Kostenlose Apps für iOS & Android finden: So geht's sicher und mit Erfolg!

Kostenlose Apps für iOS & Android finden: So geht's sicher und mit Erfolg!

Wie findet man eine kostenlose App für Android oder iOS, ohne abgezockt zu werden? In dieser Anleitung erklärt Euch NextPit, wie Ihr nach kostenlosen Apps sucht und vor allem, wie Ihr Betrug im Google Play Store oder Apple App Store vermeidet.

Wenn Ihr NextPit mehr oder weniger regelmäßig lest, dann möglicherweise hauptsächlich oder ausschließlich wegen unserer App-Beiträge. Ich persönlich verbringe jede Woche mehrere Stunden damit, im Play Store oder im App Store nach günstigen Angeboten zu suchen, und biete Euch immer mal wieder "Faktenchecks" zu einer bestimmten kostenlosen App. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag die von mir angewandte Methodik erläutern, die möglicherweise auch für Eure eigenen Recherchen nützlich sein könnte. 

Inhalt:

Wie findet Ihr kostenlose Anwendungen?

Wie Ihr Euch vorstellen könnt, gibt es viele verschiedene Quellen mit unterschiedlicher Zuverlässigkeit und Effizienz, was die Suche nach kostenlosen Apps angeht. Ich werde hier einige Tools, Websites und Apps auflisten, die ich selbst verwende.

Diese verschiedenen Tools sind nicht unbedingt kumulativ, so dass Ihr also nicht alle gleichzeitig verwenden müsst, um eine kostenlose Anwendung zu finden. Aber ich ziehe es vor, Euch die Wahl zwischen mehreren Alternativen zu lassen, passend zu Euren Bedürfnissen.

So findet Ihr kostenlose Apps für Android und iOS

Wenn Ihr beide mobilen Betriebssysteme nutzt und nicht mehrere Tools verwenden möchtet, würde ich Euch empfehlen, MyDealz zu nutzen.

Beginnen wir mit Mydealz, einer deutschen Community für Angebote im Netz. Es ist wahrscheinlich das bekannteste und meistgenutzte Tool, nicht nur bei Technikbegeisterten. Es gibt zahlreiche andere Versionen für andere Regionen, wie z. B. Dealabs in Frankreich, Hotukdeals im Vereinigten Königreich oder Pelando in Brasilien, die alle mit Pepper verbunden sind und die gleiche Schnittstelle und Bedienung mitbringen.

Konkret handelt es sich um eine Gemeinschaftsplattform für den Austausch guter Shopping-Tipps. Die Nutzer:innen, meist Leute wie Ihr und ich, posten die Angebote, die sie entdeckt haben. Ein Abstimmungssystem ermöglicht es den Nutzern, ein Angebot hoch- oder runterzustufen, je nachdem, ob sie es interessant finden oder nicht.

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Die Filterfunktionen bei Anbietern wie Dealabs oder MyDealz eignen sich sehr gut, um bestimmte Apps zu finden. / © NextPit

Das Nutzer-Feedback-System hilft auch dabei, sich ein besseres Bild von einer Werbeaktion zu machen. Oft haben Kommentare ein interessantes Element in einer kostenlosen App erwähnt, das ich übersehen hatte. Die MyDealz-App ist sehr gut gemacht, aber ich ziehe es vor, die Website zu nutzen, weil die Such- und Filterfunktionen dort umfangreicher sind.

Wählt einfach in der Suchleiste die Kategorie aus, die Euch interessiert: Android-Apps oder iOS-Apps – und Ihr erhaltet den entsprechenden Feed. Schaut doch direkt einmal dort vorbei:

Wie man kostenlose Apps nur für Android findet

Wenn Ihr nur kostenlose Apps und Sonderangebote für Android sucht, empfehle ich die AppSales-App im Google Play Store (die auch eine Website hat).

Es funktioniert so ähnlich wie Dealabs. Ihr habt einen Feed mit kostenlosen und/oder vergünstigten Apps. AppSales hat nicht den gleichen Community-Aspekt wie Dealabs mit Abstimmungen und Kommentaren. Der Feed zeigt jedoch grundlegende Informationen zu jeder App an – durchgestrichener Preis, Anzahl der Rezensionen, Bewertung, Anzahl der Downloads, Vorhandensein von In-App-Käufen usw.

Besonders interessant an AppSales ist jedoch die Preisverfolgungsfunktion. Ihr könnt den Preisverlauf jeder App über die letzten 60 Tage oder das letzte Jahr einsehen. So könnt Ihr sehen, ob eine App jede Woche im Angebot ist oder nicht (was ein Hinweis darauf sein kann, dass sie nicht sehr erfolgreich bzw. nicht sehr gut ist).

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AppSales zeichnet sich durch seinen integrierten Preis-Tracker aus. / © NextPit

Wie man kostenlose Apps nur für iOS findet

Wenn Ihr Euch bei der Suche nach kostenlosen Apps auf solche für das iPhone beschränken wollt, kann ich Euch leider keine App empfehlen, sondern nur eine Website: App Sliced.

Auch diese Plattform ist bekannt und beliebt. Ihr könnt eine Vielzahl von Filtern auf Eure Suche anwenden (Beliebtheit, hinzugefügt am, Kategorie, kostenlos oder im Angebot). Die Ergebnisse werden natürlich in Form eines Newsfeeds angezeigt. Jede App hat eine detaillierte Seite mit der Beschreibung, dem Preisverlauf im App Store, anderen Apps desselben Entwicklers usw..

Stellt einfach sicher, dass Ihr unten auf der Seite das richtige Land auswählt, damit die App-Preise auch in der richtigen Währung angezeigt werden.

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App Sliced ist das beste Tool, um kostenlose Apps fürs iPhone zu finden / © NextPit

Worauf solltet Ihr achten, bevor Ihr eine kostenlose App herunterladen?

Je nachdem, ob Ihr mit Android oder iOS arbeitet, können die Suchbegriffe ein wenig variieren. Aber die Kriterien zur Vermeidung von Betrügereien bleiben die gleichen. Diese Kriterien garantieren nicht automatisch, dass eine kostenlose App zuverlässig ist. Aber sie sind eine gute Möglichkeit, die Risiken einzugrenzen.

Prüft, ob es Werbung und In-App-Käufe gibt

Zunächst einmal ist es natürlich wichtig zu prüfen, ob die Anwendung wirklich kostenlos ist. Normalerweise wird eine Anwendung, die vorübergehend kostenlos oder im Angebot ist, als Premium-Anwendung angesehen. Mit anderen Worten: eine Anwendung, für die Ihr normalerweise den vollen Preis zahlt, die aber im Gegenzug Premium-Inhalte beinhaltet. Die App sollte also zumindest frei von Werbung oder bestenfalls sogar In-App-Käufen sein. Ausnahme: Es handelt sich dabei um reine Zusatzinhalte (kosmetische Elemente in einem Spiel), die nichts vom grundlegenden Inhalt entfernen oder blockieren.

Sowohl im App Store als auch im Play Store werden diese Elemente in der Beschreibung der jeweiligen Anwendung angegeben. Der durchschnittliche Betrag für jede Mikrotransaktion muss ebenfalls angegeben werden. Wenn eine App, die angeblich im Angebot ist, Werbung enthält, verzichte ich lieber.

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Im Allgemeinen bietet eine Premium-App, die vorübergehend kostenlos ist, keine In-App-Käufe an / © NextPit

Seht Euch die Bewertungen an

Okay, dieser Ratschlag ist ein bisschen zu offensichtlich, aber ich wollte ihn trotzdem erwähnen. Lest aber nicht nur die ersten Bewertungen auf der Beschreibungsseite der App, denn Bots und bezahlte Bewertungen gibt es schließlich auch im Jahr 2021 noch.

Im Play Store könnt Ihr die Bewertungen so sortieren, dass nur die negativen Bewertungen angezeigt werden, oder sie nach der vom Nutzer abgegebenen Bewertung filtern. Wenn Ihr mehrere positive Bewertungen seht, die mit der gleichen Unbeholfenheit geschrieben wurden, die für maschinelle Übersetzungen typisch ist, ist das bereits ein ziemlich klarer Hinweis darauf, dass die App zweifelhaft ist.

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Wie überall im Internet solltet Ihr die Kommentare nicht wörtlich nehmen und Euch auf die negativen Bewertungen konzentrieren / © NextPit

Informiert Euch über den Entwickler und lest seine Datenschutzbestimmungen

Ihr könnt leicht auf die Entwicklerseite einer Anwendung zugreifen. So könnt Ihr sehen, ob diese auch andere Apps anbieten, ob diese bei den Nutzer:innen gut angenommen werden usw.. Aber es ist auch ein Weg, um zu sehen, ob er zuverlässig ist oder nicht. Manchmal, aber nicht immer, verweisen die Entwickler auf eine offizielle Seite, ein Github oder zumindest eine Email-Adresse.

Das Fehlen einer offiziellen Seite ist nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass der Entwickler zwielichtig ist. Einige unabhängige Entwickler haben einfach nicht die Zeit, eine offizielle Website zu erstellen (oder sie sind einfach zu faul).

Aber der Entwickler sollte zumindest eine Datenschutzrichtlinie haben. Im App Store ist es einfach, da die Entwickler verpflichtet sind, genau anzugeben, welche Daten ihre Anwendung sammelt und wie sie verwendet werden. Ich finde immer mal wieder Anwendungen, bei denen diese Verpflichtung nicht eingehalten wird, aber das ist die Ausnahme. Auch Google will eine ähnliche Verpflichtung einführen, aber bisher ist noch nichts in Kraft getreten.

Wenn ein Entwickler keine Datenschutzrichtlinie zur Verfügung stellt, solltet Ihr auf keinen Fall das Risiko eingehen und die App lieber nicht installieren. Einige Entwickler entscheiden sich auch für eine Vorlage, eine Art allgemeine Datenschutzrichtlinie, die massenhaft online verkauft wird.

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Die Datenschutzinformationen sind im AppStore etwas klarer als im Play Store / © NextPit

Prüft, dass die Anwendung keine Tracker enthält

Wenn etwas kostenlos ist, seid in der Regel Ihr das Produkt. Wir kennen das Sprichwort, und bei einer kostenlosen App trifft es erst recht zu. Das Sammeln von Daten ist ein fester Bestandteil des Geschäftsmodells vieler Entwickler:innen, deren bevorzugte Waffe die berüchtigten Tracker sind.

Nicht alle Tracker sind zwangsläufig böswillig und dienen dazu, Eure Daten zu sammeln und zu verkaufen. Einige sind für Entwickler sogar unverzichtbar, wie z. B. Log-Tracker (Eure Aktivitäten in der App), die für analytische Daten verwendet werden (wie viele Leute haben meine App heruntergeladen/installiert, wie viele haben sie geöffnet, wie oft und wie lange usw.).

Das Problem sind jedoch die Ad-Tracker und sogar die Profiling-Tracker (die Eure persönlichen Daten mit Eurer Anzeigen-ID verknüpfen, um die Werbung besser auszusteuern).

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Exodus.org ist ein hervorragendes Werkzeug gegen bösartige kostenlose Anwendungen / © NextPit

Ich persönlich verwende die Plattform exodus.org. Sorry an die Fans des angebissenen Apfels, aber dieses Tool funktioniert nur mit Android-Anwendungen. Konkret handelt es sich um eine Plattform, die es ermöglicht, den Code einer App zu "scannen" und festzustellen, ob sie Tracker enthält und diese zu identifizieren. Dies gilt auch für Autorisierungen und Exodus zeigt auch die "Signatur" oder den Fingerabdruck der APK an.

Exodus bezeichnet sich selbst als eine von Hacktivisten gegründete NRO. Die Website bietet zahlreiche Ressourcen, um sich über die Sicherheit von Smartphones und die Gefahren von Trackern zu informieren und aufzuklären. Die Organisation räumt selbst ein, dass ihr Instrument nicht alles zu 100 % erkennen kann. Aber es ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Werkzeug.

Gebt einfach den Namen einer App oder ihre URL aus dem Play Store in die Suchleiste ein. Wenn gewünscht, könnt Ihr bei der Seite auch die Sprache umstellen.

Erteilt keine zu weit gehenden Genehmigungen

Ich werde nicht näher darauf eingehen, wie wichtig es ist, dass die von Euch gewünschte kostenlose App keine übermäßig aufdringlichen Berechtigungen verlangt. Eine Notiz-App, die darum bittet, sich mit anderen Apps zu überlappen und die Kontrolle über Euren Screen zu übernehmen, sollte Euch logischerweise misstrauisch machen. Das ist eine so grundlegende Sache, die nicht nur für kostenlose Anwendungen gilt, dass ich da hoffentlich nicht weiter darauf eingehen muss.

So viel zu diesem Leitfaden, der Euch helfen soll, kostenlose Anwendungen leichter zu finden. Was haltet Ihr von den Tipps in diesem Artikel? Waren sie hilfreich für Euch oder habt Ihr vielleicht andere Tipps für die NextPit-Community, wie man kostenlose Apps findet, ohne abgezockt zu werden? Erzählt es uns in den Kommentaren!

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3 Kommentare

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  • BuddyHoli vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Ich nutze seit Jahren die Apps "AppSales", "AppFree" und "FreeAppsNow" und bin sehr zufrieden. Daher kenne ich die meisten kostenlosen oder "Premium kostenlos" Apps schon bevor der NextPit Artikel erscheint.


  • Clemens C. vor 1 Woche Link zum Kommentar

    „die alle mit Pepper verbunden sind“
    Und Pepper ist jetzt genau was? Pepper, der große Marktplatz und MyDealz nur das Front-End dafür?


    • Antoine Engels
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Woche Link zum Kommentar

      Pepper wurde im Juni 2014 durch den Zusammenschluss von drei Deal-Sharing-Plattformen: HotUKDeals (Großbritannien), mydealz (Deutschland) und Dealabs (Frankreich) gegründet.

      Pepper ist in Deutschland ansässig. Die verschiedenen Websites, Dealabs, mydealz usw., sind einfach Tochtergesellschaften. Also das heisst dass sie schon irgendwie autonom sind.

      Aber ich bin nur tech Journalist der meistens über Apps schreibt und auch kein Wirtschaftsanwalt ^^

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