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Vacos Babyphone im Hands-On: Taugt die Baby-Cam für 150 Euro?

NextPit Vacos Baby Monitor Accessory
© NextPit

Für den Vacos Baby Monitor mit Audio und Kamera zahlt Ihr auf Amazon 150 Euro. Dafür gibt's ein Komplettpaket mit steuerbarer Kamera, Nachtmodus, Walkie-Talkie-Feature sowie Geräusch- und Bewegungserkennung. Ob sich der Kauf tatsächlich lohnt, haben wir im Hands-On herausgefunden.

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Pro

  • Solider Funktionsumfang
  • Einfache Bedienung
  • Solide Akkulaufzeit
  • Gute Reichweite

Contra

  • Audioqualität nicht optimal
  • Mitgelieferte Wandhalterung wirkt billig
  • Keine Smartphone-Anbindung

Preis & Verfügbarkeit

Der Vacos Baby Monitor mit Audio und Kamera kostet bei Amazon 149,99 Euro. Dafür bekommt Ihr einen Monitor samt Steuerung und MicroSD-Steckplatz und eine Kamera. Um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, braucht Ihr also noch eine Speicherkarte.

Der Baby-Monitor ist auf Amazon mit 4 Sternen bewertet. In unserem Hands-On wollen wir herausfinden, ob wir die Top-Bewertung auch aus professioneller Sicht bestätigen können.

Hinweis: Hersteller Vacos hat uns für diesen Artikel eine Aufwandsentschädigung zukommen lassen. Auf den Inhalt und die Bewertung hat dies keinen Einfluss.

 

NextPit Vacos Baby Monitor Accessories
Zwei Aufsätze machen die Cam kinderfreundlich. / © NextPit

Design & Einrichtung

Das Vacos Babyphone mit Audio und Kamera ist komplett aus Plastik gefertigt. Der Lieferumfang besteht aus einer Kamera und einem Monitor, den Ihr auch akkubetrieben nutzen könnt. Ebenfalls enthalten sind mehrere Aufsätze für die Kamera, eine Wandhalterung sowie zwei USB-C-Ladegeräte.

NextPit Vacos Baby Monitor Buttons
Der Monitor bietet ein simples Bedienfeld. / © NextPit

Die Einrichtung des Babyphones lief im Test reibungslos. Ihr verbindet beide Geräte mit einer Steckdose und beim ersten Start verbinden sich Kamera und Monitor reibungslos per Funk miteinander. Eine WLAN-Verbindung oder gar einen Account müsst Ihr nicht einrichten. Nach dem Auspacken solltet Ihr die Sprache von Englisch auf Deutsch ändern, um die Menüs leichter zu verstehen.

Nun passt Ihr das Vacos Babyphone nach Euren Wünschen an und stellt die Funktionen so ein, wie sie für Euer Nutzungsszenario sinnvoll sind.

Qualität & Features

Auch wenn wir in der Redaktion kein Baby zum testen hatten, denke ich, dass der Funktionsumfang für junge Eltern sehr praktisch ist. Es gibt Alarmfunktionen für Bewegungen, Geräusche, frei konfigurierbare Schlafzeiten und sogar für die Temperatur im Raum. Darüber hinaus lässt sich die Kamera per Tasten schwenken und neigen, was im Test erfreulich leise und problemlos funktionierte.

NextPit Vacos Baby Monitor
Die Kamera könnt Ihr drehen und neigen. / © NextPit

Wollt Ihr Euer Baby noch im Nebenraum beruhigen, könnt Ihr dank Walkie-Talkie-Feature auch Eure Stimme über die Kamera ausgeben. Alternativ gibt's im Menü fünf verschiedene Schlaflieder, die sich leider nicht durch eigene Audiodateien erweitern lassen. Über den MicroSD-Slot lassen sich dafür aber Aufnahmen speichern, die Ihr mit den bereits erwähnten Alarm-Features oder manuell starten könnt.

Während die Videoqualität mit einer stabilen Framerate und einer soliden Auflösung überzeugt, lässt die Audioqualität ein wenig zu wünschen übrig. Sowohl die Lautsprecher des Monitors als auch die der Kamera würde ich als zweckmäßig bezeichnen. Für kurze Durchsagen und zum Erkennen von Babyweinen reicht das aber auf jeden Fall aus.

Selbiges gilt für den Alarmton, der ziemlich schrill und nicht veränderbar ist. Wie ein Rezensent auf Amazon anmerkt, steht man bei einem Alarm direkt senkrecht im Bett. Hier wäre ein Alternativton praktisch.

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Beim Test im Kühlschrank funktionierte der Nachtsichtmodus zuverlässig. / © NextPit

Ebenfalls ärgerlich: Zwar könnt Ihr bis zu fünf Kameras mit einem Monitor verbinden, leider lassen sich bei Amazon keine zusätzlichen Kameras für das System finden. Denn so könnte man den Vacos Baby Monitor sehr gut als preiswertes Überwachungssystem zweckentfremden.

Reichweite & Akku

Vacos wirbt mit einer Reichweite von 1.000 Fuß, was etwa 300 Metern entspricht. In unserer etwa 100 Quadratmeter großen Redaktion gab es keinen Ort, an dem die Verbindung im Test abbrach. Lediglich beim Herausgehen brach der Video-Feed durch etliche Wände ab. Für Häuser und für den Gang zum Nachbarn reicht die Verbindung aber aus.

NextPit Vacos Baby Monitor Clip
Die Wandhalterung wirkt recht billig. / © NextPit

Nachteilig ist, dass Ihr den Feed nicht auf Eurem Handy einsehen könnt. Gleichzeitig sorgt das Weglassen einer Internetanbindung für mehr Datenschutz, da vor allem Video-Feeds vom eigenen Baby äußerst sensible Daten sind.

Während Ihr die Kamera bei der Nutzung eingesteckt lassen müsst, bietet der Monitor einen Akku. Dieser reichte im Test einen kompletten Arbeitstag lang aus – bei meist aktivem Monitor hielt der Screen knapp 10 Stunden durch.

Abschließendes Urteil

Wäre ich Vater und hätte ich mir das Vacos Babyphone mit Audio und Kamera gekauft, würde ich den Kauf nicht bereuen. Die Anschaffungskosten von knapp 150 Euro bringen Euch eine zuverlässige Sicherheitslösung, um auch in Nebenräumen oder beim Nachbarn einen Blick auf Euer schlafendes Baby zu erhaschen. Die vielen Alarmfunktionen sind ebenfalls begrüßenswert.

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Mein Pizzatest für Kinderlose schlug leider fehl. / © NextPit

Mein Test, mit der Babycam eine backende Pizza im Blick zu behalten, ist leider fehlgeschlagen. Auch wenn ich diesen Einsatzzweck praktisch gefunden hätte, will ich Vacos das nicht bemängeln. Als Nachteile störte mich aber vor allem die fehlende Funktion zum Einspeisen eigener Lieder. Eine Recherche im Netz zeigt zudem einen Trend hin zur Anbindung ans eigene Smartphone, den ich aber aus Datenschutzgründen jedoch gar nicht so positiv finde.

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7 Kommentare

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  • Antiappler vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wie haben es meine Eltern bloß geschafft, zwei Kinder ohne dieses ganze smarte Zeug groß zu ziehen?


    • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Ganz so sinnlos sind solche Überwachungs-Geräte nicht. Die können schon ein wenig erleichtern. Schöner wäre es allerdings, wenn es Technik enthalten würde, die auch die Atmung überwacht und so den plötzlichen Kindstod verhindern könnte (weil man schneller reagieren kann).


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Natürlich brauchen junge Eltern solche Dinge nicht zwingend. Aber sie erleichtern beziehungsweise beruhigen ungemein.

      Beispielsweise hatte sich unser Sohn seine Decke damals im Bettchen über seinen Kopf gestrampelt. Sein Weinen wurde damals damit für uns ein Stockwerk tiefer unhörbar. Wir haben es erst bei unserem Kontrollgang bemerkt. Da war er schon ganz heiß und völlig verschwitzt. Das hätte wirklich ins Auge gehen können und wir haben die Decke danach ausgemustert und auf einen Schlafsack gesetzt.

      Mit so einer Cam hätten wir es viel früher bemerkt.


  • DanielN7 vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Wir haben seit 4 Jahren ein 58 Euro Babyphone von Philips im Einsatz. Das hat kein Bild, liefert nur Ton. Es läuft perfekt und ist denkbar einfach.

    Leider ist der Elternteil öfter runter gefallen, sodass der Stromanschluss defekt ist, die Lösung: seit 3 Jahren verwenden wir 2 Akkus, das funktioniert auch sehr gut - billiger als neu kaufen :-)

    Aber wozu heute alles smart sein muss?


  • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    <<< Contra: Keine Smartphone-Anbindung >>>
    Weshalb soll das ein Minus sein? Weshalb zum Kuckuck muss alles smart sein? Wer ein Baby hat soll zuhause darauf aufpassen, dafür braucht es kein Smartphone. Und wenn schon smart, dann m.E. als Live-Bild am TV oder im PC-Monitor.


    • Tenten vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Vielleicht solltest du das lieber mal die entscheiden lassen, die tatsächlich ein Baby haben?


    • Pure★Aqua ツ vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Hm meine Zwillinge sind 4 und ich benutz abends immernoch ein Babyphone. Ist praktisch für die Nacht und das smarte ist schon praktisch wenn man ,gerade im Sommer, mal noch im Garten sitzt.

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