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MWC 2022: Das steckt hinter Huaweis "Super-Devices"

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© NextPit / Huawei

Im Rahmen des MWC 2022 hat Huawei sein "Super-Device" vorgestellt. Auch wenn der Hersteller in der Pressekonferenz das neueste Huawei MateBook X Pro betont, handelt es sich beim Super-Device streng genommen nicht um ein einziges Gerät. Stattdessen will Huawei aus der Gesamtheit ihres Ökosystems ein nahtloses Gerät machen. Live vor Ort konnte ich ein wenig herausfinden, wie das geht.


  • Huawei stellt im Rahmen des MWC 2022 das Konzept des "Super-Device" vor
  • Dabei handelt es sich um den Zusammenschluss mehrerer Geräte in einem nahtlosen Ökosystem
  • Auch vorgestellt: Huawei MateBook X Pro, Huawei MateBook E und Huawei MatePad Paper

Huaweis Vision, alle verfügbaren Geräte in einem Ökosystem zusammenschließen, nimmt weiter Formen an. Habt Ihr die letzten Monate des noch immer durch das US-Handelsembargo geschädigten Unternehmens verfolgt, wisst Ihr eventuell was gemeint ist. Das Huawei "Super-Device", das schon im Vorfeld der Smart-Home-Device-Pressekonferenz angeteasert wurde, ist somit ein Verbund aus mehreren Geräten.

Huawei MatePad Paper MWC 2022 NextPit
William Tian hat auf dem MWC 2022 neue Hardware und das Super-Device vorgestellt. / © NextPit / Huawei

Huaweis Anwendungsbeispiele sehen dabei tatsächlich praktisch aus. So könnt Ihr beispielsweise am neuen Huawei MateBook X Pro mit wenigen Fingertipps das Betriebssystem Eures Handys öffnen, um Bilder drahtlos aus der Bildergalerie zu ziehen. Oder Ihr öffnet ein Zeichenprogramm auf dem PC und malt dann mit einem Bedienstift auf dem Tablet oder Smartphone, nur um die Eingaben direkt am PC zu sehen. Während der Hersteller in China immer mehr auf das eigene Betriebssystem HarmonyOS setzt, soll das nahtlosere Ökosystem auch mit dem auf Android basierenden EMUI funktionieren.

Neue Notebooks und Remarkable-Klon vorgestellt

Neben dem Konzept des Super-Device hat Huawei noch neue Hardware vorgestellt. Das neueste MateBook Pro X ist ein klassisches Notebook mit hochwertigem Touch-Display, "Intel Core i7"-Prozessor, 16 Gigabyte RAM und einem Terabyte internem Speicherplatz. Die MateStation X hingegen ist ein All-in-One-PC mit einem hohen Bildschirm-zu-Gehäuse-Verhältnis von 92 Prozent. Beide Geräte sind allerdings bisher noch nicht für den deutschen Markt bestätigt worden. 

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Huaweis neues MateBook E kommt nach Deutschland – fürs erste leider als einziges Deviceder neuen Devices./ © NextPit / Huawei

Anders hingegen das Huawei MateBook E, das laut Pressemitteilung ab dem 14. März in zwei Versionen erscheint. Das Matebook E ist ein 2-in-1-Device – also eine Mischung aus Notebook und Tablet mit abnehmbarer Tastatur. Zum Einsatz kommt darin ein 12,6 Zoll großes Huawei OLED Real Colour FullView-Display mit einer Spitzenhelligkeit von 600 nits. Das vorinstallierte Windows 11 auf Touren sollen wahlweise ein Intel i3 Prozessor oder ein Intel i5 Prozessor der 11. Generation.

Konfigurierbar ist das MateBook E zudem mit einer Speicherkonfiguration aus 8 / 128 GB oder 16 / 512 GB. Preislich müsst Ihr dabei entweder 649 Euro oder 1.199 Euro einplanen. Für Vorbesteller gibt es bis zum teureren Modell bis zum 13. März den optionalen Bedienstift M-Pencil und die FreeBuds Pro dazu, das günstigere Modell kommt mit einem Huawei Keyboard. 

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Das MatePad Paper bietet ein E-Ink-Display. / © NextPit / Huawei

Die meiner Meinung nach spannendste Ankündigung Huaweis ist allerdings das MatePad Paper, ein Tablet mit 10,3 Zoll großem E-Ink-Display. Dieses ist auch mit dem M-Pencil verfügbar, der eine geringe Latenz von 26 Millisekunden und über 4.000 Druckpunkte bietet. Das Display des Paper-Tablets ist mit einer Schicht überzogen, die Papier simulieren soll. In Verbindung mit dem Bedienstift soll ein besonders realistisches Schreibgefühl entstehen. Wie bei E-Ink-Tablets üblich, soll die Akkulaufzeit bei bis zu zwei Wochen liegen. Zu guter Letzt ist das Tablet besonders leicht und wiegt nur 360 Gramm.

Ob das MatePad Paper auch in Deutschland erscheint und wie teuer es hier sein wird, wissen wir aktuell noch nicht. Huawei stellt das Tablet aber mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 Euro vor – ein Bedienstift liegt dem Gerät bei.

Glaubt Ihr an Huaweis Vision eines Super-Device? Wie findet Ihr das für Deutschland vorgestellte Huawei MatePad E? Teilt es mir in den Kommentaren mit!

Benjamin Lucks

Benjamin Lucks

Ben arbeitet seit 2018 im Tech-Journalismus, war mitten in der Corona-Krise Freiberufler und ist seit November '20 in Vollzeit bei NextPit. Seitdem versucht er in Reviews und Texten stets die Mitte zwischen fachlicher Kompetenz, Humor und frischen Perspektiven zu finden.

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3 Kommentare

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  • Olaf Gutrun vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    "der eine geringe Latenz von 26 Millisekunden und über 4.000 Druckpunkte bietet."

    Also 26ms sind alles andere als Gering.
    Z.b Ipad oder s21u 9ms, s22u 2,8ms.


    • Torsten Hoffmann vor 9 Monaten Link zum Kommentar

      Der Stift (2. Generation) hat eine Latenz von 2 Millisekunden und unterstützt 4096 Druckstufen. Und das von Huawei.. Potzblitz :-)


  • DanielN7 vor 9 Monaten Link zum Kommentar

    Klingt ganz interessant, nur schade dass man optional keine AMD Ryzen auswählen kann. Da bleib ich lieber bei HP, wo Ryzen drinnen ist. Prinzipsache ;-)

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