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Das freie Smartphone Librem 5 erreicht Funding-Ziel

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© purism

Purism will mit seinem ersten wirklich offen entwickelten Smartphone den Markt aufrütteln. Sowohl Hard- als auch Software werden offen dokumentiert und behalten keine Geheimnisse für sich. Das gefiel genug Unterstützern, um die notwendigen 1,5 Millionen Dollar in der Funding-Kampagne zu erreichen.

Das erste wirklich transparente Smartphone wird Realität. Bisherige Smartphones verraten nur Teile ihrer Geheimnisse; Closed-Source-Treiber und ein obskures Modem-Betriebssystem machen aber echte Kontrolle unmöglich. Den Machern des Librem 5 ist dies ein Dorn im Auge, so dass sie jetzt ein eigenes Smartphone bauen.

Das Librem 5 wird voraussichtlich erst im Januar 2019 frei erhältlich sein und dann 599 Euro kosten. Die Hardware-Auswahl sei noch nicht final, der neue i.MX8-Chipsatz sei aber führender Kandidat. Die Besonderheit des Librem 5 seien neben der komplett transparenten Dokumentation die Hardware-Killswitches, mit denen sich Komponenten wie Mikrofon oder Kamera von der Stromversorgung trennen ließen.

Als Software werden Touch-Optimierte Benutzeroberflächen auf Basis von Linux verwendet. Durch die komplette Dokumentation ist natürlich auch möglich, Android aus dem AOSP-Code für das Librem 5 zu kompilieren. Zusammen mit den bekannten Apps aus dem Play Store wärt Ihr in der Lage, das Smartphone auch mit der bekannten Software zu nutzen.

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Statt KDE und Gnome wird auch Android möglich sein. / © purism

Je nach Unterstützung durch die Community (und diese wird voraussichtlich stark ausfallen) könnt Ihr auf diese Weise mit mehreren Jahren Software-Support rechnen. Das wäre erheblich mehr als bei den bisherigen Mainstream-Geräten, deren Wartung aufgrund nicht-offener Treiber fast komplett in der Verantwortung der Hersteller liegt. Diese geben sie jedoch zugunsten neuer Umsätze auf, bevor die bestehenden Geräte wirklich veraltet sind. Ein Konflikt, über den wir mit der Chefentwicklerin des Librem 5 ausführlich gesprochen hatten. 

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Zu den Kommentaren (13)
Eric Ferrari-Herrmann

Eric Ferrari-Herrmann
Senior Editor

Eric ist seit 2014 bei AndroidPIT. Seine alte Tech-Leidenschaft wird allmählich unterwandert von der Liebe zu mehr Nachhaltigkeit, Privatsphäre und dem Wunsch nach einer Zukunft für alle.

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13 Kommentare
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  • Ruslan Jo May 44
    Ruslan Jo May 28.11.2017 Link zum Kommentar

    Das ist ja wirklich interessant. Die Frage ist ob es ja wirklich so würde. Es war vorher schon viele Alternativen. Aber sie sind schon fast alle weg und passiert nichts. Ich hoffe, diesmal wird es besser.


  • 41
    Karsten K. 11.10.2017 Link zum Kommentar

    Das Projekt hat nur eine Chance, wenn es auf Android andockt, um die entsprechenden App- und Nutzerbasis zu erhalten.

    Ansonsten wird es als der nächste Rohrkrepierer in die Geschichte eingehen...


  • 27
    Gelöschter Account 11.10.2017 Link zum Kommentar

    Hört sich spannend an. Mal schauen, obs was wird. :)


  • 21
    Ralf Pelzer 11.10.2017 Link zum Kommentar

    Touch-Optimierte Benutzeroberfläche auf Linux-Basis? Linus basiert auf Unix..... Android basiert eigentlich ebenso auf einem Unix-Kernel. Aber vielleicht differenzieren: Android vs Android. Im vorliegenden Fall eher "Back to the roots." im anderen Fall: ein inzwischen ziemlich aufgeblähtes Googleroid. Schade eigentlich, dass es wohl, wenn überhaupt, noch etliche Monate dauern wird. Und wenn überhaupt, ob es sich nicht als Schuss in den Ofen herausstellt. Aber vielleicht kauft ja auch Google das Project auf, um es einzudampfen.

    Sascha


    • Takeda 53
      Takeda 11.10.2017 Link zum Kommentar

      Das Google es auf kauft ist schon eher verscheinlicher, wer kann da schon sehr ohe Summer widerstehen. sieht man ja an WHA und Oculus Rift. und das einstampfen, weil man damit ja denn kein Geld verdienen kann, genau wie mit dem magnetmotor, denn Tesla schon hatte.


  • Takeda 53
    Takeda 10.10.2017 Link zum Kommentar

    nicht schlecht, so wären Custom Rom einfacher zu nutzen. Also wenn das kommt und die Hardware gut ausfällt, werde ich es mit kaufen, schon alleine das man damit basteln kann ohne ende, ohne Garantie zu verlieren ohne Knox und so weiter.

    Thomas “Joker” S.Karsten


  • 52
    Frk 10.10.2017 Link zum Kommentar

    Das Problem ist aber nicht das Vertrauen des Verbrauchers, sondern die Tatsache, das die meisten Verbraucher sich mit der Thematik gar nicht beschäftigen wollen bzw. es ihnen egal ist. Das kann man hier im Forum immer wieder lesen. Beispiel Chrome als browser. Man sollte eigentlich einen großen Bogen um den machen, eigentlich.

    Sascha


    • 51
      Fritz F. 10.10.2017 Link zum Kommentar

      Wenn du Chrome vermeiden willst, solltest du genauso Android als ganzes meiden. Wie ich diese Kreuzritterzüge von bestimmten Personen hier hasse...

      Ich will einfach einen gut funktionierenden Browser und das ist Chrome definitiv.

      Karsten


      • Lefty 42
        Lefty 10.10.2017 Link zum Kommentar

        Was aber nichts an der Tatsache ändert, daß er mit seinem Kommentar recht hat. Die Mehrheit schert sich n Dreck um die Sicherheit in Bezug auf Android. Das Smartphone muss laufen und schick aussehen. Kein Otto-Normal-User informiert sich darüber. Die meisten wissen doch nicht mal, welche Version grad aktuell ist bzw welche auf ihrem Smartphone vor sich hinwerkelt. Hauptsache FB und WA laufen!
        Ob sich das mit Chrome so verhält wie Frk schreibt, weiß ich nicht aber du schreibst doch selbst das es dich in erster Linie interessiert das der Browser läuft. (und ich bin da ganz ehrlich, ich mach mich da auch nicht irre!) Aber ich finde es hat nichts Kreuzzugmässiges an sich, wenn man mal Bedenken anmeldet.

        BennyThomas “Joker” S.FrkChris BauerKaj


      • 23
        Karsten 10.10.2017 Link zum Kommentar

        Hätte ich besser jetzt nicht ausdrücken können

        Frk


      • 52
        Frk 11.10.2017 Link zum Kommentar

        "Ich will einfach einen gut funktionierenden Browser und das ist Chrome definitiv."

        Und das ist genau das Problem, was ich anspreche. Die völlig kritiklose Bequemlichkeit. Das zum Thema "mündiger Bürger". Letzendlich ist das alles ein Trauerspiel, und aus der Nummer kommen wir mit der Einstellung auch nicht mehr raus.

        Karsten


  • 23
    Martin Schmidt 10.10.2017 Link zum Kommentar

    Ein klassisches Nischenprodukt ohne Chance auf dem Weltmarkt. Dabei ist das größte Hindernis nicht die Konkurrenz, sondern das fehlen jegliches Vertrauens des Verbrauchers.


    • UbIx 34
      UbIx 10.10.2017 Link zum Kommentar

      Muss es denn immer der "high runner" sein? Mir ist ein Nischenprodukt lieber, solange meine Anforderungen erfüllt werden. Dazu kommt dass es für potentielle Angreifer eher uninteressant ist dieses "Nischenprodukt" anzugreifen.

      Karsten

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