibts das jeder denkt doch nur an sich sieht man doch an den Verkaufszahlen von z.b. E Technik . Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessiert doch nur die , die sich damit die Taschen voll machen .


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Was ist denn das für eine auf so vielen Ebenen falsche Aussage? Wie kann man denn pauschal behaupten, dass niemand (außerhalb finanzieller Interessen) an Nachhaltigkeit und Umweltschutz interessiert ist? Machen sich die Fridays-for-Future-Kids Deiner Meinung nach alle die Taschen voll und demonstrieren deshalb? Oder unterstellst Du Fabi, Palle und mir, dass wir uns lediglich fürs Thema interessieren, weil wir damit Kohle verdienen? Was konkret meinst Du denn mit den Verkaufszahlen von E Technik und was glaubst Du, daran pauschal ablesen zu können?


  • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Ich muss mal was zur App too good to go sagen. Ich habe mir diese App vor ein paar Jahren mal installiert und seitdem immer mal wieder in verschiedenen Läden und verschiedenen Städten "Lebensmittel gerettet", hauptsächlich weil mich interessiert hat, was man da bekommt und wer da so kauft.
    Und das waren halt keine bedürftigen Leute, sondern eigentlich jedesmal Menschen, denen man ansah, dass sie sich diese Produkte auch zum Vollpreis locker leisten könnten. Smartphoneaffine Menschen natürlich. Und auf der anderen Seite haben wir immer mehr Menschen, die sich die täglichen Lebensmittel nicht mehr leisten können, die Tafeln haben immer mehr Zulauf, aber immer weniger Produkte. Da gefällt mir das Konzept, Übriges billig an Menschen abzugeben, die es sich locker leisten könnten, nicht wirklich. Und noch weniger, dass da ein Start-up daran mitverdient und noch so tut, als würde man damit nur Gutes tun. Besser wäre es, diese Lebensmittel den Tafeln zu geben, damit diese es an Leute weitergeben, die wirklich sparen müssen. Hier schmückt man sich mit dem Etikett der Nachhaltigkeit, dabei geht's doch nur darum, mit der eigenen Geschäftidee Profit zu machen.


    • C. F.
      • Admin
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Erinnert mich an Fair-Trade-Siegel. Da gabs mal eine Reportage über die Deutsche Vorsitzende von so einem Verein in Südamerika. Die Bananenbauern haben zwar im Monat ein paar € mehr verdient, aber dafür hat sie deren Kinder 1 Mal die Woche in ihren riesigen Pool auf ihr Anwesen zum plantschen eingeladen.


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Das ist das Problem, denn ganz egal ob fair trade, Bio, CO2 neutral oder was auch immer, wenn die Leute hinter allem nur Betrug wittern, wird sich da auch nichts verändern. Da braucht es einfach mehr Transparenz und vor allem Vertrauen. Niemand gibt freiwillig mehr Geld aus, wenn er denkt, dass das nicht ankommt.


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Das Problem verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz. Es bleibt doch faktisch bei vielen Restaurants, Bäckereien etc Essen übrig. Hätte ich ne Dönerbude, die in schwierigen Pandemiezeiten überleben will, wäre ich doch froh, wenn ich ein Gericht abends noch für 3 statt 6 Euro loswerde, statt es wegzuwerfen - oder zu spenden. Und Leute, die Geld sparen wollen/müssen, gibt es auch genug. Ich glaube zudem nicht, dass man jedem in so einer Bude ansieht, wie gutsituiert er ist.
      Ich bin ehrlich: Finanziell bin ich nicht auf Rosen gebettet und ich wüsste gerne, wie Du mich eingeschätzt hättest, wäre ich einer derjenigen gewesen, die Dir da als "Too Good To Go"-Nutzer ins Auge fallen.
      Natürlich ist es scheiße, dass sowas wie die Tafel notwendig ist. Ändert aber nichts daran, dass es besser ist, eine Speise günstiger zu verkaufen, statt sie wegzuwerfen.
      Wir brauchen nicht darüber diskutieren, dass diese App nicht der Weisheit letzter Schluss ist und man allein damit nicht die Welt rettet.
      Aber solange wir ein Drittel der Lebensmittel - ich glaub, das ist der prognostizierte Durchschnitt im Land - wegwerfen, sollten wir doch für jeden Baustein dankbar sein, der uns Richtung Nachhaltigkeit schubst. Es wird einfach tonnenweise Essen weggeworfen und selbst, wenn man jede über Too Good To Go verkaufte Portion rausrechnet, ist der Berg weggeworfener Speisen nur unerheblich kleiner. Wir müssen insgesamt als Gesellschaft dahin kommen, dass wir in einem so reichen Land wie Deutschland keine Menschen übrig behalten, die Hunger leiden. Aber da gibt es in der Gesellschaft, in der Industrie und in der Politik so vieles, was man deutlich eher anzählen sollte als diese App.


      • Tenten vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        "Aber da gibt es in der Gesellschaft, in der Industrie und in der Politik so vieles, was man deutlich eher anzählen sollte als diese App."

        Hm, das klingt für mich genauso, wie das - falsche - Argument, dass doch erstmal die anderen anfangen sollten CO2 einzusparen, die ja schließlich viel mehr als wir verursachen. Natürlich hast du prinzipiell Recht, da gibt's hunderte Punkte, an denen man eher ansetzen muss. Aber mit der Argumentation bräuchte dann auch jede Einzelne nichts mehr tun, denn deren Beitrag wäre dann genauso unwichtig.

        Zum Thema der App. Natürlich ist es wichtig, Lebensmittel nicht wegwerfen zu müssen und natürlich will auch jeder Händler noch nen Euro daran verdienen. Und natürlich kann ich auch nicht jedem ansehen, wie er finanziell gestellt ist. Das war auch gar nicht der Punkt, um den es mit ging. Mir ging es darum, dass man diese Überproduktion doch sinnvoller und gezielter nutzen könnte, wenn man die direkt an die Tafeln verteilen würde. Dort erreiche ich nämlich garantiert diejenigen der Gesellschaft, die sich diese Produkte oftmals nicht leisten können und auch gar nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, sich per Smartphone an einer "Schnäppchenjagd" zu beteiligen. Das wäre der richtige und direkte Weg, mit diesen Lebensmitteln umzugehen und da muss dann nicht auch noch ein Dritter daran mitverdienen.


      • C. F.
        • Admin
        vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Wenn ich mich recht erinnere, kann ein z.B. Bäcker seine übrig gebliebenen Brötchen nicht einfach so verschenken, weil er trotzdem steuerlich herangezogen wird. Er muss also trotzdem die MwSt. für das Brötchen abführen, auch wenn er es verschenkt. Korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege.


      • Michael K. vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Ein großer Teil weggeworfener Lebensmittel ist sicher dem nicht wirklich gelungenem System der Mindesthaltbarkeitsdeklaration geschuldet. Dieses System muss viele falsch Positives erzeugen, also Lebensmittel aufgrund abgelaufenen MHD für verdorben erklären, um false Negatives, also nach Deklaration noch gute, aber tatsächlich verdorbene Lebensmittel nach Möglichkeit ganz zu vermeiden.
        Dieses Dilemma hat auch die Politik erkannt, weiß aber auch keine andere Lösung, als die Verantwortung dem Konsumenten zu überlassen, der bei abgelaufenen Lebensmitteln anhand von Aussehen, Geschmack und Geruch selber entscheiden soll, ob die Lebensmittel noch genießbar sind. Dass viele im Zweifelsfall für ihre Gesundheit und gegen die Lebensmittel entscheiden, sollte da niemanden wundern. Aber auch hier könnten mit "künstlichen Nasen", also Sensoren für organische Gase, ausgestattete Smartphones in Zukunft Hilfe leisten:

        https://m.fitforfun.de/news/ernaerung-smartphone-sensor-soll-verdorbene-lebensmittel-erkennen-291505.html

        Apps wie "Top Good To Go" sehe ich nicht ganz negativ, da nicht alle übrigen Lebensmittel für alle Tafeln geeignet sind. Auch für die Tafeln gelten lebensmittelhygienische Vorschriften, so darf die Kühlkette z.B. bei Fleisch nicht unterbrochen werden. Die Abholung in Kühlfahrzeugen, aber auch die gekühlte Lagerung bis zur Abgabe überfordert schon mal kleinere Tafeln.
        Warum solche Apps aber überhaupt nötig sind, erschließt sich mir auch nicht. Lebensmittelgeschäfte haben schon immer Ware mit geringfügiger Überschreitung des MHD gesondert ausgestellt verbilligt verkauft.
        Restaurants, Wurst- und Dönerbuden, u.U. auch Mensen und Kantinen, könnten das auch nicht gerade neue Prinzip der "Happy Hour" wieder beleben. Eine halbe bis eine Stunde vor Geschäftsschluss werden absehbar übrige Speisen vergünstigt abgegeben, und nach Gusto der Inhaber an Tafelberechtigte auch ganz umsonst. Das würde sich herumsprechen, eine App dürfte dafür kaum notwendig sein.

        Quelle: fitforfun.de


    • rolli.k vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Du verfestigst gerade mein Weltbild aufs Neue, leider.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Ich bin da an sich bei Dir, Tenten. An sich sollte man so etwas spenden. Aber irgendwie kommen die Leute ja nicht alleine drauf! Da finde ich es als ersten Schritt nicht schlecht, dass man die zum Tode geweihten Produkte erstmal verbilligt einkaufen kann.

      Und irgendwann, so meine Utopie, kommen die Leute mal selbst drauf und spenden das Gekaufte dann den Tafeln. Oder Too Good To Go baut eine solche Option in ihrer App ein. Das wäre ja auch etwas…


      • Conjo Man vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Bezüglich Spenden an die Tafeln...da hatte ich einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem sich Fachleute aus der Sozialwirtschaft dazu geäußert haben und meinten, dass es nicht sinnvoll ist für die Gesellschaft, dass es dieses Modell gibt.

        Nun, ich habe es bisher und auch jetzt sehe ich es für mich als was sinnvolles an, dass Essen was normal weggeschmissen wird (was ich schon absurd finde!) z.B. an die Tafeln geht


  • phone-company vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Nächst mal setz ich mich mit vors Micro und diskutiere mit euch übers Thema... Neben meinen Moto X4 gibst natürlich noch eine Menge anderer Geräte und Ideen um Nachhaltigkeit für jeden einzelnen etwas einfacher zu machen. Grüße, Andree


    • Carsten Drees
      • Staff
      vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Wir müssen das Thema eh nochmal anpacken, glaub ich :D

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