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Oppo Air Glass: AR-Brille à la Google Glass vorgestellt

oppo air glass front
© Oppo

Oppo hat seine ersten Smart Glasses vorgestellt. Die nur 30 Gramm schwere Air Glass funktioniert wie ein Head-Up-Display und soll zunächst in China auf den Markt kommen. Oppo spricht bei der Air Glass von einer aR-Brille – „aR“ wie „assisted Reality“.


  • Oppo Air Glass besteht aus Rahmen und 30g schwerem Projektor fürs rechte Auge
  • Zwei Brillengestelle stehen zur Auswahl, optional gibt's auch Gläser mit Schärfe
  • Steuerung der Air Glass wahlweise über Handy, Uhr, Gesten oder Kopfbewegungen möglich

Bricht nun (endlich?) das Zeitalter der Smart Glasses an? Es ist fast ein Jahrzehnt her, dass die Google Glass erst für einen riesigen Rummel, dann für Kontroversen und schließlich für Enttäuschung sorgte. Ein Jahrzehnt lang waren AR-Brillen von Epson, Vuzix & Co. Nischenprodukte für B2B-Nutzer oder Innovators. Wenige Monate bevor die kommende WWDC 2022 wohl einen ersten Blick auf die Apple Glass gewährt, hat Oppo nun seine Air Glass vorgestellt.

oppo air glass overview
Etui, Brillengestell, Ladeschale und Projektor-Modul: Mit diesen vier Komponenten dürft Ihr rechnen, wenn Ihr die Oppo Air Glass kauft. / © Oppo

Die Oppo Air Glass besteht aus zwei Komponenten: Rahmen und Projektor-Modul. Das Modul haftet magnetisch am Rahmen und wiegt 30 Gramm. Herzstück ist der Projektor, der das Bild auf den Wellenleiter vor das stets rechte Auge des Trägers projiziert, je nach Modus in 16 oder 256 Graustufen. Der Wellenleiter beziehungsweise Waveguide ist beidseitig von Saphirglas vor Kratzern geschützt. Umstehende sollen die auf dem Display gerade dargestellten Inhalte laut Oppo nicht klar einsehen können.

oppo air glass display
„18°C Körpertemperatur“: Lässt Euch die Oppo Glass kalt? Oder freut Ihr Euch, dass es wohl bald mit den Wearables im Gesicht losgeht? / © Oppo

Um die Rechenleistung kümmert sich der Snapdragon Wear 4100 von Qualcomm. Das SoC wurde erst 2020 vorgestellt, ist aber dank des neueren Wear 5100 schon eher ein Auslaufmodell. Allerdings dürfte eine bessere Akkulaufzeit auch wichtiger sein als Rechenpower – PUBG werdet Ihr wohl kaum auf der Brille zocken, nicht zuletzt weil die Steuerung über die Touchbar oder per Handgesten und Kopfbewegungen wohl ein Alptraum wäre.

Apropos: Die Air Glass lässt sich weiterhin noch über Android-Uhren und -Smartphones steuern – der volle Funktionsumfang steht dabei nur in Verbindung mit Oppo-Geräten zur Verfügung. Als erste Anwendungsbeispiele nennt Oppo neben Notifications einen Synchronübersetzer von Chinesisch auf Englisch, eine Teleprompter-Funktion, Gesundheits- und Kalenderapps sowie Navigationsanwendungen.

oppo air glass navigation teleprompter
Zungenbrecher für Nicht-Deutsche: „Straßenverkehrsordnung“. Die Idee mit der Navigation auf dem Fahrrad finde ich gut, fürchte aber, dass das nicht alle so sehen. / © Oppo

Während die Oppo Air Glass mangels Kamera wohl nicht für Kontroversen sorgen dürfte, bleibt ein großer Kritikpunkt der ersten Google Glass auch ein Jahrzehnt später bestehen: die Akkulaufzeit. Nach drei Stunden soll Schluss sein. Ob diese durch Dauerbetrieb oder Standby definiert ist, bleibt allerdings offen. Als Fragezeichen bleibt auch noch, wie groß das Sichtfeld dann wirklich ist – und wie hoch der Projektor auflöst. 

Für den Rahmen stehen zwei verschiedene Optionen zur Verfügung – ein offenes Modell sowie ein geschlossenes Modell für Brillenträger. Die Oppo Air Glass wird zunächst nur in Festland-China auf den Markt kommen. Der Start ist dort für das erste Quartal 2022 anvisiert. Einen Preis oder Details zu einem globalen Launch nannte Oppo bislang nicht.

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