Android 12 in der Public-Beta: Die wichtigsten Neuerungen im Handy-OS

Update: Die Public-Beta ist da!
Android 12 in der Public-Beta: Die wichtigsten Neuerungen im Handy-OS

Nachdem Android 12 seit Februar nur als Entwickler-Beta zur Verfügung stand, lässt sich das Betriebssystem jetzt installieren. Die erste Public-Beta verrät dabei, welche Neuigkeiten es im neuen Handy-OS geben wird. Wir haben Euch daher die spannendsten Features und die wichtigsten Funktionen von Android 12 zusammengefasst.


Warnung: Da es sich um eine instabile Version des Betriebssystems handelt, raten wir davon ab, Android 12 schon jetzt Eurem Smartphone zu installieren. Schaut Euch die neuen Features nachfolgend an oder nutzt ein Zweit-Handy.


Einmal im Jahr rollt Google für sein mobiles Betriebssystem Android eine neue Version heraus. Im Jahr 2021 steht Android 12 auf dem Plan und im Rahmen der Google I/O am 18. Mai gab es endlich die erste Public-Beta. Dabei handelt es sich um eine instabile Vorab-Version des Betriebssystems, die Ihr Euch aber schon aufs Handy laden könnt.

Uns ermöglicht das natürlich, einen Blick auf die neuen Funktionen und Kniffe im Handy-OS zu werfen. In der Vergangenheit haben wir schon die Entwickler-Beta unter die Lupe genommen, doch im neusten Update gibt es ein paar weitere coole Features. Klickt Euch im Inhaltsverzeichnis einfach zu dem Abschnitt, der Euch am meisten interessiert. 

Inhaltsverzeichnis:

Android 12 | Sicherheit und Datenschutz

Während der I/O 2021 Keynote wurde viel über Sicherheit und Datenschutz gesprochen. Bei der Veröffentlichung der ersten Preview von Android 12 war bereits von einer stärkeren Kontrolle über das Cookie-Verhalten die Rede. Zusätzlich gab es Informationen über mehr Sicherheit im Play Store. Wir wissen jetzt jedoch besser, wie Google das auf unseren Telefonen realisieren will.

Im Folgenden erfahrt Ihr, wie Android 12 die Sicherheit und den Datenschutz Eures Handys verändern wird:

Mehr Kontrolle über das Cookie-Verhalten

Android 12 wird modernere Steuerelemente für das Cookie-Verhalten bieten und folgt damit dem Muster der Änderungen in Chrome und anderen Browsern. Auf diese Weise wird die WebView-Engine, die von Drittanbieter-Apps verwendet wird, die neue Browser-Einstellung von Google namens "SameSite" übernehmen. Diese kann dazu beitragen, das Tracking im Netz weiter zu reduzieren.

Laut Dave Burke, VP of Engineering bei Google, wird dies "den Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle darüber geben, wie Cookies auf verschiedenen Websites verwendet werden können."

Android Privacy Labels Announcement
Mehr Sicherheit im Play Store, bald auch in Android 12 / © Google Blog

Neuer Sicherheitsbereich in Google Play

Anfang Mai kündigte Google an, den Zugriff von Apps auf die persönlichen Daten von Android-Nutzern transparenter zu gestalten. Dies geht einher mit dem, was Apple mit iOS 14.5 eingeführt hat: Transparenz beim Tracking in Apps (ATT).

Laut Google müssen Apps Euch künftig klar und deutlich über die Art und den Grund der Datenerhebung informieren. Zusätzlich auch darüber, ob Dritte auf diese Daten zugreifen können. Doch damit nicht genug, denn während der Google I/O erfolgte die offizielle Ankündigung des "Privacy Dashboard".

Google IO security privacy
Sicherheit, Datenschutz und Kontrolle waren die Worte, mit denen Google seine Bemühungen um den Schutz Ihrer persönlichen Daten beschreibt / © Google

Privacy Dashboard

Das Privacy Dashboard ist eine neue Option des Einstellungssystems von Android 12, in der Ihr einfach überprüfen könnt, welche Apps in letzter Zeit auf Berechtigungen wie Kamera, Standort und Mikrofon zugegriffen haben. Damit will Google den Menschen mehr Kontrolle über ihre Privatsphäre geben.

Auf diese Weise wird es viel einfacher sein, zu sehen, wie oft eine App Komponenten wie z. B. Kamera, Mikrofon und Standort verwendet. In diesem Bildschirm ist es auch möglich, Berechtigungen zu entziehen.

privacy dashboard Android 12
Das Privacy Panel wird wo zu finden sein? Genau, unter Privacy! / © Google

Außerdem wird es endlich die Möglichkeit geben, Benachrichtigungen zu sehen, wenn eine App die Kamera oder das Mikrofon verwendet. Das Ganze erinnert ein wenig an die kleine Notification auf iPhones und iPads. Es hat zwar echt eine Weile gedauert, bis das passiert ist, aber danke, Google, trotzdem!

permission controle Android 12
Wenn ein Dienst die Kamera oder das Mikrofon Ihres Telefons aktiviert, erfahrt Ihr das sofort / © Google

Optimierter Dialog für Standortberechtigungen

Wenn es um Standortberechtigungen geht, ist Android 12 transparenter als Android 11. Wie bereits in früheren Gerüchten angedeutet, soll der Dialog für die Standortzugriffsberechtigung detailliertere Darstellungen über den Unterschied zwischen der Freigabe des genauen oder des ungefähren Standorts des Geräts an eine App bringen. Dies gibt den Menschen mehr Sicherheit bei der Wahl zwischen dem einen und dem anderen:

permissions apps location Android 12
Mehr Transparenz bei Standortgenehmigungen / © Google

Sicherer Android "Compute Core"

Der Suchgigant teilte auf der I/O zusätzlich mit, dass "Android 12 mit Datenschutzmaßnahmen direkt in das Betriebssystem eingebaut wird." Das bedeutet, dass hier Künstliche Intelligenz eingesetzt wird, um Funktionen zu schaffen, die den Menschen im Alltag unterstützen und gleichzeitig ein "hohes Maß an Privatsphäre" wahren.

Der Name der Technologie, die dahinter steckt, ist "Android Private Compute Core". Sie ermöglicht es, neue Technologien einzusetzen, die mehr Privatsphäre bieten, während persönliche Informationen sicher auf das mobile Gerät beschränkt bleiben.

Während der Google I/O haben wir gesehen, dass der Private Compute Core in der Lage ist, Funktionen wie z. B. Live Caption und Now Playing zu ermöglichen, bei denen die gesamte Audio- und Sprachverarbeitung auf dem Gerät stattfindet, isoliert vom Netzwerk, um Eure Privatsphäre zu wahren. Funktionen wie die Geräuschkennung unter Android funktionieren bereits jetzt offline.

Android 12 now playing
Alles geschieht auf dem Gerät, so dass theoretisch Ihre Privatsphäre geschützt ist / © Google

Der Google-Manager wies übrigens darauf hin, dass die Schutzmechanismen in Private Compute Core quelloffen und von der Sicherheits-Community vollständig verifizierbar sind.

Android 12 | Neues Design und Material You

Los geht's! Ja, Google hat sich auf die Essenz von Android besonnen und Material You als neue visuelle Sprache des Betriebssystems geschaffen. Was ich damit meine? Android 12 wird extrem anpassbar sein, wie es keine andere Version jemals war. Seht Euch das Video unten an, um zu verstehen, wovon ich spreche:

Während meines Tests der ersten Android 12-Preview hätte ich mir nie vorstellen können, dass die Veränderung bezüglich der UI so groß sein würde. Und ich bin wirklich froh über diese Entscheidung! Google entschied sich dazu, Referenzen aus seinem eigenen Produkt-Ökosystem mit einzubeziehen, um alles vom Design des Uhren-Widgets bis zum Musik-Player einheitlich zu machen.

Mehr native Android-Skins

Auch die native Anpassung von Farbmustern bietet mehr Möglichkeiten und Personalisierung. Während der Material You-Präsentation wurde simuliert, wie man ein Foto als mobiles Hintergrundbild einfügt und das gesamte Farbsystem wurde an die Schattierungen des Bildes angepasst. Hier wurde wirklich auf jedes Detail geachtet!

Mehr flüssige Animationen

Was mich dazu bringt, über die neuen Animationen zu sprechen. Diese verwenden beispielsweise Berührungseffekte, um eine Aktion auf dem Bildschirm weicher oder heller zu machen, wie die einfache Tatsache, das Display zu aktivieren.

Android 12 Material YOU
Material You scheint in der Theorie ziemlich konsistent zu sein, wir werden es in der Praxis sehen müssen! / © Google

Umgestaltetes Widget

Eine der am meisten erwarteten Funktionen in Android 12 waren für mich die Konversations-Widgets, die schon seit einiger Zeit im Netz durchgesickert sind. Zu meiner Überraschung bekamen wir jedoch viel mehr als nur das. Das Team von Matias Duarte hat sich mit Material You echt Mühe gegeben und wir haben einen Haufen neuer Widget-Optionen bekommen, basierend auf dem bisher durchgesickerten Material [Android 12 Beta ist auf meinem Pixel 3 installiert].

Ich muss gestehen, dass mich die Shortcuts für die Schnelleinstellungen sehr an den iOS-Look erinnern. Es stört mich jedoch nicht. Eine nützliche neue Funktion ist hier das Hinzufügen von Google Pay und Google Home-Steuerelemente von den Quick Shortcuts.

Android 12 UI
Das ist das Gesicht der Widgets und Shortcuts für Schnelleinstellungen / © Google

Was die Anpassung des Systems betrifft, so scheint mir, dass das Raster der Apps, das wir bereits in DP1 sehen konnten, in der Public-Beta von Android 12 gleich bleibt. Das bedeutet, es ist immer noch möglich, die Icons der Apps auf den Bildschirmen des Geräts in 4x5 Größe auszurichten:

Android 12 grid apps
Eine weitere Option zur Anpassung der Benutzeroberfläche / © NextPit

Verwendung der "Power"-Taste zur Aktivierung des Google Assistant

Die Verwendung einer speziellen Taste zum Aktivieren des Google Assistant ist bei vielen Android-Geräten nichts Neues. Jüngst hat Motorola im Moto G10 einen eigenen Button verbaut. Auf dem Pixel 3 müsst Ihr beispielsweise nur das Gerät drücken, um den Assistenten zu starten. Zukünftig könnt Ihr den Assistant aber auch über die Power-Taste aktivieren.

Einhand-Modus

Die erleichterte Bedienung des Smartphones mit einer Hand ist nichts Neues für diejenigen, die z. B. Galaxy-Geräte oder auch die neuen iPhones mit der "Reachability"-Funktion nutzen. Für Stock-Android ist das jedoch ein Knackpunkt. Nun, eigentlich war es ein Knackpunkt, da die Funktion gerade erst als verfügbar in Android 12 aufgetaucht ist, eingeführt mit der Developer Preview 2. In der Public-Beta ist sie erfreulicherweise noch immer zu finden.

In den Systemeinstellungen könnt Ihr die hier als Einhand-Modus bezeichnete Funktion aktivieren. Einmal aktiviert, lässt sich der Inhalt durch eine Geste aus der Navigationsleiste des Geräts vom oberen Bildschirmrand in die Mitte des Bildschirms bringen. Es erinnert sehr an die "Reachability"-Funktion von iOS und ich muss sagen, sie ist schon ziemlich praktisch.

Google hat einige Timeout-Optionen für die automatische Deaktivierung der Funktion hinzugefügt: Nie, 4, 8 oder 12 Sekunden. Ihr könnt auch über eine Geste in der Navigationsleiste zur normalen Verwendung des Geräts zurückkehren.

Android 12 one hand
Die Android 12-Beta behielt den Modus zur einhändigen Bedienung bei / © NextPit

Nearby-WiFi

Wie ich oben schon verraten habe, wird die Preview von Android für Entwickler freigegeben, um sich auf das vorzubereiten, was im nächsten Betriebssystem kommen wird. Einige neue Features kann ein Technikjournalist wie ich aber schon in der Praxis feiern. So war es beim Dark Mode des Systems und so ist es jetzt auch beim Nearby Wi-Fi.

Die nächste Version von Android wird es viel einfacher machen, Wi-Fi-Anmeldedaten mit Geräten in der Nähe zu teilen. Ich habe die neue Funktion getestet und es ist wirklich einfach und leicht. Aktuell generiert das System nur einen QR-Code, aber unter Android 12 lässt sich mit der Funktion "Nearby" einfach ein Gerät identifizieren und die Daten drahtlos übermitteln.

Android 12 nearby wifi
Wie bei iOS könnt Ihr unter Android 12 Eure Wi-Fi-Verbindung mit Geräten in der Nähe teilen / © NextPit

Neue Medienformate

Google will das Einfügen von Bildern, Videos und anderen Inhalten in die Apps des Android-Ökosystems erleichtern. Zu diesem Zweck bringt es eine neue, einheitliche API mit, die es erlaubt, Inhalte aus jeder Quelle zu übernehmen: Zwischenablage, Tastatur oder durch die einfache Geste des Drag & Drop.

Apropos, Screenshots erhalten in Android 12 mehr Möglichkeiten: Neben der Option, die Screenshot-Verknüpfung mit Gesten zu steuern, ist es nun möglich, Emojis und Zeichenfunktionen zu verwenden, bevor der Screenshot auf einem sozialen Kanal oder einen Messenger geteilt wird.

Android 12 screenshot
Screenshots sind intuitiver und kreativer / © NextPit

Android 12 | Android-Ökosystem

Mit der Ankündigung von Android 12 DP1 hat Google auch seine Bemühungen bekräftigt, die Sicherheitsupdates des Systems im Rahmen von Project Mainline in den Google Play Store zu bringen. Das heißt, der Suchriese sollte die Auslieferung von Sicherheitsfixes und Updates über seinen App-Store verbessern.

Diese Verbesserung dürfte eine der relevantesten für die Nutzer von Nicht-Pixel-Geräten sein, also für den Großteil des Android-Ökosystems. Denn theoretisch könnte jedes Gerät mit Googles Betriebssystem monatliche Sicherheitsupdates erhalten.

Da wir heute wissen, dass die meisten Hersteller die monatlichen Sicherheitspatches nicht garantieren, wird in Android 12 die Android Runtime (ART) als aktualisierbares Mainline-Modul hinzugefügt.

Android 12 update Google Play
Vielleicht werden in Android 12 Sicherheitspatches schneller an alle Smartphones ausgeliefert / © NextPit

Android 12 für Tablets, TV und Foldables

Zu den neuen Funktionen des nächsten OS wird eine Optimierung des Systems für Tablets, Foldables und TVs gehören. Ich persönlich glaube, dass Android in Bezug auf die Anpassung von Apps für alles, was über das Smartphone hinausgeht, noch weit hinter Systemen wie z. B. iOS liegt.

Ich verstehe aber auch, dass diese Art der Verbesserung sehr stark von den Bemühungen der App-Entwickler abhängt. Ich werde also bis zur Veröffentlichung der endgültigen Version des Systems warten, um mir eine Meinung zu diesem Thema zu bilden.

Android 12 | Funktionen der Entwickler-Beta und weitere Gerüchte

Einige der unten aufgeführten Funktionen wurden während der Eröffnungspräsentation der Google I/O 2021 nicht erwähnt oder sind noch Gerüchte, die bis zur offiziellen Markteinführung von Android 12 im Frühjahr bestätigt werden könnten. Daher haben wir uns entschlossen, hier im Leitfaden zu den neuen Funktionen der neuesten Version von Android zu halten.

Dateien und Kompatibilität

Aufgrund der Popularität des HEVC-Videoformats, der gegenüber älteren Codecs erhebliche Verbesserungen in Bezug auf Qualität und Komprimierung bietet, sollten die meisten Apps damit kompatibel sein. Dies entspricht jedoch nicht der Realität.

Daher sollte Android 12 eine Funktion bringen, die es allen Apps ermöglicht, HEVC zu unterstützen. Dazu werden bei inkompatiblen Apps die Dateien in Echtzeit in das weit verbreitete AVC-Format konvertiert. Laut Google wird die Funktion auf allen Geräten aktiv sein, die das HEVC-Format für die Videoaufnahme verwenden.

Auch das AVIF-Bildformat wird unterstützt, das eine deutliche Reduzierung der Bilddateigröße bietet und dennoch die Qualität im Vergleich zu älteren Formaten wie JPEG deutlich verbessert.

Optimierte Benachrichtigungen

Eine weitere interessante Änderung betrifft die Benachrichtigungen über die Nutzung von Geräteressourcen durch Hintergrund-Apps. Derzeit verlangt Android, dass Apps eine Benachrichtigung anzeigen, wenn sie eine Aktivität im Hintergrund ausführen, aber in Android 12 wird sich dies voraussichtlich ändern.

Die Idee hierbei ist, das Senden dieser Benachrichtigung zu eliminieren, wenn die Hintergrundaktivität in weniger als 10 Sekunden endet. Dies soll die Leistung der Geräte erhöhen und die Akkulaufzeit schonen.

Besseres Haptic-Feedback

Darüber hinaus soll Android 12 die Vibrationsfunktion auf Smartphones mit haptischem Feedback verstärken, eine Experience, die z.B. den Nutzern des DualSense-Controllers der PlayStation bekannt ist. Das bedeutet, dass Apps in der nächsten OS-Version in der Lage sein werden, haptisches Feedback über die Vibrationsfunktion des Telefons anzubieten.

Laut Burke wird die Intensität und Frequenz der Vibration von einer Audio-Session abgeleitet, was ein viel immersiveres Spielerlebnis ermöglicht. Darüber hinaus werden wir noch mehr Möglichkeiten haben, wenn es um die Audiofunktionen der Geräte geht.

Wo wir grad beim Thema Audio sind: Hier bekommt Android 12 ein paar weitere Neuerungen! Wir bekommen zum Beispiel die Unterstützung für die MPEG-H-Wiedergabe und haben dann bis zu 24 Audiokanäle statt wie bislang nur 8. Damit werden Entwickler sicherlich in der Lage sein, kreativer zu sein, was die Audioeffekte der Apps angeht.

Allerdings ist das alles noch nicht wirklich spruchreif, weil es natürlich noch an die Applikationen angepasst werden muss. Mir ist auch aufgefallen, dass sich in Bezug auf den Media-Player nichts geändert hat, obwohl ich im Netz davon gelesen hatte. Mir scheint nur, dass das Design des Players einfach der optischen Ausrichtung des Systems in der Gesamtheit folgt:

Media UI Android 12
Die Oberfläche des Media-Players wirkt im Vergleich zu Android 11 verfeinert / © NextPit

App-Paare nutzen

Das Feature "App-Paare" war bereits in der ersten Preview durchgesickert, wirkte aber noch sehr verfrüht und extrem instabil. Dies wäre die Chance für Google, die Split-Screen-Multitasking-Funktion des Betriebssystems zu überarbeiten.

Auch wenn in Android 11 bereits mehrere Apps gleichzeitig genutzt werden können, lässt im Vergleich zu anderen Software-Entwicklungspartnern, wie z.B. Samsung, die Nutzung von zwei Apps zusammen in reinem Android noch zu wünschen übrig.

Im Bild unten seht Ihr ein aktuelles Beispiel für die Funktion in Android 11 und eine Montage, wie die paarweise Verwendung von Apps aussehen könnte:

App Pairs Mockup Android 12 9to5Google
Split-Screen-Multitasking in Android 11 (links); Multitasking-Montage in Android 12 (rechts) / © 9to5Google

Wie wir oben sehen können, sollte Google es einfacher machen, Apps paarweise zu verwenden, da es die Option direkt im Multitasking-Menü anbieten wird, was heute nicht der Fall ist.

Was der geleakte Build nun zeigt, ist, dass es bei paarweiser Verwendung zweier Apps möglich sein wird, durch einen Klick auf die Trennleiste die Position der beiden Apps zu invertieren.

Neue Emojis

Wie üblich, bringt eine neue Version von Android immer neue Emojis mit sich! Diesmal geht es um die Figuren, die in Emoji 13.1 enthalten sind, das 2021 auf Geräten enthalten sein soll. Laut dem durchgesickerten Android 12-Build werden diese Emojis bereits von Googles Team getestet.

Android 12 | Release-Datum und Verfügbarkeit

Es wird erwartet, dass das Android-Team die stabile Version des Betriebssystems im August dieses Jahres herausbringen wird. Die Details des Freigabezeitplans könnt Ihr dem unten stehenden Bild entnehmen:

android 12 desktop timeline en
Die stabile Version von Android 12 wird voraussichtlich im August 2021 erscheinen / © Android Developers

Was bedeutet das? Android 12 sollte die stabile Version im August erreichen, wenn das System keine neuen Funktionen mehr erhält, was wir im Bild oben als "Plattformstabilität" erkennen können. Danach geht es in die Phase der Fehlerbehebung, bevor die endgültige Version des Systems freigegeben wird.

Wenn man also bedenkt, dass die Versionen 10 und 11 des Betriebssystems im Monat September veröffentlicht wurden, ist es möglich, dass Android 12 den gleichen Weg einschlägt und wir mit dem OS erst am Ende des dritten Quartals 2021 rechnen dürfen.

Welche Smartphones bekommen Android 12?

Bisher kann die Beta-Version von Android 12 nicht nur auf Pixel-Modellen, sondern auch auf Geräten von elf anderen Herstellern installiert werden. Über die Links unten könnt Ihr Euch die Liste der Smartphones ansehen, die bereits für die neue Android-Version bestätigt wurden:

Wir haben die Beta-Version von Android 12 auf einem Pixel 3 installiert und getestet. Wenn Ihr Android 12 bereits in der Beta-Version verwenden wollt, denkt daran: Die Version ist noch instabil und nicht für die meisten Apps auf Eurem Telefon optimiert.

So installiert Ihr die Beta-Version von Android 12 auf Eurem Handy: Wenn Ihr bereits DP2 verwendet habt, erhaltet Ihr die stabile Beta Over-the-Air (OTA). Ihr könnt auch das Werks-Image auf Eurem Pixel flashen oder ein OTA-Image per Sideload aufspielen. In diesem Fall müsst Ihr den Bootloader nicht entsperren oder die Daten löschen. So oder so: Nach der manuellen Installation gibt's zukünftige Updates automatisch.

Wenn Ihr beabsichtigt, Android 12 herunterzuladen und auf Eurem Pixel zu installieren, empfehle ich Euch, vorher die Versionshinweise zu lesen, um zu verstehen, was die bisherigen Einschränkungen des Systems sind.

Was haltet Ihr von den bisher bekannten neuen Funktionen von Android 12? Hat ein neues Feature Euch so richtig umgehauen? Warum oder warum nicht? Teilt Eure Gedanken mit unserer Community in den Kommentaren unten mit.


Dieser Artikel wurde am 18. Mai 2021 während der Google I/O 2021 vollständig aktualisiert.

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16 Kommentare

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  • Ilja2202 vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich finde Android 12 irgendwie gar nicht schön, trifft nicht meinen Geschmack. Aber irgendwie enttäuscht mich die Weiterentwicklung von Android, es ist eher eine Übernahme von Funktionen aus der Konkurrenz verpackt mit einem konsistenteren Design. Da im April nur 12 % der Android-Nutzer Android 11 genutzt haben, werden die meisten diese Version erst auf dem nächsten Smartphone erleben können. Mal schauen was iOS 15 machen wird, ob es auch vieles von Android übernehmen wird (z.B. Benachrichtigungsfunktion) oder einen eigenen Weg gehen wird. iOS und Android gleichen sich immer mehr an einander an. Mir fehlen seit Jahren wirkliche Innovationen, aber ich persönlich habe auch keine Ideen was man noch aus diesem System rausholen könnte... Den meisten geht es nur um das App-Ökosystem, welches unabhängig von den Versionen stetig wächst.


  • rareskyfive vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Erstaunlicher Artikel, sehr beschreibend, Danke fürs Teilen.!


  • C. F.
    • Blogger
    vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Könnt ihr auch was zur aktuellen Beta 11.5 von iOS schreiben ✍️?


  • Benjamin Lucks
    • Admin
    • Staff
    vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Camila hat noch ein paar Gerüchte zu Android 12 zusammengetragen! Wir haben sie im entsprechenden Absatz eingefügt und diesen Artikel aktualisiert! =)


  • Antiappler vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Es wird doch demnächst alles besser. Oder auch nicht.

    "Für Sachen mit digitalen Elementen wie Smartphones, die eine Verbraucherin oder ein Verbraucher von einem Händler erwirbt, wird eine Verpflichtung zur Aktualisierung (Updateverpflichtung) eingeführt, so dass die Funktionsfähigkeit und IT-Sicherheit auch nach Übergabe der Kaufsache zu gewährleisten sind."

    smartphone-update-pflicht_154062/ nachzulesen bei handyraketen, mit einem de am Ende.


  • paganini vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Dann wissen ja die meisten Android User was sie in 1-2 Jahren (oder gar nicht) als Update erhalten 🤪👺


    • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Jeder der sich für einen bestimmten Hersteller entscheidet, weiß auf was er sich da einlässt. Hab ich nicht mehr als ein Schulterzucken übrig.


    • Mastercontrol vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Also ich habe bisher immer für meine Geräte Updates bekommen. Und ich nutze die Dinger auch nur 2 Jahre und dann kommt von der Firma eh ein neues. Und ja schön das Apple für seine alten Geräte Teilweise noch Updates liefert aber die sind dann meist auch so langsam das man dann auch nicht mehr damit Arbeiten kann.


  • Aljoscha (jamitlabs.com) vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Wifi sharen.. richtig cool!


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Auch wenn es nur ein Detail ist und alle Apple-Fans nun wieder laut aufschreien, da Android das erst jetzt bekommt - das wird sehr praktisch sein! Finde schon die Share-Funktion über die QR-Codes aktuell sehr angenehm. Hauptsache keine ewig langen Passwörter mehr eintippen =)


  • AppleDev vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Das wird doch auch jedes Jahr früher... Android 11 ist doch noch nicht mal ansatzweise 'n halbes Jahr alt und genauso schlecht ist auch dessen Verbreitung...


    • Damian Sander vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Die erste Entwicklerversion von Android 11 kam ebenfalls im Februar.


    • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Das ist seit Jahren der gleiche Prozess - vielleicht mal aus der Appleblase heraus schauen. Dann müsste man auch nix von "Verbreitung" erzählen. Soll Google mit der Weiterentwicklung warten bis der letzte französische Billighersteller seine Gurkentelefone mit Mediadreck CPU geupdatet hat? Da wären wir ja noch bei Android 4.0.


      • Tenten vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Nur weil das seit Jahren ein gängiger Prozess ist, macht es das nicht besser - im Gegenteil. Nach all den Jahren sollte man meinen, Google hätte das endlich mal im Griff. Möglichkeiten gäbe es, aber Google zeigt dadurch, wie wenig sie die Zufriedenheit ihrer Kunden interessiert.


      • DiDaDo vor 4 Monaten Link zum Kommentar

        Was im Griff? Nicht jedes Jahr ne neue Version von Android rauszubringen und mit der beta Phase im Februar zu starten? Darum ging es eigentlich.

        Googles direkte Kunden sind die Pixel User. Und die bekommen zuverlässig. Wenn sich andere Hersteller nicht dahinter klemmen und IHRE Kunden zwei Jahre oder gar umsonst warten lassen, ist es deren Modell.


    • DiDaDo vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Das wird ersten nicht früher und zweitens ist die Verbreitung von Android 11 auf Googles Smartphones einwandfrei.

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