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Ecoflow Blade im ersten Test: einzigartiger Mähroboter

NextPit ecoflow blade product
© nextpit

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Mit dem Ecoflow Blade wagt sich der chinesische Powerstation-Hersteller auf Mähroboter-Terrain – aber wie! Der futuristische Roboter setzt auf integriertes GPS und einen Positionsmasten zur Orientierung und verzichtet dafür auf den ungeliebten Begrenzungsdraht. Optional gibt's für den Ecoflow Blade auch einen Kehraufsatz zum Einsammeln von Laub. NextPit hat den extravaganten Mähroboter bereits für Euch einem ersten Test unterzogen.

EcoFlow Blade

Pro

  • Futuristisches Design und kompakte Station
  • Gute Mähleistung auch bei hohem Gras
  • Sehr einfaches und schnelles Setup

Contra

  • Braucht freie Sicht auf den Himmel für GPS
  • Mindestens 3.000 Euro teuer
  • Relativ laut beim Mähen
EcoFlow Blade
EcoFlow Blade
EcoFlow Blade: Alle Angebote

Kurzfazit und Kaufen

Der Ecoflow Blade sieht mit seinem offenen Design wirklich futuristisch aus – und so ganz anders, als "gewöhnliche" Mähroboter. Aber nicht immer ist anders auch gleich gut: Das "naked" Design macht den Mähroboter und die Station anfälliger für Verschmutzungen als geschlossene Modelle. Im schlechtesten Fall ist so der Ladevorgang blockiert und ein manuelles Säubern erforderlich.

Ecoflow Blade
Sämtliche Bedienelemente – und das sind nicht viele – sitzen hier auf der Rückseite des Mähroboters. / © NextPit

Dafür gibt's aber auch viele Pluspunkte: Das Setup ist extrem schnell erledigt, der zu mähende Bereich bei Umgestaltungen im Garten jederzeit einfach anzupassen. Auch das Mähen selbst klappt sehr ordentlich, wenngleich der Ecoflow Blade mit der Beta-Software noch nicht ganz rund läuft. Sobald der Ecoflow Blade in den kommenden Wochen mit der finalen Version läuft und wir mehr Erfahrungen mit dem Mähroboter sammeln konnten, werden wir diesen Test finalisieren.

Der Ecoflow Blade kann bereits für 3.000 Euro auf der Webseite des Herstellers vorbestellt werden. In Verbindung mit dem Kit, das Blätter von Eurem Rasen einsammelt, kostet der Mähroboter stolze 3.800 Euro.

Unboxing und Setup

Der Ecoflow Blade inklusive aller enthaltenen Komponenten macht einen enorm hochwertigen Eindruck – und es ist eine Freude, den Mähroboter einzurichten. Einen Begrenzungsdraht müsst Ihr glücklicherweise nicht verbuddeln, dafür gehen mit der GPS-Navigation aber andere Herausforderungen einher.

Vorteile des Ecoflow Blade

  • Extrem einfaches und schnelles Setup
  • Sehr hochwertiges Look & Feel

Nachteile des Ecoflow Blade

  • Ladestation braucht freie Sicht auf den Himmel

Der Ecoflow Blade kommt in einem riesigen Karton daher, der unter der Haube erfreulich hochwertig wirkt. In dunklem Styropor sind hier die einzelnen Komponenten des Blade eingelassen, vom mächtigen Mähroboter selbst über die kompakte Ladestation, hin zum schnell zusammengeschraubten Peilsender. Die Anleitung ist klar und verständlich, und die wenigen zusammenzusteckenden Komponenten und Kabel sind mit Buchstaben und Nummern klar gekennzeichnet. Alle Komponenten fühlen sich sehr hochwertig und langlebig an.

Ecoflow Blade Lieferumfang
Sobald Ihr den Begrüßungskarton und die Ladestation aus dem Karton gehoben habt, blinzelt Euch das Zubehör entgegen. Der Blade selbst steckt ganz unten im Karton. / © NextPit

Im Wesentlichen steckt Ihr zum Aufbau einen GPS-Leuchtturm zusammen, positioniert die Ladestation im Garten und schließt diese an. Anschließend startet Ihr den Roboter, fügt Ihn in der Ecoflow-App hinzu und folgt den Hinweisen.

Ecoflow Blade Screenshots
Die App leitet Euch gut durch den unkomplizierten Setup-Prozess. / © NextPit

Der letzte Schritt besteht darin, den Mähroboter wie ein ferngesteuertes Auto per digitalem Steuerkreuz in der Handyapp einmal um die zu mähende Fläche herum zu lenken. Vom Öffnen des Kartons bis zum erfolgreichen Erfassen der zu mähenden Fläche vergeht nicht einmal eine Stunde – im Idealfall.

Ecoflow Blade Screenshots
Um die zu mähende Fläche festzulegen, steuert Ihr den Mähroboter per virtuellem Steuerkreuz einmal um Euren Rasen herum. / © NextPit

Nachdem Bäume und hohe Mauern so etwas wie der Erzfeind von GPS sind, müsst Ihr die Ladestation und den Leuchtturm an Orten mit freier Sicht auf den Himmel positionieren – sonst meckert die App und lässt Euch nicht fortfahren. Gerade in eingewachsenen Gärten mit hohen Bäumen kann das dafür sorgen, dass die Ladestation des Ecoflow Blade hinterher nicht in einer unauffälligen Ecke, sondern irgendwo mitten im Garten steht.

Ecoflow Blade
Dieses GNSS-Modul steckt Ihr auf einen etwa 1,20 m langen Stiel – und dann in Euren Garten. Dieser Leuchtturm hilft dem Ecoflow Blade bei der Orientierung. / © NextPit

Wie funktioniert die GPS-Navigation im Ecoflow Blade?

Der Ecoflow Blade setzt für seine Positionierung primär auf Satellitennavigation. Einmal ist dazu im Roboter selbst ein GPS-Modul verbaut. Auch die Ladestation und der im Lieferumfang enthaltene erwähnte Leuchtturm setzen auf GPS zur Orientierung. Durch Echtzeitkinematik (RTK) kann der Blade so stets seine Position präzise bestimmen.

Ecoflow Blade
Räder mit Rädern drauf: Die Vorderräder des Ecoflow Blade sind exotisch gebaut. / © NextPit

Das so von Ecoflow aufgebaute System hat Vor- und Nachteile. Einerseits habt Ihr weniger Kram im Garten herumstehen als etwa beim Ecovacs Goat G1 mit seinen je nach Komplexität bis zu vier Beacons und müsst auch keinen Draht verbuddeln. Andererseits müssen die Station und der Funkmast selbst eben auch relativ offen und somit auch auffällig positioniert sein, um die Verbindung zu den GPS-Satelliten herstellen zu können.

Smarte Features und Programmierung

Der Ecoflow Blade bietet die Mähroboter-üblichen Möglichkeiten zur Programmierung. Ihr könnt Zeitpläne anlegen, No-Go-Zonen im Garten einrichten und die Schnittlänge des Grases per App bestimmen. Eine Überwachungskamera-Funktion gibt's jedoch nicht.

Vorteile des Ecoflow Blade

  • Gelungene App mit vielen Optionen
  • Schnittlänge per App einstellbar
  • 4G-Support via eSIM

Nachteile des Ecoflow Blade

  • Kamera nicht für die Überwachung einsetzbar
  • Wenig Möglichkeiten zur Anbindung ans Smart Home

Sobald der Ecoflow Blade erfolgreich eingerichtet ist, habt Ihr die üblichen Optionen, um Zeitpläne fürs Mähen anzulegen oder die Mähgenauigkeit in drei Stufen einzustellen. Spannend ist auch, dass Ihr die Schnittlänge direkt in der App konfigurieren könnt – typischerweise haben Mähroboter dafür ein mechanisches Element verbaut, das Ihr vor Ort verstellen müsst.

Ecoflow Blade Screenshots
Der Ecoflow Blade bietet die für Mähroboter üblichen Einstellungsmöglichkeiten für verschiedene Zeitpläne. / © NextPit

Die Verbindung zwischen Smartphone und Mähroboter läuft standardmäßig übrigens per Bluetooth. Ihr könnt aber auch WLAN einrichten, um den Blade aus der Ferne zu steuern. Und wenn Euer Palastgarten keine nahtlose WLAN-Abdeckung hat, dann steht Euch auch 4G via eSIM zur Verfügung. Übrigens bietet der Ecoflow Blade auch einen Diebstahlschutz. Entfernt jemand den Roboter aus Eurem Garten, dann merkt dieser das per GPS-Ortung und verweigert die Arbeit.

Ecoflow Blade
Auf der Vorderseite des Ecoflow Blade gibt es ein Kamera-Array. Dieses dient allerdings nicht als Überwachungskamera, sondern nur zur Hinderniserkennung. / © NextPit

Zu guter Letzt bietet der Ecoflow Blade noch eine integrierte Kamera. Diese dient allerdings nicht der Überwachung des Gartens, sondern zur Hinderniserkennung. Wie gut das klappt und ob beispielsweise auch kleine Hindernisse wie Igel erkannt werden, klären wir in unserem finalen Test.

Mähleistung und Praxiseindruck

Der Ecoflow Blade mäht im ersten Test ziemlich gut – und ist potenziell enorm ausdauernd. Spannend ist auch die Möglichkeit, Zubehör am Mähroboter anzubringen. Für knapp 800 Euro Aufpreis bekommt Ihr zum Blade noch das Lawn Sweeper Kit hinzu, das im Herbst auch Blätter aufsammelt. Im ersten Praxistest stolpern wir allerdings über zwei Probleme.

Vorteile des Ecoflow Blade

  • Gute Mähperformance, auch bei hohem Gras 
  • Kann auch Laub und dergleichen einsammeln

Nachteile des Ecoflow Blade

  • Räder und Station sind anfällig für Dreck
  • Vergleichsweise laut

Ecoflow empfiehlt zu Beginn des Setups, den Rasen mit einem herkömmlichen Rasenmäher vorab zu mähen. Wir haben darauf verzichtet – und es nicht bereut. Der Ecoflow Blade kämpft sich mühelos auch durch fröhlich hochwachsendes Gras und legt auch zentimeterlange Halme problemlos um. Viel bleibt nicht stehen – und wenn der Mähroboter dann regelmäßig durch den Garten kurvt, sind einzelne verschonte Halme ohnehin kein Problem.

Ecoflow Blade
Hohes Gras? Kein Problem, der Ecoflow Blade kämpft sich hier tapfer durch. / © NextPit

Während sich der Blade also eifrig auch durch hohes Gras kämpft, ist er gleichzeitig auch relativ laut – und beispielsweise deutlich lauter als der Gardena Sileno City (zum Test) oder der Ecovacs Goat G1 (zum Test). Wenn Ihr den Mähroboter nicht gerade nachts laufen lasst, sollten Eure Nachbarn aber dennoch mit dem Lärmpegel klarkommen.

Ecoflow Blade
Die Kontakte in der Ladestation sind offen und damit anfällig für Verschmutzungen. Auch die Räder des Ecoflow Blade setzen sich mit der Zeit mit Dreck zu und wollen gelegentlich gereinigt werden. / © NextPit

Außerdem konnten wir im ersten Test immer wieder ein paar kleine Probleme mit der Genauigkeit beobachten. Insbesondere wenn der Roboter in schwierigem Terrain mal mit den Rädern durchdreht, verliert er die Orientierung und vermutet sich außerhalb der festgelegten Grenzen. Wir werden den Ecoflow Blade in den kommenden Wochen intensiv bei seinen Touren durch den Garten beobachten und den Artikel dann an dieser Stelle aktualisieren.

Mangels Blättern im Garten haben wir das Lawn Sweeper Kit noch nicht ausprobieren können. Dieses ist nämlich explizit nicht für das Einsammeln von Grasschnitt da. Die Grasreste lässt der Ecoflow Blade so wie andere Mähroboter auch auf der Rasenfläche liegen – und das ist gut so. Der Grasschnitt zersetzt sich nämlich mit der Zeit und düngt so Euren Rasen.

Vorläufiges Urteil

Unterm Strich ist der Ecoflow Blade ein beeindruckendes Stück Technik. Der Mähroboter sieht mit seinem offenen Design sehr futuristisch aus, und dank GPS-Technologie ist das Setup blitzschnell erledigt. Allerdings hat die Satellitennavigation auch ihre Nachteile, und zumindest mit der Beta-Software gibt es noch Probleme mit der Präzision, was die Navigation angeht. 

Sobald die Ecoflow-App die Betaphase verlässt, werden wir den Blade noch einmal auf die finale Firmware-Version aktualisieren und dann diesen Testbericht finalisieren – dann natürlich auch mit Note. 

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Zu den Kommentaren (6)
Stefan Möllenhoff

Stefan Möllenhoff
Head of Content Production

Schreibt seit 2004 über Technik und brennt seither für Smartphones, Fotografie, IoT besonders im Smart Home und AI. Ist außerdem ein Koch-Nerd und backt dreimal wöchentlich Pizza im Ooni Koda 16 – macht zum Ausgleich täglich Sport mit mindestens zwei Fitness-Trackern am Körper und ist überzeugt, dass man fast alles selber bauen kann, inklusive Photovoltaik-Anlage und Powerstation.

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6 Kommentare
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  • Olaf Gutrun 56
    Olaf Gutrun vor 11 Monaten Link zum Kommentar

    Cooles Teil, da mähe ich aber lieber 5 Jahre Rasen und mache davon einen fetten Urlaub 🤣 Oder ich hole mir den Segways Gt, aber einen Rasenmäher für ab 3000€. Autsch

    Nein mal im ernst, habe einen 270€ Mähroboter und der tut es bei mir richtig richtig gut, drähte Setzen war kein Thema, wenn er mal kaputt gehen sollte ( Austausch ) Keine App, kein gucken danach, macht was er soll.

    1000m2 glatte Rasenfläche erledigen auch Geräte unter 400€ sehr sehr gut.

    Viele Markengeräte für 1000€ sind da schlechter.


    • 25
      Thomas Oppenheim vor 11 Monaten Link zum Kommentar

      Ich finde die Drähte im 21. Jahrhundert irgendwie unpassend.

      Stefan Möllenhoff


      • Stefan Möllenhoff 39
        Stefan Möllenhoff
        • Admin
        • Staff
        vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        Das Problem an den Drähten ist halt, dass Du sie jedes Mal neu ziehen musst, wenn sich im Garten etwas verändert. Ich hab z. B. an einer Stelle eine Mauer am Hang gezogen und die Rasenfläche dadurch etwas vergrößert. Das bedeutet dann: Draht ausbuddeln, verlängern und wieder einbuddeln. Und wenn die Drähte zu nah an der Oberfläche sind, dann zieht man die regelmäßig beim Vertikutieren raus. Klar, kann man alles machen und ist auch nicht tragisch, aber mit nem drahtlosen System klappt's einfach bequemer – ob's den Aufpreis wert ist, muss natürlich jeder für sich selbst wissen ;)


      • 25
        Thomas Oppenheim vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        In kürzester Zeit werden diese Geräte günstiger werden. Dann greif ich zu.


      • Stefan Möllenhoff 39
        Stefan Möllenhoff
        • Admin
        • Staff
        vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        Der Ecovacs Goat G1 zeigt ja schon einen gewaltigen Preissprung für die Mähroboter ohne Begrenzungsdraht – da werden die anderen sicher auch bald nachziehen.


      • 25
        Thomas Oppenheim vor 11 Monaten Link zum Kommentar

        Ich freu mich schon!

        Stefan Möllenhoff

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