Samsung-Mittelklasse mit 4 Jahren Updates: Ist das wirklich nachhaltiger?

Samsung-Mittelklasse mit 4 Jahren Updates: Ist das wirklich nachhaltiger?

Samsung hat kürzlich angekündigt, dass es für einige seiner Smartphones bis zu vier Jahre lang Android-Sicherheitsupdates anbieten wird. Darunter finden sich auch Mittelklasse-Smartphones wie das Samsung Galaxy A52, das heute vorgestellt wird. Aber werden erschwingliche Smartphones dadurch wirklich langlebiger?

Eine der Hauptgründe für die programmierte Obsoleszenz eines Smartphones ist neben der mangelnden Bereitstellung von Ersatzteilen durch den Hersteller die Pflege der Software. Das ist besonders unter Android ein Problem, da es dort viele Unterschiede zwischen den Herstellern gibt, was die Regelmäßigkeit und die Pünktlichkeit von Updates angeht.

Während sich die meisten Hersteller dazu verpflichtet haben, im Schnitt zwei Jahre lang Software-Updates (also neue Android-Versionen) und drei Jahre lang Sicherheits-Updates anzubieten, gilt dieses Versprechen meist nur für Flaggschiffe. Bei Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones ist der berüchtigte "Software-Support" meist weniger umfangreich, einige Ausnahmen ausgeschlossen.

Es ist logisch, dass ein High-End-Smartphone, das für etwa 1000 Euro verkauft wird, den besseren Update-Support bekommt. Denn hier muss sich die Investition des Käufers richtig lohnen, damit auch das meiste aus dem Handy herausholen kann. Ansonsten bleiben die Geräte trotz Top-Specs wohl eher im Regal liegen.

Weniger gerechtfertigt, aber durchaus logisch, finde ich, dass ein 200- oder 300-Euro-Smartphone, wie das OnePlus Nord N10, nur ein oder zwei Jahre nach seinem Erscheinen keine Updates mehr erhält. Samsungs Entscheidung, 4 Jahre Software-Support anzubieten, sollte mich also mit Freude und Hoffnung auf einen nachhaltigeren Smartphone-Markt erfüllen, oder? Nein! Naja, vielleicht ein bisschen ... aber insgesamt: Nein!

Software statt Hardware für eine bessere Haltbarkeit?

Tatsächlich hängt diese Frage maßgeblich davon ab, wie wir den Begriff "Preis-Leistungs-Verhältniss" definieren. Ist es uns wichtiger, dass wir die besten technischen Spezifikationen zum geringstmöglichen Preis bekommen oder wollen wir ein Smartphone, das aus diversen Gründen einfach länger funktionsfähig bleibt? Bemessen wir Leistung also an der Hardware-Leistung oder an der Nutzungsdauer?

Haltet Euch fest, liebe Leser, ich werde mein Argument mit einem verbotenen Wort illustrieren, das viele "triggern" oder abschrecken könnte: iPhone SE 2020. Umgotteswillen, atme durch, es ist vorbei, das böse Wort wird bald verschwinden, aber es ist notwendig für meine Reflexion.

Viele Technikbegeisterte, mich eingeschlossen, haben das "Einsteiger"-iPhone verunglimpft, das im Vergleich zu Android ziemlich alte Hardware aufwies und bei dem Apple die Dreistigkeit besaß, es beim Release für 489 Euro zu verkaufen.

Ja, es ist unbestreitbar, dass das Preis-/Leistungsverhältnis des 2020er iPhone SE auf dem Papier vielen seiner Android-Konkurrenten zu gleichwertigen Preisen unterlegen war (Preis-Leistungs-Verhältnis beim Kauf – ihr erinnert Euch?). Aber wie viele der gleichen Konkurrenten könnten behaupten, dass sie auch in 5 Jahren noch aktualisiert werden, wie das iPhone SE 2020? KEINE (langfristiges Preis-Leistungs-Verhältnis)!

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Dieser berüchtigte Ziegelstein ist haltbarer als alle Android-Smartphones, die zur gleichen Zeit und zum gleichen Preis veröffentlicht wurden / © NextPit

Was nützt mir ein solides Checkheft und ein günstiger Preis, wenn mein Smartphone nur alle drei oder sogar sechs Monate ein Android-Update und nur zwei Jahre lang SicherheitsUpdates erhält?

Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, dass das technische Datenblatt ohnehin eine kurze Halbwertszeit hat und somit ohnehin in ein paar Monaten veraltet sein wird. Das ist besonders in der Mittelklasse und im Einstiegssegment der Fall. Ihr könnt Euch also genauso gut auf gute Software-Updates konzentrieren, auch wenn das bedeutet, dass Ihr einige Kompromisse bei der Hardware eingehen müsstet.

Vor diesem Hintergrund erscheint Samsungs Versprechen, selbst einige seiner günstigeren Smartphones "am Leben zu erhalten", durchaus angemessen. Aber meiner Meinung nach ist da mit Blick aufs Detail absolut nichts Bahnbrechendes dran. Und das ist gewollt, oder von Samsung kalkuliert.

Nachhaltigkeit ist ein tolles Geschäftsmodell für die Verbraucher, aber für die Hersteller allgemein eher unrentabel. Erwartet also keine Wunder und auch nicht, dass Smartphones unter 400 Euro dieselbe Versorgung mit Software-Updates haben werden wie Flaggschiffe, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Android-Update vs. Sicherheitspatch: Langlebigkeit hat ihren Preis

Wenn man die Logik des Zusammenhangs zwischen Langlebigkeit und Softwareüberwachung übernimmt, könnte man also sagen, dass es ein Paradoxon in Bezug auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen sogenannten günstigen Android-Smartphones und ihrer Softwarelebensdauer gibt. Dieses Paradoxon ist umso kritischer, als wir in den letzten Jahren eine Annäherung zwischen Mittelklasse- und High-End-Smartphones in Bezug auf die technischen Spezifikationen beobachten konnten.

Die Frage des Upgrades bleibt daher eines der letzten Kriterien, um den Midrange- und Highend-Markt konkret abzugrenzen. Es wäre sehr kontraproduktiv für einen Hersteller, diese Demarkationslinie zu verwischen, indem er die Lebenserwartung seiner am günstigen und daher am wenigsten profitablen Modelle verlängert.

Ja, "4 Jahre Sicherheitsupdates" bedeutet nicht "4 Jahre Android-Updates" für alle Samsung-Smartphones. Wir alle kennen den Unterschied zwischen großen Updates, für jede neue Version von Android, und Sicherheitsupdates für Bugfixes und Schwachstellen.

Letztere sind seit einiger Zeit tendenziell wichtiger als erstere, der Youtuber Tech Altar (Video unten) erklärt viel besser als ich, warum. Aber für den Durchschnittsverbraucher sind die Android-Version und die berühmten "Features" aussagekräftiger als ein Sicherheitspatch im Hintergrund.

Okay, Samsung ist also ein schlechtes Beispiel, da sie einer der Top-Performer sind, wenn es um Android-Updates geht. Der Hersteller versucht, mit Google mitzuhalten und bietet auf einigen seiner Smartphones, selbst in der Mittelklasse, drei neue Versionen von Android an. Das ist zum Beispiel beim Samsung Galaxy A51 der Fall, das zum Zeitpunkt seines Erscheinens für 379 Euro verkauft wurde und somit Android 13 im Jahr 2022 erhalten sollte. Eine Software-Pflege, die besser ist, als bei vielen Flaggschiffen, die zwei- oder sogar dreimal so teuer verkauft werden.

Aber der Vergleich mit Google ist irreführend. Samsung wird in der Tat 4 Jahre lang Sicherheitsupdates anbieten. Der Rollout wird dabei in verschiedene Häufigkeiten aufgeteilt, je nach Kostenpunkt des jeweiligen Smartphones.

So gibt Samsung an, dass einige Smartphones jeden Monat Updates erhalten werden, hauptsächlich die Flaggschiffe und einige günstigere Ausnahmen. Für die Mittelklasse und die "alten" Flaggschiffe (ab dem Galaxy S9) erfolgt der Rollout quartalsweise, also alle 4 Monate, aber nur für zwei Jahre. In den verbleibenden zwei Jahren werden die Updates nur noch zweimal im Jahr erscheinen.

Während diese Updates nun also vier statt drei Jahre lang fortgesetzt werden, werdet Ihr in einigen Fällen für einen Großteil dieser Zeit, wenn nicht sogar für die gesamte Zeit, viel weniger häufige Updates erhalten. Machen Updates, die länger, aber seltener kommen, Smartphones wirklich langlebiger? Ich würde sagen, nicht, zumindest nicht in der Mittelklasse.

Langlebigkeit und Mittelklasse-Smartphone sind unvereinbar

Die Diskrepanz bei den Updates zwischen Midrange und High-End ist offensichtlich aus finanziellen Gründen heraus motiviert. Die Software-Pflege kostet Samsung Geld durch Mehrarbeit, führt aber auch zu höheren Produktionskosten. Ein Aufwand, der zumindest in den Augen des Herstellers angesichts des geringeren Preises seiner günstigen Modelle im Vergleich zu den margenstärkeren Flaggschiffen nicht wirklich Sinne ergeben würde.

Das Problem liegt in meinen Augen aber vor allem darin, dass ein erschwingliches Smartphone derzeit nicht für eine Lebensdauer von mehr als 2 Jahren ausgelegt ist. Unsere Umfrage der letzten Woche, in der wir Euch nach Euren Kaufgewohnheiten für ein Smartphone gefragt haben, hat dies verdeutlicht.

Die Mehrheit der Befragten, 42%, gab an, dass sie alle zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen. Und die absolute Mehrheit der befragten Leser (36 %) setzt das Budget für ein neues Smartphone bei bis zu 400 Euro an. Gerade weil erschwingliche Smartphones weniger schwer auf der Tasche liegen als Flaggschiffe, neigen ihre Besitzer eher dazu, häufiger aufzurüsten.

Samsung Galaxy A52 Hero
Auf dem Papier ist ein Samsung Galaxy A52 mit 3 Jahren Android-Updates und 4 Jahren Sicherheitspatches langlebiger als ein Flaggschiff von OnePlus, Oppo oder Xiaomi / © Samsung

Außer aus Umweltschutzgründen hat kein Hersteller ein Interesse daran, seine Mittelklasse- oder Einsteiger-Smartphones mit einem vierjährigen Software-Tracker statt zwei oder drei Jahren haltbarer zu machen.

Ja, man könnte mir vorwerfen, dass meine Logik auch umgedreht werden könnte, wie die Geschichte vom Huhn und dem Ei. Erneuern wir unser günstiges Smartphone alle zwei Jahre, weil es nach zwei Jahren nicht mehr aktualisiert wird? Oder werden erschwingliche Smartphones nach zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, weil zu wenige Menschen sie nach zwei Jahren noch nutzen?

Ich lasse Euch Eure Seite selbst wählen, finde aber beide Argumente plausibel. Ich persönlich tendiere zu Letzterem. Es ist wahrscheinlich mein kranker Zynismus, der mich das denken lässt, aber ich bin überzeugt, dass Nachhaltigkeit in erster Linie mit den Konsumgewohnheiten zusammenhängt.

Es liegt in unserer Natur, immer mehr und Besseres zu wollen als das, was wir gerade haben. Es gibt einen Grund, warum Marketing-Obsoleszenz, nicht programmierte Obsoleszenz, so gut funktioniert. Der Druck, der durch Neuheiten entsteht, wird sich fast immer durchsetzen, solange es profitabel bleibt – sowohl für die Hersteller, aber auch und gerade für die Kunden.

Die Verbraucher werden es vorziehen, alle zwei Jahre ein neues Modell zu kaufen und während dieser zwei Jahre von regelmäßigen Updates sowie der neuen Android-Version zu profitieren. Die Verbraucher werden es vorziehen, alle zwei Jahre ein neues Modell zu kaufen und in diesen zwei Jahren regelmäßige Updates sowie die neue Android-Version zu erhalten, anstatt das gleiche Modell vier Jahre lang zu behalten und in den letzten zwei Jahren der Nutzung vier oder sogar sechs Mal weniger Updates zu erhalten.

Aber wie so oft möchte ich mich irren und meinen Pessimismus durch ein Bewusstsein für den Markt und seine Akteure widerlegt sehen. Vielleicht wird diese erhöhte Haltbarkeit von Mittelklasse-Smartphones eine Transformation dieses Marktsegments einleiten. Aber kann eine leistungsstarke, langlebige Mittelklasse überhaupt bezahlbar bleiben?

Die nächsten 4 Jahre: Welches Szenario wäre Euch lieber?
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Top-Kommentare der Community

  • Tobias G. vor 1 Monat

    Seltsam, da bekommen wir länger Updates, was früher immer ein Kritikpunkt war, und nun wird wieder schlechtgeredet. Finde den Artikel fragwürdig.

    Ich hab mich mit meinem Samsung-Phone einfach nur gefreut. Punkt. Für mich ein klares Kaufargument und auch ein "ja" zu mehr Nachhaltigkeit. Was der Verbraucher draus macht, ist sein Ding. Ich find's echt super von Samsung.

  • dieCrisa vor 1 Monat

    "... wenn mein Smartphone nur alle drei oder sogar sechs Monate ein Android-Update und nur zwei Jahre lang SicherheitsUpdates erhält?"
    NUR alle 3 MONATE ein Android-Update? Da sind offensichtlich die Gäule durchgegangen... Aber schlimmer noch: nicht einer hat´s bemerkt!

    Das allein sagt schon sehr viel über das Niveau aus. Stehen hier Phänomene im Vordergrund, die bei gesunden Menschenverstand nicht vorhanden sind?

    Jahrelang bemängelte man die spärliche Update-Politik - kaum nähert man sich Apple, schon ist es das Gegenteil von richtig? Hä? Geht´s noch? Und im selben Atemzug wird das iPhone dafür gelobt?
    Samsung + lange Updates = MIST
    iPhone + lange Updates = TOLL
    Häää???? Unglaublich!

    Ein neues iPhone mit alter Hardware wird gelobt: 5 Jahre Aktualisierung. Dann ist es 5 Jahre älter als alt - aber das ist toll. Ein Android (Samsung) HAT aktuelle Hardware, bekommt nun 4 Jahre Updates (und 3 Android-Updates) und macht es falsch?!? Weniger ist mehr?!?

    "Okay, Samsung ist also ein schlechtes Beispiel, da sie einer der Top-Performer sind, wenn es um Android-Updates geht."
    Ähm - geht es hier im Artikel nicht um Samsung (Mittelklasse) Geräte?!? Muss man schon andere (sprich schlechtere) Android-Hersteller bemühen, um zu begründen, warum Samsung scheiße ist?!?

    "...erfolgt der Rollout quartalsweise, also alle 4 Monate."
    Ein Quartal hat 4 (in Worten: VIER) Monate?!? Hat das Jahr neuerdings jetzt 16 Monate? Welche sind dazu gekommen?!?

    Weil 42% laut der Umfrage hier alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen - UND - 36% um die 400 Euro (also KEINE iPhones) für ein neues ausgeben, wird "logischerweise" gefolgert, dass die 42% nach 2 Jahren im Müll landen. Androide landen auf dem Müll - trotz besserer Update-Politik! ("...nicht für eine Lebensdauer von mehr als 2 Jahren ausgelegt")

    Neeeee - bei allem Respekt! So billig darf man solche Zahlen nicht nach eigenen Wünschen umbiegen! Es gibt iPhone-User, die JEDES Jahr sich ein (oder gar mehr als 1) neues zulegen. Landen deshalb die ausgedienten auf dem Müll?
    Will man wissen, nach welcher Zeit ein Gerät im Müll landet - dann muss man eben genau DANACH fragen! Wurde aber nicht. Klingelt es?

    "Außer aus Umweltschutzgründen hat kein Hersteller ein Interesse daran, seine Mittelklasse- oder Einsteiger-Smartphones mit einem vierjährigen Software-Tracker statt zwei oder drei Jahren haltbarer zu machen."
    Ach - schon mal dran gedacht, dass "haltbarere" Geräte besser verkauft werden? Oder nicht so "haltbare" an Absatz verlieren? Da geht es um Profit; Umwelt steht eher an zweiter Stelle. Beim iPhone ist es DAS Argument schlechthin. Ist dies ein elitärer Blick auf Samsung-User - anspruchslose Menschen zweiter Klasse, dumme Menschen, einer besseren Update-Politik unwürdige Menschen?

    "Die Verbraucher werden es vorziehen, alle zwei Jahre ein neues Modell zu kaufen... anstatt das gleiche Modell vier Jahre lang zu behalten..."
    Damit sind natürlich NUR Android-Nutzer gemeint. Ein iPhone-User ist KEIN VERBRAUCHER - er ist was besseres; denn er nutzt - nein, nicht: verbraucht - er nutzt 5 Jahre. Immer.

    Sorry - Realitätsverlust? Wie oft wird gerade von iPhone-Usern berichtet, dass sie nach 1 oder 2 Jahren zu gutem Preis verkaufen - und sich ein neues gönnen?
    Alles, was nicht 5 Jahre Update erhält, wird nach 2 Jahren Entsorgt?


    Welche Leitungen im Oberstübchen muss man kurzschließen, um all das LOGISCH zu finden?!?


    "Aber wie so oft möchte ich mich irren" - Bingo, einmal mehr.

79 Kommentare

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  • Wenn die menschliche "Eigenart" immer neues haben zu wollen reichen würde für maximalen Absatz, würde man keine geplante Obszoleszenz benötigen.

    Samsungs 4 Jahre Sicherheitsupdates sind nicht besonders viel wert ggü Apples 5 Jahren OS Updates.
    Allerdings ist von der EU ja ein 5jähriger OS/Nutzbarkeits-Updatezwang (allgemeiner formuliert aber in die Richtung gehts) geplant. Hoffentlich muss sich Samsung da nochmal nach oben korrigieren. Zumindest hat man bei beliebten Androiden die Option von CustomRoms...

    Apple versucht auf Hardware-Ebene die Lebenszeit zu verkürzen. Es wird immer mit 5jahren Update geprahlt aber Apple waren die ersten mit fragilen Glasrückseiten mit fraglichen Vorteilen.
    Weiterhin ist der von Apple verschwiegene CPU Drosselungs-Skandal zu nennen wenn die Akku-Kapazität nachlässt. (Bei den kleinen iphone Akkus also nach 2-3 Jahren spätestens: "Oh mein iPhone wird immer langsamer, ich brauch wohl mal ein neues") Anstatt "Oh, mein Akku hält nur noch 6 Stunden, ich geh wohl mal zum Handy Doc und lasse den Akku tauschen".

    Allgemein hoffe ich das ALLEN Herstellern die Produktion von unnötig vielen oder fragilen Modellen auf die Füsse fällt.


    • "Samsungs 4 Jahre Sicherheitsupdates sind nicht besonders viel wert ggü Apples 5 Jahren OS Updates."
      iOS kennt (noch) gar keine (separate) Sicherheitsupdates - diese kommen zusammen mit Versionsupdates. Ob dies der Sicherheit dient? Die Vermutung liegt nahe, dass reine Sicherheitsupdates (losgelöst von Versionsupdates) eher schneller auf Sicherheitslücken reagieren; langsamer jedenfalls nicht. Apple scheint das begriffen zu haben und wird wohl in dieser Hinsicht dem Beispiel von Android folgen.

      Ist eine neue iOS-Version fehlerhaft, so muss man dies in Kauf nehmen oder auf aktuelle Sicherheit verzichten. Bei Androiden hat man die Möglichkeit, ein Versionsupdate auszulassen und trotzdem nicht auf aktuelle Sicherheit verzichten zu müssen.

      4 Jahre Sicherheitsupdates werden von Samsung garantiert - was nicht ausschließt, dass der Zeitraum durchaus länger sein kann, wie die Vergangenheit (auch ohne eine solche Garantie) schon gezeigt hat.

      Samsung hat im Lager der Androiden die Nase weit vorn - andere Androiden bleiben hier total unerwähnt und wird mit keinem Wort kritisiert. Nach oben korrigieren müssen sich daher vor allem andere Androiden (und diese Konkurrenz ist näher als die zu Apple).

      Mit der Verlängerung des garantierten Zeitraums geht Samsung einen Schritt in die richtige Richtung und verkürzt den Abstand zu Apple. Das mag nicht jedem gefallen, ist aber faktisch positiv.

      Was bringen 5 Jahre Updates, wenn damit das Gerät langsamer wird und/oder weniger Akkulaufzeit zur Folge hat? Das hat jetzt auch nicht so besonders viel Wert, oder?

      Fazit: obwohl Samsung so vieles MEHR RICHTIG macht (als bisher / als Andere), wird gerne drauf eingedroschen. Ist das logisch und nachvollziehbar? Nein.
      Stehen hier Phänomene im Vordergrund, die bei gesunden Menschenverstand nicht vorhanden sind?


  • "... wenn mein Smartphone nur alle drei oder sogar sechs Monate ein Android-Update und nur zwei Jahre lang SicherheitsUpdates erhält?"
    NUR alle 3 MONATE ein Android-Update? Da sind offensichtlich die Gäule durchgegangen... Aber schlimmer noch: nicht einer hat´s bemerkt!

    Das allein sagt schon sehr viel über das Niveau aus. Stehen hier Phänomene im Vordergrund, die bei gesunden Menschenverstand nicht vorhanden sind?

    Jahrelang bemängelte man die spärliche Update-Politik - kaum nähert man sich Apple, schon ist es das Gegenteil von richtig? Hä? Geht´s noch? Und im selben Atemzug wird das iPhone dafür gelobt?
    Samsung + lange Updates = MIST
    iPhone + lange Updates = TOLL
    Häää???? Unglaublich!

    Ein neues iPhone mit alter Hardware wird gelobt: 5 Jahre Aktualisierung. Dann ist es 5 Jahre älter als alt - aber das ist toll. Ein Android (Samsung) HAT aktuelle Hardware, bekommt nun 4 Jahre Updates (und 3 Android-Updates) und macht es falsch?!? Weniger ist mehr?!?

    "Okay, Samsung ist also ein schlechtes Beispiel, da sie einer der Top-Performer sind, wenn es um Android-Updates geht."
    Ähm - geht es hier im Artikel nicht um Samsung (Mittelklasse) Geräte?!? Muss man schon andere (sprich schlechtere) Android-Hersteller bemühen, um zu begründen, warum Samsung scheiße ist?!?

    "...erfolgt der Rollout quartalsweise, also alle 4 Monate."
    Ein Quartal hat 4 (in Worten: VIER) Monate?!? Hat das Jahr neuerdings jetzt 16 Monate? Welche sind dazu gekommen?!?

    Weil 42% laut der Umfrage hier alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen - UND - 36% um die 400 Euro (also KEINE iPhones) für ein neues ausgeben, wird "logischerweise" gefolgert, dass die 42% nach 2 Jahren im Müll landen. Androide landen auf dem Müll - trotz besserer Update-Politik! ("...nicht für eine Lebensdauer von mehr als 2 Jahren ausgelegt")

    Neeeee - bei allem Respekt! So billig darf man solche Zahlen nicht nach eigenen Wünschen umbiegen! Es gibt iPhone-User, die JEDES Jahr sich ein (oder gar mehr als 1) neues zulegen. Landen deshalb die ausgedienten auf dem Müll?
    Will man wissen, nach welcher Zeit ein Gerät im Müll landet - dann muss man eben genau DANACH fragen! Wurde aber nicht. Klingelt es?

    "Außer aus Umweltschutzgründen hat kein Hersteller ein Interesse daran, seine Mittelklasse- oder Einsteiger-Smartphones mit einem vierjährigen Software-Tracker statt zwei oder drei Jahren haltbarer zu machen."
    Ach - schon mal dran gedacht, dass "haltbarere" Geräte besser verkauft werden? Oder nicht so "haltbare" an Absatz verlieren? Da geht es um Profit; Umwelt steht eher an zweiter Stelle. Beim iPhone ist es DAS Argument schlechthin. Ist dies ein elitärer Blick auf Samsung-User - anspruchslose Menschen zweiter Klasse, dumme Menschen, einer besseren Update-Politik unwürdige Menschen?

    "Die Verbraucher werden es vorziehen, alle zwei Jahre ein neues Modell zu kaufen... anstatt das gleiche Modell vier Jahre lang zu behalten..."
    Damit sind natürlich NUR Android-Nutzer gemeint. Ein iPhone-User ist KEIN VERBRAUCHER - er ist was besseres; denn er nutzt - nein, nicht: verbraucht - er nutzt 5 Jahre. Immer.

    Sorry - Realitätsverlust? Wie oft wird gerade von iPhone-Usern berichtet, dass sie nach 1 oder 2 Jahren zu gutem Preis verkaufen - und sich ein neues gönnen?
    Alles, was nicht 5 Jahre Update erhält, wird nach 2 Jahren Entsorgt?


    Welche Leitungen im Oberstübchen muss man kurzschließen, um all das LOGISCH zu finden?!?


    "Aber wie so oft möchte ich mich irren" - Bingo, einmal mehr.


    • Boah - geht's nicht wenigstens einmal etwas weniger von oben herab?


      • Warum er hat doch absolut recht.


      • Weil nur Minderbemittelte so reden.

        (Ironie angekommen?;)

        Es wirkt halt unsympathisch, so zu reden/schreiben.


      • Sagen wir mal so es klingt wie bei einigen anderen hier die andere immer von oben herab behandeln und zurecht weisen. Aber bei denen hab ich von seiner Seite noch keine Kritik gelesen. Wie sagt man so schön: Wenn zwei das gleiche machen ist es noch lange nicht dasselbe stimmts?


      • Den Mehrbemittelten fällt ja nicht mal auf, dass ein Jahr neuerdings 16 Monate hat. Das spricht nun wirklich nicht gerade für diese Gruppe.

        Wenn es schon derart an Allgemeinbildung hapert, wie soll ich dann - gerade als Minderbemittelter - Fachchinesisch ernst nehmen? Wie schlimm muss es dann sein, wenn ein Minderbemittelter den Finger in so manche offensichtliche Wunde legt?

        Ich möchte auch gar nicht sympathisch wirken - vielmehr will ich Dinge zurecht rücken und Augen öffnen (obwohl dies eigentlich nicht nötig sein sollte) - und dazu bedarf es hin und wieder eine härtere Gangart. Die nicht wenigen weich gespülten Kommentare hier kann man getrost übergehen und einige davon reiten auf der gleichen Welle wie der Autor dieses Artikels. Man könnte den Verdacht haben, man will sich anbiedern. Aber gut, jeder so, wie er es mag.

        Von einem Fachjournalisten erwarte ich dann aber doch etwas mehr. Von mir aus auch unsympathisch geschrieben. Auf den Inhalt kommt´s eben an. Und der lässt hier doch zu wünschen übrig.

        "Von oben herab" - genau DAS habe ich empfunden, als ich den Artikel las. Nur fühlte ich mich dabei nicht oben. Liegt aber wohl auch daran, dass ich kein iPhone nutze. Soweit ich das sehe, finden Apple-User den Artikel ganz prima. Logo.


      • Er regt sich einfach auf, zu Recht wie ich finde.

        Er hat den Beitrag gut analysiert und begründete Argumente gebracht.


      • Ob die falsche Einstufung eines Quartals als 4 Monate nicht auch anderen aufgefallen ist, kannst Du doch gar nicht wissen.
        Nur moniert halt nicht jeder gleich falsche Kleinigkeiten, die den Wesensgehalt des Textes nicht wirklich betreffen.
        Man kann auch mal fünf gerade sein lassen und muss nicht immer den Streber raushängen.

        Ein anderer Fehler ist zum Beispiel dieser:


        "Die Mehrheit der Befragten, 42%, gab an, dass sie alle zwei Jahre ein neues Smartphone kaufen. Und die absolute Mehrheit der befragten Leser (36 %) setzt das Budget für ein neues Smartphone bei bis zu 400 Euro an."

        36 Prozent sind eine relative Mehrheit, wenn es die größte Gruppe ist, die absolute Mehrheit muss größer als 50 Prozent sein, sie ist dann durch alle anderen nicht mehr überstimmbar.
        Aber tut das irgendwas zur Sache, ändert das was an der inhaltlichen Aussage?
        Ich halte es für einen kleinen Fehler, der nichts zur Sache tut, und über den man getrost hinwegsehen kann.
        Zudem ist der Autor, Antoine Engels Franzose (soweit ich weiss). Wenn er den Text selber in Deutsch verfasst hat, muss ich ihm hervorragende Deutschkenntnisse bescheinigen. Obwohl in der Schule jahrelang damit herum gequält, konnte ich nie annähernd so gut Französisch.
        Wurde der Text ins Deutsche übersetzt, kann auch dabei was schief gegangen sein.
        Fehler sind immer ärgerlich, aber man muss aus einer Mücke auch keinen Elefanten machen.Die

        Nachtrag: 36% sind eine relative Mehrheit. Eine einfache Mehrheit ist wie eine absolute Mehrheit ohne Berücksichtigung von Enthaltungen und ungültigen Stimmen.


      • Aber das hier ist ja kein Schülerzeitungsartikel. Wenn der Text übersetzt wurde dann muss er halt gegen gelesen und korrigiert werden oder? Und wenn man einen Artikel liest in dem mehrere Angaben komplett falsch sind dann stellt man sich schon die eine oder andere frage über die Richtigkeit dessen was darin steht. Das ist hier schließlich keine Hinterhof schulzeitung. Da kann man auch eine gewisse Erwartung haben nicht war?


      • "Nur moniert halt nicht jeder gleich falsche Kleinigkeiten, die den Wesensgehalt des Textes nicht wirklich betreffen."
        Das hätte ich auch nicht moniert - wenn (u.a.) nicht durch eine ähnliche "falsche Kleinigkeit" an anderer Stelle der Wesensgehalt arg in eine völlig absurde Richtung zielt:
        "... wenn mein Smartphone nur alle drei oder sogar sechs Monate ein Android-Update ... erhält?"
        Hier hört der Spaß dann auf. Das ist nicht mal mit Dilettantismus oder Übersetzungsfehler zu erklären. Als Zuschauerfrage bei Herrn Jauch hätten 90% eine solche Aussage als falsch erklärt - und ein 16-monatiges Jahr 100%. Hier aber juckt es niemanden.

        Wenn eine NICHT repräsentative Befragung derart falsch interpretiert und absurde Schlüsse gezogen und diese verallgemeinert werden, dann macht der Autor aus einer Mücke einen Atombomber.

        Ich weiß nicht, was jeder hier so von nextpit erwartet. Ich erwarte sachliche, fundierte, neutrale, informative, objektive, ... und vor allem wahre Artikel mit mehr oder weniger Nutzen für mich. Diesen Anspruch sollte - hoffentlich - nextpit von sich selbst ebenso haben. Dieser Artikel aber ist das Gegenteil dessen.

        Dass so mancher Kommentar in die gleiche Kerbe haut, Widersprüche und Unsinn kommentarlos übergangen wird und obendrein gegen Aufklärung und Richtigstellung mit "Minderbemittelter" und "von oben herab" persönlich gewettert wird, ist dann noch die Spitze des Eisbergs.

        Hätte ICH als Gastbeitrag diesen Artikel genau so verfasst - ein Shitstorm wäre über mich hinweg gefegt.

        Interessant ist ja, dass man meine Art und Weise kritisiert - gegen den Inhalt meines Kommentars gibt´s keinen Widerspruch. ;)


    • @Crisa

      Du hast Recht, da teile ich deine Meinung zu 100%


  • Na sicher. Was für eine dämliche Frage.


  • Kanzlerin Merkel hat wohl mal sinngemäß geäussert, dass die Transformation der Industriegesellschaften zu "Nachhaltigkeitsgesellschaften" möglichst ohne Wohlstandsverlust zu bewerkstelligen, aber auch möglich wäre. Angesichts des bereits stattfinden Klimawandels würde ich dem nicht nur zustimmen, sondern ergänzen, dass ein materieller Wohlstandsverlust dann sogar hinnehmbar wäre, wenn er nicht wahrnehmbar ist.
    Gerade die "Wegwerfgesellschaft", in der sehr viel Arbeitsaufwand für kurzlebige Produkte aufgewendet wird, von denen natürlich jedes einzelne seinen ökologischen Fußabdruck hat, bietet genau dafür jede Menge Spielraum.
    Was wäre so schlimm daran, wenn zwar weniger Gegenstände produziert würden, diese aber länger nutzbar wären?
    Der Weg weg von den Wegwerfprodukten würde zwar zu einer geringeren Produktion (mit seinen ökologischen Vorteilen) führen und damit zu einem Verlust von Arbeit und auch materiellem Wohlstand.
    Wenn die Produkte aber sehr viel länger halten würden, wäre auch weniger materieller Wohlstand notwendig, um den gleichen gefühlten Wohlstand zu erleben. Ein mehr an Freizeit durch weniger Arbeit könnte vielfach sogar als echter Wohlstandsgewinn empfunden werden.
    Gerade softwarebasierte und damit updatebare Produkte wie Smartphones sind ideal dazu geeignet, mit minimalem Aufwand aktualisiert zu werden, und damit prinzipiell für eine lange Lebensdauer geeignet.
    Eine Modularisierung der Hardware, durch den Anwender tauschbare Akkus wären ein zweiter Schritt dazu (es gab sie ja bereits, unsinnigerweise ist man davon wieder abgekommen!).
    Warum also sollte man bei Mittelklasse-Geräten keine langjährigen Updates vorsehen?
    Ist es nicht etwas anmaßend, von einer kaum repräsentativen Umfrage auf diesen Seiten zu schließen, dass eine Mehrheit tatsächlich die Geräte nach zwei Jahren tauschen will? Und wer sagt, dass solche Geräte dann mehrheitlich entsorgt werden? Viele dürften auf dem Gebrauchtmarkt landen, oder bei Angehörigen und Verwandten. Aber auch dann wären insbesondere Sicherheitsupdates nicht nur nötig und sinnvoll, sondern würden eine längere Nutzung möglich machen.
    Wenn Mittelklassegeräte die am häufigsten verkauften Geräte sind, wäre hierbei eine verlängerte Lebensdauer auch am sinnvollsten. High-End-Geräte könnte man durch Innovationen differenzieren, die der preisbewusste Mittelklassenutzer nicht unbedingt erwartet.
    Bei Autos funktioniert das auch. Mittelklassemodelle erhalten immer mehr High-End-Eigenschaften, trotzdem käme niemand auf die Idee, hier an der Sicherheit zu sparen und Steuergeräte nicht upzudaten, obwohl das die Fahrzeuge gefährlich machen würde, nur um sie von der Oberklasse zu differenzieren.
    Die wahre Motivation Samsung dürften nur interne Kreise dort kennen. Aber erzwungene längere Updates wurden auch schon in der EU-Kommission erörtert und werden möglicherweise auch irgendwann europäisches Recht. Vielleicht setzt ja Samsung nur jetzt schon um, was früher oder später ohnehin unausweichlich wird.


    • Bis hierhin eine schöne Utopie: "Wenn die Produkte aber sehr viel länger halten würden, wäre auch weniger materieller Wohlstand notwendig, um den gleichen gefühlten Wohlstand zu erleben"

      1: Langlebigere Produkte sind teurer als kurzlebigere wegen Updates und Materialdesign und Art
      2: Man muss diese langlebigeren Produkte im zweiten Schritt NOCH teurer machen um den Absatz von weniger Geräten zu kompensieren.

      Das liest sich wenig aber in Zahlen umgerechnet sind langlebige Produkte exponentiell teurer. Und wenn physisch weniger Produkte produziert werden, arbeiten physisch auch deutlich weniger Menschen. Also mehr Arbeitslose die sich diese teuren Produkten noch viel weniger leisten können.

      Denn: Physische Arbeit ist oft geistig einfache Arbeit. Design,Entwicklung und Steuerung von langlebigen Produkten fordert eine relativ hohe Inteligenz.

      Die Auto-Industrie in DE ist nochmal was ganz besonderes:
      Es ist ja mehr die Regel als die Ausnahme das Steuern von allen Deutschen Bürgern verwendet werden um Abwrackprämien/E-Autos etc. zu subventionieren.

      Auch von denen, die garkein Auto haben wollen oder von denen, die verstanden haben das ihr 4 Jahre alter Euro 4 Diesel mit Nachrüstkat in den nächsten 15 Jahren nicht so viel CO²/Feinstaub produzieren wird wie die Produktion+Kauf eines E-Autos JETZT ^^

      Daher kann nachhaltiggkeit meiner meinung nach nur durch Bildung geschehen und nicht durch Wahl gewisser Parteien oder Apple vs Google etc... ^^


      • Zu

        1.) Langlebige Produkte sind zunächst teurer, das ist richtig. Weil sie aber länger leben, verringert das den Aufpreis und die Produkte können an Ende sogar billiger sein.

        Beispiel: Wenn ein Produkt 50% mehr kostet, aber doppelt so lange hält, ist das Produkt an Ende seiner
        Lebenszeit 25% billiger, da man das teurere Produkt nur
        einmal kaufen muss, statt zweimal. Analysiert man mal die Ausfälle typischer Konsumergeräte, wie Haushaltsgeräte, dann hätte häufig ein wenige Cent
        teureres mechanisches Bauteil aus Metall einen Verschleiß gleicher Art erst viele Jahre später erlitten, als das verwendete Kunstoffteil. In solchen Fällen hätten minimal höhere Produktionskosten die Lebensdauer vervielfacht, ein Ersatz wäre u.U. gar nicht erforderlich gewesen. Längerlebige Produkte könnten die Lebenshaltungskosten also sogar verringern, weil man weniger seiner Arbeitszeit "für den Mülleimer" aufbringen müsste.

        2.) Dass Arbeit weg fallen würde, und dies zu sozialen
        Problemen führen kann, habe ich nie bestritten. Ein
        mehr an Freizeit bei gerechter Verteilung der verbliebenen Arbeit, durch weniger unnötige Arbeit könnte aber vielfach ein Gewinn an Lebensqualität darstellen, der "gefühlte" Wohlstand könnte also sehr wohl zunehmen. Die gesellschaftlichen Kosten würden durch weniger Beschäftigung steigen, aber nicht "exponentiell" das ist Unsinn. Ausserdem gingen die Kosten durch Umweltschäden zurück, ebenfalls gesellschaftliche Kosten.

        3.) Auch die zunehmende Automatisierung der Produktion führt zum ständigen Wegfall von Arbeitsplätzen, zunächst einfachen, zunehmend aber auch anspruchsvolleren.
        Auch diese Form privatisierter Gewinne, aber sozialisierter Kosten musste und wird weiter durch
        sozialstaatliche Maßnahmen kompensiert werden müssen.
        Bist Du auch gegen Automatisierung, denn die
        Kosteneffekte dadurch sind vermutlich sogar noch weit höher?
        Ich bin es nicht, denn der Verzicht auf technischen Fortschritt, der bei einigermaßen gerechter Verteilung der "Fortschrittsdividende" allen zu gute kommt, ist genauso
        wenig zukunftsfähig, wie der verschwenderische Umgang
        mit wertvollen Rohstoffen und Energie, aber eben auch
        Arbeitszeit und damit der Lebenszeit der Menschen. Natürlich kann ich Menschen damit beschäftigen, Dinge
        zu produzieren, die Maschinen zu einem Bruchteil der
        Kosten und viel schneller herstellen können, damit sie
        Arbeit haben. Genauso halte ich es für Unsinn, sie nur
        deshalb Dinge produzieren zu lassen, die nach kurzer Zeit defekt sind, und oft mit geringfügig mehr Aufwand lange
        halten könnten.
        Das ist mir der globalen Situation der Menscheit und des
        Planeten nicht vereinbar, es nicht zukunftsfähig, nicht
        wohlstandssteigernd und auch nicht human.
        Es muss intelligentere Wege geben, und ich bin überzeugt
        dass es sie gibt. Sie zu gehen wird aber nicht einfach, auch weil es viele gibt, die das nicht wollen.


      • Ich kann in fast allen deinen Antworten zustimmen (bis darauf das ich der meinung bin das alle Menschen ausreichend Arbeit bzw herausforderungen brauchen um Physisch/Psychisch gesund zu bleiben.) Arbeitslosigkeit hat etwas von Ausgrenzung... .

        Ich bin der Meinung technischer Fortschritt und Nachhaltigkeit sind gut und wichtig. Allerdings bin ich auch der meinung das mit der jetzigen Form des Kapitalismus keine Nachhaltigkeit in der Form möglich ist. Die meisten Firmen praktizieren Nachhaltigkeit aktuell nur in Form von "Greenwashing".

        Kapitalismus=Wachstum (vereinfacht aber es ist der Hauptpunkt)
        Wachstum finde ich in der Form in der sie an den Börsen gehandhabt wird schwierig mit Nachhaltigkeit vereinbar.
        Hat definitiv einige der Dinge hervorgebracht die ich sehr schätze aber ich denke es ist Zeit für einen umbruch ^^


      • Da stimme ich zu. Das derzeitige Wirtschaftssystem wird in einer Form umgebaut werden müssen, die seine Nachteile, wie Ressourcenverschwendung und eine sich öffnende Wohlstandschere beseitigt, ohne seine prinzipiellen Vorteile, wie Wettbewerb und Innovationsfreudigkeit zu verlieren.


  • Man sollte Erwähnen das Samsung ,,mindestens" 4 Jahre Sicherheitspatches an bietet.

    Z.b hat das Galaxy s7 noch immer keinen Support stop und es kam 2016 auf den Markt...

    Desweiteren reichen Sicherheitspatches alle 3 oder sogar 6 Monate vollkommen aus, denn es handelt sich um neu bekannt gewordene Lücken, nahezu nie folgen sofort Angriffe auf die Lucken.


    Und naja Apple...
    Sah schon genug Geräte die nach 4 Jahren liefen wie ein Sack Kartoffeln, da gab es nicht unbegründet schon oft genug Vorwürfe der Verschlechterung via Updates um zum Neukauf an zu regen.

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