Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

iPhone SE mit attraktiver Ausstattung: So drückt Apple den Preis

iPhone SE mit attraktiver Ausstattung: So drückt Apple den Preis

Apple hat seinen Verkaufsschlager namens iPhone SE neu aufgelegt. Im Netz ist die Begeisterung groß – das iPhone SE der zweiten Generation wird als Flaggschiff-Killer gehandelt und könnte Apple in diesem Jahr trotz Corona-Krise zu einem glorreichen Geschäftsjahr verhelfen. Wir schauen uns das 479 Euro teure iPhone SE im Direktvergleich zum 799 Euro teuren iPhone 11 an. Denn vieles ist beeindruckend ähnlich, fünf Unterschiede stechen jedoch heraus, mit denen Apple den Preis drücken kann.

Das Display

Optisch offensichtlich, technisch doch ähnlich: Das Display beider iPhones ist ein LCD, basierend auf IPS-Technologie. Beim neuen iPhone SE kommt mit dem Retina-HD-Display die gleiche Technologie zum Einsatz, die erstmals beim iPhone 6 und bis einschließlich iPhone 8 genutzt wurde. De facto ist das Display des iPhone SE identisch mit dem des iPhone 8. Das Panel kann trotzdem mit dem verbauten Notch-Screen im iPhone 11 mithalten. Denn Apples Liquid-Retina verspricht lediglich ein hohes Helligkeits- und Kontrastverhältnis sowie einen großen Farbraum bei der Anzeige von HDR-Videos und -Fotos. Auf dem Datenblatt tun sich beide Panels nichts, Apple nennt die großen, abgerundeten Notch-Displays ohne OLED-Technologie lediglich "Liquid-Retina". 

Umso größere Unterschiede finden wir im Display-Design, das Apple sich beim iPhone 11 gut bezahlen lässt. Das iPhone SE kommt mit breiten Rändern, man könnte das Design als veraltet bezeichnen, aber viele Tech-Fans wünschen sich die Zeiten vor der Notch zurück. So fehlt die TrueDepth-Kamera in der Notch des iPhone 11 beim neuen SE. Dafür können iPhone-Fans endlich wieder den Home Button mit Haptic Touch und Fingerabdrucksensor nutzen. Das SE-Display misst 4,7 Zoll während das iPhone 11 im Randlos-Design und mit 6,1 Zoll daherkommt.

Die Größe

Das neue iPhone SE besitzt identische Ausmaße wie das zweieinhalb Jahre alte iPhone 8. Dieses zeichnet sich durch ein sehr leichtes Gewicht und kompakte Maße aus. Beide iPhones kommen mit Glasrückseite und Alurahmen. Das iPhone 11 ist aber größer und knapp 50 Gramm schwerer als das iPhone SE (148 Gramm vs. 194 Gramm). Aktuell ist das iPhone SE somit das kleinste aktuelle iPhone, das Ihr über Apple beziehen könnt. Wer vorher ein deutlich größeres iPhone genutzt hat, wird wohl ein wenig Umgewöhnungszeit benötigen – gerade das Tippen auf einer Tastatur im größeren iPhone ist sehr komfortabel. Aber das empfindet jeder Nutzer sehr individuell.

Bildschirmfoto 2020 04 16 um 13.46.50
Das iPhone SE und iPhone 11 im Direktvergleich. / © Apple

Home Button statt FaceID

Beim iPhone 11 wird munter geswiped, das iPhone SE wird gedrückt. Apples Home Button war eines der Besten Bauteile – vor allem in Kombination mit Haptic Touch. Der Home Button ist zurück und entsperrt das iPhone SE per Fingerabdrucksensor sehr schnell. Apples biometrischer Sensor in der Kamera des iPhone 11 entsperrt das Gerät zwar ebenfalls rasant. Im direkten Sonnenlicht, mit Alltagsmaske oder großer Sonnenbrille zeigt Face ID in der TrueDepth-Kamera jedoch seine Schwächen. Der Home Button im iPhone SE ist hier durch nichts außer schwere Beschädigung und Handschuhen zu stoppen. 

iPhone SE vs. iPhone 11

  iPhone SE iPhone 11
Display

4,7 Zoll Retina-HD-Display (LCD)

1.334 x 750 Pixel (326 ppi, 625 Nits)

Kontrastverhältnis: 1.400:1

True Tone

Farbraum P3

Haptic Touch

6,1 Zoll Liquid Retina-HD-Display (LCD) mit Notch

1.792 x 828 Pixel (326 ppi, 625 Nits)

Kontrastverhältnis: 1.400:1

True Tone

Farbraum P3

Haptic Touch

Größe 138,4 x 67,3 x 7,3 Millimeter 150,9 x 75,7 x 8,33 Millimeter
Gewicht

148 Gramm

194 Gramm
OS iOS 13 iOS 13
Prozessor Apple A13 Bionic + Neural Engine der 3. Generation Apple A13 Bionic + Neural Engine der 3. Generation
Speicher

64 GB, 128 GB, 256 GB

64 GB, 128 GB, 256 GB

Akku

??? mAh

18 Watt Quick Charge (optional), kabelloses Aufladen

3110 mAh

18 Watt Quick Charge, kabelloses Aufladen

Kamera

Hauptkamera

12 Megapixel Weitwinkel-Sensor (f/1.8-Blende), 5x Digitalzoom, Porträtmodus, OIS & AIS, Smart HDR, Videoaufnahme in 4K mit bis zu 60 fps

Frontkamera

7 Megapixel-Sensor mit f/2.2-Blende, Porträtmodus, AIS, Auto-HDR, Videoaufnahme in 1.080p mit bis zu 30 fps

Hauptkamera

Dualkamera mit 12 Megapixel Weitwinkel-Sensor (f/1.8-Blende) + 12 Megapixel Ultra-Weitwinkelsensor (f/2.4-Blende), 2 x optisches Verkleinern | 5x Digitalzoom, Porträtmodus, OIS & AIS, Smart HDR, Nacht-Modus, Videoaufnahme in 4K mit bis zu 60 fps

Frontkamera

TrueDepth-Kamera mit FaceID, 12 Megapixel-Sensor mit f/2.2-Blende, Porträtmodus, Animoji & Memoji, AIS, Smart HDR 2. Generation, Videoaufnahme in 4K mit bis zu 60 fps

Besondere Merkmale Home Button mit Touch ID, Kontaktloses Bezahlen, Dual-SIM mit eSIM, IP67 Notch mit Face ID, Kontaktloses Bezahlen, Dual-SIM mit eSIM, IP68
Preis

Erhältlich in Weiß / Schwarz / Product RED

64 GB: 479 Euro

128 GB: 529 Euro

265 GB: 649 Euro

Erhältlich in Weiß / Schwarz / Product RED / Gelb / Grün / Lila

64 GB: 799 Euro

128 GB: 849 Euro

265 GB: 969 Euro

Die Kameras

Im Bereich Kamera finden wir auf der Rückseite der beiden iPhones den größten Unterschied. Denn Apple verbaut die Kamera des iPhone XR mit Weitwinkelsensor im neuen Günstig-Modell. Es kursieren Spekulationen, dass Apple den Sensor des iPhone 8 verbaut hat, die auf dem Papier ähnliche Eigenschaften vorweist. Mit Blick auf die Software-Features kann dies jedoch nicht bestätigt werden, denn neuestes Smart HDR und der Porträtmodus kommen beim iPhone 8 nicht zum Einsatz. 

Ziehen wir also den Vergleich zur verbauten Dual-Kamera im iPhone 11: Das iPhone 11 bietet Kamera-technisch mehr, nämlich eine Dual-Kamera mit Weitwinkel- und Ultraweitwinkel-Sensor. Die Fotoergebnisse des iPhone SE werden sich wohl aber trotzdem sehen lassen können. Denn Apple spendiert der Einzelknipse softwareseitig alles, was man mit einer einzigen Linse anstellen kann.

So gehört die 12-Megapixel-Kamera zu den besten Einzel-Systemen am Markt. Das iPhone SE erhält optische Bildstabilisierung, einen Bokeh-Modus samt Apples zahlreichen Porträt-Modi und neuestes Smart HDR. Beim iPhone 11 gibt's das Ultra-Weitwinkelobjektiv dazu. Außerdem bietet das 11er Apples ersten Nachtmodus. Beide Kamera-Systeme verfügen über einen 5-fach-Digitalzoom; das iPhone 11 kommt außerdem mit 2-fach optischer Verkleinerung im Ultra-Weitwinkel.

Keine Animojis beim iPhone SE

Die Frontkamera unterscheidet sich womöglich noch stärker bei beiden Geräten. Denn Apples TrueDepth-System mit Sensoren zur dreidimensionalen Messung kommen nur bei Notch-iPhones zum Einsatz. Neben FaceID müssen Nutzer des neuen iPhone SE also auch auf die Apple-Spielereien Animoji und Memoji verzichten, die bewegte Emojis mit der Frontkamera ermöglichen. Die Frontknipse im iPhone SE bietet 7 Megapixel und eine f/2.2-Blende. Videoaufnahmen sind bis maximal 1.080p und 30 Bildern pro Sekunde drin, während das iPhone 11 hier mit 12 Megapixel-Kamera, f/2.2-Blende und 4K-Videofunktion mit 60 fps aufwartet. Auch das noch relativ neue Slofie-Feature (SloMo-Videos per Frontkamera) ist dem teureren iPhone 11 vorbehalten.

Das sind die Preisunterschiede

Wie es scheint, zahlt man beim iPhone 11 vor allem aufgrund der verbauten Kameras ordentlich drauf. Denn auf weiten Strecken ähneln sich die Handys. Apple drückt den Preis beim iPhone SE enorm. Die günstigste Speichergröße startet mit 64 GB für 479 Euro, während das iPhone 11 ab 799 Euro (UVP) erhältlich ist. Die 256-GB-Version des iPhone 11 kratzt an der 1.000-Euro-Marke – nichts Ungewöhnliches für ein Apple-Smartphone im Jahr 2020. Umso überraschender ist der Preis von 649 Euro für das teuerste iPhone SE. Im Netz heißt es seit der Vorstellung: Das iPhone SE wird sich verkaufen wie geschnitten Brot. 

iPhone SE und iPhone 11: Akku, Prozessor, Speicher

Angaben zum Akku können wir erst nach einem Vergleichstest des iPhone SE beurteilen. Apple legt keinen großen Wert auf die Angabe der Akkukapazität in seinen Datenblättern. Vergleichsweise fallen diese Werte auch extrem niedrig aus. Apples iPhones sind aber bekannt für ein smartes und besseres Energiemanagement, sodass die Kapazität sich in Zahlen kaum mit der Konkurrenz vergleichen lässt. Akku-Benchmarks werden hier nähere Erkenntnisse liefern. Beide Smartphones kommen mit Apples aktuellstem Chipsatz. Der ARM-basierte A13 Bionic gilt als einer der leistungsstärksten Chips auf dem Markt und wird im 7nm-Verfahren gefertigt, was ihm zu einem guten Energiemanagement verhilft. Im Test des iPhone 11 konnte die Leistung des Chips auch beim Zocken überzeugen. Wir müssen wir eine abschließende Aussage allerdings den Test und Messungen zum verbauten RAM abwarten. 

Intern sind beide iPhones mit wahlweise drei Speicherkapazitäten ausgestattet: 64 GB, 128 GB und 256 GB. Vor allem die 126 GB-Version des iPhone SE dürfte ein Verkaufsschlager werden. Beim teureren iPhone 11 Pro fehlt diese Größe zwischen 64 GB und 256 GB. 

Fazit (Meinung)

Es scheint kaum noch einen Grund zu geben, das iPhone 11 zu kaufen. Die Ähnlichkeit zwischen beiden Modellen ist verblüffend und doch gibt es zahlreiche Abstriche, über die sich Interessenten im Klaren sein müssen. FaceID, Animojis und Memojis, Nachtmodus und Ultraweitwinkel sowie ein "riesiges" Display fehlen beim iPhone SE. Dafür dürfte das Smartphone eine rasante Leistung zeigen und Fans von kleineren Notch-freien Displays gefallen. Der Preis für die Technik ist unschlagbar gut – im Bezug auf den iOS-Kosmos wohlgemerkt. Das iPhone SE wird ganz sicher schon bald Apples meistverkauftes iPhone sein und ist ein würdiger Nachfolger für das erfolgreiche erste iPhone SE.

Neueste Artikel

Empfohlene Artikel

Top-Kommentare der Community

  • Julia Froolyks
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Monaten

    EIN Handy für ALLE gibt's halt leider nicht. Man macht Abstriche, muss vor dem Kauf schauen, was einem wichtig ist. Was du beschreibst schreit mal wieder nach einem guten modularen Konzept, auf das ich schon lange warte.

  • Tim vor 3 Monaten

    Keine Ahnung, was daran provozierend sein soll... ich schreibe diesen Smily seit ich bei APit unterwegs bin und auch schon weit davor... Habe noch nie mitbekommen, dass das provozierend sein soll. Da kann ich leider nichts für, sorry. Ich sehe da aus meiner Perspektive echt kein Problem. So schreibe ich nun mal. Andere schreiben ständig richtige Emoji oder was auch immer und ich halt "^^". Wie gesagt, ich mache das schon immer so. Soll ein freundlicher Ausdruck sein, kein provozierender oder sonst was.

  • Julia Froolyks
    • Admin
    • Staff
    vor 3 Monaten

    Ja stimmt, so sollte es eigentlich auch in der Tabelle stehen. Danke, ich korrigiere!

  • Tenten vor 3 Monaten

    Verstehe ich jetzt nicht, was du kritisierst. Wenn ich auf der Suche nach einem günstigen Gerät bin, erhalte ich hier Top-Hardware und ein nicht mehr ganz taufrisches Design. Wenn ich bei Android schaue, bekomme ich da vielleicht aktuelles Design, dafür aber uralte Hardware. Was ist denn bei einem technischen Gerät jetzt wohl der bessere Fall?

  • Tenten vor 3 Monaten

    "Wenn ich mir nen Porsche kaufe,..."

    Du vergleichst das SE mit einem Porsche?

    Leute, Leute, das Ding kostet unter 500 €. Ich weiß, ihr wollt es partout schlechtmachen, aber bleibt doch mal bißchen realistisch und fair.

92 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

  • Ist dieses das Smartphone was laut äußerung anderer Android endgültig fertig macht? Dieser Gedanke wäre ihrgendwie für Geringverdiener unschön.


  • Kamera, Display und evtl. sogar die Größe. OK. Aber aufgrund des schlechten Akkus (wird bei der Leistung auch mit einem guten Prozessor nicht an 6 Std. Screen On Time kommen, außer unter Laborbedingungen und Display fast aus) definitiv: nein Danke


  • Warum wird kein Volldisplay mit den Außenmaßen vom SE angeboten, diese Größe fehlt mir komplett bei Apple und Android Smartphones


  • Ein iPhone für den "kleinen" Preis? Dass ich das noch erlebe!


  • xXx vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Das ist ein iPhone 8s, sonst nichts. Das hat den Namen SE gar nicht verdient


  • In der Tabelle: 265 GB, statt richtiger 256 GB. Im Text „ Vor allem die 126 GB-Version des iPhone SE dürfte ein Verkaufsschlager werden“ statt 128 GB. 😉


  • Eigentlich ja nur ein Iphone 8 mit besseren Prozessor. Da hätte man noch ein paar Verbesserungen machen können, aber das ist nicht apple-like.


    • Tim vor 3 Monaten Link zum Kommentar

      Nonsense. Aber zig andere Veränderungen würden nur grundlos den Preis nach oben drücken. Apple verbessert indes mehr "unter der Haube" als so ziemlich jeder andere Hersteller von einem zum nächsten Gerät.


      • Und den Akku haben sie mal wieder für unwichtig gehalten, obwohl gerade dieser erst mit dem 11er deutlich besser wurde?! Vielen Dank auch.


  • Olaf vor 3 Monaten Link zum Kommentar

    Verkaufen können sie halt in Cupertino. Ich hatte bis letzte Woche selbst noch ein iPhone 11, bevor ich nun wieder auf Android gewechselt bin. Ich bin also quasi in beiden Welten zuhause, zumal ich iOS durch mein iPad erhalten bleibe. Eine Fan-Brille gleich welcher Art trage ich demzufolge nicht, zumal ich - abgesehen von meiner Sympathie für den mittlerweile Nischen-Hersteller LG - nicht auf einen Androiden fixiert bin. Xiaomi, Samsung, Huawei, OnePlus, Oppo (als ich noch selbst aus China-Shops importiert habe),... sogar eine Elephone-Gurke war mal kurz dabei. Und doch versteht es niemand so gut wie Apple, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Und sie haben unbestritten Vorteile, vom Datenschutz bis hin zum Gedanken "alles aus einer Hand", der auch vorbildlich umgesetzt wird. Ob nun iPhone, iPad oder iWatch: Prinzipiell muss man sein Gerät nur einschalten, der Rest ergibt sich von selbst. Alles verbindet sich ohne Probleme miteinander, schnelle Updates sind eine Selbstverständlichkeit, und iOS wäre sogar für meine über 70-jährige Mutter intuitiver als selbst pures Android, auch wenn sich beide Systeme über die Jahre doch das eine oder andere voneinander abgeguckt haben. Und jetzt kommen sie also aus den USA mit der Smartphone-Eleganz der 2015er daher, erklären ein Winz-Display mit 4,7 Zoll zum neuen Kompaktformat und in Zeiten, wo selbst im eigenen Hause ganze Kochfeld-Armadas mit Kameralinsen up to date sind, eine einzelne Linse zur totalen Sexyness. Das ist ebenso genial, wie es dreist ist. Denn machen wir uns nichts vor: Wenn Samsung oder irgendein anderer Androide das ebenso versuchte ("Wo haben wir denn noch die nicht abverkaufte Marge des S3? Entkernt die doch mal und baut etwas neuere Technik ein!"), er würde grandios floppen. Weswegen so etwas auch gar nicht erst versucht wird und grundsätzlich eigenständige Einstiegs- oder Mittelklassegeräte entwickelt werden. Apple hingegen nimmt ein vorhandenes Altgerät, beatmet es in wichtigen Komponenten (Bionic A13) neu, und lässt sich für einen eigentlich stolzen Preis auch noch als günstig abfeiern. Das muss man erst einmal hinbekommen. Während Google sich permanent für die Einzelkameras im Pixel abwatschen lassen muss, heißt es bei Apple in der Fanbase einfach nur "für den Preis muss man halt Abstriche machen". Als seien rund 500,00 Euro ein Schnäppchen. Alleine daran lässt sich erkennen, welch ein standing sich Apple mittlerweile erarbeitet hat. Das nötigt mir gleichermaßen Respekt wie auch Kopfschütteln ab. Für mich persönlich wäre das SE nach dem 11er ein klarer Rückschritt. Es ist für mich auch nicht "Retro", "kompakt" oder was auch sonst da für positive Attribute herbeigezaubert werden. Für mich ist es einfach eine weitere Lizenz zum Gelddrucken für Apple und ansonsten - trotz neuer Komponenten im Innern - steinalt. Selbiges gilt natürlich auch für mich selbst, eine Tastatur auf einem 4,7-Zoll-Display möchte ich meinen Augen und Wurstfingern einfach nicht mehr zumuten. Wie Apple allerdings das beliebte Minimax-Prinzip (also maximaler Gewinn bei minimalem Aufwand) hier auf die Spitze treibt und einen leidlich neuen Wein in doch schon sehr alten Schläuchen vertreibt, das ist schon beeindruckend. Selbst die Bezelless-120 Hertz-Nerd-Fraktion gewinnt dieser Verkaufsstrategie scheinbar noch etwas Positives ab. Hut ab vor dieser grandiosen Marketing-Leistung.


    • Du sagst viel Wahres, aber die aktuelle positive Resonanz letztlich nur auf gutes Marketing zurückzuführen ist in meinen Augen zu kurzsichtig. Ja, es gab und gibt viel Hype und vieles davon mag von Apple initiiert sein. Sicher aber nicht ausschließlich. Die umfangreiche und zumeist positive Berichterstattung in den Medien, die überwiegend positiven Kommentare der potentiellen Käufer, all das kannst du nicht allein auf gutes Marketing zurückzuführen. Das würde nämlich bedeuten, dass all diese Leute keine Ahnung haben, so ein Gerät eigentlich auch gar nicht wollen und sich derart vom Marketing blenden lassen, dass sie gegen ihren eigenen Bedarf kaufen? Sicher nicht! Und es würde auch bedeuten, dass das Gerät technisch eine Krücke ist und das ist es definitiv auch nicht. Klar wird man von gutem Marketing beeinflusst, aber nur zu einem gewissen Grad. Die Leute wollen so ein Gerät und wir werden sehen, wie es sich verkauft.

      Tim


      • Olaf vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        @Tenten: Ich kritisiere das Produkt auch lediglich dahingehend, dass es für mich persönlich in keinem Belang hinreichend wäre, es sei denn, ich wollte erstmalig ins Apple - Universum eintauchen, was ja nicht der Fall ist. Wäre dem so, gäbe es als einzig günstigere Alternative derzeit das normale iPad, sofern man auf die reine WLAN-Variante setzt. Daher bin ich mir sicher, dass der Verkauf des SE die Erwartungen von Apple erfüllen wird. Alleine schon deshalb, weil sie das Gerät sonst gar nicht erst gebracht hätten. Denn in den USA ist ein gutes Business immer noch das Maß aller Dinge, damit kennen sie sich blind aus. Und doch bleibe ich der Auffassung, dass dies so nur bei Apple funktioniert. Weder Otto Normalverbraucher noch Tech-Nerds könntest du unter Android ein ähnliches Prinzip unterjubeln. Da wird selbst in der Einstiegsklasse für 100 bis 200 Euro wenigstens ein Full-Screen-Display plus Dual-Kamera erwartet. Von einem Einstiegspreis ab 479 Euro ganz zu schweigen. Der Name Apple zieht einfach, bei der eigenen Community sowieso, und da ist man natürlich am Ehesten bereit, ein derart altbackenes Design, welches nun schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, zu akzeptieren. Positiver Nebeneffekt für den Hersteller: Er muss erst gar kein wirklich neues Gerät entwickeln, was eine Menge an Kosten spart. Nichtsdestotrotz wird das SE seinen monetär immens erfolgreichen Weg gehen. Und Apple auf mich als einen dafür geeigneten Kunden mit einem Achselzucken verzichten können. Mich haben sie eh schon am Haken, es geht hier wohl eher um das Erschließen neuer Kundschaft, die bislang vor einem Einstiegspreis von 799 Euro zurückschreckte. Da klingen dann knapp Fünfhundert im direkten Vergleich doch echt günstig. Aber hey, da sind wir dann doch schon wieder beim Marketing... 😉


      • Ja, Apple hat bei vielen einen guten Ruf. Der ist aber nicht durch gutes Marketing entstanden, den hat man sich erarbeitet. 5 Jahre Updates, ein sehr guter Service, sowohl am Telefon als auch vor Ort, gute Technik und nicht zuletzt ein stabiler Preis, all das hinterlässt beim Konsumenten den Eindruck von Qualität. Android schafft das nicht und ehrlich gesagt tut man auch nichts dafür. Bis heute gibt es keine vernünftige Sicherung. Android bietet viele Freiheiten, lässt den Kunden aber auch allein und oft auch im Regen stehen. Das rächt sich und hinterlässt bei vielen einen schlechten Eindruck, den man halt auch nur schwer wieder los wird. Viele Kunden legen heute Wert auf Service und sie legen Wert darauf, wie man als Kunde behandelt wird. Da muss Android einfach noch viel lernen.

        Tim


      • Olaf vor 3 Monaten Link zum Kommentar

        Das Ansatz ist bei Android und Apple auch ein gänzlich anderer - Apple ist in sich geschlossen und bietet Hard- und Software an, Android ist Google - und darüber stülpen sich die jeweiligen Hersteller, von Nokia bis Xiaomi. Da ist ein solcher Servicegedanke also gar nicht umsetzbar, es sei denn, ich kaufe mir ein Pixel. Da besteht dasselbe Prinzip, allerdings schaut der Android-Käufer auf den Preis und entscheidet sich nicht zuletzt auf Grund der Vielzahl angebotener Geräte einfach nach seinem Geschmack und nach seinem Kontostand. Bei Apple hat du ein iPhone, ein iPhone oder ein iPhone. Jetzt hast du sogar noch ein iPhone. Und unter knapp 500 Euronen läuft da halt nix. Dafür kauft man sich halt ins geschlossene Ökosystem von Apple ein. Das mag man, oder eben nicht. Übrigens empfehle ich in dem Zusammenhang nicht zwingend einen Besuch im Apple Store Berlin, da könnte man in Bezug auf den angesprochenen Service recht schnell enttäuscht werden. Unterm Strich kann Android also gar nicht so viel lernen, da der dortige Kosmos gänzlich anders funktioniert als bei Apple. Übrigens: Fünf Jahre Updates sind tatsächlich eine Menge, gerade im direkten Vergleich. Selbst Android One ist da nur mit drei Jahren am Start. Dazu müsste sich allerdings das Konsumverhalten der Käufer ändern, damit das überhaupt ausgereizt wird. Und gerade bei den unter anderem hier anwesenden Tech-Nerds ist das ebensowenig der Fall, wie es die Verkaufszahlen nahelegen. Höher, schneller, weiter. Das Galaxy S9, S10, S20, das OnePlus 6, 7, 8, das iPhone 8, X, 11,... jedes Jahr ein neues "Flaggschiff", und jedes Jahr schnellen die Gebrauchtverkäufe bei eBay und Co. in die Höhe, sobald das Nachfolgemodell raus ist. Ein guter Teil der Konsumenten kauft sich stetig das Neueste, so dass die Dauer der Updates zumindest dort gar keine Rolle mehr spielt. Spätestens nach einem Jahr wird das Gerät ausgetauscht. Nachhaltiger freilich ist es, was die Gebrauchtgeräte von Apple betrifft.


      • Also ich hab mit dem Service nur gute Erfahrungen gemacht...wenn am tel ...Hilfe nicht möglich,gibts gleich zeitnah ein Termin...außer es ist Weihnachten/Zeit ,da kann’s mal 3-4 Tage dauern. Zur Not ,wenn nix geht ,gibts ein super Austausch... bei Android muss ich in 90% der Fälle ewig auf mein Gerät warten. So war’s schon immer u wird leider immer so bleiben
        Vergessen..ich geh immer gossebockenheimer Straße,da ist der Auflauf genau so ...nur die haben das alles super im Griff, in Ffm. Sehr kundenfreundlich ,auch wenn man mal warten muss..es kommt gleich jemand u entschuldigt sich wenn’s mal 5-10min länger wirs


      • Und die absolut schlechte Akkulaufzeit vor den 11er Zeiten wurden immer schon unterschlagen und kritische Nutzer mit Kommentaren wie "normaler Verschleiß" abgespeist. Was absoluter Blödsinn ist. Verschleiß bei fast neuen Geräten. Selbst meine Androiden hatten in der Hinsicht kaum erwähnenswerte Probleme ... im Vergleich mit den iPhones.


      • Alsoich hatte nie Probleme mit den plus Modelle u Akkulaufzeit...wenn man halt das kleine kauft weiß man das es weniger Akku ist, kein Thema u nicht schlimm ...jeder wie er es braucht bei Apple. U die plus Modelle haben ewig gehalten...1 1/2 Tage ist doch voll ok


  • „ Lieferung:
    27 Apr - 29 Apr – Kostenlos“

    Also bisher ist der „Run“ noch nicht bemerkbar, aber warten wir es ab :-)


    • Heute muss man schon 14 Tage warten u in 2tage 4wochen bestimmt.. meins kommt pünktlich zum Glück... dann kann ich mein 11pro m ein wenig schonen. Endlich mal wieder ein super zweit gerät zum guten preis


  • Hatte damals das IPhone 6s die Größe war super . Habe jetzt Iphone 11 .Mal schauen vielleicht wechsele ich zum neuen SE . Denke auch wird sich verkaufen wie Bolle .

Zeige alle Kommentare
Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!