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Der ultimative Leitfaden für den digitalen Frühjahrsputz

Der ultimative Leitfaden für den digitalen Frühjahrsputz

Ran an Wischmop, Staublappen und Staubsauger und auf ans Saubermachen: Das ist zumindest der Gedanke des bekannten Frühjahrsputzes. Unser Leben findet heutzutage aber nich mehr nur analog, sondern vermehrt online und digital statt – und habt Ihr in Eurem digitalen Leben schon mal feucht durchgewischt? In dieser Woche haben wir für Euch einige Tipps für den digitalen Frühjahrsputz gesammelt, mit denen Ihr Ordnung in Eure Online-Welt bringt.

So räumt Ihr Eure Cloud auf

Wir horten haufenweise Daten, die es durchaus wert sind, gesichert zu werden. Leider belegen sie dabei gleichzeitig wertvollen Platz auf Geräten. Lagert Ihr Daten in der Cloud, könnt Ihr mehr oder weniger effizient wichtigen Speicherplatz auf Smartphone, Tablet und Computer einsparen. Während Eure Geräte dadurch immer schön aufgeräumt sind, kann die Daten-Synchronisierung Eure Cloud ins Chaos stürzen. Dabei ist noch längst nicht alles sicherungswürdig. Viele Nutzer von Smartphones oder Computern sammeln im Laufe der Zeit Screenshots oder Bilder an, die nur einmalig verwendet werden und letztendlich in den Weiten der oft kostenpflichtigen Cloud vergammeln. Zum Glück gibt es Google Fotos, mit dessen praktischen Tools Ihr Eure Bibliothek aufräumen könnt.

Um das Tool zu nutzen, geht Ihr in der Google-Foto-App Eures Smartphones zunächst auf den "Für mich"-Button. In diesem Bereich befindet sich die KI von Google, die Euch bei der Foto-Verwaltung helfen kann. Findet den Abschnitt "Fotogalerie verwalten" und klickt auf "Jetzt testen". Habt Ihr das getan, sucht Google Fotos nach allen Fotos, die Ihr archivieren könnt. Das schöne daran: Bevor irgendein Foto in die Cloud geschickt wird, könnt Ihr Euch die Vorschläge ansehen. So entscheidet Ihr, was letztendlich auf den Cloud-Server kommt.

Wie Ihr unten sehen könnt, ist meine Cloud überladen mit Screenshots, die ich für AndroidPIT-Artikel geknipst habe. Die brauche ich ganz sicher nicht mehr in meiner Bibliothek.

google photos clean up
Google Fotos kann Euch dabei helfen, Euer Fotoarchiv aufzuräumen. / © NextPit

Audit-Berechtigung für Eure mobilen Anwendungen

Wer kennt es nicht? Ihr seid im Stress oder habt es eilig und braucht noch diese eine App, bevor Ihr Euer WLAN-Netzwerk verlasst. Klare Sache: Schnell runterladen und los geht's. Das alles passiert aber manchmal so überstürzt, dass Ihr gleich in einem Schwung alle angeforderten Berechtigungen akzeptiert und das ganz ohne Euch irgendetwas genau durchgelesen zu haben. Das kann unschön Enden. Wie oft überprüft Ihr alle Apps auf Eurem Smartphone und wisst, auf welche Daten die Apps Zugriff haben?

Ihr wärt überrascht, worauf manche Apps zugreifen wollen. Ich war es jedenfalls. Denn bei einer Wetter-App erwarte ich, dass sie auf meinen Standort zugreifen will. Das ergibt Sinn, wie soll sie mir sonst weiterhelfen. Aber warum zum Teufel muss eine Taschenlampen-App Zugriff auf mein Mikro haben?

Ihr seht also, zu einem guten digitalen Frühjahrsputz zählt auch die komplette Überprüfung Eurer Apps und der von Euch erteilten Berechtigungen. Wie Ihr das anstellt, lest Ihr hier in unserem extra Artikel:

Julia: Wie Ihr Clean my Mac X verwendet

Nach knapp vier Jahren fing mein alter iMac vergangenes Jahr an, zu mucken. Obwohl viele meiner Windows-nutzenden Freunde hier nur müde lächeln können, störten mich lahme Prozesse, rödelnde Lüfter und immer länger dauernde Hochfahrzeiten irgendwann sehr. Neu-Installation oder Entmüllung der Festplatte haben nicht wirklich zum Erfolg geführt, und als ich nicht nur einen Kaffee machen konnte, während das gute Stück hochfuhr, sondern ihn auch gleich genüsslich hätte trinken können, war mir klar: Es muss eine Lösung her.

Die habe ich nach einiger Recherche sehr schnell mit dem Aufräum-Tool Clean My Mac X gefunden. Das Tool nutze ich nun schon seit einigen Monaten und bin rundherum zufrieden. Für ein Jahresabo zahlen Mac-User rund 35 Euro - Rabattcodes finden sich im Netz immer mal wieder. Die "Lifetime"-Version schlägt mit 89 Euro zu Buche, die Ihr nach etwas mehr als zwei Jahren erst wieder raus habt. Aber der Preis lohnt sich meiner Meinung nach.

Clean My Mac X wischt nicht nur einmal feucht durch. Das ganze Haus wird sozusagen einmal grundgereinigt und fit für den Frühling gemacht. So benötigt das Programm tiefen Zugriff auf euer System und Festplattenvollzugriff, den Ihr innerhalb der Einstellungen nach der Installation erst Mal aktiv erteilen müsst. Sobald das Tool auch in der letzten Ecke eures Macs werkeln darf, kann es auch schon losgehen.

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Clean My Mac X ist nicht umsonst, aber die Kosten sind es wert! / © NextPit

Im Sektor "Bereinigung" könnt Ihr alte Systemreste wie Image-Dateien, Dokumentenversionen und Image-Dateien, aber auch fehlerhafte Objekte mit einem Klick sichtbar machen und ebenso schnell aus dem System entfernen. Mailanhänge und eine Tiefenreinigung des Papierkorbs gehört ebenfalls zum Putzplan von Clean My Mac. Ein weiterer Bereich des Tools sucht auf dem Mac nach Malware entfernt im Bereich Datenschutz Chat-Daten und Browserverläufe und AutoFill-Formulare.

Ihr seht: Das Tool macht einiges für das gute Gefühl, alten Ballast loszuwerden. Aber macht es auch merklich den Mac wieder flotter? Ich finde ja. Das kann ich nicht mit Zahlen und Fakten belegen, sondern nur ganz subjektiv nach Gefühl beurteilen. Die Aktivitätsanzeige zeigt immerhin eine geringere Auslastung und das Feature, den Arbeitsspeicher zwischendurch mit einem Klick freigeben zu können, bringt einen spürbaren Push in die Geschichte. Clean My Mac gibt’s auch für Windows - falls Ihr Bock drauf habt. Dann heißt das Tool Clean My PC. Fröhliches Putzen!

Eric: Es dreht sich alles um DiskUsage

Egal auf welchem meiner technischen Geräte: wenn ich wissen will, warum der Speicher voll ist, nutze ich immer dasselbe Tool. Das heißt zwar für jedes Betriebssystem ein bisschen anders, macht aber immer dasselbe. In Windows heißt es windirstat, in Android DiskUsage und in Linux heißt meine Lieblings-Variante baobab. Sie alle erstellen ein 2D-Flächendiagramm und zeigen die Verzeichnisse oder Dateien, die den größten Raum im Festspeicher Eures jeweiligen Systems einnehmen. So Klickt Ihr Euch zum Übeltäter durch und könnt eventuell viel Speicherplatz freigeben.

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Dies ist die DiskUsage-App, die auf Android läuft. / © NextPit

Eric: Ihr solltet Eure Passwörter ändern oder LastPass verwenden.

Früher habe ich auf allen Websites dasselbe Passwort benutzt. Das ist nicht klug, denn wenn auch nur eine einzige Website mein Passwort nicht schützt, kann es in falsche Hände geraten. Und falls der Gauner mein Passwort auch bei Amazon, PayPal, eBay oder einem anderen Online-Shop nutzt, wird es schnell richtig teuer.

Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, habe ich mich bei LastPass angemeldet. Der Online-Dienst speichert all meine Passwörter auf einem sicheren Server. Nach der Anmeldung startet er eine so genannte Security Challenge. LastPass bietet Euch für viele bekannte Websites an, das Passwort automatisch zu ändern. So habt Ihr bei Facebook, Google, Twitter, eBay, Amazon und Co. nach einem Tastendruck unterschiedliche und super-sichere Passwörter. Dank LastPass müsst Ihr Euch nur noch das Passwort von LastPass merken; der Online-Dienst tippt die übrigen Passwörter für Euch automatisch ein.

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LastPass kann das Erinnern an sicherer Passwörter erleichtern. / © NextPit

Was sind Eure Tipps für einen digitalen Frühjahrsputz? Teilt sie uns gerne in den Kommentaren mit.

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21 Kommentare

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  •   54
    Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Cloud als Sicherung, ja schon, aber es geht nichts über Offline-Sicherung. Ich würde niemals Daten in die Cloud auslagern und aufm Gerät löschen, wenn ich sie nicht auch offline gesichert hätte.


    • C. F.
      • Blogger
      vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Es kommt drauf an, in welcher Cloud man was sichert. Wobei ich da nicht an den Datenverlust denke, der - je nach Anbieter - durch zwei- oder dreifache Speicherung der Daten abgesichert ist, sondern an die fehlende Verschlüsselung.


      • Das Problem mit der Verschlüsselung habe ich mit Boxcryptor gelöst.
        Die Daten werden auf meinem PC verschlüsselt und dann per Nextcloud Synchronisation auf meinen eigenen Webspace bei All-Inkl aufgespielt. Zur Zeit habe ich da 250GB Speicherplatz, was noch ausreicht.
        Das heißt, selbst wenn jemand Zugang zu meiner Nextcloud Oberfläche oder FTP Zugang hätte, könnte er mit den Daten nichts anfangen, da ihm der Schlüssel von Boxcryptor fehlt.
        Ich habe mir das ca. 2015 zuerst mit OwnCloud eingerichtet und bin 2017 dann auf Nextcloud umgestiegen. Mit dieser Art der Sicherung bin ich sehr zufrieden, da es dann sowohl auf meinem PC, als auch extern gesichert ist.
        Zudem werden Daten, die ich im Nextcloud Synchronisationordner speichere, dann ja automatisch hoch gespielt.

        Die Domain ist auch mit SSL LetsEncrypt Zertifikat gesichert und Nextcloud kann man über das Backend installieren lassen, muss man also nicht selbst.

        Ich bin übrigens nur Kunde von All-Inkl, habe also nichts persönlich davon, wenn ich sie hier erwähne, aber ich bin seit 15 Jahren sehr zufriedener Kunde bei ihnen.

        Und meine Passwörter sichere ich mit Enpass. Das synchronisiere ich dann per WebDav auch wieder mit meiner Nextcloud, so dass ich auch hier die volle Kontrolle habe und dann auch per Handy drauf zugreifen kann.

        Gelöschter Account


  • Lastpass? Wirklich? Das sind doch die, wo man die Passwörter auslesen konnte.


  • DiskUsage ist wirklich gut aber ich Frage mich wie lange die App noch funktioniert. Auf meinem Pixel 3a hieß es die App wäre für eine ältere Android Version erstellt und funktioniere evtl. Nicht richtig. Und zuletzt aktualisiert wurde sie 2017. Das verheißt nichts gutes. Kennt Jemand eine Alternative die vom Entwickler noch gepflegt wird?


  •   77
    Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    Frühjahrsputz auf dem Smartphone?.... Hab ich ehrlich noch nie gemacht. Läuft alles gut

    Gelöschter Account


    • C. F.
      • Blogger
      vor 6 Monaten Link zum Kommentar

      Na ja, hin und wieder mal alte Fotos, die man eh nicht mehr anschaut, auf eine Festplatte schieben, macht Speicher frei. Ebenso Apps deinstallieren, die man nicht mehr nutzt.

      Gelöschter AccountGelöschter Account


      •   77
        Gelöschter Account vor 6 Monaten Link zum Kommentar

        Alte Apps löschen tue ich schon aber so sinnlose Putzapps brauche ich nicht.

        Gelöschter Account


      • Witzigerweise ist meine Festplatte mittlerweile kleiner als mein Gerätespeicher.🙃

        Gelöschter AccountGelöschter Account


  • C. F.
    • Blogger
    vor 6 Monaten Link zum Kommentar

    "Wie Ihr Clean my Mac X verwendet"

    Am besten gar nicht. Denn schon in der Testversion suggeriert das Programm, man hätte eine Menge Probleme und Optimierungsmöglichkeiten. Klar, das soll zum Kauf animieren. Aber auch in der Kaufversion sieht's dann nicht besser aus: das Programm findet Datenreste, die einfach nicht existieren.

    "CleanMyMac 2 Damaged My Mac!!!!!!!!!Help!!!!!!"
    https://discussions.apple.com/thread/6964600

    Wenn der Mac langsamer wird, hat das verschiedene Gründe. Als beste Lektüre dazu empfehle ich:

    https://www.apfelwerk.de/2015/02/langsamer-mac/

    Wer dennoch ein Programm bemühen möchte, um seinen Mac aufzuräumen, dem empfehle ich das kostenlose Tool ONYX (Benutzung auf eigene Gefahr):

    https://www.titanium-software.fr/en/onyx.html

    Gelöschter AccountGelöschter Account


  • Clean My Mac? Really??? Ähm...ich glaube ich bin hier falsch, wer gibt solche Empfehlungen? Wie wär´s noch gleich mit Mackeeper . . . um das Ganze zu komplettieren....

    Gelöschter Account


  • "...Online-Dienst speichert all meine Passwörter auf einem sicheren Server. ..."

    Klar, ein kostenloser Online-Dienst. Das ist wo ich alle meine Passwörter hingebe. Wow.

    Gelöschter Account


    • Tatsächlich ist das ein kommerzieller Anbieter. Wie bei so manchen Dienstleistern von Online-Diensten ist auch bei diesem die Anwendung für private Einzelnutzer kostenlos, bietet aber auch für jene kostenpflichtige erweiterte Möglichkeiten sowie Abonnements für Personengruppen sowie Unternehmen.

      Nun kann man natürlich grundsätzlich Sorge haben, dass in der Cloud gespeicherte Daten von Dritten entwendet werden könnten (wobei diese im vorliegenden Fall diesen Dritten ohne Entschlüsselung auch nichts nützen würden, aber auch hier könnte man vielleicht in Sorge sein, dass die Verschlüsselung obendrein unzureichend sein könnte). Dem Anbieter aber auf Basis dessen, dass er eine Grundversion seiner Dienstleistung für private Einzelanwender kostenlos anbietet, zu misstrauen, hat keine realistische Grundlage.

      Kritisches Betrachten an sich ist gut und richtig, undifferenziertes Reflex-Ablehnen hingegen auch nicht klüger als blindes Vertrauen in alles und jeden.


      • "..undifferenziertes Reflex-Ablehnen hingegen auch nicht klüger als blindes Vertrauen in alles und jeden. ..."

        Im Fall von Passwörtern ist diese Aussage falsch! Denn Ablehnung schadet nicht, während blindes Vertrauen auf jeden Fall die Chance auf Schaden bietet.
        Generell weckt bei mir das kostenlose Anbieten von Dienstleistungen Mißtrauen. Und Lastpass bietet das auch kostenlos. Mit kostenpflichtigen Diensten und am besten auch mit Firmensitz in der EU, ist man zumindest Kunde und hat forderbare Rechte.
        Trotzdem, Passwörter habe ich lieber lokal parat.

        Gelöschter AccountH G


  • "...Aber warum zum Teufel muss eine Taschenlampen-App Zugriff auf mein Mikro haben?..."

    Warum muß man überhaupt eine Taschenlampen-App haben?


    • Weil man manchmal Licht braucht?!


    • Nicht in jeder Android-Version und -Herstellervariante ist eine Taschenlampenfunktion für die Blitz-LED schon im Lieferumfang enthalten.


      • OK, wenn das so ist.
        Ich habe auch ein iPad mini ohne Taschenlampen-App. Aber hätte ich eine, würde die nicht helfen. Das Teil hat dummerweise gar keine Blitzdiode.☹🙃

        Aber wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht reagiert die App ja auch auf Stimmkommandos:"Es werde Licht!"/"Licht aus!" Falls nicht, wäre das ja mal 'ne Idee für App-Entwickler.


      • "Ich habe auch ein iPad mini ohne Taschenlampen-App. Aber hätte ich eine, würde die nicht helfen. Das Teil hat dummerweise gar keine Blitzdiode."
        Es gibt auch Taschenlampen-Apps die den Bildschirm komplett weis einfärben, dann kannst du dessen Licht als "Taschenlampe" nutzen.


      • Das gibt nur schwaches, diffuses Licht. Das reflektiert fast gar nicht von der Wand oder Decke. Da könnte man auch eine leere PDF-Datei anzeigen, wer dazu 'ne App programmiert, hat eindeutig Langeweile!

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