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HarmonyOS NEXT: Huawei verabschiedet sich von Android!

harmonyos next 02
© Huawei

Huawei befand sich nach aktuellen Meldungen wie der Eröffnung einer 5G-Chip-Fabrik in Frankreich auf Comeback-Kurs. Doch die nun auf der Entwicklerkonferenz bekannt gegebenen Neuigkeiten, dass man sich mit dem neuen Betriebssystem HarmonyOS NEXT komplett von Android abwendet, geben zumindest aus europäischer Sicht nicht viel Hoffnung auf ein Aufbruch zu alter Stärke.

Huawei wendet sich endgültig von Android ab

Der chinesische Konzern hatte es nach den US-Sanktionen auf dem europäischen Markt, was den Vertrieb seiner Smartphones anbelangt, nicht wirklich leicht. Mit HarmonyOS präsentierte uns die einstige Nummer Eins, was den weltweiten Verkauf von Smartphones anbelangt, sein eigenes und angeblich nicht auf Android basierendes Betriebssystem.

Inzwischen wissen wir alle, dass die Basis weiterhin das Android Open Source Project (AOSP) ist. Somit sind die Anwendungen weiterhin APK-Dateien, wenngleich sie nicht von einem Huawei-Smartphone aus einem Google Play Store, sondern von der Huawei AppGallery zu beziehen sind. Wenn es nach dem Kollegen Antoine geht, ein absolutes No-Go.

Android ist tot – lang lebe HarmonyOS NEXT

Huawei präsentiert HarmonyOS NEXT
Der Huawei-CEO präsentiert das neue HarmonyOS NEXT ohne Android und Linux-Kernel. / © Huawei

Nun hat Huawei-CEO der Consumer Business Group, Yu Chengdong, auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz HarmonyOS NEXT präsentiert. Hierbei soll es sich nun tatsächlich um ein Betriebssystem handeln, was mit Android und sogar mit dem typischen Linux-Kernel (oder Unix) nichts mehr zu tun hat. Nach eigenen Aussagen sei der Harmony-Kernel dreimal flüssiger als Android 14, da der neue native Mechanismus deutlich heterogener arbeitet.

Neben dem Geschwindigkeitsaspekt spielt der Huawei-CEO noch zwei weitere Trümpfe aus, welche 2024 auf keinen Fall fehlen dürfen: Sicherheit und KI. HarmonyOS NEXT verfüge über drei Sicherheitszertifizierungen, bei der die höchste Stufe auf Kernel-Ebene fungiert. Auch auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz kann Huawei problemlos mit der aktuellen Konkurrenz mithalten, wenn nicht sogar überbieten.

Aktuell befindet sich HarmonyOS NEXT in der Phase des Developer-Preview-Stadium. Die erste finale Version wird für das vierte Quartal 2024 erwartet. Das bedeutet also für uns, dass die nächsten Huawei-Smartphones nur noch mit HarmonyOS-Next-Anwendungen arbeiten werden und Ihr Euch von Euren Android-Apps verabschieden könnt. Sicherlich ein Aspekt, den man bei dem Kauf seines nächsten Smartphones berücksichtigen sollte.

Ob das dem europäischen Endverbraucher so gefallen wird? Was meint Ihr? Schreibt uns Eure Meinung zu dem Thema gern unten in die Kommentare.

Via: Reuters Quelle: caixinglobal

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Zu den Kommentaren (8)
Matthias "MaTT" Zellmer

Matthias "MaTT" Zellmer
Senior Editor

Mit dem Palm groß geworden und mit Qtek 1010, sowie HTC Hero die unstillbare Lust an Android OS bis zum heutigen Tage entdeckt. Als Gründer von Android TV (später GO2mobile), 2022 bei NextPit eine neue Heimat gefunden und freut sich nun auf Bestenlisten, News, Tests und Videos. Spezialagent für alles Kreative.

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8 Kommentare
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  • 27
    BuddyHoli vor 1 Monat Link zum Kommentar

    damit verabschiedet sich Huawei dann auch endgültig vom Weltmarkt. Ich glaube, Huawei überschätzt das in Huawei gesetzte Vertrauen außerhalb Asiens enorm


  • 69
    Michael K. vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "Was mich mal immens interessieren würde, ich lese ja immer wieder, dass man kein Vertrauen zu Google hat (wegen der Werbeauswertung usw.), aber wäre HarmonyOS NEXT ein Betriebssystem, dem der europäische Kunde mehr vertrauen würde?"

    Ich mache da keine großen Unterschiede, was vermutlich der Erläuterung bedarf.
    Datentracking und damit verbundene Werbung halte ich für Refinanzierung der Googledienste nicht nur für unerlässlich, sondern sogar für fair, da man ja eine nützliche, mitunter wertvolle Leistung erhält, für die man keine Abogebühr abdrücken muss, und das selbst bei sehr günstigen Geräten, an denen Google an Lizenzgebühren für Android und die Dienste nicht viel verdienen dürfte. Eine direkte Gefahr die davon ausgeht sehe ich auch nicht, schlimmstenfalls die indirekte Gefahr, dass durch unzuverlässige Mitarbeiter oder technische Fehler solche Daten in die Hand krimineller Akteure kommen, die damit ggf. gesetzeswidrig Schaden anrichten können.
    Inwieweit Google in wirtschaftliche und politische Spionage der Dienste NSA und CIA verwickelt ist, und ob überhaupt, ist unklar. Ich schätze da gibt es keine allzu großen Überlappungen, da diese Dienste unabhängig von privatwirtschaftlicher Mitwirkung handlungsfähig sein müssen, und die Mitwirkung solcher Akteure ein Risiko für die Aufdeckung eigener Aktivitäten sein könnte.
    Die umfassende, anlasslose Überwachung dieser Geheimdienste halte ich zwar nicht für richtig und rechtsstaatlich bedenklich, angesichts eines verheerenden Terroranschlags mit Tausenden von Toten gegen das sie betreibende Land in der Vergangenheit aber auch nicht für völlig unverständlich, auch wenn man davon ausgehen kann, dass sie riesige technische, personelle und damit finanzielle Ressourcen verschlingt.
    Was nun China betrifft, ist nicht allgemein bekannt, in welchem Umfang das Land wirtschaftliche und politische Spionage in Europa betreibt. Dass die statt findet, wie von den meisten anderen Staaten auch, die dazu in der Lage sind, muss wohl angenommen werden. Inwieweit dazu chinesische Telekommunikationsinfrastruktur und insbesondere Smartphones zum Einsatz kommen ist noch weniger bekannt, die Beweislage scheint zumindest dünn, Smartphones sollten schon aufgrund stark zurück gegangener Verkäufe ausserhalb Chinas keine wesentliche Stütze für solche Spionage mehr sein. Das ohnehin schon starke Misstrauen gegen diese Geräte macht sie dafür noch ungeeigneter.
    Sollte die aber trotzdem stattfinden, stellt sich die Frage, inwiefern sie für das spionierende Land überhaupt von Interesse sein kann, und damit geeignet, Schaden gegen die eigene Person anzurichten. Ich verfüge über keine vertraulichen technischen, wirtschaftlichen, militärischen oder politischen Kenntnisse, nichts an mir, und ich unterstelle auch den meisten anderen, ist für einen Auslandsgeheimdienst von irgend einem Interesse, ja nicht mal geeignet, mich zu ungewollten Tätigkeiten zu erpressen.
    Ich sehe also in einer nachrichtendienstlichen Bespitzelung, von wem auch immer, keine großen persönlichen Risiken, wieder mit zwei Ausnahmen:
    Auch innerhalb staatlicher Dienste könnte es Kriminelle geben, die gewonnene Daten missbrauchen, oder Kriminelle ausserhalb der Dienste könnten an solche Daten gelangen.
    Noch ungemütlicher dürfte es aber werden, wenn staatliche Geheimdienste durch Fehler bei der Datenerfassung, Datenspeicherung oder Datenverarbeitung irrtümlich die eigene Person in den Fokus der vermeintlichen terroristischen Tätigkeit bringen. Dann dürften unangenehme Aktivitäten deutscher Staatsanwaltschaften mit Verhören, Hausdurchsuchungen und Ähnlichem noch das kleinere Übel sein. Nicht immer suchen solche Dienste dann den rechtsstaatlichen Weg über die Staatsanwaltschaft (z.B. Fall al-Masri).

    Matthias "MaTT" ZellmerTentenC. F.


  • route 9 15
    route 9 vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Ein chinesisches Gerät und ein chinesisches Betriebssystem beurteile ich sehr gelassen mit einem zweifachen "Nein Danke". Ein europäisches OS wäre eine brauchbare Alternative, aber dazu sind die Europäer von Geburt an strategisch viel zu träge (beinahe hätte ich "dumm" gesagt). Da ist der Zug wie auch bei anderen Dingen (e-Auto etc...) längst schon abgefahren.

    Man kann von Google halten was man will, aber eine vernetzte Welt ohne Maps und Youtube ist einfach nicht mehr vorstellbar. Die haben das von Beginn an geschickt eingefädelt, sag ich mal.

    Bob HoustonMatthias "MaTT" ZellmerMcTweet


    • C. F. 78
      C. F.
      • Admin
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Da wäre ja noch LineageOS, komplett Open Source, aber nicht gerade Europäisch:

      https://lineageos.org

      Oder das Europäische SailfishOS:

      https://sailfishos.org

      Matthias "MaTT" Zellmer


      • route 9 15
        route 9 vor 1 Monat Link zum Kommentar

        SailfishOS ist zwar ein europäisches Betriebssystem, läuft aber, analog zu lineage, denke ich, nur auf gerooteten, bzw Bootloader-ensperrten Android-Geräten, also faktisch auf beinahe keinem und ist daher leider vernachlässigbar.


  • Matthias "MaTT" Zellmer 27
    Matthias "MaTT" Zellmer
    • Staff
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Was mich mal immens interessieren würde, ich lese ja immer wieder, dass man kein Vertrauen zu Google hat (wegen der Werbeauswertung usw.), aber wäre HarmonyOS NEXT ein Betriebssystem, dem der europäische Kunde mehr vertrauen würde?

    McTweetroute 9


    • Olaf 44
      Olaf vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Die Werbeauswertungen Googles sind ein notwendiges Übel, weil sie zum Geschäftsmodell des Unternehmens gehören. Daher breche ich nicht in Jubelstürme darüber aus, bleibe jedoch gelassen, da man sich bei amerikanischen Unternehmen auf eines verlassen kann: Es geht immer ums big money. Apple will für seine User ebenso nur das Beste (und Teuerste) wie Microsoft und Co. Es sind halt durch die Bank amerikanische Unternehmen.

      Bei chinesischen Unternehmen mit dem lebenslangen Kaiser... Sorry mein Fehler, Präsidenten muss es natürlich heißen... an der unangefochtenen Spitze sieht das für mich etwas anders aus - auch wenn es ganz sicher chinesische Unternehmen gibt, die sich der staatlichen Allmacht im Rahmen der vor Ort bestehenden Möglichkeiten entziehen möchten.. Solange die USA ein gewähltes Parlament und eine Gewaltenteilung besitzen, während der chinesische Volkskongress aus 3.000 bestimmten Abnickern und Jubelpersern von Xi Jinpings Gnaden mit einem Hang zur totalen Kontrolle und Überwachung bereits der eigenen Bürger (z. B. "Social Score", so etwas gab es bislang nur in Dystopien) besteht, möchte ich meine Daten nur ungerne dorthin schicken, wo ausschließlich Vater Staat über deren Verwendung bestimmt und ich nur das Beste hoffen kann.

      Man kann natürlich in beiden Fällen auch das Positive darin sehen: Egal, ob dereinst ein amerikanischer oder ein chinesischer Soldat Befehle brüllend vor der eigenen Haustüre steht, es ist sicherlich von Vorteil, dass sie bereits im Vorfeld alles über meinen Alltag, meine Vorlieben und Abneigungen bis hin zu den Vitalwerten wissen. 😁

      Matthias "MaTT" ZellmerThomas_S


  • 22
    engländer vor 1 Monat Link zum Kommentar

    Mit dem äußerst chaotischen Harmony OS hat sich Huawei ohnehin schon von der Realität verabschiedet. Die Bevormundung der Nutzer duch total idiotische Einstellungen macht kein mir bekannter technisch affiner Nutzer mit.

    Matthias "MaTT" Zellmer

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