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Xiaomi-Knochenleitungskopfhörer vorgestellt

NextPit Haylou PurFree BC01 Test Review
© NextPit

Xiaomi hat gerade im Heimatland einen neuen Kopfhörer vorgestellt. Soweit eigentlich nichts besonderes. Doch der Stereo-Kopfhörer ist weder ein In-Ear-, noch Over-Ear-Kopfhörer. Vielmehr präsentiert man einen sogenannten Xiaomi-Knochenleitungskopfhörer. Doch was genau ist hier anders und warum sollte man sich für einen solchen Kopfhörer mit Knochenschall entscheiden?

  • Xiaomi stellt Knochenleitungskopfhörer vor
  • Der Kopfhörer hat eine IP66-Zertifizierung
  • Der Preis beträgt umgerechnet 99 Euro

Xiaomi-Knochenleitungskopfhörer im Heimatland präsentiert

Xiaomi Knochenleitungskopfhörer
Xiaomi bietet ab sofort einen neuen Knochenleitungskopfhörer. / © Xiaomi

Xiaomi hat gestern im Heimatland die sogenannten "Xiaomi Bone Conduction Headphones" für einen Preis von 699 Yuan offiziell vorgestellt. Umgerechnet wären das in etwas 99 Euro, nur um ein Gefühl für den Preis zu gewinnen. Die 28 Gramm leichten Stereo-Kopfhörer sind aber keine "typischen" Over- oder In-Ear-Kopfhörer. Vielmehr hat man sogenannte Knochenleitungskopfhörer – auch als Knochenschall bekannt – vorgestellt. Der große Unterschied besteht darin, dass nicht der Gehörgang, samt Trommelfell und den Ohrknochen (Hammer, Amboss und Steigbügel), sondern der Schädelknochen zur Übertragung der Musik verwendet wird.

Unterschiedliche Gründe sprechen für diese Art der Technologie: einer davon wäre die Hygiene. Während ein In-Ear-Kopfhörer ungern von dritten Personen aufgrund der Einführung in den Gehörgang ausgetauscht werden möchte, liegt der Knochenschall-Kopfhörer nur maximal auf der Ohrmuschel aufliegen, wenn überhaupt. Denn die Xiaomi-Knochenleitungskopfhörer übertragen ihren Schall hinter dem Ohr durch besagten Schädelknochen. Hört sich brutal an, ist es aber nicht.

Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Vorteil ist, das diese Kopfhörer auch im öffentlichen Straßenverkehr genutzt werden dürfen, da Umgebungsgeräusche ohne Probleme wahrgenommen werden können. Weitere Fakten zu den Xiaomi-Kopfhörern ist eine IP66-Zertifizierung, welche somit auch einen Musikgenuss beim Schwimmsport zulassen. Die Übertragung der Musik vom Smartphone oder Tablet findet über Bluetooth 5.2, mit einer Latenz von 86 Millisekunden statt. Unterstützt werden Audio-Codecs SBC, aptX und aptX Adaptive. Die Kapazität des Akkus wird mit 165 mAh beziffert und soll 12 Stunden Musikgenuss gewährleisten.

Zugegeben ist dieser Beitrag auch nicht ganz uneigennützig. Wie Ben die Haylou PurFree BC01 ausprobiert hat, bin ich gerade dabei, mir einen ersten Eindruck von den "Oladance Open Ear"-Kopfhörer zu verschaffen. 

Was haltet Ihr von sogenannten Knochenleitungskopfhörern? Hattet Ihr bereits Erfahrung mit diesen sammeln können? Sinnvoll oder doch eher überflüssig?

 

Via: NotebookCheck Quelle: JD

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Matthias "MaTT" Zellmer

Matthias "MaTT" Zellmer

MaTT, als Gründer von Android TV, später GO2mobile (weil man sich nicht mit Google anlegt), fühlt sich eher von den kreativen und künstlerischen Freuden des Lebens angezogen. Doch Palm-, Qtek 1010- und HTC-Hero-Konsorten begleiteten den Opa der NextPit-Liga schon sein ganzes Leben lang. Warum dann nicht auch drüber schreiben? Matthias, wie ihn einst seine Eltern getauft hatten, behauptet von sich alles zu können, aber nichts richtig. Dazu gehören seit knapp 30 Jahren grafische, musikalische und videotechnische Produktionen. Android in seiner überwältigenden Vielfalt ist sein Steckenpferd. Apple und sein verschlossenes Ökosystem nur unter Protest.

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5 Kommentare

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  • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    <<< Was haltet Ihr von sogenannten Knochenleitungskopfhörern? >>>
    Garnichts. Das kann "unmöglich" einen guten Klang haben.


  • Torsten vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Für Hörbücher bestimmt super, da kommt es weniger auf brillianten Klang an. Nur dieses Nackenband find ich irgendwie unpraktisch. Einzelhörer ohne Verbindung sind mir lieber. Meist höre ich sowieso nur mit einem Hörer. Wobei, mit einem höre ich ja genau deswegen, um noch was von der Umgebung mitzubekommen. Aber diese verbundenen sind oft auch schwerer zu verstauen und brauchen mehr Platz.


    • Matthias "MaTT" Zellmer
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Cooler Tipp, danke. Mit Deinem Einverständnis werde ich den in meinem Hands-on verwenden!
      Btw – die Oladance haben keinen Nackenbügel!


      • Konrad Huck vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Finde Knochenschallkopfhörer super, beim Joggen, man bekommt alle um einen herum mir mit und dir Klangqualität braucht beim Joggen nicht High End sein.


    • René H. vor 1 Monat Link zum Kommentar

      <<< Für Hörbücher bestimmt super >>>
      So ist es. Der Schädelknochen kann nur Frequenzen von 600 bis 3000 Hz übertragen. Für Stimmen mag das reichen. Aber für Musik mit ihrem (teilweise voluminösen) Dynamikumfang gänzlich ungeeignet.

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