Android 12 in der Entwickler-Beta: Das sind die besten Funktionen

Update: Neuer Leak mit vielen neuen Details!
Android 12 in der Entwickler-Beta: Das sind die besten Funktionen

In einem offenen Brief an die Android-Entwicklergemeinde kündigte Dave Burke, Googles VP of Engineering, die erste Android 12 Developer Preview (DP1) im Februar an. Hierdurch können wir Euch einen Vorgeschmack auf das zeigen, was wir von der 2021er Version des Betriebssystems erwarten können. Nachfolgend findet Ihr die wichtigsten Funktionen in Android 12.

Update vom 15. April 2021: Das XDA Developers-Team hat eine inoffizielle Version des nächsten Android 12-Updates für Entwickler in die Finger bekommen und hatte somit Zugriff auf ein paar neue Funktionen des neuen Betriebssystems. In der Gerüchte-Sektion haben wir Euch alles Wissenswerte aus diesem Leak zusammengefasst. 

Behaltet im Hinterkopf, dass die dritte Version der Developer Preview von Android 12 für den Monat April erwartet wird. Das heißt, sie steht praktisch schon vor der Tür. 

Warnung: Da es sich um eine instabile Version des Betriebssystems handelt, raten wir davon ab, Android 12 auf Eurem primären Smartphone zu installieren.

Das Ziel dieser ersten Vorschau von Android 12 ist es, die Aufmerksamkeit der Anwendungsentwickler auf mögliche neue Funktionen zu lenken, die Google in das Betriebssystem integrieren wird. Auf diese Weise ermöglicht der Suchmaschinen-Riese den Entwicklern, den Änderungen zuvorzukommen und bietet dem Android-Team die Möglichkeit, in Echtzeit Feedback zu den Funktionen des neuen Systems zu erhalten.

Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass das Unternehmen eine Reihe von Korrektur-Updates herausgeben muss, nachdem die endgültige Version des Betriebssystems an Android-Geräte ausgeliefert wurde. Uns ermöglicht die frühe Beta allerdings auch, schon einen Blick auf die kommenden Features zu werfen!

In Android 12 arbeiten wir daran, Entwicklern neue Tools zur Verfügung zu stellen, um großartige Erlebnisse für Menschen zu schaffen. (Dave Burke)

Inhalt:

Android 12 | Funktionen und Neuigkeiten

Android 12: Sicherheit und Datenschutz

Android 12 wird modernere Steuerelemente für das Cookie-Verhalten bieten und folgt damit dem Muster der Änderungen in Chrome und anderen Browsern. Auf diese Weise wird die WebView-Engine, die von Drittanbieter-Apps verwendet wird, die neue Browser-Einstellung von Google namens "SameSite" übernehmen, was dazu beitragen kann, Tracking in gewissem Grade zu reduzieren.

Bisher ist noch nicht ganz klar, wie und ob diese Funktion für die Nutzer sichtbar sein wird, aber der VP of Engineering Googles sagt, dass dies "den Nutzern mehr Transparenz und Kontrolle über die Verwendung von Cookies auf verschiedenen Websites geben wird."

Android 12: Oberfläche

Während meines Tests konnte ich keinen großen Unterschied zwischen der Benutzeroberfläche von Android 11 und 12 feststellen. Aber natürlich ist es noch sehr früh für irgendwelche sicheren Aussagen. Was mir aufgefallen ist, sind einige Verfeinerungen, wie man an den Einstellungen erkennen kann:

Android 12 UI
Die Benutzeroberfläche von Android 12 erscheint in Blautönen statt in Grau / © NextPit

Der neue Blauton in den Schnelleinstellungen und die Trennung zwischen dem Suchfeld und dem Symbol für das Benutzerprofil markieren die Unterschiede zwischen der aktuellen Version und der Vorschau des Systems. Allerdings nichts, was wirklich als (R)Evolution auffällt.

In Bezug auf die Anpassung des Systems haben wir in Android 12 eine neue Option, Anwendungen an Gittern auszurichten. Dabei könnt Ihr die Symbole von Apps auf den Gerätebildschirmen in 4x5-Größe ausrichten:

Android 12 grid UI
Eine weitere Option zur Anpassung der Benutzeroberfläche / © NextPit

Android 12: Nativer Einhandmodus

Die Verwendung des Smartphones mit einer Hand ist nicht neu für diejenigen, die beispielsweise Galaxy-Geräte oder sogar die neuen iPhones mit der Funktion "Barrierefreiheit" verwenden. Für Stock-Android von Android ist dies aber ein wunder Punkt. Aufgrund der jüngsten Leaks und Untersuchungen des DP1-Codes entschied sich Google dazu, mit dem Trend zu gehen und die Funktion zu optimieren.

Android 12 soll dabei einen "Einhandmodus" bekommen und kann die Verwendung von Mobiltelefonen mit nur einer Hand vereinfachen. Dies ist sehr willkommen, wenn es um Modelle mit großem Bildschirm oder sogar um Foldables geht. Der Chefredakteur der XDA-Entwickler, Mishaal Rahman, konnte die Funktion der Verwendung des Geräts mit einer Hand auf dem DP1 aktivieren und veröffentlichte die folgenden Bilder:

Mishaal Rahman dp1 one handed mode
Mit Android 12 können Inhalte auf dem Bildschirm mit nur einer Hand "erreichbar" werden. / © Mishaal Rahman

Android 12: Dateien und Kompatibilität

Aufgrund der Popularität des HEVC-Videoformats, das gegenüber älteren Codecs erhebliche Verbesserungen in Bezug auf Qualität und Komprimierung bietet, sollten die meisten Apps damit kompatibel sein. Dies entspricht jedoch nicht der Realität.

Daher sollte Android 12 eine Funktion bringen, die es allen Apps ermöglicht, HEVC zu unterstützen. Dazu werden bei inkompatiblen Apps die Dateien in Echtzeit in das weit verbreitete AVC-Format konvertiert. Laut Google wird die Funktion auf allen Geräten aktiv sein, die das HEVC-Format für die Videoaufnahme verwenden.

Wir werden auch Unterstützung für das AVIF-Bildformat haben, das eine deutliche Reduzierung der Bilddateigröße bietet und dennoch die Qualität im Vergleich zu älteren Formaten wie JPEG erheblich verbessert.

Android 12: Wi-Fi in der Nähe und WLAN-Sharing

Wie ich oben sagte, wird die Vorschauversion von Android für Entwickler freigegeben, um sich auf das vorzubereiten, was im nächsten Betriebssystem kommen wird. Einige neue Features kann ein Technikjournalist wie ich aber schon in der Praxis feiern. So war es beim Dark Mode des Systems und so ist es jetzt bei dem Teilen von WLAN-Netzwerken.

Die nächste Version von Android wird es viel einfacher machen, Wi-Fi-Anmeldedaten mit Geräten in der Nähe zu teilen. Ich habe die neue Funktion getestet und es ist wirklich einfach und intuitiv. Aktuell generiert das System in Android 11 nur den QR-Code, aber in Android 12, könnt Ihr mit der Funktion "In der Nähe" einfach ein Gerät identifizieren und die Daten drahtlos übermitteln.

Android 12 nearby share
Wie bei iOS können Sie mit Android 12 Ihre Wi-Fi-Verbindung mit Geräten in der Nähe teilen / © NextPit

Android 12: Benachrichtigungen

Eine weitere interessante Änderung betrifft die Benachrichtigungen über die Nutzung von Geräteressourcen durch Hintergrund-Apps. Derzeit verlangt Android von Apps, dass sie eine Benachrichtigung anzeigen, wenn sie eine Aktivität im Hintergrund ausführen, aber in Android 12 soll sich das ändern.

Die Idee hierbei ist, diese Benachrichtigung wieder einzustellen, wenn die Hintergrundaktivität in weniger als 10 Sekunden endet. Hierdurch will Google die Leistung der Geräte erhöhen und die Akkulaufzeit schonen.

Android 12: Medienformate

Google möchte das Einfügen von Bildern, Videos und anderen Inhalten in die Apps des Android-Ökosystems erleichtern. Dafür bringt es eine neue, einheitliche API mit, mit der Ihr Inhalte aus jeder beliebigen Quelle übernehmen können: Zwischenablage, Tastatur oder durch die einfache Geste des Drag & Drop.

Apropos – Screenshots bekommen in Android 12 mehr Möglichkeiten: Neben der Option, die Screenshot-Verknüpfung mit Gesten zu bewegen, ist es nun möglich, Emojis und Zeichenfunktionen zu verwenden, bevor der Screenshot auf einem sozialen Kanal oder Messenger geteilt wird.

Android 12 screenshot
Screenshots sind intuitiver und kreativer / © NextPit

Android 12: haptisches Feedback

Darüber hinaus soll Android 12 die Vibrationsfunktion in Smartphones mit haptischem Feedback verstärken, ein Erlebnis, das z. B. denjenigen bekannt ist, die die DualSense-Steuerung der PlayStation nutzen. Apps sollen also in in der nächsten OS-Version in der Lage sein, haptisches Feedback über die Vibrationsfunktion des Telefons anzubieten.

Laut Burke wird die Intensität und Frequenz der Vibration von der Audioausgabe abgeleitet, was ein viel immersiveres Spielerlebnis ermöglicht. Darüber hinaus werden wir noch mehr Möglichkeiten haben, wenn es um die Audiofunktionen der Geräte geht.

Immer noch zum Thema Audio, Android 12 enthält einige Verbesserungen. Wir haben jetzt Unterstützung für MPEG-H-Wiedergabe und wir haben jetzt bis zu 24 Audiokanäle statt nur 8. Damit werden Entwickler voraussichtlich in der Lage sein, kreativer zu sein, was die Audioeffekte der Apps angeht.

Allerdings ist das alles in DP1 noch nicht konkret, weil es natürlich noch an die Applikationen angepasst werden muss. Mir ist auch aufgefallen, dass sich in Bezug auf den Media-Player nichts geändert hat, obwohl ich einige Kanäle gesehen habe, die Nachrichten zitieren. Mir scheint nur, dass das Design des Players einfach der optischen Ausrichtung des Systems in der Gesamtheit folgte:

Media UI Android 12
Die Oberfläche des Media-Players wirkt im Vergleich zu Android 11 verfeinert. / © NextPit

Android 12: Navigation

Die Gestennavigation soll mit Android 12 einfacher und konsistenter werden, insbesondere in Bezug auf den Konsum von Videos, Spielen oder Lesen. Das bedeutet, dass das neue Betriebssystem weniger versehentliche Gesten aufweisen sollte, wenn wir das Telefon mit dem vollen Bildschirm oder immersiv (z. B. beim Ansehen eines Videos) verwenden.

Wie bei jeder neuen Android-Version nimmt Google kleine Updates an der Benutzeroberfläche vor und Android 12 ist dabei keine Ausnahme. Das Design der Benachrichtigungen wurde verbessert, um sie einfacher und funktioneller zu gestalten. Wir hatten auch die Optimierung von Übergängen und Animationen im Allgemeinen.

Android 12: Android-Ökosystem

Mit der Ankündigung von Android 12 DP1 nutzte Google auch die Gelegenheit, seine Bemühungen zu bekräftigen, die Sicherheitsupdates des Systems im Rahmen von Project Mainline in den Google Play Store zu bringen. Das heißt, der Suchriese sollte die Auslieferung von Sicherheitsfixes und Updates über seinen App-Store verbessern.

Diese Verbesserung dürfte eine der relevantesten für die Nutzer von Nicht-Pixel-Geräten sein, also für den Großteil des Android-Ökosystems, da theoretisch jedes Gerät mit Googles Betriebssystem monatliche Sicherheitsupdates erhalten würde. Da wir heute wissen, dass die meisten Hersteller die monatlichen Sicherheitspatches nicht garantieren, wird in Android 12 die Android Runtime (ART) als aktualisierbares Mainline-Modul hinzugefügt.

Android 12 update Google Play
Vielleicht werden in Android 12 Sicherheitspatches schneller an alle Telefone ausgeliefert / © NextPit

Android 12 für Tablets, TV und Foldables

Zu den neuen Funktionen des nächsten OS wird eine Optimierung des Systems für Tablets, Foldables und TVs gehören. Ich persönlich glaube, dass Android in Bezug auf die Eignung von Apps für alles, was über das Smartphone hinausgeht, noch weit hinter Systemen wie z. B. iOS liegt.

Ich verstehe aber auch, dass diese Art der Verbesserung sehr stark von den Bemühungen der App-Entwickler abhängt. Ich werde also bis zur Veröffentlichung der endgültigen Version des Systems warten, um meine Meinung zu diesem Thema mitzuteilen.

Android 12 | Gerüchte

Android 12: Neue Optionen für Themes

Die Chancen auf ein farbenfroheres Betriebssystem stehen mit der neuen Version gut! Kurz vor der offiziellen Ankündigung der ersten Entwickler-Preview zeigten einige Websites, dass das System bald eine Option mit nativem Thema sowie ein neues Farbschema haben wird. Das heißt, Android 12 wird noch anpassbarer sein.

Entsprechend den Angaben im Code von Android 12 werden wir eine Vielzahl neuer Themes nutzen können. Diese bieten jeweils die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Farben als System- und sogar Anwendungsstandard zu wählen.

Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was wir erwarten können, hat Entwickler @kdrag0n einige Bilder auf Twitter gepostet, die auf dem DP1-Code basieren. Es scheint also, dass dieses Gerücht eine Funktion in Android 12 werden könnte:

kdrag0n dp1 theming system
Android 12 könnte im Vergleich zu alten Versionen deutlich farbenfroher werden. / © Kdrag0n

Android 12: App-Paare festlegen und gleichzeitig öffnen

Die Funktion "App Paare" könnte Googles Chance sein, die Multitasking-Funktion des Betriebssystems mit geteiltem Bildschirm zu verbessern. 9to5Google teilte im Januar mit, dass das neue System die paarweise Verwendung von Apps vereinfachen würde.

In Android 11 können zwar schon mehrere Anwendungen gleichzeitig verwendet werden, und Multitasking wurde für faltbare Smartphones wie das Galaxy Z Fold 2 oder das Surface Duo optimiert. Im Vergleich zu anderen Softwareentwicklern wie Samsung ist die Verwendung von Multitasking im "puren" Android aber immer noch zu kompliziert.

In der Abbildung unten haben wir ein aktuelles Beispiel für die Funktion in Android 11 und eine Montage für Euch, wie die Verwendung von Apps in Paaren aussehen könnt:

App Pairs Mockup Android 12 9to5Google
Geteilter Bildschirm beim Multitasking unter Android 11 (links); Montage von Multitasking auf Android 12 (rechts) / © 9to5Google

Wie wir oben sehen können, sollte Google die Verwendung von App-Paaren vereinfachen, da es die Option direkt im Multitasking anbietet, was aktuell nicht der Fall ist. Wenn Ihr jedoch ein Samsung-Handy verwendet, solltet Ihr die Option beispielsweise am Namen "Anwendungspaare" erkennen. Microsoft nennt diese Funktion "Anwendungsgruppe".

Android 12: Neue Konversations-Widgets

Eine der Funktionen, die ich auf jeden Fall in Android 12 sehen möchte, ist die Möglichkeit, Konversations-Widgets einzurichten. Mit anderen Worten: Google möchte die Art und Weise, wie wir mit unseren Kontakten kommunizieren, verbessern. Die Mitarbeiter des XDA-Forums - genau Kieron Quinn (auch bekannt als Quinny899) - konnten das Widget unter DP1 aktivieren und stellten fest, dass die Funktion nicht nur im Code für die neue Version enthalten ist, sondern auch "People Space" oder "People's Space" heißt.

Googles Idee scheint darin zu bestehen, einen Konversations-Hub zu erstellen, der aus den firmeneigenen Messaging-Apps und -Partnern wie WhatsApp und Facebook Messenger zusammengesetzt wird. Das Forenmitglied sagte jedoch, er könne das Feature nicht reproduzieren.

Wie wir im folgenden Screenshot sehen, kann das Widget angeforderte Anrufe, aktuelle Nachrichten und den Status von Kontakten anzeigen. Werden wir endlich eine ganz neue Nutzererfahrung mit den Messaging-Diensten des Suchriesen machen?

Android 12 Screenshot 02
Das neue Widget wurde unter dem Namen "Conversations" veröffentlicht. / © Xda-Developers

Google Assistant mit dem Power-Button aktivieren

Die Verwendung einer bestimmten Taste zum Aktivieren des Google Assistent ist für viele Android-Geräte nichts Neues. Oft besitzen sie eine zusätzliche Taste (wie das Moto G10 zum Beispiel) oder man hat eines der Pixel-Smartphones wie das Pixel 3, bei dem man das Smartphone einfach ein wenig zusammendrückt, um den Assistenten zu starten. Mit dem neuen Update wird es aber einen weiteren Weg geben:

Indem Ihr den Power-Button des Pixel ein paar Sekunden lang gedrückt haltet, könnt Ihr dann den Google Assistant aktivieren:

Android 12 Hold power button for Assistant 2
Hier seht ihr die neue Einstellung im Menü / © XDA Developers

Neue Emojis

Wie üblich bringt eine neue Version von Android auch immer neue Emojis. Diesmal geht es um die in Emoji 13.1 enthaltenen Bildchen, die 2021 ihren Weg auf die Handys finden sollen. Laut der vorab durchgesickerten Android-12-Version werden diese Emojis bereits vom Google-Team getestet.

Android 12 New Emojis
Die neuen 13.1 Emojis erscheinen auf Android 12 / © XDA Developers

Optimierte Standortberechtigung

In Bezug auf Standortberechtigungen sollte Android 12 noch transparenter sein als Android 11. Apps unterscheiden mittlerweile zwischen Berechtigungen für den genauen Standort und dem ungefähren Standort und wie der Screenshot unten zeigt, will man das dem Nutzer gegenüber künftig deutlicher kommunizieren, wo exakt hier die Unterschiede liegen. Das soll den Smartphone-Besitzern mehr Sicherheit geben, wenn sie zwischen dem einen und dem anderen zu entscheiden haben.

Android 12 Location Permission Images
Mit dieser Darstellung will Google uns mehr Sicherheit geben / © XDA Developers

Android 12 | Verfügbarkeit

Das Android-Team rechnet damit, die stabile Version des Betriebssystems im August dieses Jahres zu erreichen. Die Details des Freigabezeitplans können Sie dem unten stehenden Bild entnehmen:

android 12 desktop timeline en
Die stabile Version von Android 12 wird voraussichtlich im August 2021 erscheinen / © Android Developers

Was bedeutet das? Android 12 sollte die stabile Version im August erreichen, wenn das System keine neuen Funktionen mehr erhält, was wir im Bild oben als "Plattformstabilität" erkennen können. Danach geht es in die Phase der Fehlerbehebung, bevor die endgültige Version des Systems freigegeben wird.

Wenn man also bedenkt, dass die Versionen 10 und 11 des Betriebssystems im Monat September veröffentlicht wurden, ist es möglich, dass Android 12 den gleichen Weg einschlägt und Ihre Benachrichtigungsleiste erst am Ende des dritten Quartals 2021 erreicht.

Android 12: Developer Preview 1.1

Anfang März hat Google bereits ein kleines Update der Developer Preview für Android-12-Entwickler veröffentlicht. Bisher habe ich keine großen Änderungen im System bemerkt, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Absicht dieses Updates die Behebung der Fehler ist, beispielsweise die Probleme mit der Wi-Fi-Verbindung, das Einfrieren des User Interfaces, Probleme mit dem Fingerabdrucksensor und zufällige Neustarts.

Wie Ihr im Bild unten sehen könnt, wurde auch der Sicherheitspatch-Level für März 2021 aktualisiert:

Android 12 dp1 update 1
DP 1.1: Fehlerkorrektur und Bereitstellung von Sicherheitspatches für März / © NextPit

Von den oben genannten Fehlern habe ich nur ein paar Mal einen zufälligen Neustart des Geräts erlebt. Für diejenigen, die bereits die Vorschau installiert haben, wird das Update OTA gesendet und hat 5,59 MB. Unten könnt Ihr die Liste der Änderungen sehen, die mit der Developer Preview 1.1 kamen:

  • Behebung von Problemen im Zusammenhang mit der Wi-Fi-Verbindung;
  • Korrektur von Problemen im Zusammenhang mit der Anzeige der Meldung "The system UI keeps stopping";
  • Korrektur von Problemen mit teilweisen Aufwecksperren, die einen übermäßigen Batterieverbrauch verursachen konnten;
  • Korrektur von Problemen im Zusammenhang mit dem Fingerabdruckleser;
  • Korrektur von Problemen mit Geräteabstürzen beim Zugriff auf die Einstellungs-App;
  • Korrektur von Einfrierproblemen der System-UI;
  • Behebung von Problemen im Zusammenhang mit der CellBroadcastReceiver-Anwendung, die nicht in der Lage war, die android.permission.BROADCAST_CLOSE_SYSTEM_DIALOGS-Berechtigung zu erhalten, was zum Absturz von Notfallwarnungen führte;
  • Behebung des Fehlers, der einen unregelmäßigen Neustart des Geräts verursachte;
  • Behebung von Neustartproblemen nach dem Entsperren des Geräts mit der PIN.

Developer Preview 2 (März 2021)

Das zweite große Update von Android 12 für Entwickler brachte einige Änderungen im Vergleich zur ersten Preview, was natürlich zu erwarten war. Wie zu erwarten war, beziehen sich die sichtbarsten Änderungen auf die Benutzeroberfläche, wie z. B. die Änderung der Systemfarben und der hellere Farbton des Dark Mode. Einige Funktionen, die nur im Android 12-Code auftauchten, sind nun verfügbar, wie z. B. die Bedienung des Geräts mit einer Hand. Unten listen wir Euch die wichtigsten Neuigkeiten der DP2 auf:

  • Sicherheit: Die DP2 bringt eine neue Berechtigung, um zu verhindern, dass eine Anwendung Fenster über andere Anwendungen überlagert, wodurch die Sicherheit des Systems erhöht wird. Anstelle dieser Überlagerung werden nun Fenster ausgeblendet, wenn eine App sichtbar ist. Darüber hinaus wurde die Sichtbarkeitssteuerung für Benachrichtigungen aktualisiert. Eine Messaging-Anwendung benötigt nun beispielsweise eine Authentifizierung, bevor eine Nachricht gelöscht oder als gelesen markiert wird.
  • Abgerundete Ecken: Mit der zweiten Vorschau von Android 12 wurde Entwicklern mehr Kontrolle über die System-UI gegeben. Die Änderung scheint klein zu sein, aber sie ermöglicht es, die Anwendungen perfekt an das Display anzupassen, da sie die absoluten Details jeder abgerundeten Ecke haben werden.
  • Verbesserungen bei der Picture-in-Picture (PIP)-Funktion: Es ist nun möglich, die Größe des Fensters von Anwendungen, die im PIP-Modus geöffnet sind, zu ändern. Mit einer Geste auf dem Display vom linken Rand zum rechten Rand vergrößern oder verkleinert Ihr das Fenster auf dem Startbildschirm. Bei der Verwendung von Google Maps erschien dies sehr sinnvoll, da es hilft, Details schnell zu sehen.
PiP Android 12 DP2
Der PiP-Modus lässt sich nun einfach in der Größe verändern / © NextPit
  • Updates für die dedizierte App-API: Wearables wie Smartwatches und Fitnessarmbänder benötigen eine dedizierte App, um sie zu verwalten, und Google will die Erkennung und Verbindung zu solchen Geräten endlich einfacher machen. Zu diesem Zweck hat es in der Developer Preview 2 eine neue API (CompanionDeviceService) eingeführt. Damit weckt das System die App immer dann auf, wenn das zugehörige Companion-Gerät in der Nähe ist. Das System hält den Dienst immer dann verbunden, wenn das Gerät in der Nähe ist und benachrichtigt den Dienst, wenn das Gerät in Reichweite kommt oder wieder verschwindet bzw. wenn es ausgeschaltet wird.

Developer Preview 2.2 (April 2021)

Am 8. April veröffentlichte Google ein korrigierendes Update für die Vorgängerversion von Android 12 und änderte das Changelog auf Developer Preview 2.2 (Build-Nummer SPP2.210219.018). Zu den wichtigsten Korrekturen gehörten die Behebung von Problemen mit der Anwendung von Systemeinstellungen und Fehlern von Bluetooth, Wi-Fi und Codec 2.0. Die komplette Liste der Bug Fixes, die diese Developer Preview 2.2 mitbringt, seht ihr in den Release Notes auf der Android-Developer-Seite. 

Android 12 | Update

Diese erste Vorschau kann nur auf Pixel-Modellen oder über den Android-Emulator in Android Studio installiert werden. Hier ist die Liste der Geräte, die Android 12 bereits installieren können:

Wir haben die Android 12 Developer Preview auf einem Google Pixel 3 installiert und getestet. Wir empfehlen jedoch nicht, DP1 auf Ihr primäres Smartphone herunterzuladen und zu installieren, da es noch sehr instabil ist und nicht für die meisten Apps auf Ihrem Telefon optimiert ist.

Der gesamte Installationsvorgang erfolgt manuell. Ihr könnt entweder das Werks-Image auf Eurem Pixel flashen oder ein OTA-Image per Sideload aufspielen. In diesem Fall müsst Ihr den Bootloader nicht entsperren oder die Daten löschen. So oder so, nach der manuellen Installation erhaltet Ihr zukünftige Updates für kommende Previews und spätere Betas automatisch Over-the-Air (OTA).

Also, was halten Sie von den möglichen neuen Funktionen von Android 12 bis jetzt? Hat eine von ihnen Euch echt umgehauen? Warum oder warum nicht? Teilt uns Eure Meinung im Kommentarbereich mit!

Dieser Artikel wurde von Camila Rinaldi für NextPit.com.br geschrieben und von Benjamin Lucks maschinell übersetzt und anschließend redaktionell überarbeitet. Fortwährend wird dieser Artikel mit weiteren Übersetzungen oder Ergänzungen erweitert.

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14 Kommentare

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  • Erstaunlicher Artikel, sehr beschreibend, Danke fürs Teilen.!


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Könnt ihr auch was zur aktuellen Beta 11.5 von iOS schreiben ✍️?


  • Benjamin Lucks
    • Admin
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Camila hat noch ein paar Gerüchte zu Android 12 zusammengetragen! Wir haben sie im entsprechenden Absatz eingefügt und diesen Artikel aktualisiert! =)


  • Es wird doch demnächst alles besser. Oder auch nicht.

    "Für Sachen mit digitalen Elementen wie Smartphones, die eine Verbraucherin oder ein Verbraucher von einem Händler erwirbt, wird eine Verpflichtung zur Aktualisierung (Updateverpflichtung) eingeführt, so dass die Funktionsfähigkeit und IT-Sicherheit auch nach Übergabe der Kaufsache zu gewährleisten sind."

    smartphone-update-pflicht_154062/ nachzulesen bei handyraketen, mit einem de am Ende.


  • Dann wissen ja die meisten Android User was sie in 1-2 Jahren (oder gar nicht) als Update erhalten 🤪👺


    • Jeder der sich für einen bestimmten Hersteller entscheidet, weiß auf was er sich da einlässt. Hab ich nicht mehr als ein Schulterzucken übrig.


    • Also ich habe bisher immer für meine Geräte Updates bekommen. Und ich nutze die Dinger auch nur 2 Jahre und dann kommt von der Firma eh ein neues. Und ja schön das Apple für seine alten Geräte Teilweise noch Updates liefert aber die sind dann meist auch so langsam das man dann auch nicht mehr damit Arbeiten kann.


  • Wifi sharen.. richtig cool!


    • Benjamin Lucks
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Auch wenn es nur ein Detail ist und alle Apple-Fans nun wieder laut aufschreien, da Android das erst jetzt bekommt - das wird sehr praktisch sein! Finde schon die Share-Funktion über die QR-Codes aktuell sehr angenehm. Hauptsache keine ewig langen Passwörter mehr eintippen =)


  • Das wird doch auch jedes Jahr früher... Android 11 ist doch noch nicht mal ansatzweise 'n halbes Jahr alt und genauso schlecht ist auch dessen Verbreitung...


    • Die erste Entwicklerversion von Android 11 kam ebenfalls im Februar.


    • Das ist seit Jahren der gleiche Prozess - vielleicht mal aus der Appleblase heraus schauen. Dann müsste man auch nix von "Verbreitung" erzählen. Soll Google mit der Weiterentwicklung warten bis der letzte französische Billighersteller seine Gurkentelefone mit Mediadreck CPU geupdatet hat? Da wären wir ja noch bei Android 4.0.


      • Nur weil das seit Jahren ein gängiger Prozess ist, macht es das nicht besser - im Gegenteil. Nach all den Jahren sollte man meinen, Google hätte das endlich mal im Griff. Möglichkeiten gäbe es, aber Google zeigt dadurch, wie wenig sie die Zufriedenheit ihrer Kunden interessiert.


      • Was im Griff? Nicht jedes Jahr ne neue Version von Android rauszubringen und mit der beta Phase im Februar zu starten? Darum ging es eigentlich.

        Googles direkte Kunden sind die Pixel User. Und die bekommen zuverlässig. Wenn sich andere Hersteller nicht dahinter klemmen und IHRE Kunden zwei Jahre oder gar umsonst warten lassen, ist es deren Modell.

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